Hallo,
mein Name ist Robert und langsam verzweifle ich am Krankheitsbild der alkoholabhängigen Mutter meiner Partnerin. Vor gut fünf Jahren hatte sie einen schweren Unfall und lag mit starken Kopfverletzungen mehrer Wochen im Koma. Nach Ihrem Erwachen konnten wir durch gute ärztliche Betreuung und viel familiärer Unterstützung große Fortschritte erzielen, um Sie wieder ins alltägliche Leben zu integrieren. Sie hatte zwar immer noch Probleme mit ihrem Kurzzeitgedächtnis und dem Verständnis von bestimmten Zusammenhängen und Relationen, konnte sich aber weiterhin durch körperliche und geistige Rehabilitationsmaßnahmen verbessern.
Dies fand ein Ende, als ihr Mann sich von ihr trennte und sie nach mehreren Versuchen auch nicht mehr in ihrem Beruf als Lehrerin arbeiten konnten. Von diesem Zeitpunkt an begann sie zu trinken und baute rapide körperlich und auch geistig ab, da ihr Krankheitsbild ein kontinuierliches Training zum Erhalt des Gesundheitszustanderfordert. Die Auswirkungen des Alkohols werden durch die vielen Tabletten, die sie täglich nehmen muss, noch verstärkt.
Meiner Partnerin wurde von einem Gericht die Betreuung für ihre Mutter zugesprochen (aufgrund des Unfalls, nicht des Alkohols wegen), um sich um finanzielle und behördliche Angelegenheiten zu kümmern. Sie leidet sehr stark darunter, dass ihre Mutter immer stärker abbaut, trotzdem sie sehr viel Zeit und Mühe investiert ihr einen Halt zu bieten. Mehrmals haben meine Partnerin und ich mit ihrer Mutter Gespräche und lange Diskussionen zu ihrer Alkoholsucht geführt. Natürlich vergeblich! Sie sieht sich selbst nicht als alkoholabhängig.
Welche Möglichkeiten gibt es Menschen zu helfen, die neben ihrer Alkoholsucht noch andere körperliche und auch geistige Probleme haben? Gibt es spezielle Kliniken oder andere Einrichtungen? Gibt es die Möglichkeit einer Zwangseinweisung? Meine Partnerin und ich sehen mittlerweile eine Eigen- und auch Fremdgefährdung.
Mittlerweile leidet nicht nur die Beziehung zwischen der Familie und der Mutter meiner Partnerin darunter sondern auch unsere Beziehung.
Ich bin über alle Ratschlänge sehr dankbar.
Danke!