Alkoholkranker Freund? Was bedeutet Typ D? HILFE!!!

  • Hallo catchastar,

    ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Das hört sich nach einem ausgewachsenen Alkoholproblem an, und Du wirst hier eine Menge Gelegenheit haben Dich über die Thematik auszutauschen. Besonders im Co-Abhängigenbereich hast Du die Möglichkeit Tips und Ratschläge zu bekommen. Du stehst mit dem Problem nicht alleine.

    Zu Deiner Frage mit den Typ D:

    Ich vermute das wird die Jellinek-Einstufung sein, und für diesbezügliche und weitere Infos schau doch mal hier rein:

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…ki/Alkoholsucht

    Ich wünsche Dir viel Kraft, schön das Du hergefunden hast

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Catchastar,

    ich kann mir vostellen, das das bitter für Dich ist.
    Ich denke das Du mit der Wahrheit am besten fährst. Sprich mit Ihm über Dein neues Wissen und mach Ihm klar, das es so nicht funktioniert.

    Wenn Du jetzt mit Ihm zusammenziehst, schreibst Du in einem halben Jahr hier ganz andere Sachen.

    Du solltest Dich auch nicht von einer Trinkpause "einlullen" lassen. Bevor da nicht eine eindeutige Diagnose von einem Arzt getroffen wurde, bzw. eine Therapie gelaufen ist, solltest Du das Risiko nicht eingehen.

    Er scheint auf seine Trinkgewohnheiten ja auch noch stolz zu sein (3 1/2 Jahre....)also scheint da auch null Einsicht vozuherrschen.

    So wie ich das sehe, hat Dich Dein gesunder Instinkt als Mutter und Frau hierhergeführt, und danach solltest Du Dich auch weiter richten. Es geht wohl nur noch darum, Ihm das irgendwie "beizubiegen" ohne Scherben zu machen. Aber ohne Scherben geht es nicht. Entweder jetzt ein paar Gläser oder später ein ganzer Porzelanladen.

    Helfen kannst Du ihm nur, wenn er aufhören, wirklich aufhören , will.
    Aber selbst dann solltest Du auf Deine Kräfte achten, wenn Du Dich im Co-Bereich umschaust, weisst Du was ich meine. Er muss das alleine wollen und machen.

    Ich hätte Dir gerne was anderes geschrieben, aber ich bin froh, das Du uns so früh gefunden hast.

    Evtl. bekommst Du ja noch ein paar andere Statements.

    Viele Grüsse und alles Gute für Dich, und schreib ruhig weiter wie es so läuft. Wir haben immer ein offenes Ohr/Auge..

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Catchastar,

    Whitewolf hat dir schon so einfühlsam geschrieben und ich unterstütze jedes Wort.

    Einen anderen Aspekt möchte ich noch anfügen obwohl ich den Eindruck habe, dass Du sehr gut wahrnimmst, was gut für Dich ist und was nicht.

    Ich erzähle von mir, vielleicht ist etwas für Dich dabei.

    Ich war in einen Mann verliebt. Wir hatten im Anfang ein Miteinander, das ein einziger Traum war. Ich muss mich bremsen, in der Erinnerung jetzt nicht ins Schwärmen zu geraten ;)
    Erst rückblickend mit viel Abstand konnte ich erkennen, dass Alkohol dabei eine gravierende Rolle spielte. Um nicht zu weit abzuschweifen, schließlich, wir waren zusammengezogen, der Alkohol war dabei. Wir tranken gepflegt, einen guten Wein und so weiter, nur die Mengen verschwammen im Turteln zu sehr und die Heimlichkeiten, die ich Liebesblinde nicht wahrnehmen konnte (wollte, sage ich heute).

    Nur in der Rückschau kann ich sehen, wie viel Alkohol ich selber trank. Als „sein Problem" immer deutlicher wurde, bin ich mitgegangen in die Kneipen. Ich dachte, damit könnte ich Einfluss nehmen. Die Wirklichkeit war aber, ich konnte seinen Konsum nicht mindern, ich trank ja selber. Nur ein Kölsch zwar, während er drei, vier, fünf trank, ganz langsam aber glich sich das mehr und mehr an. Ich bin sogar mal zu einem Psychologen gegangen und sagte ihm, mein Freund trinke zuviel, was ich da machen könne. Er fragt: „trinken Sie mit?„ Völlig arglos antwortete ich: „ja, aber nur wenig" Daraufhin sagte er, nie, nie, nie, werde ich diese Worte vergessen, wie empört war ich doch darüber: „Bitte verlassen Sie meine Praxis und kommen Sie wieder, wenn sie nichts mehr trinken." Ich war absolut fassungslos. Über Jahre habe ich das nicht erkannt und wir mussten durch Höllen gehen.

    Es ist nicht so, dass ich Dich so einschätzen würde, als ob du den gleichen Fehler begehen könntest, Du schreibst so klar und siehst schon im Anfang, wofür ich Jahre brauchte.

    Du bist auf einem guten Weg!

    Alles Liebe und Gute
    Arina

  • Hallo igel,

    schön, daß Du hierher gefunden hast!

    Ich habe bis vor gut fünf Monaten auch ähnliche Mengen Alkohol zu mir genommen. Irgendwann kam der Punkt, wo ich einfach nur noch Angst hatte vor dem, was da noch kommen könnte, wenn ich so weitermachen würde.

    Mit Hilfe dieses Forums bin ich seit Juni trocken und es geht mir so gut wie seit Jahren nicht mehr.

    Wenn Du magst, stell´ Dich doch mal vor!

    Ich wünsche Dir/Euch alles Gute.

    Peter

  • Hallo igel,

    auch wenn Du Dich nun leicht überfallen fühlst, kannst Du Dich ja mal in aller Ruhe hier durchs Forum lesen.

    Deine Freundin hat da eine gute Adresse entdeckt. :D

    Ich kann gut verstehen, daß Du Dich vom Ballast befreit fühlst. Jetzt ist es raus, mir ging es genauso. Der Ballast wird aber erst dann wirklich weniger, wenn Du Dich mit dem Alk und Dir auseinandersetzt.

    Dafür hast Du mit diesem Forum eine hervorragende Hilfe!


    Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft!

    Peter

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