Hallo zusammen,
habe seit einigen Tagen hier im Forum viel gelesen und mich heute morgen registriert. Ich hoffe, ich schreibe hier in der richtigen "Abteilung".
Vor drei Monaten habe ich aus eigenem Entschluss eine stationäre Entgiftung durchgeführt. Anlass war ein Alkoholabusus, also ein übertriebener Mißbrauch von Alkohol, sprich eine Alkoholvergiftung.
Bis dahin habe ich täglich Alkohol in Form von Wein getrunken, anfangs eine Flasche, dann eineinhalb und dann zwei, wobei die erste gleich morgens nach dem Aufstehen geöffnet wurde. Die brauchte ich, damit mir beim Duschen nicht schwindelig wurde. Wieviel es am Abend vor dem Gang in´s Krankenhaus war, weiß ich nicht mehr. Im Abschlussbericht stand jedenfalls, daß ich in einem delierähnlichen Zustand dort ankam.
Kurzum, die Entgiftung dauerte neun Tage. Am achten Tag hatte ich ein Gespräch mit einem "vermeintlichen" Suchtberater, der mir empfahl, mich schleunigst für sechs Monate in eine geschlossene Suchtklinik zu begeben. Kein anderer Lösungsvorschlag. Der Mann war, wie ich später erfuhr Malergeselle, der eine Umschulung gemacht hatte. Er ist inzwischen nicht mehr in der Suchtberatung tätig.
Seit diesem Vorfall habe ich keinen Alkohol mehr getrunken; habe aber auch die vielen lieben Beteuerungen der Ärzte und des Pflegepersonals nicht beherzigt, mich in eine Therapie zu begeben oder in eine SHG zu gehen. Ich habe mich mit Unmengen von Lektüre versorgt und bin nun hier gelandet.
Der Vorschlag des sog. Suchtberaters hat mich etwas verletzt. Wie konnte ein Mensch aufgrund eines zehnminütigen Gesprächs solche Therapie vorschlagen ? Die Ärzte rieten mir zwar, etwas zu unternehmen, aber gaben mir leider auch keine konkrete Hilfe. Man muß sich also selbst darum kümmern. Welche konstruktiven Vorschläge könnt Ihr machen ? Die Bücher können ja leider nicht auf meine Fragen antworten.
Für die Länge des Artikels bitte ich um Entschuldigung und gelobe Besserung.
Es grüßt carving