Was jetzt?

  • Hallo LaLady,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Du bist hier im Co-Abhängigen Bereich schon sehr richtig. Wenn Du Dich einmal ein wenig durchgelesen hast, wirst Du auf viele Fragen schon Antwort bekommen.

    Schreibe uns doch noch etwas von Dir und Deiner Situation, damit wir Dich etwas besser kennenlernen können.

    Warum hast Du nicht gemerkt, dass Dein Mann trinkt? Und ist er schon länger Alkoholkrank oder erst seit 2 Monaten?

    Würde mich freuen bald mehr von Dir zu lesen.

    Liebe Grüße
    Speedy53

  • Servus LaLady,

    bei aller verständlicher Sorge um Deinen Partner, Du musst erst mal zusehen, dass es Dir gut geht. Denn nur so kannst du dann auch verstehen lernen, was in Zukunft so alles passieren wird / kann, und hast die nötige Kraft, um Dich damit auseinanderzusetzen.

    Informationen kannst Du Dir hier besorgen, auch gezielt, auf Deine Problematik hin. Du kannst Dich aber auch zusätzlich "vor Ort" (auch in der Entzugsklinik) über Beratungsstellen informieren, was an Möglichkeiten zur Verfügung steht.

    Wichtig ist, dass es Dir dabei "gut geht". Das klingt zwar blöd und ist sicher nicht immer umzusetzen, aber es schafft einfach die Voraussetzung dafür, mit so einem schwierigen Thema überhaupt umgehen zu können und dabei noch die Verantwortung für Dein Kind wahrnehmen zu können. Und das willst Du ja, oder?

    Viel Glück auf diesem schwierigen und langwierigen Weg -

    LG Spedi

  • Hallo LaLady und herzlich willkommen

    Als erstes schau nach dir selbst. Für dich musst du trotz allem die wichtigste Person sein. Erst wenn es dir gut geht, bist du in der Lage, deiner Familie zu helfen, auf alle Fälle also deine Therapie weitermachen.

    Bewerte den Rückfall deines Mannes nicht zu hoch. Wenn ich lese, dass er versucht hat, nur ab und zu zu trinken, dann wundert es mich nicht, dass er einen Rückfall hatte, denn das schafft kein Abhängiger. Über kurz oder lang wird jeder wieder in seine alte Gewohnheit zurückfallen. Auch dass er es dir nicht gesagt hat, ist kein mangelndes Vertrauen zu dir, sondern er hat das Problem anfangs nicht gesehen und später, als es zu spät war, hat er sich sehr wahrscheinlich gewehrt es zuzugeben. Es ist in so einer Phase sehr schwer, sich selbst einzugestehen, versagt zu haben und es nicht alleine zu schaffen. So außergewöhnlich ist das Verhalten deines Mannes also gar nicht gewesen.

    Wenn jetzt bereits einige Organe geschädigt sind, dann ist es fünf vor zwölf und er muss sich darauf einstellen, nie mehr Alkohol zu trinken. Alleine auf sich gestellt, ist das allerdings sehr schwer. Es reicht einfach nicht, nur mit trinken aufzuhören, sondern es müssen auch die Umstände, bei denen er früher getrunken hat, geändert werden. Dabei ist eine Therapie sehr hilfreich. Dort werden Strategien entwickelt die ihm helfen werden solche Situationen, in denen er sonst getrunken hat, auszuweichen oder ohne Alkohol zu bestehen. Das erste Gespräch sollte er bereits jetzt im Krankenhaus mit den entsprechenden Personen führen. Ansprechpartner wird im Krankenhaus ein Arzt sein, der sich mit Alkoholproblemen beschäftigt hat, nachher sollte er zur Suchtberatung gehen.

    Wenn du ihm helfen willst, dann versuche, die Krankheit zu verstehen und wie er sich gefühlt haben muss. Vorwürfe helfen jetzt am allerwenigsten, die hat er sich vielleicht schon selbst gemacht. Dass seine Gesundheit bereits gelitten hat, muss dabei nicht verschwiegen werden. Bei der richtigen Lebensweise, kann er auch damit beschwerdefrei sehr alt werden. Gib ihm jetzt nur erst mal das Gefühl, dass du für ihn da bist, wenn er dich braucht, das hilft ihm am meisten und mehr kannst du kaum für ihn tun.

    Lieben Gruß
    Henri

    PS. Deine Beiträge stehen so schön hintereinander, sodass es nicht nötig ist, diese in einen zusammenzufassen.

  • Hallo Lady

    Nicht dass wir aneinander vorbeireden. Schaffen muss er es ganz alleine und verantwortlich für sich ist er und nur er, du kannst ihm nur zur Seite stehen. Für dich ist das ein bisschen Gratwanderung, um das richtige Maß zu finden. Ihn gewähren lassen und ihm doch dabei helfend zur Seite stehen und dich selbst dabei auch nicht vergessen. Wichtig für ihn ist, dass du ihn wegen seines Rückfalls nicht verurteilst.

    Mancher braucht einen Rückfall um daraus die nötige Erfahrung zu bekommen. Er wird sicher nicht mehr auf die Idee kommen, ab und zu könnte er doch ein Glas trinken, da er gemerkt hat, dass es auf Dauer nicht funktioniert. Aus dem Grund glaube ich, dass er es schaffen kann.

    Lieben Gruß
    Henri

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