wie lange dauert das co-unabhängig werden?

  • hallo ihr,

    auch ich bin neu hier und aus gegebenem anlass.
    ich habe seit 2 jahren eine beziehung mit einem mann, dessen noch-ehefrau schwer alkoholkrank ist. sie haben einige kinder miteinander.

    immer wieder traten probleme auf. aus meiner sicht wird die sucht als druckmittel benutzt. und sie hat erfolg. die teilweise erwachsenen kinder haben angst um das leben der mutter, diese wird immer wieder rückfällig (stationäre behandlung, therapie, alles schon "da gewesen") und mein partner zieht seine entscheidungen nicht durch, immer unter dem druck, ist doch die mutter der kinder, jetzt ist sie gesund, sie hat ja sonst nichts mehr.

    jetzt ist mir schlagartig klar, er (und die kinder) ist/sind co-abhängig.. wenn auch nicht in der härtesten form.

    nachdem (ich nicht co-abhängig bin und) wir immer größere probleme bekommen, weil ich so viel als falsch ansehe und nicht mehr mitmachen möchte (und kann) :cry: und somit unsere beziehung zu zerbrechen scheint, er irgendwie wohl auch sieht, nicht durchziehen zu können, sagte er mir vor ein paar tagen, er wird sich einen therapeuten suchen.

    meine frage: mit wieviel zeit muss ich rechnen, bis sich nach begonnener "arbeit" besserung zeigt, oder sogar die unabhängigkeit sich breit macht?

    danke schon jetzt für eure antworten, falls die frage überhaupt zu beantworten ist.

    liebe grüße

    meg

  • ja, kompliziert ist es.. :(

    und sehr schwer zu durchschauen. wenn sie merkt, dass sie bekommt was sie will, indem sie um hilfe bittet, wird sie eben das einsetzen. und er erkennt das nicht... oh man, wie schlimm und schwer.. und die kinder sind genauso. sie kennen diese (als "weiche" seite titulierte) seite ihres vaters so gut und setzen es ein um zu bekommen was sie wollen.

    gott sei dank merkt er doch irgendwie, dass da was nicht stimmt, denn die "ach so liebenden" kinder schauen kaum einen augenblick wirklich nach ihm und seinen bedürfnissen und was ihm wichtig und teuer ist und gut tut. leider macht er im letzten augenblick doch, was sie eingefädelt haben... bleibt eine chance?

    heißt nicht heilbar: kein ausweg?

    meg

  • WIE als mit reden und reden und achten und hoffen und versuchen kann ich das an den "mann" bringen? ...meine eigenen konsequenzen.. wenn ich nicht mit untergehen will...? ich bin schon soweit mit runter...

    welche chance habe ich wenn ich ihn nicht verliehren will, aber eine erfüllte, vertrauensvolle, gesunde beziehung mit ihm möchte..

    ist es zu viel das buch zu schenken "familienkrankheit alkoholismus"?

    danke für deine worte. ich werde sie beherzigen. bin verzweifelt und wirklich an einer konstruktiven lösung interessiert..

    lg
    meg

  • was ich als fast noch schlimmer empfinde ist die manipulation der kinder. sie funktionieren wie die mutter. durch druck und moral den vater zu dem bewegen, was sie wollen. er hat viele kinder und kann sich deren druck nicht entziehen... das schlechte gewissen, darüber, was sie schon alles durchmachen mussten, es ist soch ihre mutter, die gleichen denk- und fühlmuster...

    alles das gleiche system?

    wo kann das hin gehen?

    lg meg

  • Hallo,

    ich verstehe das immer noch nicht ganz mit dieser Co-Abhänigkeit und den Helfersyndrom. Zweifelsohne bin ich in diesem Forum gelandet, weil ich meinem Ex-Partner helfen wollte und nicht wußte wie. Ich bin schon ein hilfsbereiter Typ. Aber das bist du doch auch meg, indem du hier Rat suchst, deinem Partner zu helfen? Ist es nicht das normalste in einer Beziehung für einander da zu sein, dem anderen zu helfen? Oder das man sich wünscht, ein Mensch wäre wieder der, der er einmal war?

    Ich habe mich getrennt, weil ich es nicht mehr ertragen konnte, ihn besoffen zu sehen, ihn so zu riechen, weil er unzuverlässlich war.

    Aber jetzt, wo wir getrennt sind, er nüchtern ist, ist doch seine Familie auch eine Stütze für ihn?
    Naja gut, ich weiß nicht, wie es in einem Jahr ausschaut, vielleicht könnte ein Zusammenleben wieder funktionieren? Hat er es dann für sich gemacht, oder doch nur um seine Familie wieder zu haben?

    Leide ich wirklich an diesem Helfersyndrom?


    Gruß Apfel

  • hallo meg,

    keine angenehme situation, in der du steckst. aber letztlich muss sie dein freund alleine lösen, DU kannst ihm nicht dabei "helfen", sich von seiner kranken ex zu lösen. das muss er alleine tun, dafür muss er rückgrat entwickeln und sagen "das hier ist jetzt meine neue beziehung, und die ist mir wichtiger als die alte".

    Zitat von meg

    WIE als mit reden und reden und achten und hoffen und versuchen kann ich das an den "mann" bringen? ...meine eigenen konsequenzen.. wenn ich nicht mit untergehen will...? ich bin schon soweit mit runter...

    welche chance habe ich wenn ich ihn nicht verliehren will, aber eine erfüllte, vertrauensvolle, gesunde beziehung mit ihm möchte.

    letzteres finde ich ganz schwer. bist du denn sicher, dass er sich wirklich endgültig getrennt hat? oder lebt er noch mit seiner erstfamilie zusammen? ist schon eine scheidung eingeleitet? ich frage so frech, weil mir das, was du schreibst, nicht wirklich einleuchtet...

    ...und ich das gefühl habe, dass du mehr leidest als geniesst. deine konsequenzen? du solltest in allererster linie an DICH denken. DIR ein schönes leben machen. das tun, worauf du lust hast, freundinnen, kino, was weiß ich. und nicht deine kraft darauf verschwenden, die noch-frau deines freundes und seine beziehung zu ihr und die der kinder zu ihm..... zu analysieren. DU hast nur ein leben. und wenn der partner an deiner seite sein vorleben nicht geregelt bekommt und sich gegen dich von seiner familie manipulieren lässt, kannst du nur verlieren. DICH.

    pass auf dich auf

    lavendel

  • nein, er lebt nicht mehr mit ihr zusammen. seit ein paar jahren nicht. die kinder sind bei ihm, soweit noch im haus.

    ja, es ist seine aufgabe. und keine leichte. er sagt, er gehe es an. ja,. wo ist die GESUNDE grenze?

    das ist die frage..

    schwer.

    danke euch

    meg

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