Ich kämpfe

  • Zitat von elke0000

    Diesmal will ich es entlich schaffen und habe auch den gehörigen Willen dazu.

    Liebe elke...

    ... ersteinmal - willkommen hier im Forum! Ich denke, Du hast einen ersten richtigen Schritt gemacht, indem Du hier bist und schreibst.

    Eines darf ich Dir aber schon mal sagen: einen "gehörigen Willen" reicht zum Trockenwerden NICHT aus. Du wirst den "absoluten Willen" haben müssen, um Deine Mission mit DIR erfolgreich fortzuführen. Verstehst Du, was ich meine?

    Und wichtig ist, einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Planst Du eine Therapie? Hast Du eine reale Selbsthilfegruppe? Kannst Du mit jemanden darüber life sprechen?

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück für Dein kommendes trockenes Leben...

    Alles wird gut
    Frank

  • Hallo Elke

    und Herzlich Willkommen hier im Forum und unserer SHG. Schön, das Du hergefunden hast.

    Du schreibst, Du willst keine Therapie machen, warum denn nicht? Dein Weg, den Du bisher gegangen bist, hat Dich doch offensichtlich nicht zum Ziel geführt, dann gilt es, andere Wege zu beschreiten.
    Es gibt immer mehrere Wege aus der Sucht, jeder muss seinen finden, und um den zu finden, kann man sich hier gut Hilfe suchen.

    Sich dauerhaft mit Antideppressiva zuzudröhnen, nur um keine Alk mehr zu trinken, halte ich für keine gute Idee, das kann mal eine Stütze für eine gewisse Zeit sein, mehr aber auch nicht, denn Dein Problem sitzt doch woanders, oder leidest Du "normalerweise" unter krankahften Depressionen ?

    Warum bist Du denn immer mit Deinem Mann rückfällig geworden. Du darfst doch nicht Deine Trockenheit von einem anderen Menschen abhängig machen. Wenn Du für jemand anderen trocken sein willst, klappt datt nie, sorry.

    Ich hoffe, das dieses Forum Dir helfen kann, mit Dir zusammen DEINEN Weg in die Trockenheit zu finden und auch zu gehen, gern wollen wir Dich dabei begleiten.

    Kannst Du nochmal schildern, wie es zu den besagten Rückfällen kam?

    LG an Dich
    Lilly

  • Hallo elke !

    Dein Problem kenne ich nur zu gut.
    Auch ich lebe seit 12 Jahren mit meiner Partnerin zusammen. Wir sind beide Alkoholiker.
    Habe sie damals bei meiner zweiten Therapie kennengelernt. Alle Therapeuten haben abgeraten uns zu binden. Wir hatten deshalb Einzellgespräche. Sie meinten die Gefahr sei zu gross , das einer den anderen mit runter zieht. Ich denke ihre Sorge war nicht unberechtigt.
    Ich bin nun seit 13 Jahren trocken, meine partnerin nicht. Immer wieder Rückfälle, Entgiftungen und Therapien. Jetzt ist sie seit ende November trocken, auch dank dieses Forums. Aber in erster Linie weil sie es will und nun endlich aktiv was für sich tut.
    Liebe Elke , ich will damit sagen, das es unheimlich schwer ist, neben einem nassen Alkoholiker troc

    ken zu werden und zu bleiben. Ich habe mich nie mitrunterziehen lassen wenn sie getrunken hat. Wie ich das ausgehalten habe weiss ich bis Heute nicht, ist auch egal. Vieleicht wollte ich nicht, das die Therapeuten damals RECHT hatten.
    Ich will dir sagen, das du deinen Partner erstmal ganz klar machen solltest, was du willst. Wenn er der Meinung ist, er kann das mit dir durchziehen ,versucht es zusammen. wenn Du aber nicht sicher bist ob du so stark bist bei einem eventuellen Rückfall seinerseits nicht auch wieder abzurutschen, dann musst du deinen Weg alleine gehen .
    Elke was spricht eigentlich gegen eine Langzeittherapie ? Du hast doch schon genug rumprobiert. Hilfe annehmen ist nicht immer einfach aber meistens erfolgreich.

    Ich wünsche Dir fürs neue Jahr die Kraft das richtige zu tun.

    Viele Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Elke,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Das erste was mir eingefallen ist:

    Ein heisses Eisen, das wird schwer.
    Aber das weisst Du selber.

    So erleichternd es auch ist einen Partner zu haben der das gleiche Problem hat, mit dem man über die Krankheit reden kann, nichts verheimlichen muss, der einen versteht,

    umso schwerer ist die Last wenn es bei einem kriselt.

    Du brauchst ein Netz, ein alkoholfreies nach Möglichkeit. Es darf nicht passieren das Du trinkst wenn er trinkt. Da muss ein Polster zwischen.

    Ich mag mir diesen inneren Kampf nicht vorstellen, auch die Kraft die da flöten geht.
    Das Beispiel von Bernd zeigt, das es geht, schliesslich sind wir keine Computer nach Schema F.
    Ob ich es schaffen würde weiss ich ehrlichgesagt nicht.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen und vieleicht ist eine zeitweise Trennung während einer Therapie nicht schlecht. Du musst Dich auf DICH konzentrieren, das EUCH oder WIR kommt erst später.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • hallo Elke,

    das Geld sollte keine entscheidene Rolle spielen. Die finanzielle Seite lässt sich übrigens im Vorfeld klären. dafür gibt es in jedem KHS Sozialarbeiter.
    Was ist das für eine 3-Wöchige Therapie? Ambulant, Stationär, Teilstationär, Therapieeinrichtung, Krankenhaus oder wie läuft das?

    Ich bin ziemlich erschrocken bei Deinem letzten Posting und ich möchte Dir dringend raten hier im Forum am Ball zu bleiben. Du wirst noch jede Menge Unterstützung brauchen.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Elke !

    Was du da schreibst läst bei mir die Alarmglocken klingeln. Mal ehrlich , wie willst du auf Dauer trocken bleiben neben einem Partner der nicht dieselbe Absicht hat und dich dann gleich nach der Entgifftung oder Therapie " bearbeitet " wieder zu Saufen ?
    Beim Besten Willen Das Kann Eigentlich Nur Schiefgehen.
    Ich kenne dich noch nicht sehr gut , deshalb sei nicht Böse wenn ich mir anmasse dir einen Rat zu geben.
    Liebe Elke , Du musst eine Entscheidung treffen! Entweder Trocken leben , oder mit deinem Partner untergehen.So hart das klingt. Du hast doch schon bewiesen das du aufhören kannst, das dich dein Umfeld ( Partner ) aber immer wieder runterzieht. Ich denke du wirst deinen Partner ein Ultimatum stellen müssen. Entweder ihr wollt beide das gleiche Ziel erreichen oder du must deinen Weg alleine gehen.
    Mit dem Geld ist das auch so eine Sache. Ich hatte immer welches zum Saufen aber nie welches zum Aufhören. Mach dich Schlau, Elke da giebt es sicher möglichkeiten.
    Dein letzter Satz, :Ich muss viel stärker werden !
    Liebe Elke , es ist nicht leicht Trocken zu werden und zu bleiben, aber Du wirst deine ganze Kraft für dich alleine brauchen. Für deinen Partner kanst du nicht Trocken sein, so Stark ist niemand.
    Würde mich für dich freuen wenn du die Therapie machen kannst und lass wieder von dir hören.

    Viele Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Elke !

    Das ist doch mal ein Anfang.
    Schaff dir eine Alkoholfreie Zone, ich meine bei mir zu Hause ist und wird es absolut keinen Alkohol geben.
    Mein Schwager hat sich bei einem Besuch zwei Bier mitgebracht, nur eins zum Essen meinte er. Ich habe das Bier vor die Wohnungstür gestellt und gesagt, da kannst du das gerne trinken aber bitte nicht in meinen vier Wänden. Da hat er erst verstanden wie ernst es mir damit ist.

    Das mit den Träumen kenne ich nur zu genüge. In den ersten 2-3 Jahren hatte ich oftmals solche Träume, aber das hat mit der Zeit nachgelassen. Ich habe das erst auch als bedrohlich empfunden, andererseits hat es mich erinnert immer auf der Hut zu sein. Wichtig war mir immer darüber zu reden.

    In der ersten Zeit ohne Alkohol habe ich auch immer darau geachtet mich zu Beschäftigen.Solange ich getrunken habe, hatte ich nur gedanken für den " stoff " im Kopf, das wollte ich nicht mehr zulassen.
    So habe ich die Wohnung renoviert oder mich auf alte Hobbys wieder eingelassen. Nur keine Langeweile aufkommen lassen.

    Ich hoffe ich kann dir etwas helfen. Damals habe auch ich von Therapeuten, der Selbsthilfegruppe und meiner Familie viel Hilfe erfahren. Jetzt möchte ich etwas zurückgeben. Ich weis ist nicht immer einfach diese auch anzunehmen, ich musste das auch erst wieder lernen. Aber liebe Elke , es lohnt sich wirklich sehr.

    Viele Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Elke,

    das Du genug hast von der Sauferei kann ich mir schon vorstellen.
    Auch nach 'nur' 3-Tagen kann einem alles wehtun.

    Ich nehme an Dein Partner hat mitgetrunken?

    Ich schreib Dir jetzt mal was völlig sinnloses:

    Du musst am besten sofort zum Arzt, bevor Dich der Entzug packt. Von da aus als Notfall direkt in die Entgiftung. Mit dem -Sachen packen- für mind. eine Woche kannst Du schon jetzt anfangen.

    Dann kommt Dein Körper endlich mal aus diesem Entzugskarussell heraus und Du kannst Abstand gewinnen. Das beste wäre, Du gehst von dort aus direkt in die Therapie. Das wäre die sauberste und beste Lösung.

    so, das war sinnlos, ich weiss.

    Jetzt schreib uns doch mal wie Du es vorhast. Erfahrungen hast Du ja schon genug.

    Gruss

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • Hallo Elke !

    Schön das du dich wieder meldest.
    Am Mitwoch hattest du überhaupt keine Lust zu trinken und am Donnerstag giebt es dann den Rückfall. Eine Krankheit hat eben nichts mit Lust zu tun.
    Was whitewolf schreibt kann ich nur unterstreichen. Du solltest dir jetzt Hilfe holen. Es gibt immer 1000 Gründe die du vorschieben kannst. Auch am 30 Januar wird es Dinge geben die du "unbedingt" erledigen musst.
    Whitewolfs Frage weichst du aus , warum ? Sicher kannst du dir denken , warum er sie gestellt hat.
    Liebe Elke ,so wird das nichts.
    Wenn du ernsthaft dein Leben ändern willst ,solltest Du Heute damit anfangen und nicht erst in drei Wochen.
    Hat dein Partner auch noch die Absicht ein abstinentes Leben zu beginnen?

    Viele Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Hallo Elke !

    Es ist nicht leicht und schon gar nicht immer einfach.
    Nur für mich kommt halt diese unheilbare und lebensbedrohliche Krankheit immer an erster Stelle.
    Vieleicht sehen das auch die Leute in deiner Selbsthilfegruppe so und du hast zur Zeit die Meinung, das andere Dinge noch wichtiger sind.
    Sind sie das aber wirklich ?

    Bei mir steht meine Abstinenz an erster Stelle! Wenn ich trike kriege ich eh nichts auf die Reihe.

    Viele Grüsse von Bernd

    Trocken seit dem 06.12.1993 und das bleibt auch so !!!

  • Zitat von elke0000


    So nun wieder mal einen Neubeginn-keinen Alkohol

    Hallo Elke...

    ... der wievielte?

    Ich hoffe, DU schaffst das. Wenn ich Deine Worte aber so lese, wird es wohl beim Hoffen bleiben. Leider.

    Zitat von Bernd

    Es gibt immer 1000 Gründe die du vorschieben kannst


    ... Elke, ein wichtiger Satz von Bernd.

    Zitat von Whitewolf

    Ich schreib Dir jetzt mal was völlig sinnloses: (...)


    ... was Whitewolf da gestern geschrieben hat - ist NICHT sinnlos. Das war ein provokant-wichtiger Wink für Dich. Und er hat absolut Recht!

    Bin gespannt auf Deinen Werdegang. Dein GANG sollte aber überzeugter, direkter sein. Du solltest mit DIR 100%ig einig sein - Deine Abstinenz betreffend. Ohne Wenn und Aber. Ohne irgendwelche spätere Termine ins Auge zu fassen, um sich daran festzuhalten.

    HEUTE ist Dein Tag. Nichts zu trinken. Mit Dir in Aktion zu treten.

    Alles wird gut
    8) Frank

Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!