ich bin Betroffene und Co-Abhängige.
Ich habe meinen Partner letztes Jahr kennegelernt und wenn ich ehrlich bin schon beim ersten Treffen (Glühwein trinken auf dem Weihnachtsmarkt, prima Tarnung nicht) gemerkt, das was nicht stimmt. Habe ein habes Jahr lang versucht mit ihm zu reden, ihn dann vor die Alternative gestellt eine Leben mit Alkohol und ohne mich, oder mit mit und ohne Alkohol. Als er betrunken auf dem Weg zu mir war, um mich deswegen zu Rede zu stellen hat er seinen Führerschein verloren.
Er hat dann signaliesierteinzusehen, daß er ein Problem hat, hat einfach über Wochenende aufgehört zu trinken und versprochen eine Therapie zu machen.
Ich habe ihm gesagt, daß ich zurück komme, wenn er aufhört zu trinken.
Bei den AA fand er alle doof, von Therapie war ganz schnell nicht mehr die Rede (brauch ich nicht, "habe ja gar kein Problem, sonst hätte ich ja gar nicht einfach so aufhören können")
Eine Weile hat es auch geklappt und ich habe mich damit abgefunden, daß er entscheiden muß, was für ihn richtig ist, ich ihn nicht zu einer Therapie zwingen kann.
Ich habe wieder angefangen zu vertrauen, ihm sogar Schlüssel für meine Wohnung gegeben und wir haben beschlossen zusammen zu ziehen.
Sylvester habe ich dann bemerkt, daß er wieder getrunken hatte (Schnaps umgefüllt in eine Wasserflasche) und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, es hatte schon länger Anzeichen gegeben, die ich nur nicht sehen wollte.
Wir haben wieder geredet über Therapie, Selbsthilfegruppe...
Nachdem er mir gestern Abend verkündet hatte wir würden gemeinsam zu den Guttemplern gehen, damit er mir beweisen kann, daß dort nur Hartz IV Empfänger sind, die eine Bescheinigung fürs Sozialamt brauchen habe ich ihm mitgeteilt, daß ich ihn zu nichts zwingen kann und will und gebeten meine Wohnung zu verlassen. Das hat dann mit etwas Nachhilfe von der Polizei geklappt. So ist der Stand heute. Fühlt sich alles fremd, neu und ungewohnt an.,