Wann trennen sich die Wege am besten (im Guten)?

  • Da mein Gefährte und ich zu dem Schluss gekommen sind, dass es besser ist, wenn ich während der Entwöhnung separat lebe (wir suchen mir eine kleine Wohnung), stellen sich mir Fragen auf (ich werde diese Frage auch noch bei den Co's einstellen):

    Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht? Ich fühle mich einerseits gut, weil ich mich dann einerseits ganz auf die Entwöhnung konzentrieren kann, ohne die Alltagskämpfe, Kindererziehung, Sucht, Blutdruck usw., ich fühle mich wohl bei dem Gedanken, dass mein Gefährte Kraft schöpfen kann. Auf der anderen Seite kämpfe ich dauernd mit den Tränen, weil mein Gefährte in meinem ganzen Leben der einzige Mensch ist, der mir je unter die Haut gegangen ist, dem ich alles anvertrauen darf. Er hat sogar meine Essstörungen (um die 30 Jahre) nahezu heile gemacht. Ich möchte ihn nicht eine Minute missen, weil ich das Gefühl habe, dass er der Richtige ist. Damit meine ich nicht, dass er der richtige Co ist! Er ist einfach der Richtige. Er ist klug, sexy, hat eine "normale" Familie, er hat soziale Intelligenz³, er ist für mich interessant.
    Uff, das mag jetzt in eine Art Liebeserklärung ausarten, daher speichere ich das jetzt mal fix ab.

    LG, Meni

  • Hallo Meni,

    ich finde es klasse, dass du dir so viele gedanken machst, wie du dich am besten auf dich und dein trockensein konzentrierst und dass, du/ihr wißt, wo deine/eure grenzen liegen.
    erfahrung mit den getrennten wohnungen habe ich nicht gemacht, eher mit dem gegenteil.
    mein ex lebte nach seiner langzeittherapie wieder in unseren kleinen familie und da ist wirklich immer action angesagt und hier und da fällt mal eine kleine kritik. leider hat er es nicht geschafft, trocken zu bleiben.
    ich hätte es mir so sehr gewünscht, dass er darüber spicht, was er für sich braucht, um gegen seine sucht zu kämpfen.
    also, wenn du das für den richtigen weg hälst, dann geh ihn. :) du kannst dich am besten einschätzen.

    gruß apfel

  • Hallo Meni

    habe ich das richtig verstanden, dass ihr euch für eine Trennung auf Zeit entschlossen habt?

    Welche Fragen hast du denn?

    Ich kann dir jetzt aus meiner Erfahrung mit meinem Mann sagen, dass ich seine allererste Ansprechquelle bin, wenn er reden möchte. Für ihn ist es wichtig, dass er seinen Weg in die dauerhafte Trockenheit in seinem gewohnten Alltag /Umfeld geht.
    Ich dränge ihn nicht, er trifft seine eigenen Entscheidungen und auch Entscheidungen, die uns alle betreffen. Mein Mann fühlt sich auch nicht in der Erziehung überfordert - für ihn wäre eine Ausgrenzung schlimmer.
    Aber das ist bei jedem anders, wie Apfel schon sagte: wenn es DIR mit der Entscheidung gut geht, dann mach es.
    Ich muss dir aber sagen, dass es sich nicht wirklich für mich so liest, du arme Maus.

    Ich drück dich, auch wenns nur virtuell ist.

    Heike

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