Hallo!
Ja, die nächsten Tage hilft dann wohl nur beten.
Ich war heute 4,5 Stunden am Bett, das war zu lange, bin vollkommen ausgebrannt.
Er bekommt 4 Zyklen Leberwäsche, die dritte hing gerade, wie ich kam, er war wach und hat sich gefreut, wie ich da war.
Und fand es bescheuert, "das die ihn immer noch so abschießen".
Ich konnte ihm vermitteln in ein paar einfachen Sätzen, wo und warum er in der Uniklinik ist, wegen dem Apparat, den er sich auch staunend anguckte.
Dann sagte er klar zu dem Pfleger:
" So, jetzt habe ich verstanden, warum ich hier bin."
Leider war ich gerade so weit mit erklären, da piepste das Gerät, es war verstopft, im nachhinein stellte sich heraus, das dem Blut ein Gerinnungsfaktor fehlte, irgendwie war diese Sache aber wohl außerplanmäßig, der Arzt hat dann alle Hebel in Bewegung gesetzt und nach 2 Stunden kam extra ein Bote und brachte das.
Neuanfang - oder Anfang vom Ende?
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Wenig später sollte ich dann gehen, weil dieser Apparat wieder angeschlossen wurde.
Er hat aber Temperatur entwickelt, da habe ich Angst deswegen, kann aber auch alles mit dem durcheinandergeratenen Blut zusammenhängen.
Habe gerade nochmal dort angerufen, hatte eine nette Ärztin am Telefon, die psychologisch etwas fitter war, wie ihre Vorgänger.
Die hat mich nach allen Regeln der Kunst beruhigt, ist ja klar, die werden mir heute abend nicht erzählen, wenns schlechter wird, wäre ja auch unklug, schließlich muß ich ausgeschlafen morgen sein.
Mein Mann wollte wohl vorhin aufstehen und mich besuchen
, so ist er halt, selbst im Delir denkt er noch an seine Frau.
Er hat auch wieder 2x geweint, es ist so ein Wechsel zwischen durcheinander sein und begreifen.
Das Problem ist, das ich mit den Verwandten kaum noch reden mag, ich merke genau, wie fertig die alle sind, die sind mir keine Stütze mehr, die brauchen selbst Unterstützung.
Naja, die nächsten zwei Tage geht es eben in die Vollen, alles ist möglich, Das ist es eben, wo ich Angst vor habe. -
Ach ja und er hat mich heute gefragt, ob er die Reha schon sicher hätte
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Heute kam ich ans Krankenbett, quasi mehr oder weniger geschlichen vor Angst..und siehe da, mein Mann war hellewach
!
Zwar zu 90% durch den Wind, aber wenige gezielte Fragen, einmal Langzeit-und auch Kurzzeitgedächtnis funktionieren, irre.
Der Bilirubinwert ist nochmal auf 13,5 runter, Leberwerte nochmal leicht gebessert, die Nieren arbeiten weiter.
Er wäre heute schon zurückverlegt worden, aber das KH hier hatte kein Bett frei auf Intensiv, morgen kommt er zurück.
Und ich brauche nur noch 30 km pro Tag anstatt 300 zu fahren.
Er ist sehr blaß an den Händen geworden
, das fiel mir erst heute auf, die waren auch gelb gewesen.
Er darf und kann schon Astronautenkost für Leberkranke trinken, konnte dann sogar selbst den Becher halten.
Danch hatte er Sodbrennen und als der Pfleger die Magentablette, die er sonst bekam im KH hier, in flüssig injizierte, wußte er den Namen davon
.
Also heute wieder mal ein Tag, an dem ich mich beruhigt schlafen legen kann und Kräfte auftanke.
Jetzt werden die Werte wieder leicht steigen, und dann müssen sie langsam fallen, ich hoffe es so sehr.Ach ja, und warum die hier keinen Fernseher hätten, ihm wäre so langweilig. Nach einer Stunde ist er dann aber erstmal eingeschlafen, war mir auch ganz lieb, das Reden mit seinem eigenen verwirrten Mann ist echt anstrengend, naja, Gott sei Dank kenne ich es von meinem Beruf her, da habe ich mich über einiges gut retten können, denn Streit mit einem Verwirrten hat keinen Wert, das geht in die Hosen und keinem ist damit geholfen.
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liebe elfriede,
das sind ja mal wieder gute nachrichten. medizinisch kann ich das zwar nach wie vor nicht beurteilen, aber für mich hört es sich schon wieder viel beruhigender an.
und wenn du demnächst "nur" noch 30 km fahren musst, könntest du vielleicht auch mal ein klitzekleines bisschen an dich denken, dir was gutes tun und kraft tanken. ich denke, der körper läuft in solch einer situation auf hochtouren, aber das kann er nicht ewig. ich kann mir vorstellen, dass das derzeit deine geringste sorge ist, aber du musst wirklich aufpassen, dass du dich nicht überforderst.
wünsche dir immer noch - und immer wieder
viel kraft.lieben gruß
lavendel
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So, er ist wieder hier und der Bilirubinwert ist wieder hoch auf 20.
Er war lange wach, teilweise durcheinander und hatte Hunger auf Kuchen und Cappucino. Gabs aber nicht, er durfte zwar Astronautenkost haben , aber auf 2 maliges Bitten in 4 Stunden kam nichts, die Schwester hatte keine Zeit
, ich rufe da gleich nochmal an und bohre nach, ist mir egal.
Die Nieren verbessern sich weiter.
Ansonsten alles unverändert.
Heute gehe ich mal früher schlafen, k.O. ist kein Ausdruck.
Wollte eigentlich noch zu einem Vortrag über Co Alkoholiker gehen, aber ich war so fertig und durchgefroren vom Besuch dort, das ich einfach nicht hingegangen bin, ich denke, das ist in Ordnung, ich habe einfach auch keinen Nerv, solange überhaupt nicht klar ist, ob mein Mann überlebt.
Dafür habe ich mir hier endlich mal was zu essen gemacht, sitze hier mit einer warmen Wolldecke und hüpfe gleich ins Bett. -
Hallo Elfriede,
was meinst Du, wie viele Euch hier die Daumen drücken. Meine sind auch dabei.
Alles Gute und hoffentlich kannst Du schlafen.
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Hallo!
Habe gerade in der Klinik nachgefragt, Zustand ist unverändert, er sitzt wach im Bett.
Heute nachmittag gehe ich wieder hin.
Ja, das muß doch helfen, wenn alle so an ihn denken, vielen Dank! -
Liebe Elfriede,
ich finde, es hört sich jetzt alles recht positiv an. Erwarte bitte nicht zu große Besserung in so kurzer Zeit, es geht immer nur ganz langsam bergauf.
Und Du siehst ja selber, das er jeden Tag ein paar kleine Fortschritte macht.Ich war auch durch Medikamente 3 Tage lang völlig weg, weiß von denen gar nix mehr. Und ich brauchte ca. 1 Woche, um überhaupt wieder einigermaßen klar denken zu können. Vorher war alles noch so wirr, ich war auch orientierungslos und durcheinander, hörte Stimmen, wo keine waren, völlig durchgeknallt.
Es war wie ein Schleier, der sich erst langsam aufklärte. Und Dein Mann bekommt doch sicher auch noch einiges an Medikamenten.
Meine Angehörigen dachten wohl damals: Au weia, jetzt hat sie richtig einen an der Waffel. Aber sie wurden dann darüber aufgeklärt, das ich "schon wieder werde". Dann waren sie etwas beruhigt.
Na okay, n kleinen an der Waffel hab ich wahrscheinlich immer noch, aber datt bleibt wohl auch so und hat in diesem Fall nix mit meiner Krankheit zu tun.
Ja, hier drücken Euch mit Sicherheit ganz viele die Daumen, es werden sicher viele mitlesen. Manchmal ist es nur schwer, die richtigen Worte zu finden bei dem Zustand Deines Mannes.
Kümmere Dich jetzt auch ein bisschen um Dich, soweit das geht. Die SHG für Angehörige läuft ja nicht weg, und wir hier sind ja auch eine eigenständige SHG. Also bist Du ja sozusagen schon in einer.
Berichte bitte weiter über den Zustand Deines Mannes, jeder kleine Fortschritt zählt.
Ich las gestern hier im Forum einen Satz, den fand ich sehr schön. Ich schreib ihn Dir hier mal auf:Alles braucht seine Zeit. So schnell oder so langsam es auch vorangeht, das Timing ist perfekt.
Lieben Gruß an Dich / Euch
Lilly
-
Die Werte sind nicht angestiegen, sondern so geblieben.
Das heißt, es ist noch keine Entwarnung, aber trotzdem ein gutes Zeichen
!
Mein Mann hat schon heute morgen vor dem Bett gestanden
, ist Gott sei Dank nix mit den Infusionen passiert.
Er denkt, er wäre in der Zahnarztpraxis, weil er gestern Zahnschmerzen hatte, heute nicht und demzufolge will er natürlich nur eins: Nach Hause!
Hat immer noch Hunger auf Obst und Paprika.
Für morgen ist ein Krankengymnast ans Bett bestellt
, irre.
Er wurde bei der Visite ausgetestet, welches Jahr, Monat und Tag sei.
Bis auf den Tag wußte er alles und hat sich geärgert, das er den Tag nicht wußte. Ehrlich gesagt? Ich bin froh, das sie mich nicht befragt haben, bei mir war nämlch noch der 22.
.
Ja, ich bin noch ganz platt von diesen Eindrücken heute... -
Hallo Elfriede,
WAAAS ?? Er ist schon aufgestanden, wat soll man dazu sagen, Männer halt... tztztz

Ich tippe mal auf Medikamente, das er ein bissle orientierungslos ist, mir ging es ja genau so. Nun ja, ich kann natürlich jetzt nicht 1:1 auf andere schliessen, aber könnte doch sein, das es so ist ?
Eine Krankengymnastin kam bei mir auch ans Bett und hat dann mit mir Übungen gemacht, geht auch im Sitzen und war sogar ein bisschen anstrengend, wenn man so schlapp ist.
Später ging sie dann mit mir über den Flur und dann Treppen, das war gut. Mir war es schon unangenehm, das ich nicht mal mehr allein richtig laufen konnte, aber es gab sich ja dann wieder.Naja, nach Hause wird Dein Mann erstmal nicht so schnell können, das iss mal klar. Sicher will man immer nach Hause, aber datt hat noch keinen Sinn. Wenn er wieder klarer ist, wird er sich dem KH-Alltag anpassen und ich war immer erstaunt, wie schnell so ein Tag rum war.
Morgens früh kam schon die Putzfrau, dann Blutwerte messen, frühstücken, Krankengymnastik, Visite, Mittagessen.
Dann hat man grad immer 2 Std. Zeit gehabt und ein bisschen geschlafen. Dann schlug auch der erste Besuch schon wieder auf.
Darauf freut man sich ja immer am meisten. Ab und zu ruft noch jemand an, dann kam mein Mann um 16:00, morgens kam auch oft mein Bruder, wenn er Spätschicht hatte, kommst Du voll in Stress.
Dann gibts Abendbrot, zum TV hatte ich gar keine Lust, hab dann wohl noch ne Stunde gelesen und bin dann immer schnell eingeschlafen und hab dort immer erstaunlicherweise sehr gut geschlafen. Ich hätte auch was zum einschlafen bekommen können, aber brauchte ich nie.Sorry, jetzt hab ich soviel von mir geschrieben...

Liebe Elfriede, die Werte bessern sich auch nicht täglich, können auch mal wieder etwas schlechter werden, aber Hauptsache, der Trend in einer Woche oder so geht nach oben, bzw, in diesem Fall wertemäßig nach unten.
Pass mal auf, in einer Woche werden sie wieder viel besser sein. Ich klopf auf Holz.
Mal sehen, wie es ihm morgen / übermorgen geht, Du schreibst ja dann hoffendlich wieder ein paar Worte.
LG an Dich
Lilly -
Klar
, ich werde hier noch einige Worte schreiben!
Und nein, gerade solche Erfahrungsberichte sauge ich auf, wie ein Staubsauger, mir brennen gerade die Augen, weil ich mich durchs Forum rauf und runter lese.
Finde es sehr wichtig, zu wissen, was in einem vorgegangen ist in der Zeit der Entgiftung und als nasser Alkoholiker.
Das die Werte sich nur langsam bessern , ist klar, nur hier geht es halt immer noch darum, aus dem lebensgefährlichen Bereich zu kommen, deswegen bin ich immer noch so kribbelig.
Stolz bin ich nun auf mich, das ich es bisher ohne irgendein Beruhigungsmittelchen geschafft habe, da ich Auto fahren mußte, kam das nicht in Frage und irgendein leichtes Mittel auf Privatrezept von der neuen Hausärztin verschrieben, schlummert immer noch in der Apo, vergessen, abzuholen.
Auch heute nacht werde ich gut schlafen können, nur die Schwestern in der Klinik tun mir leid, weil ich weiß, wie erfindungsreich mein Mann ist, wenn er etwas durchboxen will
. -
Wie erwartet, wurde mein Mann dann so unruhig heute morgen, das sie ihn wieder fixieren mußten.
Er ist ein klein wenig verwirrter wie gestern.
Habe mir mal Blutwerte kopieren lassen, die bekomme ichmorgen von jemanden erklärt, der sich damit sehr gut auskennt.
Aber ich kann auch selbst schon genug daraus lesen, es gibt Werte, die haben sich leicht verbessert, und Werte, die haben sich leicht verschlechtert, der Ammoniak zum Beispiel ist noch in der Norm, aber in den drei Tagen kontinuirlich angestiegen, kann sein, das er deswegen wieder verwirrter ist wie gestern.
Bei der Visite gabs nichts Neues, morgen kann es sein, das sich der Chefarzt nochmal zu Wort meldet, der Arzt, der sich immer um meinen Mann kümmert, meinte, es müsse dann besprochen werden, wie die weitere Therapie von statten geht.
Auf meine Frage, was denn für Möglichkeiten da wären, sagte er ganz ehrlich, das ihm selbst nichts einfiele...
Eine Zellprobe zu entnehmen, die einzige Möglichkeit, um zu sehen, wieviel Lebergewebe untergegangen ist, ist wohl noch zu riskant, weil der Blutgerinnungswert nicht o.K. ist, die Gefahr von Blutungen ist dann zu groß.
Ihr braucht mir nichts zu schreiben, ich wüßte selbst nicht, was ich zu so einem Thema schreiben sollte.
Es ist einfach ausgedrückt, immer noch ein ganz zähes Ringen mit dem Tod, nicht mehr und nicht weniger
und es hilft nur eines: Abwarten und dieses bischen Hoffnung niemals aufgeben! -
Servus Elfriede,
ja, da bleibt ausser Beten nicht viel - ich denke oft an Dich und wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Dein Partner wieder gesund wird!
LG
Spedi -
Hallo Elfriede,
Bei mir war es auch so, das mir dieses Blutgerinnugns-Emzym fehlte. Ich hatte von daher, als ich noch soff, oft Zahnfleischbuten, Wunden heilten sehr schlecht etc. Als ich auch dem KH entlassen wurde, war es aber wieder okay, ich war ja 3,5 Wochen dort.
Und ja, ich glaube, diese Ammoniakverbindungen müssen erst gelöst werden, durch Medikamente. Meinem Mann wurde damals gesagt, das wäre auch der Grund, warum ich so verwirrt bin. Dazu kann man aber mal googeln, ich glaub, hab ich auch schon mal gemacht, aber ich habs vergessen, wie das jetzt genau war.
Eine Leberpunktion wurde bei mir auch gemacht, aber das ist nicht schlimm, tut auch nicht weh. Danach muss man nur ne Weile auf so einem Sandsack seitlich still liegen,, damit keine Blutungen entstehen, nehm ich mal an. Die Punktion ist allerdings nicht ganz ungefährlich, muss aber auf jeden Fall für den Befund gemacht verden. Mein Befund war, das eine voll ausgebildete Leberzirrhose nicht feststellbar war, habe es grad nochmal nachgelesen. Das gibt mir ja ein bisschen Hoffnung, das noch nicht alles hinüber ist. Eine Schädigung ist aber schon vorhanden, im welchem Maße weiß ich nicht, aber es ist im Grunde egal, ich ernähre mich gesund, mache Sport, was bei mir nochmal sehr die Leberwerte gesenkt hat, warum das so war, weiß ich nicht. Mehr kann ich nicht tun, nur nie wieder trinken.
Eine Therapie habe ich nicht gehabt, ich hätte aber eine bekommen können, das war allerdings in einer Geschlossenen Abteilung, das wollte ich damals nicht, aber das würde ich heute sicher anders machen.
Zu den AA war ich 3 oder 4x, weiß nicht mehr genau, da kam ich aber nicht so richtig klar. Ich hatte auch keine andere SHG, bin so trocken geblieben, würde ich aber auch heute anders machen. Naja, nachher ist man immer schlauer. Ich bin froh, das ich diese SHG dann endlich vor knapp einem Jahr gefunden habe, ich fühle mich hier ja recht wohl. Der Austausch mit Betroffenen ist sehr wichtig, das hat mir immer sehr gefehlt, das weiß ich aber jetzt erst.
Sicher fiel es mir auch etwas leichter, trocken zu blieben, weil mir bewußt war, das ich sonst sterbe. Ich hatte mich aber für das Leben entschieden, Alkohol trinken kam für mich nicht mehr in Frage.
So war datt bei mir damals.Mal sehen, wie es sich bei Euch die nächsten Tage so entwickelt, ich hoffe, das ein neuer Aufwärtstrend zu verzeichen ist.
Ich drücke Euch beiden weiterhin die Daumen und die restlichen Finger dazu, schaden kanns auf keinen Fall.
LG an Dich
Lilly -
Zustand unverändert, dieser blöde Bilirubinwert ist schon wieder auf 22 gestiegen
, die Entzündung, die er noch intus hat, geht langsam, aber stetig weiter runter, die Nieren unverändert.
Tja, nun wird noch bis Montag !! abgewartet, dann will der Arzt nochmal wegen einer Leberwäsche betteln gehen...
Mein Mann hat die Nacht wieder ordentlich aufgedreht und wollte unbedingt aus dem Bett, logo, das mußte wieder mit Beruhigungstablette quittiert werden, alles andere ist eben zu gefährlich, ach ja, an den Schläuchen hats dann auch wieder gut geblutet, als er die sich abgedreht hat.
Abends ist er aber vom Pfleger aus dem Bett gesetzt worden, ohne Kreislaufprobs und hat sich mit Hilfe naß rasiert.
Die Phasen wechseln sehr, von schläfrig über müpfig, auch unterhalten geht gut, die verwirrtheit ist nur stückeweise.
Er wußte sogar, das heute der 24. oder 25.Januar ist, das ist ne Leistung, denn er hat keine Zeitung, keinen Kalender und keine Uhr im Zimmer.
Darf etwas Astronautenkost trinken, heute habe ich ihm welche aus der Apo mitgebracht, die Marke (zu teuer) haben die nicht im KH, natürlich schmeckt ihm die am besten!
Dann wieder Arztgespräch, diesmal gings um Wiederbelebung und co
, ich muß über das Leben meines Mannes entscheiden, was soll man denn da entscheiden?
Diese Geschichte bleibt so ungewöhlich in sich, es gibt keine Prognosen, kaum Erfahrungswerte mit Alkoholikern an der Leberdialyse, Werte, die sich bessern, Werte, die sich verschlechtern, der Albtraum geht weiter
...
Wie immer, nur nicht die Hoffnung aufgeben. -
So, meine Mutter hatte mir von einer Nachbarin vor 30 Jahren erzählt, die gelb war und der kein Arzt helfen konnte.
Die hat Schafsläuse in Kapseln gepackt, eine pro tag geschluckt und wurde wieder gesund.
Humbug, dachte ich. Habe gerade mal gegoogelt und viel erstaunliches gelesen, eine Telefonnummer gefunden, morgen rufe ich da an. -
Werte gibts wie immer erst heute nachmittag.
Aber immerhin geht es meinem Mann von den körperlichen Kräften so gut, das er wieder heute nacht aufgestanden ist, obwohl er komplett festgebunden war
.
Auf meine Frage, wieviel Blut er dann diesmal verloren hat, kam die Antwort der Schwester, nichts, er hat mittlerweile den Bogen heraus und dreht die Hähnchen an den Schläuchen zu, er stöpselt sich quasi selbst ab
.
Da mußte ich dann heute morgen doch mal lachen und feststellen, das das typisch mein Mann ist, Klempner von Beruf...der kennt sich anscheinend nicht nur mit Wasserleitungen aus
. -
Wieder zurück, irgendwie k.O. und etwas enttäuscht
.
Mein Mann saß, wie ich kam, in einem Mobilstuhl, fand ich ja klasse.
Leider war er noch von morgens sehr betäubt mit Medis, so das ich ihn kaum verstehen konnte und er schlief immer ein.
Habe dann gebeten, ihn wieder ins Bett zu setzen.
Fragte dann, wie lange er säße - 1,5 Stunden
, mit einem Bettuch die Beine zugedeckt, die Füße ohne alles, natürlich kalt...
.
Ich begreife so was nicht, habe auch später gesagt, das das zu lange für ihn wäre.
Er hat danach nur noch geschlafen, Temperatur 36,6, klar, zuzusetzen hat der nix.
Die Ärzte kamen kurz, nichtsagende Visite, die Werte unverändert.
Dann wollte ich den Arzt nochmal wegen der Leberwäsche fragen, die sind heute alle früher weg, war keiner mehr da von den zuständigen, macht ja auch nix, sind ja nur noch drei Tage, in denen man sich 24 Stunden Gedanken macht, ich könnte verrückt werden.
Diese Schafslaustherapie war einem Schäferehepaar bekannt, die haben sich auch noch bei Kollegen umgehört, sind aber nicht aufzutreiben, vor allem nicht in so großen Herden, da wird ja wacker die Chemiekeule geschwungen, damit sich solche Biester nicht vermehren.
Alles in allem mal wieder ein besch... Tag.
Ach ja, ich frag nur mal der Vollständigkeit halber hier nach, falls einer nur zufällig Schafe hält oder jemanden kennt, der solche Schafe mit "Anhang" besitzt, ich fahre auch notfalls bis Australien, nein, natürlich nicht, aber ich würd schon alles in Bewegung setzen, die abzuholen. -
Hallo Chrissyta!
Ja, da bin ich auch gelandet, aber auf der HP steht, leider im Moment keine Läuse lieferbar
.
Habe gerade noch einen Schäfer gesprochen, der kannte die Therapie auch, hatte vor Jahren mal das Problem mit den Läusen und eine Dame mit Leberprobs, die sich die Dinger regelmäßig abholte und immer berichtete, das es ihr gut ginge seither.
Morgen erwarte ich noch einige Rückrufe von Schäfern, die sich umhören wollen, aber es ist im Moment die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Es kommen nur Halter von kleinsten Herden oder Bioschäfer in Frage.
Vielen Dank für Deine Mühen! -
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