also erstmal will ich eins klar stellen:
du und der rest der familie habt keine schuld an der alkoholsucht euerer mutter, sie allein ist es, die beschlossen hat zu trinken!!!
du brauchst keine scham zu haben mit deinen freunden über dieses thema zu sprechen
1. dafür sind freunde da
2. alkohol ist inzwischen eine weitverbreitete krankheit, es gibt selten eine familie die noch keine erfahrungen mit alkohol bei angehörigen gemacht hat
rede mit den freunden zu denen du wirklich vertrauen hast, es tut einerseits dir gut (viele werden es so oder so schon wissen, haben es dir aber nur noch nicht gesagt, da sie selber nicht wissen, wie sie dir helfen können) und vielleicht fällt es deinen freunden dann auch leichter mit dir über probleme zu reden.
wendet euch am besten an einen therapeuten und versucht da euch zu öffnen. da werdet ihr auf jeden fall lernen, das nicht ihr die schuldigen seit.
besorgt euch bücher über alkohol (für angehörige sowie für trinker), lest sie und laßt sie im zimmer liegen, eure mutter wird bestimmt auch neugierig sein und unbemerkt nen blick reinwerfen. das gibt ihr bestimmt auch stoff zum nachdenken.
ich weiß nicht wie's bei euch ist, bei uns ist/war es immer so, das wir unserer mutter versucht haben, die arbeiten dann abzunehmen (wäsche, essen, einkaufen), da sie es nicht mehr konnte. versucht das zu vermeiden. versucht sie in dem moment allein da hocken zu lassen und nicht sie dann zu unterstützen, dadurch macht ihr alles nur noch leichter für sie, da sie sich dann denkt, es wird ja dann von anderen erledigt. wascht ihre wäsche nicht mit, kocht ihr nicht extra was zum essen, sondern seit egoistisch! dadurch merkt sie wenigstens ein bißchen, dass es so nicht weitergeht. wenn sie einen job hat, entschuldigt sie nicht beim arbeitgeber, laßt sie das selber machen bzw. wenn sie das nicht schafft, pech gehabt. das hört sich jetzt alles hart an, aber meine mutter hat wortwörtlich zu ihrer therapeutin gesagt, "das is richtig angenehm, wenn ich betrunken bin, ich muss gar nix machen, das erledigen alles meine kinder für mich." seitdem machen wir das nicht mehr so.
ich wünsch dir und deiner familie viel glück und laßt euch nicht fertig machen.
es ist euer leben, genauer wie das leben eurer mutter ihres ist. Sie leidet auch, sonst würde sie nicht trinken (auch wenn du den grund nicht kennst), aber sie hat sich selber dazu entschlossen, aber sie darf euch nicht mit runter ziehen.
ganz liebe grüße
- Dani -