Zufriedene Nüchternheit?

  • Hallo Frank ...
    und herzlich willkommen im Forum,

    du sprichst von 17-monatiger glücklichen Trockenheit, weißt aber immer noch nicht, stärkere Gefühlsempfindungen, ob positiv ob negativ, zu händeln. Alte Verhaltensmuster, Belohnungsstrukturen kommen auf.

    Kann es sein, dass du nur vorwiegend nichts trinkst, aber alte Strukturen mit neuen noch nicht wertschöpfend ersetzt hast ?
    Ran an die Arbeit, lies dich ein.
    Nebst vielen anderen Beiträgen kannst du evtl. auch manches in meinem "Leifaden zur Trockenheit" unter >Alkoholsucht< finden.

    Gruß, Freund.

  • Hallo Frank,
    Du schreibst:

    von Zufriedenheit keine Spur. Nach meiner letzten Therapie habe ich schnell wieder eine Arbeit und einen verständnissvollen Arbeitgeber gefunden, dachte ich. Um es kurz zu machen - den Job habe ich nach 4 Monaten hingeschmissen. Stressbedingt stand ich kurz vor einem massiven Rückfall und eine Krankschreibung und die anschließende Kündigung waren so etwas wie eine Notbremse für mich.

    Sressbedingte Situationen,haben wir alle einmal,und manchmal sind sie unvermeidbar,Für mich hört sich das auch so an,als wie wenn Du mit dem Alkohol noch nicht gänzlich abgeschlossen hast :!: Wenn ich mir vorstelle,ich würde bei jeder Stressbedingten Situation auf der Arbeit,wieder in das Verhaltensmuster nassen Denken's zurückfallen,dann würde ich Dir hier jetzt nicht schreiben können,sondern hätte die Flasche wieder am Hals :!: Ich schreibe Dir hier jetzt einmal etwas,wie es aussehen könnte:

    Tagesablauf:
    24 Stunden Ablauf.
    ein drittel davon schlafen wir
    ein dritteldavon arbeiten wir
    ein dritteldavon haben wir Freizeit:
    Zwei Drittel können wir kaum,oder nur zum Teil beeinflussen.
    schlafen=Ruhephasen
    arbeiten=Geld zum Leben zu verdienen
    Es liegt in deiner Hand,daß letzte Drittel sinnvoll zu gestalten,und nicht voll!
    Sinnloser Leerlauf durch Betäuben,ist wirklich nicht erstrebenswert.
    Ertränkte Zeit,läßt sich nicht zurückholen!

    Wenn der Stress des Alltages nur mit Hilfsmitteln zu bewältigen ist,die Freizeit mit mit Suchtmitteln zugedeckt und die Umwelt(Famiilie,Freunde,Nachbarn usw.)nur mit Drogen zu ertragen sind,dann wird es höchste Zeit,sich einen anderen Weg zu suchen.
    Problembeseitigung mit klaren Kopf,ist meistens nur halb so schwer.

    Das Verdrängen,nicht beachten,oder vor sich herschieben löst kein Problem!

    Versuche für dich,dich von alten Verhaltensmuster zu trennen,und sie durch andere positive und wertschöpfende zu ersetzen,dazu gehört eine tägliche Auseinandersetzung mit Dir,und deiner Krankheit unabdingbar dazu,auch nach 17 Monaten!

    Liebe Grüße,Andi

  • hallo aschy

    du bist doch ein erfahrener alk mit 2 therapien und kannst doch vergleiche ziehen,was machst du jetzt anders als nach der ersten.

    ich habe auch 2thera hinter mir aber um zufriedenheit zu erreichen bedarf doch veränderungen,die ich nicht von heute auf morgen erreichen konnte.
    du bist nach der letzten noch nicht belastbar genug um dich den dingen zu stellen die auf dich zukommen.
    du hast stress an der arbeit und schon ist die gefahr des saufens stark in den vordergrund gerückt.
    bist arbeitslos und schon rückt unzufriedenheit in den vordergrund und damit die flasche denn du bist nicht wütend darauf das du keine arbeit hast, sondern nicht weisst wie du die zeit tot schlagen sollst,was früher die pulle machte.
    dir ist schon gesagt worden wie sich ein tag aufteilt und daran musst du arbeiten. nehme dir mal zeit für deine zeit die du zur verfügung hast.
    zeit darüber nachzudenken was ich an meiner sitoation ändern kann und wo ich keinen einfluss habe.
    bei mir kommen immer ungute gefühl auf wenn ich höre wie glücklich alkoholiker sind das sie nicht mehr trinken.
    da muss ich doch ein idiot sein der sich über 20jahre krampfhaft gegen sein glück gewehrt hat um es nicht zu werden.
    ich zähle zum glück andere dinge aber nicht das ich keinen alkohol mehr trinke.
    das ich nicht mehr trinke macht mich zufrieden,denn ich muss nicht mehr trinken um zu funktionieren.
    wenn du schon keine arbeit hast,so gehe raus und such dir eine beschäftigung die es zu genüge gibt.
    was glaubst du denn wieviel ältere menschen es gibt die ihre grundstücke nicht mehr sauber halten können,die froh sind das sie jemanden haben der es macht.
    es gibt viele möglichkeiten was für sich zu machen aber man muss nur wollen.
    wenn ich unzufrieden bin so muss ich bei mir suchen,der andere löst sie nur aus.

    es grüsst heinrich

    Der Mensch muss sich verändern wollen.
    Sonst ist jedes Bemühen sinnlos, jedes Wort zuviel und jede Anstrengung vergebens.

  • Hallo Frank,
    ich habe gerade gelesen dass Du heute ein Vorstellungsgespräch hast.
    Toi, toi, toi!!!

    Es ist keine Schande krank zu sein.
    Es ist aber eine Schande, nichts dagegen zu tun!

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