Meine Mutter hatte mal wieder einen Rückfall

  • Servus Shordy,

    das ist natürlich Schade, dass Deine Mutter einen Rückfall hatte.

    Aus dem Wenigen, was ich in Deinen zwei Threads so lese, kann ich Dir nur dringend raten, Dich erst mal nur um Dich und Deine Co-Abhängigkeit zu kümmern. Du bist da leider noch voll drin - mir drängt sich der Verdacht auf, auch Deine Bulimie könnte davon kommen. Das ist aber definitiv ein Thema, welches Du mit einem Mediziner (Psychologen etc.) angehen solltest, da können wir Dir keine medizinischen Ratschläge erteilen.

    Und ob Du Deine Mutter "hängen lässt", wenn Du jetzt erst mal was für Dich tust: ich sage nein, Du kannst ihr nicht helfen, das muss sie schon selber. Tut sie es nicht, muss sie es auch ausbaden - hart, aber so ist es.

    Es muss nur langsam mal was mit Dir passieren, Du musst aus Deiner Opferrolle raus.

    LG
    Spedi

  • Shordy,

    das glaube ich Dir - aber mal ehrlich: das ganze Thema ist ja nun nix gänzlich Neues mehr für Dich. Was machst Du denn für Dich in den letzen 8 Jahren, in denen Deine Mutter trocken war?
    Irgendwas, an das Du wieder anknüpfen könntest?

    Ich nehme an du bist hier um Dir Hilfe zu holen, und nicht, um "nur" zu jammern (sicher braucht's das auch, gerade am Anfang). Wobei und wie können wir dich am effektivsten unterstützen?

    LG
    Spedi

  • Shordy - das heisst, Du hast Deine Co-Abhängigkeit nicht aufgearbeitet, sehe ich das richtig? Nur verdrängt?

    Dann wird es aber sowas von mega-Zeit, dass Du Dich darum kümmerst...

    Lies Dich hier mal im Angehörigenbereich durch, Du wirst wahrscheinlich erschreckend viele Parallelen finden. Und fragen, fragen, fragen, wenn Dir was unklar ist.

    LG
    Spedi

  • hallo shordy

    verdrängen ist zwar kurzfristig eine lösung, aber nicht der weg zum erfolg. besorg dir nen termin bei nem therapeuten, das ist wichtig für dich und deinen weiteren lebensweg.

    und nein, es klingt nicht egoistisch, wenn du nicht mehr bereit bist deiner mutter zu helfen. du musst in erster linie an dich denken. wenn sich deine mom nicht helfen lassen will, kannst du nix machen. klar kannst du versuchen mit ihr zu reden wenn sie nüchtern ist, aber wenn sie betrunken ist, würde ich jeden kontakt vermeiden. wenn sie anruft und du merkst sie ist nicht mehr nüchtern, leg einfach auf. schwer aber nur so kannst du dich retten.

    liebe grüße

  • hallo shordy,

    willkommen hier im forum, schön, dass du hergefunden hast.

    deine geschichte ist garnicht so einmalig, das hast du ja schon beim lesen festgestellt, und trotzdem ist es für jedes kind gleich furchtbar, die ohnmacht zu fühlen, zu wissen, dass man nichts tun kann, es doch wollen, selbst daran zu leiden und auch noch am schlechten gewissen zu ersticken. da rauszukommen ist ein furchtbar langer weg, das weiss ich, aber ich weiss auch, dass das geht und dass es sich lohnt.

    meine eltern waren/sind auch beide alkoholiker. mein vater ist tot, meine mutter, tja, trinkt sie momentan oder nicht, ich weiss es nicht und ehrlich gesagt will ich es auch nicht so genau wissen. ich hab so lange darunter gelitten und mich zerfleischt zwischen tochterliebe und eigenem leben. in langen therapie- und seelsorgegesprächen hab ich mühsam gelernt, mich davon freizumachen. mittlerweile bin ich soweit zu sagen (und zu fühlen!!!), dass es ihr leben und ihre entscheidung ist. ICH kann ihr da nicht raushelfen, das kann sie nur selbst, und sie weiss (theoretisch), wie das geht, sie hat auch schon entgiftungen und etliche therapien hinter sich. aber wenn sie es nicht tut, ist das IHRE entscheidung.

    mittlerweile bin ich soweit zu sagen, dass ich mir wichtiger bin als sie. MEIN leben hab ich in der hand, ihres nicht. und ich WILL ein schönes leben, 25 jahre war es nämlich in bezug auf meine eltern nur sch***, davon hab ich einfach die nase voll. aber wie gesagt, das war ein langer weg, und du solltest ihn schleunigst beschreiten, für DICH. wär doch schade, wenn dien leben so weiterlaufen müsste, oder?

    deine angst kann ich gut verstehen, was passiert, wenn der freund sie verlässt, sie die arbeit verliert, die wohnung.... solche gedanken mache ich mir natürlich auch, aber ich sage mir immer wieder "es ist ihr leben". mittlerweile mache ich es auch so, wenn sie mich betrunken anruft sage ich kannlhart "so rede ich nicht mit dir" und lege auf. sie soll merken, dass ich das in meinem leben nicht toleriere.

    wünsche dir viel stärke.

    lavendel

    p.s. und zu deiner frage, ob du ihren gruppenleiter informieren sollst? ich würds nicht tun. da übernimmst du schon wieder verantwortung für sie. sie muss in ihrer gruppe ehrlich sein.

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