Ehemann Alkoholiker, wie gehe ich damit um?

  • Hallo Flo,

    ertsmal herzlich Willkommen bei uns im Forum.

    Du bist mit Deinem Problem richtig hier und auch nicht alleine.
    Hier kannst Du Dich nach Bedarf austauschen und Deine Gedanken aufschreiben.

    Wie Du am besten für Dich und Euch verfährst wird sich dann herauskristallisieren.
    Je mehr Du schreibst umso mehr können wir Dich verstehen und zuviel schreiben habe ich hier noch nicht gesehen. Da brauchst Du keine Bedenken haben.

    Was jetzt sofort aus dem Hinterkopf muss ist als erstes die Sache mit dem kalten Entzug.
    Dein Mann begibt sich damit in Lebensgefahr und das ist nicht übertrieben.
    Antidepressiva in Verbindung mit Alkohol macht das alles noch schlimmer. Also die sollte er jetzt nicht nehmen, das steht auch eindeutig in der Packungsanleitung. Antidepressiva sind nicht für den Entzug gedacht, dafür gibt es andere Medikamente.

    Er muss mit dem Problem zu einem Arzt und es wird eine Entgiftung unter ärztlicher Aufsicht nötig sein.
    Die Trinkmenge ist sehr hoch mit ca. 12 Bier am Tag.
    Mehr möchte ich derzeit erstmal nicht schreiben, aber Du wirst wohl auch noch mehr Antworten bekommen.

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • hallo Flo,

    gegen die Sache mit dem Buch ist nichts einzuwenden. Je mehr du schreibst umso besser verstehen wir Dich. Für Dich ist es auch wichtig weil es Dir beim Gedankensortieren hilft.

    Zum Thema Arzt. Der erste Ansprechpartner wäre natürlich der Arzt der Ihm die Antidepressiva verschrieben hat.
    Da wird ja schon eine Untersuchung gelaufen sein. Allerdings wird der die Hände über dem Kopf zusammenschlagen wenn er von der Trinkmenge erfährt.
    Schwer vorstellbar das der Arzt Bescheid weiss.
    Für eine Entgiftung reicht ein Allgeneinmediziner, die wissen über alles nötige Bescheid und können alles in die Wege leiten, auch was Medikamente angeht.
    Stellt sich die Frage ob er das will und davon lese ich hier leider nichts.
    Normalerweise müsste er sich kümmern und nicht Du.

    Hier geht es in erster Linie um Dich und Deine Gedanken und darum wie es Dir geht.
    Du steckst zurück, leidest, steckst unberechtigte Vorwürfe ein und Du hast Angst.

    Das hängt zwar unmittelbar mit dem Trinkverhalten Deines Mannes zusammen und mit der Sorge um Deine Zukunft mit dem Baby, aber seine Sucht sollte hier nicht im Mittelpunkt stehen. Das steht Sie täglich im Leben schon genug bei Dir.

    Dann stell ich Dir jetzt mal eine Frage und ich hoffe es wird ein Buch daraus:

    Wie geht es DIR ? Welche Ziele , Wünsche und Gedanken bewegen DICH?

    Viele Grüsse

    White

    m. , Bj. 67 :wink: , abstinent seit 2005

    Wir gehen unseren Weg, weil wir nur den Einen haben. Hätten wir mehrere zur Auswahl, wären wir total zerrissen und unglücklich. Einzig die Gestaltung unterliegt uns in gewissen natürlichen Grenzen.

  • also anti-depressiva und alkohol, sorry kann ich mir vorstellen, das der arzt das verschrieben hat, wenn er vom alkohol gewußt hat. ich glaube er hat davon überhaupt nix erwähnt. außerdem hätte der arzt ihm auch einige anlaufstellen empfohlen (suchtberatung, selbsthilfegruppe etc.) und wenn dein mann bis jetzt noch nicht da hingeht, zeigt dies das er an seinem verhalten absolut nix ändern möchte.

    beim arzt direkt nachfragen kannst du ohne erlaubnis aber nicht, also bleibt dir nur glauben oder nicht glauben.

    jetzt würden mich aber mehr deine antworten auf white's fragen interessieren und nur zur info:
    ich hab ca. zwei schränke mit büchern, welche ich alle mind. einmal gelesen habe, ich lese auch gern romane auf meinem bildschirm :wink:

  • wie, das war's schon? ne war ein witz, toll das du mal mehr geschrieben hast.

    nur mal kurz zu deinem mann:

    Zitat

    so weiß ich eigentlich jetzt schon dass er danach einen anderen Vorwand findet um noch etwas länger zu trinken und mich damit dann wieder hinhält


    ganz ehrlich? genau das glaube ich auch. wenn er wirklich aufhören will, dann will er das auch sofort in die tat umsetzen. wie oft habe ich schon von rauchern gehört, die schachtel rauch ich noch, danach hör ich auf. und sie rauchen immer noch. wenn einer aufhören will, dann ist das derjenige, wo seine restlichen zigarretten entweder wegschmeißt oder verschenkt. nur als beispiel

    nun zu dir:
    du möchtest familie und zwar so eine wie sie im bilderbuch steht, vater, mutter, kind(er) und alle sind glücklich. die wirst du aber so nie bekommen. dein mann wird dem (immer? noch längere zeit?) im wege stehen. wie ich oben schon schrieb, ich glaube nicht, dass dein mann wirklich trocken werden will.
    du liebst ihn, aber wenn alles reden nix nützt, denk an dich und dein kind. und ich bin mir sicher, dass dein zwerg für dich an erster stelle kommt. auch wenn er jetzt noch nix mitkriegt, wird es irgendwann soweit kommen, dass er die zusammenhänge begreifen wird. les dich auch ein bißchen unter dem bereich "kinder und erwachsene kinder von alkohikern" rein, du wirst sehen (auch wenn du es dir etwas vorstellen kannst), dass kinder -ich bin auch eins davon- sehr unter der sucht eines oder beider elternteile zu leiden haben, manche sogar ihr leben lang. auch wird immer im hinterkopf die sorge um deinen mann da sein, verbanne das lieber und konzentriere deine kraft auf dein kind. auch wenn es am anfang schwer ist, aber ihr werdet dann zu zweit eine viel bessere familie sein als zu dritt.
    ich denke du ahnst schon zu was ich dir rate, aber jetzt nochmal ganz konkret: sollte dein mann nach samstag mit der nexten dummen ausrede daher kommen, würde ich dir zu einer trennung raten. ein schwerer schritt, aber für dich und deinen zwerg der beste.

    liebe grüße

    p.s. auch wenn mein vater nicht getrunken hat sondern die mutter, finde ich meine familie viel schöner seitdem mein vater ausgezogen ist. nicht das ich meinen vater nicht liebe, aber seitdem herrscht da einfach ein viel angenehmeres klima (weiß etz net genau wie ichs beschreiben soll)

  • hi flo

    ja es gibt hoffnung, aber nur wenn dein mann merkt, dass sein handeln konsequenzen hat. wenn alles weiterläuft wie bisher, wird er sich nicht helfen lassen.

    also schnapp dir deinen zwerg und weg von dem mann. es kann nur besser werden. auch als alleinerziehender elternteil kann es schön werden und wer weiß, vielleicht ist ja dann der persönlicher tiefpunkt deines mannes erreicht und er läßt sich helfen und wird trocken, dann könnt ihr immer noch über eine gemeinsame zukunft nachdenken.

    konzentriere deine kraft und liebe lieber in deinen zwerg, er wird es zu schätzen wissen und dir später mal dafür danken, dein mann nicht.

    liebe grüße

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