Es geht einfach nicht voran !?

  • Servus Bepe,

    ich teile zwar den Vorschlag der Selbstmedikation :? von Sonja nicht (besonders, da in vielen dieser Produkte Alkohol enthalten ist, direkt oder in gelöster Form/mehrwertige A.). Teil zwei mit dem Arzt hingegen kann ich unterschreiben:

    Deiner Beschreibung nach wäre ja so weit alles "im Lot". Was mir dabei spontan in den Sinn kam (weil auch selbst erlebt): es kann in Einzelfällen durchaus sein, dass Depressionen (nicht durch den Alkohol verursachte) auch in der Abstinenz weiter bestehen. Werden diese nicht separat behandelt, ist es natürlich schwierig zu einer zufriedenen Abstinenz zu gelangen.
    Sprich das wirklich mit Deinem Arzt / Psychiater ab, sollte es so sein, dann ist Hilfe möglich - und Du musst Dich nicht quälen.

    LG
    Spedi

  • Servus Bepe,

    ich kann Deine Bedenken gut nachvollziehen. Auch ich hatte einen Heidenrespekt davor, nach der Alkohol- nun in eine Tablettenabhängigkeit zu geraten. Quasi als Suchtverlagerung.

    Und auch der Satz "da probieren wir jetzt mal" hat mir Angst gemacht.

    Aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung berichten, dass ich zwar erst beim dritten Medikament "darauf angesprochen" habe (die anderen wurden jeweils binnen zwei Wochen wieder abgesetzt), dann aber die Behandlung sehr gut vertragen habe.
    Nach nur drei Monaten konnte das Medikament wieder ausgeschlichen werden. All dies natürlich unter strengster medizinischer Begleitung, unterstützt durch begleitende Massnahmen (Gesprächstherapie, SHG etc.).

    Ich habe das Glück, seither eine aufkommende Depression rechtzeitig erkennen und durch andere Maßnahmen eindämmen zu können, so dass eine erneute medikamentöse Behandlung bis jetzt nicht mehr erforderlich war.

    Vor daher mein Vorschlag, es nochmals mit professioneller Hilfe zu versuchen. Voraussetzung: Du kannst diesem Mediziner vertrauen und er ist mit Deiner Suchtproblematik vertraut.

    In Deinem Fall würde ich mal sagen, Geduld hast Du Dir im Laufe der letzten zwei Jahre schon angeeignet...

    LG
    Spedi

  • Hallo Bepe,

    also, jetzt muss ich doch mal schreiben: Ich bin z. Zt. in den letzten
    Tagen meiner Langzeittherapie (Suchtklinik). Mir geht es besser, als
    je zuvor!

    Ich hatte auch Depressionen, welche ich mit dem Alk zu unterdrücken
    versuchte, was aber auf Dauer natürlich nix war, aber darum gehts ja
    jetzt gerade nicht direkt.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Mein Psychiater hat festgestellt, dass meine
    Depressionen nicht vom Alk kamen (dieser hatte sie aber erheblich
    verschlimmert). D.h. ich bekomme z. Zt. Antidepressiva (auch in der
    Suchtklinik!) und wie gesagt, ich fühle mich klasse. Ich genieße meine
    Partnerschaft, den Frühling, meine Familie - kurz: Ich genieße
    Lebensqualität!

    Dies zur Warnung 'Pille statt Pulle'. Aber ich kann jetzt natürlich nur für
    mich sprechen. Aber ich denke, Du solltest Dich mal ärztlich beraten
    lassen (nenne es Neurologe, wenn sich Psychiater zu 'klapsig' für Dich
    anhört... :wink: ).

    Liebe Grüße

    pauly

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

  • Ups, da ist mir Spedi zuvor gekommen...

    Ich kann Spedis Beitrag nur unterschreiben!

    Es ist nicht leicht, das Glück in sich selbst zu finden,
    doch es ist unmöglich, es anderswo zu finden.

    Agnes Repplier

    Abstinent seit Oktober 2006

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