Noch eine Co-Abhängige

  • hallo maria,

    willkommen hier im forum, schön dass du hergefunden hast. und du bist wahrlich nicht allein, das kannst du hier ja hundertfach nachlesen :wink:.

    hui, da habt ihr ja schon ganz schön was mitgemacht, und ich finde es klasse, was du wie gemeistert hast, und vor allem, dass du für eine co sehr konsequent bist, hut ab! dass es dir nicht gut geht und du dir den nüchternen mann zurückwünschst, das kann ich gut verstehen, er war ja nun auch eine lange zeit trocken und da war es gut mit euch beiden, und wohl auch als familie?! deshalb kann ich gut verstehen, dass die endgültige trennung noch nicht beschlossen ist - es kann ja durchaus sein, dass dein mann die kurve noch einmal bekommt. natürlich musst du deinen mann gehen lassen - wenn er weiter trinken will, aber das habe ich deinem beitrag erstmal so nicht entnommen, vielleicht täusche ich mich ja auch?

    dass du hart bleiben musst - mit alkohol keine familie - das weißt du ja, und das musst du auch durchhalten - für dich und für deinen sohn. ich weiss aus eigener erfahrung, wie schlimm das aufwachsen mit einem alkoholkkranken elternteil ist, das sollte man seinen kindern nicht antun.

    trotzdem darfst du dich von deinem sohn nicht unter druck setzen lassen (darf ich fragen, wie alt er ist?). es geht kinder nichts an, wie ihre eltern ihre beziehung regeln - eben wie gesagt, wenn es den kindern nicht schadet.

    dass du dich auch seiner familie gegenüber abgrenzt, ist auch gut. diese versuche, der partnerin schuldgefühle einzureden, dass sie schuld am trinken des mannes ist, kennt hier wohl fast jede von uns.

    jedenfalls kann ich dich nur ermuntern, dich hier mit uns auszutauschen, oft hilft das, die eigenen gedanken zu ordnen.

    lieben gruß

    lavendel

  • Hallo Maria,

    herzlich willkommen und eine klasse Leistung.

    Ja, wie konntest Du das nur tun, Du bist jetzt an allem was kommt schuld und für alles verantwortlich. Diesen Schuh haben wir uns alle irgendwann angezogen und sind mit viel zu großen Stiefeln durch den Mist gewatschelt. Diese Schuldargumente sind aalglatt und wenn Dir so ein Ding durch die Finger rutscht, ist schon dasr nächste in Deiner Hand, über Jahre.

    Meine Frau meinte einmal, sie hätte die Nase voll von Ich Ich Ich Typen, um die sich alles drehen muss, das wäre auch ein Grund warum sie trinkt, ups dachte ich, es dreht sich doch alles um sie und ich konnte ehrlich aussprechen noch nie so viel Zeit mit einem Menschen und für einen Menschen aufgebracht zu haben. Meine Abwesenheit war ein Grund, mein Schnarchen war ein Grund, mein negatives Reden an Frusttagen, mein überschwänglicher Optimismus war ein Grund, die Liste ist unendlich.

    Er trinkt – seine Entscheidung, seine Verantwortung, nicht Deine.
    Dein Leben ist Deins – nicht seins
    Wenn ich aus dem Fenster springen sollte, wird mich kaum einer halten, keiner wüsste wann, wie und wo. Wer soll an meiner Entscheidung schuld sein? Du?

    Fühl Dich einfach hier gut aufgehoben, es ist nicht Dein Ding was passiert, Dein Ding ist für Dich Deinen Weg auf sicheren Beinen zugehen und da bist Du auf einem guten Weg. Auch wenn Du jetzt ein Zehnerticket für die Achterbahn gezogen hast und einige Brechtüten voll werden, es wird bald abgefahren sein.

    Lieben Gruß kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

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