Hallo Meermädchen,
herzlich Willkommen hier im Forum!
Ganz sicher findest Du hier auf dieser Seite, Gleichgesinnte, mit denen Du Dich austauschen kannst!
Geht es hier doch allen so oder so ähnlich!
Freue mich von Dir zu lesen!
Lieben Gruß
Speedy
Hallo Meermädchen,
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Ganz sicher findest Du hier auf dieser Seite, Gleichgesinnte, mit denen Du Dich austauschen kannst!
Geht es hier doch allen so oder so ähnlich!
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Speedy
Hallo Meermädchen,
habe lange überlegt was ich schreiben soll bzw. schreiben kann.
Da meine Mum noch etwas jünger ist, hab ich auch noch nie den Kontakt abgebrochen aber ich denke das Problem ist leider des gleiche...
[/quote]Wie geht Ihr mit diesem Spannungsfeld zwischen Verantwortung den alternden Eltern gegenüber und der notwendigen Distanz um? Oder bin ich zu "katholisch" (Du sollst Vater und Mutter ehren)?
ich denke nicht, dass Du zu katholisch bist, da es unsere Eltern sind, die wir ja trotz allem lieben, füheln wir uns immer verpflichtet und schuldig für sie zu sorgen...
Und ich glaub auch nicht, dass es jemals aufhören wird.
Ich denke, Du solltest wieder mehr auf Dich selbst achten und ggf. den Kontakt wieder ganz abbrechen.
Und Du hast keines wegs die falsche Sichtweise, uns geht es hier allen so, denk ich.
Ich persönlich kann damit noch nicht so wirklich umgehen, doch seitdem ich hier in diesem Forum bin, geht es mir schon viel besser, allein schon der Austausch mit Leuten die mich verstehen, hilft mir persönlich sehr viel.
Hast Du denn Freunde mit denen Du sonst reden kannst?
Sorry, dass ich Dir sonst keinen Rat habe.
Liebe Grüsse, Mandy
[/quote]
Hab grad gesehen, dass i beim zitat was falsch gemacht hab.
Aber i denk Du weisst was ich mein.
hallo meermädchen,
auch von mir willkommen hier!
nein, du machst und siehst nichts falsch! ein alkoholiker trinkt, aus welchen gründen auch immer, und die angehörigen leiden (mit) und müssen sich - genau wie der alkoholiker - in erster linie um sich selbst kümmern. dass das sehr schwer fällt, weiss ich nur zu genau.
ich bin etwa so alt wie du, habe auch trinkende eltern, habe auch mehrfach den kontakt abgebrochen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe, habe mit den selben schuldgefühlen gekämpft (bin auch katholisch - und das auch noch aus überzeugung
) und habe auch den kontakt zu meinem trinkenden vater erst da wieder aufgenommen, als er die diagnose krebs bekam. und ehrlich gesagt hab ich das nicht um seinet- sondern um meinetwillen getan. ich hatte angst davor, dass er eines tages stirbt, ohne dass wir im frieden miteinander gewesen sind.
als er gestorben ist, war auch frieden, darüber bin ich sehr froh. geliebt hab ich ihn dennoch nicht, nicht mal richtig gemocht, aber dazu stehe ich (jetzt). dass ich meine eltern nicht lieben kann, hat mich lange belastet. sehr geholfen hat mir da ein seelsorgegespräch mit meinem pfarrer, dem ich mal gesagt habe, ich müsse doch meine eltern lieben. von ihm kam dann, dass eltern eltern sind, wenn sie sich wie eltern benehmen, und das täten meine ja wohl nicht, und ich sei nicht auf der welt, um opfer zu sein und zu leiden. eigentlich ist es ja doof, dass man für solch eine selbstverständlichkeit eine art "absolution" braucht, aber mir hat es geholfen.
ja, und die bindung an die eltern wird mal wohl trotz allem nicht los. meine mutter lebt noch und trinkt (in abständen) weiter. immer wenn ich das mitbekomme, belastet es mich natürlich, aber längst nicht mehr in dem masse wie früher, und das find ich richtig. war aber auch ein hartes stück arbeit, sich emotional so zu distanzieren, aber für mich war es eine frage des überlebens, und die macken, die trotz allem geblieben sind, reichen immer noch... aber ich sage mir immer "es ist ihr leben". wenn sie lügen will, soll sie das tun, ich falle aber nicht mehr drauf rein. wenn sie sich tottrinken will, wird sie das tun, ich kann sie nicht daran hindern. das ist tragisch, aber es ist so. es ist ihr leben. und ich hab meins, und das ist mir mehr wert.
wünsche dir alles gute - und wenn immer du fragen hast oder austausch suchst - immer gerne hier!
lieben gruß
lavendel
hallo meermädchen,
ja, berlin ist toll, find ich auch. da würde ich auch gerne leben :D.
dass deine gefühle achterbahn fahren, kann ich gut verstehen. verantwortlichkeit, ärger, frust, mitleid, hader über die vergangenheit, überlegen, was aus einem geworden wäre, wenn man eine "normale" kindheit gehabt hätte.... nützt aber alles nix!
das wichtigste ist meiner meinung nach, das wir im JETZT zufrieden sein können, wir uns darüber freuen können, unsere kindheit trotz allem überstanden zu haben, ohne absturz in schlimme psychische krankheiten, süchte, oder sogar selbstmord. wir leben - mehr oder weniger gut, kontrolliert, mehr oder weniger erfolgreich, aber immerhin lebendig. mir selbst scheint das manchmal auch ziemlich wenig, aber objektiv betrachtet, kann ich schon ziemlich froh sein. es hätte auch ganz anders ausgehen können.
was du alles beschreibst: job, perfektionismus, langeweile bei routine und meisterin der krisenintervention - das geht mir ganz genauso. ich denke, genau das haben wir gelernt, einfach um zuhause katastrophen zu verhindern. so sind wir jetzt nun mal 8), und machmal sind diese fähigkeiten auch ganz schön praktisch
.
abstand halte ich für unbedingt notwendig. 12 minuten sind da definitiv zu wenig. so wirst du immer gefangen sein in der abhängigkeit und dem gefühl der verantwortung für deine elterm. ich hab zum studium 200 km zwischen uns gelegt, jetzt sind es objektiv 350 und gefühlt 1000. und das tut MIR gut. weil ich weiss, dass ich garnicht schnell genug hinkomme, um zu versuchen katastrophen zu verhindern, die so oder so passieren. jetzt muss meine mutter sie alleine ausbaden, und mir tut das gut.
nochmal zu deiner mutter: warum gehst du viermal am tag ans telefon????? ich würds klingeln lassen. irgendwann gewöhnt sie es sich ab. sag ihr, dass du nen zettel mit ihrer adresse im portemonnaie hast, man sie also bei einem unfall benachrichtigen würde. und solange sie nix hört, ginge es dir gut 8).
lieben gruß
lavendel
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