Hallo,
es ist soweit. Jetzt muss ich auch mal von einer anderen Baustelle berichten, die jetzt auch gleichzeitig meine Baustelle geworden ist:
Meine Mutter trinkt schon seit einigen Jahren mehr als ihr gut tut. Mit Sorge beobachte ich das schon lange, aber immer wieder machte sie mir den Eindruck, dass sie sich wieder besser im Griff hat (obwohl ich ja inzwischen gelernt haben sollte, dass das eben nicht so einfach möglich ist). Wohl habe ich mir das halt eingeredet (schöngeredet).
Ein Gespräch mit Ihr habe ich bislang vor mir her, bzw. von mir weg geschoben, weil ich wusste, dass mich die Auseinandersetzung runter ziehen würde.
Heute morgen hat mich mein Vater angerufen und mich um ein Gespräch mit ihm gebeten: Meine Mutter kam gestern betrunken heim und es gabe eine unschöne Auseinandersetzung während dieser auch böse Worte fielen.
Offensichtlich spricht sie jetzt nicht mehr mit ihm und er ist natürlich am Boden zerstört. Lange hielte er das nicht mehr aus, meinte er.
Soll ich mit Ihr das Gespräch sofort suchen, oder noch ein paar Tage warten, bis sich die Wogen wieder etwas geglättet haben?
Nach dem Anruf meines Vaters habe ich sofort gemerkt, wie mein schon seit Monaten (eigentlich seit meiner Entgiftung) anhaltender Frohsinn plötzlich wie weggeblasen war.
Ich merke, es beginnt nach unten zu ziehen...
Aber ich habe in der Therapie ja was gelernt! Ich werde dagegen ankämpfen. Kann nicht sein, dass man mir meine Zufriedenheit nimmt! Die will ich behalten!!
Liebe Grüße
ein sehr grüblerischer und unzufriedener pauly