Versuche stark zu sein, immer noch bedenken

  • Hallo pooh,

    meines Erachtens hast Du völlig richtig gehandelt!

    Vielleicht ist es nicht nur für Dich die Chance auf einen Neuanfang, sondern auch für ihn!

    Wenn er merkt, dass Du Dein Vorhaben konsequent durchziehst, hat er Gelegenheit, über sein Leben nachzudenken und etwas zu ändern!

    Nimm Du Dein Leben in die Hand und lasse ihn sein Ding machen!

    Den Brief würde ich, da es ja wohl ein offizieller ist, mitnehmen und ihn dem behandelden Arzt geben. Soll er entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt ist, ihn ihm auszuhändigen!

    Ich wünsche Dir viel Glück und viel Erfolg beim Wohnung einrichten!

    Lieben Gruß
    Speedy

    P.S. ich würde die Besuche bei ihm auch auf ein Minimum einschränken, wenn nicht sogar ganz zu lassen. Soll er erstmal zeigen, dass es ihm diesmal ernst ist!

  • Hallo pooh,

    sieh mal, was Du da gerade machst ist eine riesige Geschichte für Dich, für Dein Leben, da geht es drum. Für diesen Schritt verdienst Du allen Respekt. Wenn Du zu Fuß durch unser Land läufst, durch die ganze Welt, wohin auch immer, dann kannst Du das so oft wiederholen wie Du möchtest, so lange Du laufen kannst. Wenn Du nicht mehr laufen kannst, weil Du in dem ganzen Sturm erstickt bist, hilft es niemandem. Du kannst zu Deinem Mann zurück, ihn neu kennen und lieben lernen, was auch immer, wenn es Dir gut tut oder den Stinkefinger hochhalten und Dich anders entscheiden, eben, wie es Dir gut tut.

    Pooh, es wird nie aufhören, Du hast dieses gewaltige Ding jetzt in Bewegung gebracht und das Leben hört erst in der Kiste auf, oft auf dann nicht, wie die vielen betroffenen A-Kinder hier berichten.


    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Pooh,

    dass du dich durcheinander fühlst, kann ich gut nachfühlen. Es ist auch ein Durcheinander, bis sich ein halbwegs gerader Weg zeigt. Und der wird immer mal wieder auf und ab gehen und kurvig sein.

    Ich glaube, der beste Weg ist, versuchen zu spüren, was einem selber gut tut und sich mehr Kopf um sich selbst zu machen als um den Anderen. Das ist aber ein ziemlicher Lernprozess, schließlich haben wir ganz lange ganz anders gehandelt. Es dauert seine Zeit, hab Geduld mit dir.

    Und die Liebe, die macht es halt ganz besonders schwer, ich weiß. Die hat mir lange nachgehangen, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass ich in der Mitte auseinander gerissen werde. Es war doch schon eine ganz besondere Liebe, Abhängigkeit nenne ich sie inzwischen eher. Mein Suchtmittel trug Hosen und muss sich rasieren, so kams mir vor. Langsam, ganz langsam, und immer noch mit Rückfällen, stellt sich so ein Gefühl von friedlicher Normalität ein. Du wirst sehen, irgendwann bei dir auch. Ich wünsche dir die Kraft, auf deinem Weg zu bleiben.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

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