der anfang vom schmerzhaften ende

  • Hallo anna-isabella,

    herzlich willkommen, Du bist hier richtig und Deine Entscheidungen sind alle topp, richtig und für Dich das Beste. Schmerzfrei geht das sicher nicht, Du bist ja menschlich und keine Flasche, aber vielleicht lachen wir eines Tages drüber.

    Es spielt keine Rolle ob sie aus Portugal, China, von nebenan oder dem Nordpol kommen, sie sind in ihrer kleinen versoffenen Welt sowieso ganz alleine und haben nur noch einen Partner: flüssig, stinkt, gifitg, tötet.

    Sieh es doch einmal so: wenn die heile Welt in kleine Stückchen zerbröselt, dann kannst Du jetzt gelassen von einem trockenen Plätzchen zu sehen wie er sich besäuft, nicht ertränkt, vielleicht besinnt er sich ja, spätestens wenn die Tränke ausgetränkt hat.

    Ich wünsche Dir viel Kraft gelassen zu bleiben.

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo Anna-Isabella,

    ich kann mir vorstellen, wie es in dir aussieht. Schließlich ist da eine große Hoffnung zerschellt. Ein Rückfall muss aber nicht zwangsläufig ein Weitertrinken zur Folge haben. Wenn dein Mann sich wieder Hilfe sucht, hat er doch gute Chancen, da wieder rauszukommen. Er muss sich natürlich möglichst kurzfristig neu auf den Weg machen. Und überlege, er fängt ja nicht ganz von vorne an. Schließlich war er schon ein Jahr trocken. Rückfälle können bei jeder Krankheit passieren und erst recht bei Alkoholabhängigkeit. Wichtig ist, wie gesagt, nur, wie er nun damit umgeht.

    Lass dir nicht einreden, dass du an seinem neuerlichen Trinken schuld seiest. Wenn er meint, dass ihr nicht ausreichend zusammen redet, dann liegt es genauso in seiner Verantwortung wie in deiner, dies zu ändern. Und das wird er nicht damit, dass er wieder trinkt. Allerdings ist das der bequemste Weg, denn er erfordert keine Anstrengung, keine Veränderung.

    Wie du nun mit ihm umgehst, diese Entscheidung wird dir jedoch nicht erspart bleiben. Du musst für dich entscheiden, ob du mit diesem Rückfall leben möchtest. Der wievielte ist es? Ich kann auch dein Mitleid mit ihm nachvollziehen, denn schließlich suchen wir immer wieder, genau wie die Abhängigen selbst, nach Gründen, warum die Armen wieder trinken mussten. Es gibt aber KEINE Gründe zu trinken, es sei denn dein Mann möchte trinken und dann wird er immer welche finden, dies zu tun.

    Achte auf dich selbst, was dir gut tut und wie du in Zukunft dein Leben gestalten möchtest. Unter Umständen musst du dann einfach durch diesen Schmerz, damit es irgendwann möglich ist, zufrieden und froh zu leben.

    Ich wünsche dir Kraft und Mut für deine Entscheidung und den Umgang damit.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo anna-isabella,

    Du hast da viele Möglichkeiten. Eine ist, Du machst das wie ich, es hat über 1 Jahr gedauert, ich bin Bunjieprofie und regelmäßig von der Rheinbrücke gesprungen. Hier mal rein und da mal rein, Reinsprünge ins reinste Rheinwasser, regelmäßig war das Bunjieseil was zu lang, ich bin dann immer mit der Fresse aufgekommen, sieht heute nicht so gut aus, aber es heilt.

    Erspar Dir das Du bald so aussiehst wie ich, es ist genauso wie die beiden Doppel „e´s “ sagen.

    Lg kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hallo anna isabella,

    Du schreibst das Dein Mann Alkoholiker ist und ein Jahr trocken war und nun einen Rückfall hat. Du schreibst aber auch das Du nicht mit jemandem zusammenbleiben willst, der sich seine Sucht nicht eingesteht.
    Was hat denn Dein Mann vor dem Jahr Trockenheit gemacht, eine Entgiftung und Therapie? Wie ist er trocken geworden?

    Liebe Grüße von
    Ingane

  • Hallo anna- isabella,

    also hat er noch keine Entgiftung und auch keine Therapie wegen Alkoholabhängigkeit bisher gemacht?

    Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern das mein Mann über Jahre auch nur immer an den Wochenenden getrunken hatte, das ging Freitagnachmittag los und am Sonntag hörte er dann wieder auf, weil er am Montag wieder zur Arbeit musste. Das ging mehrere Jahre so, bis er dann jede Gelegenheit wahrnehmen musste um zu trinken, damit er keine Entzugserscheinungen bekam. Jeden Morgen habe ich ihn im Bad husten ein Frund würgen gehört und mich am Anfang noch gewundert, da er doch gar kein Raucher ist...................Das das bereits Entzugserscheinungen waren, habe ich erst Anfang diesen Jahres erfahren. Danach habe ich mich über die Krankheit Alkoholismus, hauptsächlich im Internet, informiert und nach und nach fing ich an zu begreifen.


    Liebe Grüße von
    Ingane

  • Servus anna_isabella,

    ich misch' mich da jetzt mal ein, denn der Thread dreht sich inzwischen (ganz Co-typisch) nicht mehr um Dich, sondern um die Krankheit Deines Mannes...das ist ja nun nicht gerade Sinn und Zweck der Sache, oder???

    a_i: wie geht es Dir denn dabei? Ich lese sehr viel Zweifel, z.T. Selbstzweifel.
    Ich könnte nicht jeden Tag mit Zweifeln (an mir oder an meinem Partner) leben - das würde mich zu sehr belasten.

    Ich finde Deinen Ansatz ganz gut, dass ihr Euch erst mal -jeder für sich in seiner eigenen Wohnung- darüber klar werdet, wer was von sich und vom anderen erwartet und vor allem: wie sich die Situation entwickelt. Wenn dann -nach vielleicht einem Jahr?- "die Fronten geklärt sind", könnt ihr immer noch eine Entscheidung fällen: Trennung und Scheidung oder wieder zusammen probieren. Niemand kann Euch daran hindern!

    Aber es gibt Euch beiden die Möglichkeit, für Euch selbst (jeder für sich!) zu einem neuen Leben zu finden. Das war für mich sehr wichtig: zu erkennen, was ich will - und was ich nicht will.

    Ich wünsch Dir viel Kraft, finde Deinen Weg und geh' ihn, für Dich!

    LG
    Spedi

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