• Hallo Anna,

    erst einmal meinen Respekt zu dem Gespräch.

    Ich glaube, Du hast es genau richtig gemacht.

    Vielleicht denkt er ja wirklich mal über sein verkorkstes Leben nach!

    Auf Deine Frage zu kommen:

    Ja, Du machst Dich mitschuldig, wenn Du ihn Auto fahren lässt.

    Solltest Du auch einen Führerschein besitzen, kann er Dir auch abgenommen werden.

    Mal ganz abgesehen davon was wäre, wenn etwas passiert!

    Wenn er Menschen verletzt oder noch schlimmeres.

    Du würdest Dir ewig Vorwürfe machen.

    Wenn Du also weißt, er will alkoholisiert Auto fahren und er läßt sich nicht davon abhalten, dann rufe die Polizei!

    Dazu bist Du verpflichtet!

    Alles Liebe für Dich und einen herzlichen Gruß
    Speedy

  • Danke für deine ehrliche Antwort, Speedy!
    Sie schockt mich zwar, denn damit habe ich nicht wirklich gerechnet, wenn ich ehrlich bin. Dachte immer dass er dies selbst verantworten muß und oft kriege ich dies auch nicht mit...
    Anna

  • hey anna

    wow, aller respekt, dass du das gespräch durchgezogen hast und bei deiner meinung geblieben bist. das er was dagegen hat, war ja zu erwarten, er wird dir vielleicht auch nicht glauben, daher gilt das etz auch durchzuziehen. und wenns du doch gewissensbisse kriegst, schreib vorher hier, das hilft oft und ein feedback bekommste auch. es tut immer gut, wenn man in seinem handeln von anderen bestärkt wird.

    mim führerschein hatte ich dasselbe problem, hab dann bei unseren grün-weißen freunden angerufen :wink:
    wie speedy scho schrieb, wenn dein vater nen unfall baut und es kommt dabei raus, das du wußtest, das er betrunken ins auto steigt, bist du ab 21 jahren voll strafbar.
    es is absolut ok den schlüssel wegzunehmen oder das auto irgendwie fahruntüchtig zu machen (machen wir immer :wink: ), oft is ja keiner im haus bzw. achtet drauf was sie die ganze zeit macht.
    ich hab ebenfalls das kennzeichen meiner mutter durchgegeben, der polizist meinte, sie halten nach ihr ausschau und lassen sie dann blasen, würd ich dir auch empfehlen. der polizist war übrigens total nett, hab mich super mit ihm unterhalten, er hat mir wirklich alle fragen beantwortet.

    und wie speedy scho schrieb, angenommen dein vater würde jemanden töten oder schwer verletzen, du würdest dir dein leben lang den vorwurf machen, warum du ihn nicht am fahren gehindert hast!

    liebe grüße

  • Na ja, über sein verkorkstes Leben denkt er schon nach. Wenn du mich fragst, viel zu viel. Schätze manches sollte man nach vielen Jahren einfach mal ruhen lassen, oder eben mit professioneller Hilfe aufarbeiten. Das tut, kann er aber nicht. Er grübelt immer über dieselben Dinge nach, (hab ich zumindest den Eindruck), ohne zu einem befriedigendem Ergebnis zu kommen. Wie auch wenn man nur eine Sichtweise akzeptiert und auch hat, weil man sich nicht mitteilt.
    Es ist in seinem Leben so viel verschiedenr Mist in immer wiederkehrenden Abständen passiert, da würde kaum jemand mit zurecht kommen. Aber man kann sich doch Hilfe holen um vielleicht irgendwann mal mit seiner Vergangenheit Frieden schließen zu können... Ich versteh das nicht!
    Würde gern noch mehr schreiben, bin aber leider bei der Arbeit! Vielleicht später.
    Liebe Grüße Anna

  • Huch! Das ist aber wirklich ganz schön hart. Das heißt wohl, dass mein Vater demnächst gar nicht mehr zur Arbeit darf. Denn wenn er trinkt, tut er es eh immer beim Fahren. Aber gut zu wissen. Sobald er wieder trinkt, werd ich dann wohl auch mal unsere Freunde und Helfer anrufen.

    Aber anna, ich finde es auch super, dass du mit deinem Vater gesprochen hast. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und ich finde halt, je öfter man etwas wiederholt, egal ob hier im Forum oder bei anderen, desto eher macht man es auch wirklich.

    Ich denke auch, dass man irgendwann die Vergangenheit ruhen lassen oder mit professioneller Hilfe aufarbeiten sollte, aber du kannst deinen Vater ja nicht zwingen. Mein Vater müsste eigentlich auch in psychiatrische Behandlung oder so, weil er Persönlichkeitsstörungen hat, die ihn nun mal in seinem Leben beeinträchtigen. Aber er will nicht, also muss er halt damit leben. Ich weiß zwar, dass er ein so viel besseres Leben haben könnte, aber wir können unseren Vätern nicht helfen. Nur uns selbst.

  • hey anna

    Zitat

    Er grübelt immer über dieselben Dinge nach


    da ist meine mutter ganz genauso. ich find auch ihr würde ein therapeut gut tun, aber is ihr ding.
    damals nach der langzeittherapie war sie ja sogar ein paarmal, hatte zwei rückfälle und meinte darum, sie sieht ja, dass es ihr net hilft. danach hat sie sogar drei monate geschafft nix zu trinken und naja an diese drei monate hängt sie sich eben. auch wenn sie seitdem wieder ihren regelmäßigen rythmus hat bzw. anfangs wesentlich öfter (sie musste wohl die 3 monate nach holen), läßt sie sich dennoch nicht davon abbringen, das ihr ein therapeut oder ne shg helfen könnte!

    inzwischen sag ich ihr da nix mehr, da nehm ich lieber nen pappkarton, mal ein gesicht drauf und unterhalt mich mit dem, das is effektiver.

    liebe grüße

  • :) :) :) Du hast auch immer Ideen...;-)

    War eben seit längerem mal wieder ein paar Minuten bei meinen Eltern unten. Papa war stocknüchtern!!! Er meinte er habe alle seine Voräte aufgetrunken und ist sei Schluß. Es wird nichts mehr gekauft.... Mal sehen... Ich persönlich fiebere erst mal dem Termin bei der Suchtberatung entgegen, der ist am Mittwoch.

    Hab mich gerade beim Schwangerschaftsschwimmen angemeldet :) Auch am Mittwoch, bin ja mal gespannt, auf so "Mutti`s" hab ich so gar keine Lust :-)... Immer diese Vorurteile... Wird bestimmt ganz lustig und hoffentlich ENTSPANNENED!!!!
    Liebe Grüsse Anna

    Sorry dass ich gestern so schnell beim Chat wieder verschwunden war und zudem auch noch viiiel zu spät kam- war doch etwas überfordert :) Übe fleißig und dann hoffentlich bis zum nächsten...
    Anna

  • hi anna

    sei mir net böse, aber wenn i denk, wie oft i den spruch scho gehört hab, dass nix mehr gekauft wird oder sie auch den sch... weggeschüttet hat und meinte etz is schluß! da geb ich inzwischen gar nix mehr drauf..

    ach anna, wenn da lauter so liebe mama's sind, wie du, wirds bestimmt toll! hihi kann gut schleimen gelle :wink:

    liebe grüße

  • Hey Anna!

    Schließ mich summerdream - mal wieder - an. Allein schon die Tatsache, dass dein Vater alle Vorräte aufgetrunken hat, bevor er sich dazu entschieden hat, aufzuhören, hört sich nicht sehr überzeugend an. Wir Kinder von Alkoholikern sollten wirklich ganz schnell aufhören, unseren trinkenden Elternteilen (und oft auch den andere) so schnell wieder unser ganzes naives Vertrauen zu schenken. Das ist ähnlich wie bei einem Raucher. Entweder, er schmeißt auch die halbvolle Schachtel in den Müll, es macht ihm nichts aus, und er hört wirklich auf, oder er tut es nicht. Wenn ich erst die Schachtel noch aufrauchen will, zeigt das nur, dass ich gar nicht wirklich aufhören will. Nicht wirklich, nicht für mich.

    Ich würde dir natürlich wünschen, dass es anders verläuft, aber das ist bei unseren Eltern doch immer so eine Sache. Hab leider zu oft das Gegenteil erlebt.

    Aber Schwimmen ist toll. Schwangerschaftsschwimmen bestimmt auch. Ja, und deine Muttiphobie kann ich nachvollziehen, ich will später mal ne coole Mutti werden. Aber wie ich dann im Endeffekt bin, weiß ich auch nicht. Vielleicht geb ich meinen Kindern ja dann doch grausame Namen, rede nur noch von Windeln und Babybrei etc... wer weiß. Trotzdem viel Spaß beim Schwimmen! Die anderen Mamis sind bestimmt nett! Die doofen gehen gar nicht schimmen ;-).

  • Hallo ihr alle, bin wieder da...
    war heute bei der Suchtberatung. Im Großen und Ganzen nichts neues, er hat mich aber auf meinem Weg bestärkt. Tat ganz gut zu wissen das man nicht völig auf dem Holzweg ist. Na ja, er hat mir jetzt nicht direkt geraten auszuziehen, hab ich auch nicht erwartet, aber fand es schon gut dass ich so offen, direkt und klar mit Papa rede und um die Konsequenzen kein Geheimnis mache. Hat mir noch ein paar Tipps gegeben und nen Flyer bzgl. einer ambulanten Therapie für ihn. Mal sehen ob ich ihm den gebe, denke schon. Habe mir vorgenommen ihn noch einmal auf die ganze Situation anzusprechen. Dann wäre dafür vielleicht ne Möglichkeit...
    Er ist übrgens nach wie vor noch nüchtern.. Ja gut, ich weiß ja dass das nichts heißt...

    Habe mir übrigens ein paar Bücher gekauft. " Familienkrankheit Alkoholismus", " Um die Kindheit betrogen" und "Wenn Frauen zu sehr lieben" (vielleicht versteh ich meine Mutter ja mal), mal sehen wie die so sind!

    Der Krümel und ich waren heute schwimmen! War genauso wie ich es mir vorgestellt habe, - Mutti`s...;-) Aber ganz ok, so was muß man ja irgendwie mitmachen! Bis bald hoffentlich,
    Eure Anna

  • hi anna

    toll das der termin bei der suchtberatung so gut verlaufen is. du hast bestimmt auch einige fragen gehabt, hat er dir alles beantworten können oder sind fragen offen geblieben (der wo ich war konnt mir nämli net alles beantworten :twisted: ), daher meine frage. falls ja, kannst ja uns fragen, vielleicht können wir dir ja helfen.

    hui, da warste heut ja ganz sche einkaufen. da bist die nexte zeit ganz sche beschäftigt. weißt scho mit welchem du anfängst?
    hm... ich hatte mal mit nelly das thema wegen unserer entwickelten antennen um die stimmung rauszukriegen, kennste vielleicht auch, da hat lavendel uns nen buchtipp gegeben. wenn ich mich etz net täusche war es "wenn frauen zu sehr lieben". daher glaub ich das dir des buch net nur in bezug auf dei mutter hilft, sondern auch dir selber. musst dann bitte berichten wie das buch war, das kenn ich etz no net...

    liebe grüße

  • Hallo anna!

    Ja, ich wüsste dann auch gern mal, wie das Buch war ;-). Aber das stimmt, das Buch wurde schon mal von lavendel empfohlen!

    Gut, wenn du mit dem Termin bei der Suchtberatung zufrieden warst. Ich hatte bei denen ehrlich gesagt auch immer das Gefühl, dass die n bissl überfordert mit mir waren. Aber naja, kann auch nur so ein Gefühl gewesen sein. Aber das hatte so was von "ich bin nur für deinen Vater zuständig, du kannst dich woanders hin wenden". Aber da gibt es ja wahrscheinlich auch solche und solche.

    Hauptsache das Schwimmen macht Spaß, die Muttis kann man ja auch mal ignorieren, oder? Oder aushalten und hinterher drüber herziehen ;-). Naja, mann muss ja nicht gleich so sein.

    Wenn du mit deinem Vater noch mal reden willst, dann mach das ruhig. Aber es ist auch gut, dass du dir keine Illusionen machst bezüglich seines Trockenbleibens. Es wäre so schön, wenn man sagen könnte, hier, er hat eine Therapie gemacht, oder er hat es soundsolang geschafft, jetzt ist er über den Berg, aber das sind sie wohl nie...

  • Hallo zusammen,
    bin endlich mal wieder da! Es war ziemlich viel los die letzten Tage- im positiven Sinne- und da wollte ich die kostbare Zeit die uns verblieb mit meinem Mann verbringen. Jetzt bin ich krank geschrieben, der Krümel hat mich gebremst- hat mich schon gut im Griff der Kleine ;) - vielleicht auch ganz gut so!

    Hab mit dem Buch "Familienkrankheit Alkoholismus" angefangen. Phuuu... ziemlich heavy! Geht mir ganz schön an die Substanz. Viele Dinge kenne ich von mir, manche kommen mir hier aus dem Forum bekannt vor. Bei ganz vielen Sachen denk ich immer nur wieder, danke Mama dass du uns so gut geschützt hast dadurch dass du nicht ganz Co geworden bist. Ich meine da weniger die Gewaltsachen, da dies gar nicht bei uns vorkam, als bestimmte Verhaltensmuster und Denkweisen die durch diese Familienkrankheit entstehen (können).
    Alles in allem denke ich sind wir doch noch gut dabei weggekommen, auch wenn ich mehr Co bin als sie und meine Schwester alles ziemlich ignoriert. Und diesen Orden, tata, verleihe ich meinr Mutter! Ich bin ihe super dankbar für das was sie all die Jahre geleistet hat. Sollte ich wohl mal ihr selbst sagen hmm!?

    Ich will damit jetzt nicht sagen dass alles wieder gut ist. Leider nicht. Aber wer weiß... Nein, ich gebe mich keiner Illusion hin, ich versuche realistisch zu sein und zu bleiben.
    Papa ist momentan gut zufrieden, trinkt nicht, ist aktiv und interessiert an seiner Umwelt... Ich weiß das heißt alles nichts, ist ja auch erst ne kurze Zeit, weiß auch nicht was ihn momntan dazu bewegt, aber erst mal ist es einfach so. Ich genieße es, freue mich daran, bin aber auf der Hut und rechne mit allem (versuche es zumindest) um nicht allzu tief zu fallen falls es wieder losgeht.
    Unsere Pläne bestehen auch weiterhin!

    Freue mich von euch zu hören,
    liebe Grüße
    Eure Anna

  • hey anna

    huch, wenn dich der kleine etz scho so im griff hat, wie wird das erst, wenn er auf der welt is??? naja nicht umsonst heißt es wohl -muttersein is ein fulltime-job- (oder so ähnlich)

    hey, du sollst des buch net lesen um zu entdecken, wie gut es dir bzw. euch doch geht. ich glaub egal, wie schlimm es is, wir kinder wern immer schlimmeres finden. auch ich hab sachen gefunden, wo i mir dachte, das kenn i etz net, dafür hab i andere kapital doppelt und dreifach durchgelesen *g*

    aber wenn du deiner mutter nen orden verleihen willst, dann sag ihr das :wink:

    ich bin etz mal neugierig, welche verhaltensmuster hast du denn für dich entdeckt?

    das mit deinem vater is ja mal besser als nix, aber du hast recht, lieber net zu früh freuen. hinterher tut es dann um so mehr weh :(

    laß dich drücken & auch deinen krümel

  • Ok, hat alles nichts gebracht, auf der Hut und vorbereitet sein funktioniert nicht wirklich, der Fall ist mindestens genauso tief wie alle vorherigen :( Saß gestern abend wieder weinend am Küchentisch weil Papa wieder getrunken hat. Er war wenigstes ehrlich und hat es zugegeben, ich war mir nicht sicher, nur so zu 95% ;-/!
    "War doch nur ein kleiner Schluck..." Meine Antwort: "...und aus einem Schluck werden fünf, aus fünf ´ne halbe Flasche, und aus ´ner halben Flasche ´ne Ganze, und dann sind wir wieder da wo wir hergekommen sind..." Habe ihm fast buchstabiert dass er SÜCHTIG ist und es nicht kontrollieren kann. Das Alkoholsucht eine Krankheit und keine Charakterschwäche ist...Was rede ich, ich weiß doch dass ich mir den Mund fusselig labern kann, wenn er nicht will... Und mittlerweile denke ich er will wirklich nicht. Es ist schwer dass zu akzeptieren weil es so unverständlich ist, aber es ist wohl die Sucht. Er will "trocken" sein, er will von dem Zeug loskommen, er will normal leben und trinken können wie andere auch. Und da ist der Haken. Er kann oder will nicht einsehen dass er nie wird kontrolliert trinken können. Ganz oder gar nicht, schwarz oder weiss, entweder oder... Er will tocken sein/ werden...nur leider nicht mit allen dazugehörigen Konsequenzen, Veränderungen, Einschränkungen... Ehrlich gesagt glaube ich nicht dass er es jemals schafft. Es wird immer wieder Trinkpausen wie Trinkphasen geben! ( Woher habe ich nur wieder diese klare Sicht der Dinge und Kraft/ Mut es auch noch aufzuschreiben???)
    Glaube mittlerweile auch, dass er allerhöchstens während der Therapie im Frühjahr sein "nasses" Denken abgelegt hatte, die Zeit danach wird wohl davon beherrscht gewesen sein und ist es eben auch heute noch. Er ist nicht bereit es anzunehmen und etwas verändern zu wollen, sich verändern zu wollen, sich damit auseinanderzusetzen. Es ist so traurig, zusehen zu müssen wie er gaaanz langsam vor die Hunde geht. "... du hast ja keine Ahnung was für ´nen starken Willen ich habe..." Doch hab ich, kenn ich, aber nur der Wille allein die Flasche stehen zu lassen reicht nun mal leider nicht. Setz deinen Willen doch zur Abwechslung mal dazu ein dein Leben, dich verändern zu wollen!!!
    Unsere Entscheidung ist gefallen: wenn er sich die nächsten zwei, drei Wochen nicht entscheidet irgendeine Therapie zu beginnen, werden wir so schnell wie möglich ausziehen! Dieser Gedanke tut sooo weh. Aber es geht nicht anders.

    Ach ihr lieben, es tut mir so gut euch zu haben die ihr mich ohne viele Worte versteht.
    Hoffe ich kann euch auch bald mal ein guter Ratgeber und Unterstützung sein. Momentan fühle ich mich einfach noch nicht dazu in der Lage...Sorry!
    Eure Anna

  • Liebe Danni,
    ich weiß dass es nichts bringt, wenn er es für uns macht nur damit wir bleiben. Hab es ihm auch noch mal gesagt, dass er es für sich machen muß und für niemanden sonst. Ich weiß auch nicht was wird...Wie ich lernen kann damit umzugehen, klarzukommen... :( Hab hier in der Ecke noch nicht von einer SHG für Kinder gehört.
    Anna

  • hi anna

    laß dich erstmal drücken liebes, wenn auch nur virtuell.

    oh weh, diese enttäuschungen kenne ich zu gut, hab ich ja auch scho oft mitgemacht. ich glaube irgendwann ist man dadurch dann soweit, dass man sagt, bis hierhin und net weiter. keine ahnung was bei mir der auslöser war, dass ich soweit kam, denke das is bei jedem wieder anders.

    du hast ja selbst gemerkt, das gespräch mit deinem vater war absolut sinnlos. außer das du dich wahrscheinli nur selber drüber aufgeregt hast oder?

    ich persönlich hab den eindruck, dass du auf dem richtigen weg bist. du befasst dich mit dem thema (hier im forum, bücher, suchtberatung) und ich finde, du bist in deinem denken schon weiter gekommen. dies heißt es etz halt auch umzusetzen, das geht nur net von heut auf morgen sondern erfordert weitere arbeit an dir. geduld is ja net gerade unsere stärke (meine auf jeden fall net), aber die braucht man da auf jeden fall.

    hm... für shg's wird normal keine werbung oder so gemacht, also nur weil du von keiner weißt, heißt es net, dass es keine gibt. erkundige dich doch einfach mal bei deinem suchtberater, er sollte normal welche kennen, ob eine für kinder in deiner gegend is weiß ich net, aber evtl. san ja in der für angehörige auch ein paar kinder.

    liebe grüße

  • Hallo anna!

    Mann, ich kann nur zu gut nachempfinden, wie es dir jetzt gerade geht. Als mein Vater aus der Therapie kam, war alles super, ich hab mein ganzes Vertrauen in ihn gesetzt und war total happy. Bis zu dem Tag als mir beim Autofahren die Bierdose zwischen die Füße rollte. Naja, ich war wohl auch zu naiv. Du warst wenigstens schon mal so weit zu sagen, du bleibst auf der Hut und lässt dir nix vormachen etc. Da warst du schon mal nicht ganz so "blöd" wie ich.

    Es bringt wirklich nichts mit dem Alkoholiker zu reden, das kenn wir wohl alle aus eigener Erfahrung. Mein Vater würde wohl auch gern kontrolliert trinken können, aber das zeigt doch wieder mal, dass unsere Väter einfach nicht auf den Alkohol verzichten können oder wollen. Wer verzichten kann oder will, der braucht auch nicht kontrolliert zu trinken, oder? Naja, jedenfalls glaub ich, dass unsere Väter einfach noch nicht so weit sind. Wir sollten sie einfach damit in Ruhe lassen. Den Kontakt zu ihnen in einem Maß halten, das für uns das Beste ist und ansonsten mit ihrer Sucht nichts zu tun haben wollen.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft für die nächsten Tage. Konzentrier dich auf dich und deinen Kleinen. Da hast du mehr von.

  • Hallo ihr Lieben,
    nach meinem Zusammenbruch gestern abend gehts mir heute bedeutend besser. Wie gut tut es doch einfach mal nur zu heulen, heulen, heulen...
    Ist sicher kein Dauerzustand, aber es ist schon gut wenn man sich mal gehen läßt..
    Hatte heute mal wieder ein sehr gutes Gepräch mit meiner Mutter. Sie ist schon sehr traurig wegen unseres Auszugs, unterstützt mich aber total.
    Mir tut es halt so weh, da sie diejenige ist die genauso wenig dafür kann, aber trotzdem unter allem mitleidet. Ich weiß, ich weiß, sie muß ja nicht bleiben...
    Habe trotzdem ein bißchen Angst um sie, sie ist nun mal diejenige bei der ich mir mein Herz ausschütten kann, und was ist wenn ihr was passiert oder sie krank wird o.ä. Habe wohl noch ziemlich große Verlustängste in mir vom Tod meines Bruders. Wohl doch noch ne Baustelle...
    Ich kann es auch nicht ertragen sie traurig oder hilflos zu sehen...Das hat sie einfach alles nicht verdient!
    ( Eigentlich wollte ich mir da keine Gedanken mehr drüber machen. Sie ist eine erwachsene starke Persönlichkeit die weiß was gut für sie ist und ne Menge mehr aushält als ich ihr zutraue. Nicht umsonst ist sie nach 20 Jahren an der Seite eines Alkoholikers nur bedingt Co- Abhängig. )
    Mache mir momentan Gedanken darüber, ob und wie ich es wohl schaffe mich auch emotional von meinem Vater zu lösen. Räumlich ok, aber bin ich dann nicht erst recht ständig mit meinen Gedanken hier und frage mich wie`s ist, wenn ich es nicht mehr täglich selbst mitbekomme?
    Habe manchmal eine komische Angst, komisches Gefühl dass mir ein Auszug gar nichts bringen könnte und alles für die Katz ist... Was sagt ihr dazu?
    Durchziehen werden wir das jetzt so oder so, von da her kann ich es auch einfach auf mich zu kommen lassen, aber ich bereite mich doch so gern immer auf alles mögliche vor ;) Werden aber jetzt auch nichts überstürzen, suchen uns ein schönes gemütliches bezahlbares Nest für unsere kleine Familie. Wenns ganz doof kommt müssen/ sollten wir eh bis nach der Geburt warten, weil die Zeit einfach bald abläuft wo ich noch wirklich umziehen sollte...
    Soweit kommt es noch dass ich jetzt auch noch flüchte... Nee, nee, alles ganz in Ruhe und kein Stress mehr ;)
    Freue mich wie immer über Antworten, egal welcher art...
    Eure Anna

  • huhu anna

    kann mir vorstellen, dass es dir heut wieder etwas besser geht, heulen befreit irgendwie, keine ahnung warum, is einfach so...

    hm... irre ich mich, aber ich glaube den tod deines bruders hast du bisher noch nicht erwähnt. klar, musst du auch net, aber wenn du drüber reden willst, darfst das auch gerne hier machen.

    ob du auch emotionale distanz kriegst, das wird sich herausstellen, wenn du ausgezogen bist. ich denke dabei ist es wichtig, dass du net nur ausziehst und dann sagst "punkt etz beschäftige ich mich nicht mehr damit", sondern weiter an dem thema dran bleibst und an dir arbeitest. anfangs is das bestimmt nicht leicht, aber es ist machbar.
    außerdem haste ja dann deinen kleinen, der dich dann auch oft beschäftigen wird :D

    eigentlich weißt ja, dass du dir um deine mutter weniger sorgen machen musst. außerdem kannst ja noch regelmäßig mit ihr telefonieren und so, je nachdem wie weit ihr dann weg wohnt, seht ihr euch dann auch.
    deine mutter hat das alles schon ganz gut im griff, sie schaut auf sich und das solltest du auch machen. auf dich schaun und natürlich auf deine wachsende eigene familie!

    liebe grüße

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