Wieder mittendrin im Rückfall?

  • hi anchovi

    aah, da biste ja! schön das dich hier auch meldest, hast dich scho bissi durchgelesen?

    ehrlich gesagt, das mit deinem vater seh ich so wie du. kontrolliert trinken mag vielleicht ne zeitlang funktionieren, aber auf dauer net. gibt zwar leute die das anders sehn, aber ich halt net. bei dem thema denk ich mir, entweder ganz oder gar net!

    kann verstehn, dass du dir etz sorgen maxt, aber im endeffekt kannst du fast nix tun. sprech ihn mal auf des thema drauf an, sag ihm das du dir sorgen machst und wie er das den sieht mit dem sekttrinken? mehr kannst du leider net machen, es ist die entscheidung deines vaters ob er trinkt oder net.

    Zitat

    Das ganze Thema wurde in unserer Familie seit seiner Rückkehr kaum angesprochen.


    warum denn net? das wäre wichtig gewesen, war doch keine schöne zeit mit deinem vater und es gab bestimmt oft schwer verdaubare situationen. gerade für dich als kind, wahrscheinlich hast du dich net getraut das thema anzusprechen, is auch verständlich.

    du hast in deiner vorstellung geschrieben, dir geht es sehr gut. war doch früher bestimmt schwer für dich, ich kann mir net vorstellen, dass etz alles gut is, nur weil er nicht mehr trinkt. oder verdrängst du da vielleicht etwas?

    liebe grüße

  • hallo anchovi!

    Verständlich, dass du dich sorgst.

    Ich würde einen ruhigeren Moment abwarten als morgen abend bzw. nachher ;) und vielleicht sogar mit deinen Eltern zusammen reden. Ob ihnen bewußt ist, daß die Alkoholkrankheit schwarz/weiß ist, daß es da keine Grauzone gibt.

    Wenn jemand eine ganz schwere Allergie hat wird er auch einen Teufel tun und mit dem Zeug herumexperimentieren. Er läßt die Finger davon.

    Ich dachte auch, daß ich nach 1,5 Jahren Trockenheit wieder hin und wieder ein Gläschen Rotwein trinken könnte. Hin und wieder wurde dann aber schnell ziemlich oft und ziemlich schnell täglich. Es wird immer Anlässe geben, wo man trinken kann und ich schwöre dir, innerhalb eines halben Jahres ist er wieder da, wo er angefangen hat.

    REde mit deinen ELtern, du übertreibst nicht. Du siehst das ganz richtig.

    Ich wünsche dir viel Kraft dazu
    lydia

  • Hallo anchovi,

    es gibt kein Kontrolliertes Trinken bei Alkoholikern.
    Ich wollt das auch immer glauben. Es geht vielleicht eine Zeitlang gut aber dann wird es wieder mehr meist sogar mehr wie vorher.
    Mach dir dabei bitte nichts vor. Es gibt nur ein Entweder oder.

    Wir wünschen uns oft das der Betroffene kontrolliert Trinken kann. Ich hab schon die Erfahrung gemacht das nach Außenhin das kontrollierte Trinken funktioniert hat aber dann feststellen müssen das dafür dann heimlich, mit Lügen die fehlende Menge getrunken wurde.

    Wenn du hier viel liest besonders bei den Betroffenen dann erkennst du das es das nicht gibt.

    LG
    Elocin

  • hi anchovi

    finde das toll, wie du das angehst. du machst dir (berechtigt) sorgen und möchtest das in einem ruhigen moment ansprechen, würd ich glaub au net anders machen.

    aber eins is mir noch aufgefallen:

    Zitat

    Das ist typisch für mich, dass ich mir immer vielzuviele Gedanken um andere mache und mein eigenes Leben total in den Hintergrund stelle!


    das is etz mal so typisch für alki-kinder. mag etz zufall sein, aber vielleicht hast du ja doch ein paar macken und eigenschaften abbekommen, welche aus einer familie mit einem alkoholiker herausgehn?
    es gibt erwachsene, denen nicht mal bewußt war, das ein elternteil getrunken hat, da das trinken eben nicht ausfallend war, erst viel später haben sie es erfahren, aber dennoch haben sie einiges an macken abbekommen!

    ich merke zwar, dass du dich diesbezüglich gar net näher mit dem thema beschäftigen willst, aber vielleicht findest du ja beim lesen der beiträge einiges, wo du dir denkst "redet die von mir???"

    liebe grüße & ein paar schöne tage in meiner lieblingsstadt :wink:

  • Hallo anchovi!

    Ich hoffe, das Forum hilft dir bei deinen Problemen.
    Erst mal finde ich es toll, dass du mit deinem Vater reden willst. Es kann natürlich sein, dass er total abblockt, schauspielert, lügt etc., wie ich es so schön von meinem eigenen Vater kenne, und wie es so viele Alkoholiker können, aber du hast dann wenigstens alles in deiner Macht stehende getan, für den Rest ist er verantwortlich.

    Natürlich gibt es kein kontrolliertes Trinken. Mein Vater hat auch immer wieder gesagt "Ach, ein Bier darf man ruhig mal trinken. Das verbietet einem niemand". Da hab ich gemerkt, dass er es einfach noch gar nicht richtig verstanden hat, den Ernst der Lage noch nicht begreift. Ich kann nur hoffen, dass du vernünftig mit deinem Vater darüber reden kannst, dass er offen zu dir ist und dir nicht die Hucke volllügt oder anfängt, rumzuschimfen. Ich finde, da sollte man sich bei Alkoholikern auch immer drauf gefasst machen.

    Trotzdem wünsch ich dir alles Gute. Genieß die paar Tage, die du wegfährst und denk nicht so viel nach. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Probier es einfach! Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute!

  • hi anchovi

    huch, etz bin ich doch überrascht, damit hab ich etz net gerechnet, zumindest net so schnell.

    wow, aller respekt, dafür hast dir nen orden verdient, war bestimmt net immer einfach, aber wahrscheinli oft auch erleichternd zu entdecken "hey ihr gehts wie mir, so verrückt bin i gar net" :wink: zumindest mir gehts immer wieder so...

    dei drei ziele find ich etz ganz gut, obwohl das gespräch mit deinen eltern etz net an erster stelle kommen sollte bzw. du solltest es für dich führen. ob es was bringt, ich weiß es net, aber falls net hast du es auf jeden fall versucht!

    grins... das mit dem öfter nein sagen, das is gar net so einfach. irgendwo hat man angst, dass der andere dann vielleicht böse deswegen is oder enttäuscht, oft ist das aber quatsch. das is dann immer ne positive erfahrung, die einem weiter hilft.

    das du mit deinen freunden reden willst, find ich auch klasse und nebenbei bemerkt, wir sind auch da, uns darfst du auch alles sagen :wink:

    liebe grüße

  • Hey anchovi!

    Da muss ich summerdream wohl zustimmen. Respekt dafür, dass du dich so schnell entschieden hast. Wenn du das tatsächlich so durchgezogen bekommst, dann kann doch gar nicht mehr so viel schief gehen. Natürlich wird es immer wieder Rückschläge geben und solche Veränderungen schafft man nun mal nicht von heute auf morgen, aber wenn du dir das so fest vornimmst, wie es sich hier anhört, dann glaube ich, dass du das auch schaffen kannst.

    Klar, das Gespräch mit deinen Eltern solltest du wirklich in erster Linie für dich führen. Alles andere könnte dich wieder zu schnell frustrieren. Zu viel darfst du dir da glaub ich nicht von erwarten. Das ist zwar traurig, aber wahr. Rede mit ihnen, um dich selbst zu erklären, zu sagen, wie du dich fühlst und vielleicht reden deine Eltern dann auch so offen mit dir, dass du einiges besser verstehst, aber das dürfte dann wahrscheinlich auch schon genug sein. Leere Versprechungen, Drohungen, Schuldzuweisungen... Das alles bringt nichts, egal von welcher Seite es kommt. Ich will dich jetzt nicht entmutigen. Ich finde es super, dass du mit deinen Eltern reden möchtest, aber du solltest dir einfach klar machen, dass du das in erster Linie für dich tun solltest, denn deinen Vater kannst du nicht ändern.

    Alles Liebe und Gute!!

    Steffi

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