Beiträge von dagmar007

    Also Sternchen,
    mal ehrlich, ich wäre froh gewesen, hätte die Polizei bei mir noch Nachsorge betrieben. Ein Team war klasse und hat auch versucht eine Verhaftung beim Staatsanwalt zu erwirken, diese aber leider nicht erhalten.

    Diese Beamten haben mich durch ihr eingreifen gestärkt und auch bestärkt getrennt zu bleiben. Diese Beamte nämlich haben mir geglaubt, die Gefahr gesehen und mich ernst genommen.

    Was wäre es für ein Frevel gewesen, hätte ich kurzzeitigen Worten geglaubt und den Mut und den Einsatz dieser beiden Beamten so gedankt. Erst schreie ich Hilfe und dann gehe ich zurück zu demjenigen, der mich Hilfe schreien lässt.

    Mal ganz erhlich: ich habe Achtung vor einem Polizeirevier, welches nicht nach Abarbeitung der Anzeige weg ist sondern versucht sich um Opfer zu kümmern. Gut, sollte Dein Partner wieder bei Dir wohnen, hat sich der Opferstatus erledigt ....

    Das aber musst Du für Dich entscheiden. Ich habe mich nämlich beim Lesen Deiner Zeilen gefragt ob es Dir evtl. peinlich ist dass da Beamte aufkreuzen, die um Deine Hilflosigkeit wußten, Dir helfen wollten und diese jetzt sehen wie Du sehenden Auges zurückrennst in Deine Rolle als "hilfloser Helfer".

    Ebenso fühlen sich Polizeibeamte wenn sie Gewaltopfern helfen wollen und diese wieder zurück gehen an den Ort ihrer Qualen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Nancy,
    auch ich rödelte und rödelte und wurde verheizt. Und weißt Du was: ich rödle nicht mehr! Vielleicht ist es Frust aber ich habe die Erfahrung machen müssen, daß derzeit in Deutschland weder der Wille alleine noch die Fähigkeit genügt, einfach weil viele Elbogen unterwegs sind und viele Unternehmen, die selber auf der Kante stehen, was ich nicht weiß wenn ich dort beginne.

    Ich habe keine Lust mehr zu erhoffen, daß es wie in den ersten zwei Jahrzehnten meiner beruflichen Laufbahn ging: das nämlich Leistung überzeugt.

    Nein, Arbeit (wenn man sie dann hat, ich derzeit nicht mehr) ist o.k. aber weder alles, noch es wert sich dafür "abzurödeln". Leisten ist o.k., solange noch Platz für anderes bleibt. Wird es aber wie bei Dir zum Kampf, so machst Du nur Deine Batterie leer, liegst am Ende am Boden und kannst Dir nicht einmal selber aufhelfen.

    Sabotage vom Umfeld.... Schitt ... aber weißt Du was? Die wirkt deshalb bei Dir so gut weil Du so und so schon fertig bist und gar nicht mehr Zeit und Kraft hast zu sagen "Stop, Dein Leben meine Tochter und Deine Zukunft, nicht meine". Natürlich will man/frau als Eltern das Beste - aber nicht zum Preis der Selbstaufgabe.

    Komm mal zu dir und besuch Dich und Deine Bedürfnisse, liebe Nancy,

    lieben Gruß von Dagmar

    Sag, liebe Blumenwiese, ist das nicht alles ein recht lockerer Umgang mit Alk in einem Haushalt wo jemand, sagen wir mal, gefährdet ist. Selbst wenn noch! kein Alkoholismus vorliegen würde, würde ich weder hoch- noch niedrigprozentiges bei mir haben.

    Ich selber trinke nichts oder so gut wie nichts und ganz ehrlich gesagt, der Absturz meines Exxis ging so rasant, dass mir das ein Beispiel ist, wie schnell Alk zum Problemlöser eingesetzt wird.

    Weißt Du, liebe Blumenwiese, mir sträuben sich schon die Nackenhaare wenn ein Bekannter sein "absolut alkoholfreise Bier" als ehemaliger Alkoholiker zu sich nimmt. Super, dass er seit 2 Jahren kein "normales" Bier mehr anfasst. Aber irgendwie wirkt es auf mich so als heule er der alkhaltigen Zeit hinterher und nimmt so das kastrierte Bier zu sich. Nur eine Flasche, alle Monate mal, aber auch das ist Verniedlichung! Ich habe immer noch das Gefühl, von denen, die wirklich trocken werden wollen oder können bleiben gerade mal 3 oder 4% übrig, die sich keiner Gefahr aussetzen.

    Werf ihm nicht vor, dass er manipulieren und tricksen kann - es gehören immer zwei dazu ;) derjenige der beginnt und derjenige, der einsteigt. Du würdest Dir wünschen, er wäre nicht..... Du bist von seinen Launen abhängig .... Du erträgst Lügen ....

    Merkst Du etwas: wie er abhängig ist von seinem Stoff bist Du es von ihm - ich bin damals gegangen mit den Worten "ich bin wohl noch kränker als Du sonst wäre ich nicht mehr bei Dir, deshalb gehe ich jetzt um gesund zu werden.".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Nici,
    ich wünsche Euch einen wunderschönen Urlaub, einen, an und in dem die "neue" Nici sich einfach selber leben kann.

    Ja, liebe Nici, es ist erstaunlich, wie sich vieles festigt und fast unmerkbar für einen selber neue Strukturen gelegt werden. Komischerweise solche, die man/frau nie für möglich hielt.

    Alle paar Monate mal hole ich mir wieder Lektüre vor, die ich damals in der Trennungszeit zu mir genommen habe über schwierige Beziehungen. Ich merke dann im Nachhinein wie ich bei neuen Kontakten mich doch besinne auf das was ich hart übers Leben gelernt habe. Ich merke, daß ich immer wieder zu mir selber komme und mich nicht mehr einlullen lasse.

    Ich denke, ebenso ist es bei Dir.

    Erhol Dich gut, laß Dich schön "färben" aber bitte ohne Sonnenbrand, bis bald

    Lieben Gruß von Daggi

    Guten Morgen Nici,
    deshalb haben wir ja die Chance langsam zu lernen. Uns langsam wieder darauf konzentrieren dass es eine Ausgangssituation geben kann A - mit der wir leben müssen, können und dürfen.

    Das aber unsere Behandlung der Situation anders sein dürfte als früher. Also umlernen, ganz viel hinterfragen und noch viel mehr Mut aufbringen, weil es ja anders ist. Quasi nicht "Jugend forscht" sondern "Teenagerspätlese forscht".

    Niemand von uns ist noch naiv genug zu sagen dass das einfach ist. Wir haben uns aber zu sehr weiter entwickelt um zu sagen es könnte noch so gehen wie zuvor. Es kommt also eine Veränderung in unseren Handlungen auf uns zu ob wir wollen oder nicht.

    In diesem Sinne:
    einen schönen neuen Tag wünscht
    Daggi

    Das ist eigentlich klar, liebe Melanie, weil ja jeder Mensch anders anzusprechen ist - Manch einer ja sogar über Sarkasmus und Ironie.

    Ich denke auch bei mir ist von allem so ein bischen dabei. Nun ich habe ganz viel Holz weggeräumt - sprich mich um Holzköpfe gekümmert und bin etwas ruhiger und sortierter. Ist schon noch alles als Thema da aber einfach etwas besser "feingewaschen" und sortiert ;)

    Ich denke, es ist ein Gang von Zeit und ein umgewöhnen dass ich, die früher jedes Ergebniss sofort erzwingen wollte, selbst dann wenn es deshalb schlecht ausgeht Geduld für sich selber aufbringen muss. Das alles hängt zwar mit anderen Menschen zusammen, betrifft aber meine persönliche Struktur, Denkweise und Lebensplanung.

    Lieben Gruß von Daggi

    Willkommen im Club, liebe Nici,
    es scheint so zu sein - unsere Zeitabläufe waren ja auch sehr ähnlich - dass es einfach eine Zeit zum Wiederaufbau des Lebens geben musste bis die Grundmauern stimmen.

    Nun haben wir die Fasaden gemacht und es geht an die Inneneinrichtung.

    Du sprichst mir aus der Seele - vor zwei Wochen sind wir an einem Lagerfeuer bis in die Nacht gesessen, ich konnte nur ganz laut sagen "wie ich das vermisst habe, so habe wohl seit rund 20 Jahren nicht mehr gelebt, Feuer gespürt und nur genossen".

    Ich war Bogenschießen, etwas neues für mich - habe mir ein paar Prellungen und ähnliches geholt - aber es war so herrlich..... Neues, anderes, fremdes .... neu beginnen sich zu (er)leben.

    Nicht nur schön, auch schwer .... aber es bestimmt (Selbst- :-)wert.

    lieben Gruß von Daggi

    Ach Mann,
    schon wieder nichts mit abschieben ;)

    lieben Gruß von Daggi

    p.s.s habe festgestellt, dass bei mir innerhalb des Daches noch eine begehbare Fläche ist, da wären die "Leichen" viel besser aufgehoben. Eine Freundin hat mir in meinem Haus diesen Ort gezeigt, den bisher nur der Schornsteinfeger kannte :)

    Ach Nici,
    ich denke, auch ich habe es nicht verstanden, ob es sich um das Thema als solches dreht oder Randbemerkungen an mich ;)

    Bewegt hat es eben bei mir dass ich mir für mich einfach wieder Themen stellen musste, die ich eigentlich als tot betrachtet hatte.

    Du, ich glaube es ist schwer, weil ich mich nicht verletzbar machen möchte von einem Partner. Bei Frauen habe ich das Problem nicht, wenn sie Freundinnen sind. Wobei, mal ganz ehrlich, das Gespräch mit ihm war mir eigentlich schon zu intim, denn die Dinge aus der Vergangenheit, ich wüsste nicht einmal, ob ich die von einer Freundin hätte wissen wollen. Einfach weil mich das damals nicht interessiert sondern dass ich eine Freundin/Freund jetzt habe und schätze wie sie/er jetzt ist. Aber gut, ist nicht meine Sache.

    Du, der Keller war so einfach: was nicht sein darf kann nicht sein. Wobei natürlich auch der neue Arbeitsplatz das alles hoch geholt hat weil die Kollegen fragen: verheiratet, Kinder, Freund, nein? warum nicht.... Ich musste also erklären ... da ich zur Ehrlichkeit stehe, also auch sagen ich war nicht soweit eine Beziehung zu führen.... so und da nenne ich die Wahrheit ja beim Namen, stelle mich ihr - um sie dann wieder in den Keller zu stellen.

    Ich glaube, die Thematik ist gar nicht so wichtig an einer Person festzumachen sondern für mich selber die einzelnen Steps klar zu machen.

    Einer der Punkte ich wie oben schon gesagt, ich muss über einiges mit dem anderen sprechen. Auch wenn mir das peinlich ist, und ich gerne davon laufen möchte.

    Aber nur so bin ich in der Lage, mit viel viel reden nicht wieder so wie früher in den Hormonstrudel der Verliebtheit zu geraten und einfach mit dem Gedanken "das wird schon" sich auf etwas einlassen.

    Da wo früher war "er wird sich schon ändern" interessiert mich das heute nicht sondern ich frage "nehme ich ihn/sie so wie er/sie ist". Dazu aber muss ich das eben erst wissen - aus Gesprächen. Das war früher nicht der Fall. Und bist Du mal innerhalb einer Beziehung wird das Reden schon ganz anders....

    Lieben Gruß von einer lernenden,
    die zwischen Waschmaschine, dem Trockenplatz im Freien und dem Keller jongliert ;)

    Daggi

    Oh lieber Matthias,
    ja verpasst :)
    zwei Tage nach meiner schriftlichen Prüfung ging die Arbeit los, letzte Woche die bestandene mündliche Prüfung und ich arbeite noch immer. Aber.... super harter Job, super strenger Chef undich weiß nicht ob ich auf Dauer Mo-Samstag, teilweise von 7.00 bis 21.00 Uhr Arbeit schaffe. Wenig kaufmännisches, viel verstandtechnisches mit körperlich hoher Belastung.

    Dennoch.... ich bin gestartet und schau mal was sich tut - drumherum oder dort ... lassen wir es einfach auf uns zu kommen - aktiv in alle Richtungen sehen, aber versuchen zufrieden zu sein, mit dem was ist.

    Ach, lieber Matthias, das hört sich schön an, denn für mich ist das alles nicht einfach und scheint Deiner Geschichte ähnlich zu sein. Ich kann nämlich nicht sagen ob mein Gesprächspartner mit damit etwas anderes sagen wollte, als dass, wozu es bei mir geführt hat.

    Ja, auch bei uns sind es sehr persönliche Gespräche - deshalb natürlich auch für mich selber nicht so wie Small Talk zu führen, weil es da halt auch ans eingemachte geht. Fehler und Geschichten der Vergangenheit die belasten bzw. verändert werden soll(t)en und der Weg nicht so einfach ist.... Gespräche halt, die schon viel Ehrlichkeit und Respekt in aller Freundschaft verlangen.

    Natürlich ist auch das für mich nicht so ganz einfach: ungewöhnlich für mich die Kombination von Freundschaft, Ehrlichkeit, Respekt in der Form - und schwierig eben, weil ich mir ja die Fragen für mich selber stellen muss, die bisher in Nici's Keller ;) waren.

    Ich bin ja beruhigt, dass es Dir auch so ging wie mir - unruhe und alles andere gleichzeitig - einfach nicht wissen, was ist das überhaupt.... Vor allen Dingen muss ich halt in mir Ruhe finden, deshalb muss ich leider auch der Unruhe nachgehen.

    Ach ja, nicht so einfach, wenn ein Oldie wieder jung sein muss um neu von vorne anzufangen.

    Lieben Gruß von Daggi

    Hey Nici,
    juhu, mein Chef hat mich nach Hause geschickt, er braucht heute niemanden .... f r e i .... juhu!!

    Du, der Solist, der von seinen Ängsten sprach hat das nicht unbedingt in Bezug auf mich getan. Das kann ich nicht beurteilen, ob das so kleine Infos waren...
    Deshalb er sagt, er wünscht. Was ich nämlich wünsche, darüber habe ich mir ja nie Gedanken gemacht.... habe ich ja verbannt.

    Nur innerhalb des Gespräches musste ja meine Meinung vom Stapel - und da musste ich erst mal überlegen, welche habe ich denn? Habe ich überhaupt eine? Denn das Thema durfte bisher nie in meine Richtung.

    Ja, Nici, ich achte ganz dolle auf Abstand - erster Gedanke jetzt: freier Tag, sollen wir was unternehmen?

    Zweiter: nee, bleib bei Dir, Dein Tag und jetzt genau bist Du Dir nahe und sonst niemandem....

    Ja Nici, ich denke das ist es:
    meine Rahmenbedingungen festlegen und dann sich langsam erlauben das geschehen zu lassen, was eben geschieht - ohne selber aktiv einzugreifen wenn kein Bedarf da ist. Ist es nämlich derzeit nicht. Ganz tiefe Freundschaft ja - mehr kann ich nicht beurteilen, will ich auch noch nicht.

    Denn eines, das einzige wohl, was ich weiß ist dass es alles sehr, sehr langsam gehen muss, ich Vertrauen aufbauen muss und erst ganz vorsichtig jemanden männlichen in mein Leben lassen kann.

    Was mir nicht passt - was ich lernen muss, weil ich es brauche obwohl ich es nicht will - ist Dinge zuvor beim Wort zu benennen. Und genau da bin ich bei dem Gespräch arg ins Schwitzen gekommen. Ich wollte doch nicht über mich reden und meine Gefühle, geht aber nicht anders wenn es ein Austausch ist. Auch wenn es nicht um die Gefühle zum Gesprächspartner ging, so habe ich dennoch Einblick in mich erlaubt .... auch das wollte ich nicht ....

    Nun, Lernwege halt....

    Lieben Gruß und superschönen Tag wünscht Daggi,
    die gleich die Waschmaschine anschmeisst, nur 13% Regengefahr heute...

    Hallo Ihr Lieben,

    ich brauche mal ein paar Gedankenanstöße von Euch.

    Seit der Trennung von Exxi vor drei Jahren bin ich glücklicher Single und auch sehr zufrieden mit meinem Leben. Alles, was Beziehungen betrifft, habe ich aus meinem Leben eliminiert.

    Letzte Woche führte ich ein tiefgehendes Gespräch mit einem sehr nahestehenden Freund. Er ist ebenfalls solo und erzählte seine Ängste bzw. doch Wünsche auf Beziehung....

    Na super, meine Ruhe ist dahin und ich beschäftige mich seitdem für mich leider wieder mit dem Thema ob ich selber eine Beziehung wollte, wenn ja wie oder ob ich das überhaupt noch kann. Ich schlafe nicht mehr so dolle und Träume, die mir nicht gefallen, stellen sich ein.

    So, das heißt für mich: Thema war aus meinem Leben verbannt weil ich damals genug andere Probleme hatte. Nun kommt es wieder ans Tageslicht und will behandelt werden. Ich habe also die Chance mich zu stellen oder das Thema wieder in den Keller zu verbannen (bis es irgendwann einmal wieder kommt).

    Also sollte ich mich damit auseinandersetzen, weiß aber tatsächlich nicht wie. Wie gewinne ich meine innere Ruhe wieder, auch mit diesem Thema in meinem Leben dass es Beziehungen geben kann, dass es Freundschaftsbekundungen geben kann, die zu einer Beziehung führen könnten.

    Derzeit scheint es so zu sein, dass alte Erfahrungen das nämlich zerstören. Ich arbeite - auch mit Erfolg gegen an - aber dennoch: meine innere Ruhe ist nicht mehr die wie zuvor.
    Ich bin nicht mehr komplett bei mir, denke viel über das Gespräch nach und merke, dass ich einfach im Ungleichgewicht bin.

    Sehr viel war passiert und ich bin dabei es Schritt für Schritt anzugehen. Das aber scheint Kraft zu Kosten und mir diese Unruhe zu bescheren.

    Beispiel: ich bin jemand der gerne spontan schenkt. IN meiner Beziehung war es dann so, dass durch geschickte Zufälle bei jedem Geschenk ein Horrorerlebnis folgte. Oft ohne dass der Exxi wusste, dass da ein Geschenk auf ihn wartete, er kam nicht oder oder oder....

    Das habe ich nun wieder gelernt, ich kann wieder einem Mann (bei Frauen blieb das auch weiterhin stabil) etwas schenken, mich über seine Freude freuen und keine Angst vor dem "was passiert nun" haben ...

    Aber so gibt es eben manche Dinge....

    Schickt mir mal ein paar Gedankenanstöße, wenn ihr welche habt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Lottemotte,
    glaub nur nicht, dass es bei mir anders war - wobei ich (eher eh zu mollig) gar keinen Hunger mehr hatte.

    Ich finde es super, daß Du erkannt hast dass es um eine Betäubung ging!!!! Genau da bist Du richtig, wenn Du Deine Verhaltensweisen erkennen kannst. Das sind ja nicht nur falsche sondern auch richtig, bei denen Du dann sagen kannst "gute Entscheidung, klare Entscheidund und vor allen Dingen!! bewußte Entscheidung.

    Denn genau darum geht es in einer Suchtbeziehung. Einfach die Konsequenzen klar zu erfassen. Die Entscheidung spielt dann gar nicht so die große Rolle (meiner Meinung nach).

    Ich hatte ebenso Angst wie Du - ich hatte 3 Monate die schlimmsten Träume und jeden Morgen bin ich aufgewacht mit das ist alles nur ein schlechter Traum, aus dem ich aufwachen muss.

    Nur liebe Lottemotte: das zuvor war der viel schlechtere Traum. Das aber konnte ich erst in Zufriedenheit erfahren als einige Monate ins Land gezogen waren und er nicht mehr in der NÄhe war. Ich hatte lange Angst, habe auch die Polizei benötigt. Die Spannung war fast nicht erträglich - ich verstehe Dich vollstens - aber Lösungen finden sich selten im "Trotz".

    Ich war eigentlich selten mal über ein Jahr Single, bin es nun seit 3 Jahren weil ich Angst habe, daß mir meine Ruhe und Harmonie in meinem kleinen Häuschen abhanden kommt. Ich brauch keinen Menschen mehr, der für mich sorgt .... auch wenn es manchmal schön wäre umsorgt zu werden....

    Lieben Gruß von Dagmar

    In der ersten Trennungszeit ist das ein akuter Begleiter, mit den Jahren kommt die wirkliche Distanz und irgendwann wird es egal.

    Ich hatte auch die Frage an mich ob ich ihn im Stich gelassen hätte - aber das wurde ich noch viel früher von ihm als er mich gegen Alk eintauschte. Deshalb war für mich das Thema irgendwann vom Tisch.

    Interessiert es den nassen Trinker wie es Dir geht? Warum soll es Dich jetzt interessieren was mit ihm passiert? Du bist, glaube ich, nicht Mutter Theresa, oder ;)

    LIeben Gruß von Dagmar

    Liebe Maria,
    das, was Du erlebst, wird wohl den meisten von uns widerfahren sein.

    Du willst dass er zur Beratung geht, Du willst, daß er trocken wird - er will halt was anderes. Du willst offen damit umgehen, er fühlt sich von Dir an den Pranger gestellt. Ist auch klar, weil er "will" ja "eigentlich nicht aufhören und empfindet es als normal".

    Die Mengen, von denen Du sprichst hat mein Exxi am Schluß noch nicht konsumiert und dennoch kam ein Ausraster nach dem anderen.

    Du kommst nicht an ihn ran... küssen.... nun, mich ekelte die Fahns so an, dass ich das schon nicht mehr wollte. Deine Gedanken verstehe ich gut, denn sie sind das bevor überhaupt eine Distanzierung erfolgt.

    Für mich jedoch war klar mit ihm gehe ich unter - und eines wollte ich ganz sicher nicht: einen Pflegefall versorgen!!! Was meinst Du, wie schön es ist wenn die Polizei ihn sucht ... egal warum, bei Alk gibt es da viele Möglichkeiten? Wenn vielleicht der Job gefährdet ist und in Folge dessen der Gerichtsvollzieher "guten Tag sagt".

    Alles das sind Dinge, die oftmals erfolgen - bist Du Dir nicht wichtiger als Dich diesen Dingen auszusetzen?

    Du fragst Dich was mit ihm, einem Entzug ect. pp ist? Und was ist mit Dir? Wie willst Du die finanzielle Seite alleine stemmen? Wie willst Du damit umgehen zu wissen dass er zu Hause ist, nah an seiner Freundin Alk? Du fragst nach ihm - Helfen könntest Du Dir indem Du nach Dir fragst und siehst, nach Deinem Leben oder willst Du zusammen mit ihm "untergehen".

    Er hat das Recht zu sagen er will keine Therapie und er will trinken. Er ist ein erwachsener Mensch mit freien Entscheidungen. Du müsstest Deine Entscheidung für Dich treffen und er seine für sich, daß wäre nur fair für beide Seiten.

    Du hast Angst, daß er untergeht - oftmals geht ein Angehöriger früher unter als der Trinkende....

    Hör mal in Dich rein was Du für DICH (ohne in Bezugnahme auf ihn) willst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen Lottemotte,
    Du verdeutlichst gerade wie ähnlich sich Alkoholiker und Co-Abhängiger (Beziehungssüchtiger?) sind.

    Während ein Trinker sagen kann "jetzt erst recht" sagst Du oder fragst Du "soll ich mit anderen Männern....".

    Na klasse! Das zeigt uns doch, daß wir als Co's ebenso krank sind wie die Süchtigen! Das zeigt doch überdeutlich, daß wir den stofflich Süchtigen in einer Therapie sehen wollen und wir als "Menschen-/Beziehungssüchtiger" eben nichts tun müssen, oder?

    Was bitte soll das knutschen bringen? Außer der Tatsache vielleicht daß Du Menschen benutzt, die gar nichts für Deinen Kummer können? Du benutzt also (in Gedanken) diese Männer und Dein Expartner den Alk. Was ist da jetzt anders???

    Und Du meinst wirklich durch Bäumchen-wechsle-Dich bekommst Du ihn aus dem Kopf? Meinst Du wirklich, beim nächsten Mann wird alles anders?

    Merkst Du Deine Extreme? Einigeln oder feiern und knutschen - schwarz weiß - oder soll ich sagen "ich trinke gern" und dann "ich höre auf" (als Versprechung 3363.

    Dein Posting zeigt wie ernst wir unsere Krankheit nehmen müssen und wie wichtig es wäre vor der eigenen Türe, pardon Psyche, zu kehren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Thomas,
    so mehr oder minder wissen wir schon genau wann es Hilfe zur Selbsthilfe ist und wann es eine Hilfe ist, die eigentlich den anderen bevormundet. Bei Freunden hätte ich das nicht "geleistet" was ich beim Exxi tat. Logisch auch, da unbewußt ganz viel an Vertuschung auf meine Kappe ging.

    Und noch was ganz anderes: ich habe quasi die Verantwortung und Entscheidung über den anderen übernehmen wollen! Ich wollte, dass er trocken wird, ich meinte zu wissen, dass das das einzig richtige wäre. Quatsch mit Soße: jeder kann für sich entscheiden auf welcher Strasse, Gasse oder Gosse er/sie wandelt.

    Egal, wie tief es beim anderen geht - es ist egal - ist nämlich auch wieder seine Entscheidung. Wie hoch oder tief es bei mir geht, das habe ich selber in der Hand. Auch wenn ich lange und steinige Wege meiner Entwicklung gehen muss.

    Ich bin nämlich verantwortlich - mir selber gegenüber. Gegenüber dem was meine Augen sehen und mein Kopf wusste, was ich aber nicht wahrhaben wollte: dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann.

    Lieber Thomas, es ist - sorry, aber meine Meinung - komplett egal ob sie aufhören will oder nicht, ob sie es kann oder nicht oder oder oder. Zuallererst einmal solltest Du an Dich, Dein Leben, Deine Verantwortung Dir selber und Deinem Kind gegenüber denken.

    Ich habe damals zu Exxi gesagt, "leere Worte gab es genug, wenn mal Taten erfolgen, können wir uns unterhalten". Schwupps - da ich aber vorleben muss mich von meiner Sucht, dem Menschen zu lösen, bevor er eventuell sich vom Alk lösen kann, musste ich es vorleben.

    Wie kann ich verlangen dass ein anderer vom Liebling Alkohol lässt, während ich nicht in der Lage bin von ihm/ihr zu lassen? Beide Partner haben etwas, auf das sie meinen nicht verzichten zu können. Jeder also müsste erst mal mit sich selber ins Reine kommen bevor an eine gemeinsame Zukunft auch nur ansatzweise zu denken ist.

    LiebenGruß von Dagmar

    Hallo Thomas,
    also ich persönlich musste alles an Kontakt eliminieren da ansonsten immer wieder meine "sorgende" und vermeintlich "liebende" Seite ans Tageslicht kam.

    Und eines muss ich Dir sagen: richtige Gewalt und sexuelle Übergriffe und das, was wirklich bedrohlich war und auch zu Polizeieinsätzen geführt hatte, kam nachdem klar war ich gehe. Erst da wird dem Süchtigen nämlich klar was läuft. Daß aber ein süchtiger Mensch nicht mehr logisch denken kann erscheint auch logisch, dass er Angst bekommt vor dem wenn das Deckmäntelchen der Normalität abgezogen wird, sorgt noch für weitere Panik.

    Also ich persönlich bin mittlerweile sehr vorsichtig geworden bei allen Menschen, an deren Logik ich nicht appelieren kann. Dazu gehört mein Stalker, der keine Alkprobleme hat, der aber eben auch ein eigenes psychisches Problem hat. Dazu gehört ein Kollege, der psychische Probleme hat und dazu gehören nasse Alkoholiker.
    Selbst wenn sie wollten, sie können sich nicht steuern.

    LIeben Gruß von Dagmar

    p.s. wenn Du noch nicht zu Anwalt oder Jugendamt gehst, dann lässt Du Dir - und ihr - noch eine Hintertüre auf ... willst Du das WIRKLICH, auch wenn die Hoffnung zuletzt stirbt, brauchst Du eine Fortsetzung von Therapie, Abstinenz und wieder Abstürzen ....?