ein neues Leben - für mich und die Kinder

  • Zitat

    könnte das einfach meine Eigenart sein, oder?


    Ja, liebe Daggi das ist eine Eigenart,
    die Art, die wir uns zu eigen gemacht haben.
    Um unserem inneren Bild gerecht zu werden, weil wir es uns so als "richtig" programmiert haben.
    Aber gerade diese Helfertätigkeit, diese anerzogene Gutmütigkeit ist doch genau das, was bei uns "etwas mehr", "etwas doller" ausgeprägt ist.
    Ja, das macht uns gerade zu predistiniert für den Job der Co.
    Und warum andere hilfsbereite nicht ? I.was ist doch da kaputt bei uns, oder nicht ?!

  • Ganz sicher richtig was Du sagst, liebe Nici,
    dennoch, der Großteil der Menschen betätigt die Ellbogen, die sind natürlich nicht "gutmütig" oder "co-gefährdet". Sind in meinen Augen jedoch oft unsozial und zuweilen nicht teamfähig.

    Das aber möchte ich auch nicht sein! Ich möchte meine Art schon so beibehalten wie sie ist, muss jedoch darauf achten, dass im zwischenmenschlichen Bereich wo sich Partnerschaften ergeben könnten oder eben die Schmetterlinge im Bauch keine für mich ungünstigen Anziehungskräfte wirken.

    Denn eines weiß ich mal wieder, liebe Nici, meine "Gutmütigkeit" oder das "Interesse am anderen" ist bei genau den richtigen Personen angekommen, was zu wunderschönen Freundschaften (gerade im Bereich der Ausbildung) geführt hat die auch jetzt noch ganz liebevoll gepflegt werden. Also nur schlecht ist diese Eigenart von uns nicht.

    Sie muss aber wohl dosiert sein. Geben und Nehmen.

    Schau Nici, Stalkiboy ist nicht in der Lage meine Helfertätigkeiten anzusprechen "ich brauche..." vor dem Fenster rufend. Viele andere ebenfalls nicht - aber Menschen, bei denen ich Herzlichkeit und Impulsivität spüre, da reagiere ich schon. Wie gesagt, das möchte ich auch nicht abstellen. Weil es bisher immer auf Gegenseitigkeiten beruht hat. Freundschaft vielleicht genannt....

    Ist ein hartes Thema, weil richtig ist was Du sagst - die Dosierung machts ... und die zu finden ist nicht so einfach.

    lieben Gruß von Daggi

  • Hallo Mädels

    Für mich liegt das Problem in meinem Alles oder Nichts verhalten. Und zwar in jedem Lebensbereich.
    Ich gebe immer 200% oder lasse es sein. Mittelmaß? Was ist das? Ich weiss noch nicht wie ich es ändern soll. Ich will es ändern weil es mir nicht gut tut.
    Ja, geben und nehmen 50/50. Nicht berechnend aber ausgewogen, das wäre mein Ziel.

    Das andere ist "meine Knöpfe". Die Menschen die lieb und zuvorkommend sind, da habe ich mein Problem weil ich nicht Nein sagen kann. Das ist eindeutig mein Co-Knopf. Bei den anderen Menschen kann ich mich behaupten und ich sein und "Mich" selbst bewahren.
    Und das ist das nächste was ich ändern möchte und noch nicht weiss wie.

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Hey Grazia,
    das ist komischerweise ein Punkt der mir gelingt "nein" sagen. Egal bei wem, wenn mir etwas für mich stimmig erscheint so sage ich nein. (Außer im Job, da bin ich aufs Gehalt angewiesen, auch bei einem üblen Arbeitscharakter).

    Ich weiß, ich habe kaum Freizeit, ich weiß ich habe Katzen, Tiere und meine Mutter - somit ist mein Spielraum so knapp bemessen, dass ich gezwungen bin oftmals nein zu sagen, sei es um gemeinsame Freizeit, sei es um Hilfestellung ect. pp.

    Hm, ich überlege gerade warum komischerweise das mir gelang: ich habe noch in Erinnerung, als Twen, ich habe mich mitgeschleppt weil der andere meine Begleitung wollte. Dann habe ich mir überlegt: und warum bist Du hier, du wolltest von Anfang an nicht, bist wegen dem mit und nun langweilst du dich zu Tode. Ab da bin ich auch ohne Uhr weggegangen. Ich blieb so lange es mir Spaß machte, egal wie spät oder früh - egal, ob jemand mich zum bleiben bewegen wollte. Wenn aus war und ich nicht mehr wollte bin ich gegangen, im Notfall auch ohne Ade zu sagen. Große Diskussionen gab es nie - überreden ist bei mir sinnlos. Was meint Ihr wie oft das der Stalker probiert hat, mit jedem Versuch wurde ich genervter und das Ergebnis wurde für den drängenden immer schlechter.

    Ja Grazia, alles oder nichts - das erklärt gut was ich fühle. Denn ich will keinesfalls alles abstellen was unter Hilfsbereitschaft/Entgegenkommen ect. fällt. Aber es darf mir nicht auf der Stirn stehen "die ist ein gutes Mittel zum Zweck".

    Was ich auch nicht mehr kenne - und das mein Co, mein gefährlichster Akzent - zu denken, ich kann jemanden ändern. Ich nehme die Person, egal wie schwierig sie ist, so wie sie ist oder gar nicht.
    Desweiteren bin ich in der Lage Dinge/Entscheidungen/Worte andere nicht mehr persönlich zu nehmen. Auch das war eine geniale Co-Leistung die ich nicht mehr besitze.

    Ich denke, liebe Nici, aber nur wenn ich mir jetzt meine Zeilen so ansehe, dass es für mich doch ganz o.k. ist was ich erreicht habe und nicht bei allem überlegen muss ob der "co" wieder anspringt. Vielleicht ist da nämlich tatsächlich meine Angst (vor meinen Co-Eigenschaften) viel zu ausgeprägt und ich suche schon nach Co-Eigenschaften.

    Das bedeutet auch in der Konsequenz dass keinesfalls alle Handlungen oder Menschen in meinem Leben verbunden sein müssen mit Co-Elementen. Denn eines fällt mir gerade auf - ich bin in der Lage Unpassendes/Inkompatibles zu meinem Leben immer im Vordergrund zu behalten. Immer heißt wirklich immer ohne "wenn ich nur das tue, dann wird der oder die".

    Ach Mensch Nici, was sind das für Wirren??? Was ist das für ein weiter Weg von "Nie wieder Co" bis "absolut richtig wie ich bin und nicht mehr überlegen müssen was wie warum o.k. sein könnte". Und somit auch Nici, Deine Frage "bin ich kaputt" mit nein zu beantworten. Nein, Du bist Du - wie ich eben ich - mit allen diesen Akzenten, die mal aus Erziehung und schlechter Beziehung uns geformt haben.

    Aber wir haben uns weiter(ver-)formt :)

    LIeben Gruß von Daggi

  • Hallo liebe Mädels,

    Zitat

    Nein, Du bist Du - wie ich eben ich - mit allen diesen Akzenten, die mal aus Erziehung und schlechter Beziehung uns geformt haben.


    ...und das ist gut so ! :P
    Und damit uns das "gut so" auch nicht verformt und wir wieder Dellen davon tragen, lohnt sich ein Blick hinein.
    Ohne Angst vor den Co-Eigenschaften, aber ruhig auch selbstkritisch.

    Als ich mich mit der Frage der eignene Schuld auserinandergesetzt habe,
    war ich ein Stück weit perplex...ich - wo ich doch meist nur für andere was tue, ohne Dank zu erwarten, ohne Ausgleich, soll das für MICH getan haben :shock:
    Nun kann ich da mit meiner "Schuld" gut leben, ist es doch meine Vorstellung gewesen von einer guten Welt.
    Dabei ist das rausgekommen, was ich eigentlich XY immer vorgeworfen habe : Du kannst kein Maß halten.
    Ja, Grazia, alles geben - das kommt mir verdammt bekannt vor.
    Und in diesem Zuge hatte ein "nein" meist keinen Platz auf der Speisekarte.
    Nun schreib ich sie neu...und da überlegt ich mir die Gerichte genau, die ich nun anbieten werde,
    Danke euch für die Unterstützung.

    LG nici :wink:
    die auch paar gute alte Gerichte (Charakterzüge) beibehalten wird.

  • Danke Euch, Matthias und Petra.

    Ich hab gestern bisschen in meinem eigenen Tread gelesen.
    Und einige verzweifelte Gefühle wieder gespürt.
    Aber nun mit dem gesunden Abstand zu dem Geschehenen. GsD :D

    Und gemerkt, wie sehr sich doch unsere einzelnen Geschichten ähneln.
    Dabei hat man jahrelang geglaubt "warum wir/ich".
    Und auch wenn ich dachte: Er hat doch keinen, Er ist krank, Er ist hilflos,
    ...die Geschichten sind die Gleichen.
    Nein, nicht die Liebe ist, war was uns verband, es war im Zuge der Sucht nur noch die Abhängigleit, die gegenseitige.
    Die Trennung durch zu ziehen war i.wann mal der einzigste Ausweg für mich und die Kinder.
    Bei Ihm hat sich wohl kaum was verändert. Klar ungepflegter, mehr Alk, kommt mit dem Alltag nicht klar. Aber das alles hat ja immer eine untergeordnete Rolle gespielt, wichtig war nur der Alk.
    Und damit das Programm wieder besser läuft, hat Er immer wieder an das Co-Herz appeliert. Anfangs schwer da zu widerstehn, aber meine Konsequenz hat sich ausbezahlt > wir leben wieder ! Die Kinder sind fröhlich und unbeschwert. Ich dachte damals nicht, dass es überhaupt möglich wäre.

    Aber mit dem Abstand, mit den Gesprächen mit euch, kam ich auf das eigentliche Problem > meine Abhängigkeit.
    Nun war ich die letzten Jahre der Manager, die die den Kopf bewahrt hatte,
    die regelte und auffing.
    Jetzt musste ich aber feststellen, dass ich geregelt wurde, die aufgefangen werden musste, der man die Richtung zeigen musste.
    Mit Grazia und vielen anderen erfahr ich immer mehr von der Existenz meines Inneren,
    ein Erfahrungsaustausch was mir sehr wertvoll ist.
    Und sich da mal seiner anzunehmen, damit lern ich gerade umzugehen.
    In der Praxis nicht immer einfach, aber ich merk, ich weiß schon auf was es ankommt.
    So merke ich jeden Tag, es gibt noch viel zu tun.

    Einen guten Wochenstart euch allen,
    nici :wink:

  • Ich habe den Eindruck dass ich jetzt erst richtig kapiere, worum es eigentl. geht.
    In mir kommen Verletzungen hoch, die ich tief vergraben hatte, und mich so zu einem allseits agierende Etwas gemacht haben.
    Ja ich hab gewußt was ich machen sollte, konnte analysieren und dann handeln, alles richtig und korrekt.
    So zumindest hab ich es von außen als Rückmeldung bekommen.
    Und das wars es ja, worum es ging, war es das, was man von mir erwartet, das macht man halt so.
    Und ich nehme hier bewußt das "man", den ich kann es keiner genauen Gruppe zuschreiben. Ich hab es so in der Familie, bei Freunden und im Geschäft so gemacht.
    Immer den Focus darauf ausgerichtet, dass mich andere richten.
    Ja, da hab ich mir die Verantwortung abnehmen lassen.
    Ich muss nun mich alleine richten, neue Richtlinien/Grenzen ziehn. Mit meinen 45 anfangen alleine zu laufen :?

    Neulich war XY hier, und ich hab gemerkt wie Er mich hat wieder für i.was einspannen wollen. Ich reagier schon mit ausgefahrenen Krallen,
    egal wie banal der Punkt ist, weil ich nun spür, dass viele solcher alten Mechanismen so eingefahren sind.
    Sie haben schon lange nichts mehr mit Alkohol oder mit der Beziehung zu tun, trotzdem les ich zwischen den Zeilen diese Strukturen.
    Ich war dann ziemlich angepis... und nur noch auf Abwehr.
    Bestimmt teilweise übertrieben, aber es kam mir so vor, als wenn da nun eine Art Schutzprogramm abläuft, ausgelöst durch ne Kleinigkeit, aber für mich in diesem Moment nicht aufhaltbar.
    Das war i.wie erschreckend. Später als Er weg war, haben mich sogar die Jungs darauf angesprochen.
    Warum ich so heftig reagiere, und das ich da ganz anders war.
    Auch im Geschäft hab ich da kurz mal so reagiert.
    Ja, auf der einen Seite erschreckend, aber auf der anderen : es tut sich was in mir, es wehrt sich was.
    Das ist bestimmt auch kein Fehler. Nur muss ich es i.wie koordinierter ablaufen lassen können.

    In Karstens Thread über Selbstwert hab ich mir auch so meine Gedanken gemacht und mich mit BlueCloud gerade über dieses unterhalten.
    Eine These von ihr war: Kinder werden m. E. in diese Rolle hinein geboren bzw. zum Opfer erzogen oder auch wirklich zum Opfer gemacht.
    Diese Überlebensstrategie zieht sich dann einfach weiter ins Erwachsenenleben und wird von einer Generation zur nächsten weitergegeben. (war hoffentl. ok, dass ich es hier rübergestellt hab, BC ) und genau das denk ich auch.
    Dieses "ich hab zu leiden damits anderen gut geht" hat man mir antrainiert, und ich hab es schon oftmals versucht an die Kinder weiter zugeben.
    Obs beim KiTu war, da haben sich meine stets brav angestellt während alle anderen vorbei geschossen sind.
    Sie haben auch immer abgeben müssen, während andere sagten "nein, das ist meins". Nur wenn es dann garnicht mehr ging und die Kinder leideten, hab ich reagiert.
    Nun kann ich dafür meine Eltern verantwortlich machen, das wär aber falsch. Meine Schwester lebte im gleichen Elternhaus und tickt so ganz anders. Also lag es an mir selber, ich habe bereitwillig diese Opferrolle übernommen und spielen sie in Bereichen immer noch.
    Und dafür kann ich keinem ausser mir die Schuld zuschieben, ich hätte ja ablehnen können.
    Nun will ich mir Erfahrungspunkte sammeln, auch wenn die gemachte Erfahrg. nicht immer schön wird, ich sammele.
    Selbstwert, aber dafür muss ich mich erstmal nackig machen, zumindest fühlt es sich so an. Schmerzen eingestehen, wo man sie gern weggemacht/weggedacht hätte. Sie einfach mal zulassen um zu spüren, sie haben auch ihre Daseinsberechtigung und müssen nicht auf Teufel komm raus weg retuschiert werden.
    Oje, bin in Schreiblaune (hab heut abend auch frei :wink: )

  • Liebe Nici

    ich kanns Dir sagen...wenn ich heute mir die Bilder anschaue vom KiGa (da war ich 4) spüre ich genau dieses Gefühl von damals. Ich war IMMER diejenige die den schlechtesten Pupenwagen abbekam. Weil ich nie die Ellenbogen benutzen konnte.
    Zum Opfer gemacht, Eigenlob stinkt blablabla.

    Gut dass wir es jetzt bemerkt haben, wir haben die Chance und wir nutzen sie. Darauf kommt es an.

    Liebste Grüße
    Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • Liebe Nici,

    da kann ich Grazia nur recht geben...wichtig ist einzig und alleine, dass wir jetzt unseren Weg mit offenen Augen und vor allen Dingen auch auf uns gerichtet gehen.

    Wünsche dir Morgen einen guten Start in die neue Woche.

    LG Monty

    Wenn man seine Ruhe nicht in sich findet, ist es zwecklos, sie anderswo zu suchen

  • Das Lesen und Schreiben der letzten Tage hier im Forum hat mich wieder ein Stück weitergebracht, so zumindest fühlst es sich an.
    Ich kann eigentl. Menschen gut analysieren, merk ziemlich schnell, wie einer tickt,
    warum nur fällt es einem bei sich selber so schwer ?
    Aber ich hab mich nun entschieden, diese "nici" wirkliche kennenzulernen.
    Ihr eine Chance zu geben.
    Ich weiß oftmals nicht, wo der Hund begraben ist, aber er meldet sich hier und da schonmal.
    Dieses leise bellen macht Angst, aber ich geh es nun an.
    In dem letzten Jahr, nach der Trennung, hab ich mich bewußt und unbewußt aus meinem bisherigen Leben rausgezogen.
    Ob das nun gut war ? Auf der eine Seite: ja. Hab ich mir ja meine Gedanken über mich und mein Leben machen müssen.
    Auf der anderen Seite : nein, denn so hab ich viele liebevolle Kontake fast abgebrochen, die es nun gilt wieder aufzubauen.
    Aber ich denk, wer da kein Verständnis hat, versteht mich nicht, und den brauch ich auch nicht.
    Langsam kommt wieder Leben in mein Leben, ich hetz nicht mehr so durch die Welt. Sammle wieder Energie um in Runde zwei einzusteigen.
    Und wenn ich auch hier von Wiederankömmlinge lese, merk ich wie wichtig es war, bei mir zu bleiben bzw. bei mir anzukommen.
    Nun fühlt es sich stimmig und richtig an.
    Wie schnell wär ich wohl wieder in alte Muster gefallen, hätt ich mir diese Auszeit nicht gegeben.
    Ob nun mit XY oder in einer Ersatzbeziehung oder im anderen Umfeld.
    Nun achte ich auf meine neue Freundin, und das ist gut so.

    Euch allen, ein bischen mehr Sommer heute,
    nici :wink:

  • Willkommen im Club, liebe Nici,
    es scheint so zu sein - unsere Zeitabläufe waren ja auch sehr ähnlich - dass es einfach eine Zeit zum Wiederaufbau des Lebens geben musste bis die Grundmauern stimmen.

    Nun haben wir die Fasaden gemacht und es geht an die Inneneinrichtung.

    Du sprichst mir aus der Seele - vor zwei Wochen sind wir an einem Lagerfeuer bis in die Nacht gesessen, ich konnte nur ganz laut sagen "wie ich das vermisst habe, so habe wohl seit rund 20 Jahren nicht mehr gelebt, Feuer gespürt und nur genossen".

    Ich war Bogenschießen, etwas neues für mich - habe mir ein paar Prellungen und ähnliches geholt - aber es war so herrlich..... Neues, anderes, fremdes .... neu beginnen sich zu (er)leben.

    Nicht nur schön, auch schwer .... aber es bestimmt (Selbst- :-)wert.

    lieben Gruß von Daggi

  • hallo ihr zwei,

    ja, auch ich erlebe mich neu wieder. lagerfeuer, einen lieben freund an meiner seite, schlafen im schlafsack an dem feuer im arm diesen lieben menschen. auch schön zu erleben, das das nicht mit erwartungen an mich geschieht, ein einfach nur sein, erleben möglich ist. freundschaft spüren auch damit, mal im arm zu liegen und sich geborgen zu fühlen, ohne dabei gleich an beziehung zu denken, sich da zeit zu lassen und nicht unter druck zu stehen das jetzt was passieren muss. das leben im jetzt. einfach sein,mehr nicht.was kommt das kommt, sich da fallen zu lassen und zu vertrauen.das geht nur wenn man sich daruf einlässt, stell ich fest und mich nicht vorab schon blockiere. schönes erlebnis, freude die ich mitnehme noch tage später.es ist freundschaft im moment, eine gute tiefe freundschaft mit viel gefühl dahinter. gefühl das wir uns sehr gern haben. respekt dhinter nichts zu überstürzen.grenzen einhalten, nicht zu weit gehen, aber noch so weit zu gehen das es sich gut anfühlt.sich zeit lassen und das jetzt geniessen so wie es ist.

    lieben gruß melanie

  • Ihr seid so zwei.
    Ich hab zwar nicht die Lagerfeuerromatik wie ihr zu bieten,
    noch nicht, viell. kommt ja mal ein Indianer ums Eck....lauer schon mit Feder aufm Kopp...
    aber mit Euch als Inneneinrichter halt ichs in meinem Wickwam auch noch ne Weile alleine aus :lol:

  • Liebe Nici

    Jaaaa, wir konnen Menschen sehr gut analysiere und einschätzen, und wir sehen gleich was schief läuft und wir wissen genau wie der Ausweg ist. Nur bei uns sehen wir es nicht, warum? Weil wir dann handeln mussten. bei den Anderen konnen wir Kopfschütteln und denken, man! wie kann man nur. Es fällt leicht weil wir eh da nichts tun können.
    Aber bei uns - da können wir, da sollten wir was tun wenn was schlecht läuft. Hmmm und das ist schwer.
    Es wäre schwerste Arbeit, und wer mag schon schwer arbeiten? ;)
    deswegen bewegen wir uns auch erst, wenn sich der Strohhalm voll Wasser gesogen hat.

    ich habe neulich bemerkt, wie "normal" es geworden ist mit Freude nachhause zu kommen.
    Dass ich nicht mehr Gedanken daran verschwinden muss, hat er ? und wieviel? wie ist er drauf?
    Es ist alltäglich geworden, einen liebevollen Mann zu haben, der nie trinkt. Der Gestern so war wie er heute ist. Und Morgen wird er auch derselbe sein.
    Es ist so unendlich SCHÖÖÖÖÖÖÖÖÖN!

    LG Grazia

    Da, wo du nur eine Spur im Sand siehst, da habe ich dich getragen...

  • hallo ihr,

    ich bin zwar am strohalm ersoffen, bin aber deshalb nicht tot. ich kann daraus lernen und anfangen zu leben. noch son strohalmklammeräffchen möcht ich nicht wieder werden! werd ich auch nicht, nach all dem was ich bisher gelernt ab geh ich von aus, das ich sowas nicht mehr nötig habe.

    lebt das leben, es ist schön! :lol:

    gruß melanie

  • Hallo Melanie,

    ja will ich auch nicht mehr. Aber da kommt schon meine zweite Angst :
    weil ich bisher schwarz für weiss gehalten hab,
    weiß ich nicht ob ich ein weiss erkennen kann,
    und bleib vielleicht aus Vorsicht weg, dabei gibt es dazwischen so viele Grautöne, die ich nun nicht sehen kann..

    Weißt was ich mein Melanie ? Das nicht-zulassen find ich genauso verkehrt wie das Zulassen.
    Guts Nächtle :wink:

  • Guten Morgen Nici,
    deshalb haben wir ja die Chance langsam zu lernen. Uns langsam wieder darauf konzentrieren dass es eine Ausgangssituation geben kann A - mit der wir leben müssen, können und dürfen.

    Das aber unsere Behandlung der Situation anders sein dürfte als früher. Also umlernen, ganz viel hinterfragen und noch viel mehr Mut aufbringen, weil es ja anders ist. Quasi nicht "Jugend forscht" sondern "Teenagerspätlese forscht".

    Niemand von uns ist noch naiv genug zu sagen dass das einfach ist. Wir haben uns aber zu sehr weiter entwickelt um zu sagen es könnte noch so gehen wie zuvor. Es kommt also eine Veränderung in unseren Handlungen auf uns zu ob wir wollen oder nicht.

    In diesem Sinne:
    einen schönen neuen Tag wünscht
    Daggi

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