Beiträge von riverdance

    Halo skybird, ich denke, das ich dich richtig verstanden habe, und ich musste viel darüber nachdenken.
    Ihr habt im Prinzip alle recht, es gibt sehr viele verschiedene Sichtweisen. Ich versuche es so zu betrachten, wie ich es für richtig halte, ohne unfair oder verletzend werden zu wollen.
    Es fällt mir zugegeben nicht immer leicht, da ich mich ja auch verletzt und unfair behandelt fühle, da muss ich schon oft aufpassen das ich nicht einfach so zurück schiesse.
    Auch habe ich oft schwierigkeiten die paaseneden und treffenden Worte zu finden und mich richtig auszudrücken.
    Ich bin Gefühlsmassig zur Zeit sehr durcheinander, und es kostet sehr viel Kraft immer zu versuchen das richtige zu tun, ich hoffe trotz allem das es mir gelingt.


    danke und grüße riverdance

    Hallo skybird,
    so habe ich das noch garnicht betrachtet. Du hast vollkommen recht, und ich will bei weitem keine Machtkämpfe.
    Oft ist es die Verletztheit die einen Dinge sagen oder machen lässt, über mehere Betrachtungsweisen habe ich mir ehrlich gesagt keine Gedanken gemacht.
    Danke für den Denkanstoss.


    gruss riverdance

    Hallo zusammen,

    @ papi, ich hoffe und ich glaube das daß mit dem Auto fahren Verantwortung ist. Denn wie du sagstest- was ist wenn jemand anders als er zu Schaden kommt?

    Das mit dem losheulen ist so eine Sache, heute musste ich meinen Kids sagen, das ich etwas Ruhe brauche und konnte es einfach nicht vor ihnen verbergen. Ich sagte ihnen nur das ich grad ein bisschen traurig bin, aber ich fürchte sie wissen und spüren sehr wohl was Sache ist.

    @ gigi, bei den Nachbarn habe ich mich abgegrenzt von ihm, die Polizei zu rufen wäre für mich ein riesen Schritt den ich mir leider irgendwie nicht zutraue.
    Auch ich torkle oft so durch den Tag, ich funktioniere und bekomme manches garnicht so richtig mit. Ich stürze mich in Beschäftigungen, nur um ja abgelenkt zu sein. Aber ich bekomme alles irgendwie auf die Reihe.


    Heute hatten wir wieder heftigen Streit, wie gesagt habe ich ihm klar gemacht das er ausziehen muss, und das wenn er mir was zu sagen hat, dieses nüchtern machen soll. Darauf kein kommentar.
    Später rief er an ob die kleine zu ihm kann, sie wollte allerdings nicht. Darauf rastete er aus, ich würde ihr das einreden, mit mir könne er eh nichts reden, ich verstände garnichts und und und.
    Und ich dumme- fand die Schuld wieder bei mir, versuchte mich zu rechtfertigen und brauchte meine Zeit wie schon gesagt für mich zum ausheulen.
    Hab mich zum Glück schnell wieder gefangen und meinen Nachmittag gestaltet wie ich es mir vorgenommen hatte.
    Heut abend rief er wieder an, er müsse morgen zum Artz, wüsste nicht wie er das machen soll zwecks fahren und so, ich dumme Kuh sag natürlich, na dann fahr ich dich halt. Wie bescheuert bin ich bloss, eigentlich sollte meine Antwort heißen, sieh zu wie du das geregelt bekommst.
    Jetzt habe ich mich wieder gefangen, mir ist klar, das er wütend auf sich selber war und sic in seinem Ego verletzt fühlte und das er mit dem alleine sein absolut nicht zurecht kommt. Ich muss mir immer alles " schön reden" um das alles gebacken zu griegen, es funktioniert.
    Nun fahre ich ihn morgen eben, werde ihm aber sagen, was ich eigentlich hätte antworten sollen.

    Jetzt ist wieder soviel aus mir heraus gesprudelt, ich hoffe es nervt euch nicht. Aber es tut sooooo gut sich hierr auszulassen, zu schreiben und zu lesen. Ich fühle mich nicht mehr so alleine und unverstanden, danke an diese Forum und an euch alle.


    liebe grüsse riverdance

    Hallo romy,
    ich habe gerade deinen ganzen Thread gelesen, und ich bewundere deine Stärke- Hut ab.
    Ich wünschte ich wäre schon soweit wie du, denn ich kenne das umfallen und ihn am liebsten in den Arm nehmen wollen nur zu gut.
    Du kannst wirklich stolz auf dich sein, geniese deinen Urlaub in vollen Zügen, das hast du dir mehr als verdient.

    liebe grüße riverdance

    Liebe crevette,
    ich kann dich sooooo gut verstehen. Man zieht seine Konseqenzen, obwohl man doch eigentlich nur will, das der Alkohol keine Rolle mehr spielt.
    Ich habe für meine einzelnen Schritte seeeehr lange gebraucht, um jetzt soweit zu sein wie ich jetzt bin, aber wie es Lilly schon passend ausdrückt- jeder hat sein eigenes Tempo. Und trotz allen Kampfes und jeden Wissens ist es auch für mich immer noch sehr schmerzhaft loszulassen.
    Irgendwann werden wir es schaffen, jeder in seinem Tempo.


    Liebe grüsse riverdance

    Hallo und danke für eure Beiträge,
    heute ist ein Tag, wo ich wieder live erlebe das es hoffnungslos ist, etwas zu bewirken.
    Er trinkt seit heute mittag, bewschwerte sich per telefon wenn ich in letzter Zeit alles zu besuch hatte, und das die kleine nicht zum Gute-Nacht sagen kam. Ich habe ihm erklärt das mich besuchen kann wer will, und die kleine zu ihm kann wenn er nüchtern ist. Ich muss noch viel lernen und habe keine Ahnung, meinte er. Und sowiso brauch er eh keine Entgiftung da er ja auch mal 3 Tage ohne kann- ich hab einfach aufgelegt.
    Als er mit dem Auto neuen Stoff holen wollte, schrie ich aus dem fenster das er gefälligst laufen soll, sonst ruf ich die Polizei. Oder hätte ich ihn fahren lassen sollen?
    Morgen werde ich ihm in aller Deutlichkeit nochmal sagen, das er ausziehen muss, habe selber schon nach Wohnungen geschaut, ist allerdings aufgrund meiner finanziellen lage recht schwierig.
    Jetzt dröhnt laute Musik von unten hoch, und ich spiele wieder mit dem Gedanken die polizei zu rufen, ist echt psychoterror, ans telefon geh ich schon garnicht. Wenn er nüchtern ist, bekommt er den Mund nicht auf, und voll wird er ausfallend und beleidigend.
    Liebe gigi, FÜR DIE KIDS, das ist es auch was mir diese Kraft gibt, ich strahle zwar eine große Stärke aus und kämpfe, aber ich sehe auch, das ich für mich nicht wirklich etwas tue, es sieht nur danach aus. Und das kleine bisschen Hoffnung tot zu kriegen, wird denke ich mit jeder eskalation besser.
    Ich spiele auch mit dem Gedanken für mich und die Kids nach geeigneten beratungsstellen zu suchen. Ich schütze sie zwar weitgehend, aber wie du sagst gigi, sie bekommen es eben doch auch irgendwie mit.
    Ich komme immer öfter in Situationen, wo ich mich zusammen reisen muss das ich nicht losheule. Noch schaffe ich es stark zu sein, und ich bin nach wie vor überzeugt davon meinen Weg zu gehen, doch habe ich auch Angst, irgendwann mal einfach zusammen zu brechen
    Schade das man Selbstwertgefühle und Egoismus nicht einfach irgendwo kaufen kann.
    Ich werde hier feste weiterlesen und am Ball bleiben so gut ich kann an mich und natürlich die Kids zu denken.


    bis bald eure riverdance

    Hallo,
    skybird , konsequent bin ich ja zum Glück weiterhin geblieben, ich habe an unserer Situation nichts geändert. Ich gehe meinen und er seinen weg.
    Und ich ziehe mir sogar die Vorteile dadurch heraus, z. B. auf die kleine aufpassen damit ich ein bisschen Luft bekomme.
    @ dagmar, du hast recht, das letzte bisschen hoffnung das ich habe, ist wirklich sakrisch schwer zu unterbinden. Davon habe ich mich leider immer wieder leiten lassen, weil ich zu oft dachte es wird sich was ändern.
    Ich weiss das es zwecklos ist, aber es sitzt eben noch ganz tief im inneren.
    @ emma, wir sollten UNS in den Mittelpunkt stellen- in meiner Schulzeit war ich eine, die immer Aufmerksamkeit brauchte und ich habe mich Immer in den Mittelpunkt gestellt. Leider habe ich das im Laufe meiner Beziehungen irgendwie verlernt und muss erst wieder lernen auf mich zu achten. Vielleicht sollte ich da ein bisschen von meiner großen abschauen, sie ist wie ich als Kind war.
    Genauso muss ich lernen, das ich auch ohne Partner glücklich sein kann, denn das ist glaube ich momentan mein grösstes Problem. Ich war nie wirklich alleine, bin eigentlich immer von einer Beziehung in die nächste gerrutscht. Ich komme gut zurecht, bin ja auch in keinster Weise von jemand abhängig ( naja, ARGE halt ) aber ich vermisse eben eine bessere hälfte an meiner Seite, die mich in manchen Dingen unterstütz und was eben sonst zu einer Partnerschaft gehört.
    Denn manchmal fühle ich mich in meinem Alltag ziemlich überfordert, und arbeiten gehen würde ich auch gerne mal wieder richtig. Hab zwar ne Putzstelle und mache Vorschulturnen, aber das reicht ja kaum zum leben.
    Aber ich will auch nicht jammern, trotz allem bin ich froh das ich meinen Weg gehe, mit allen Höhen und tiefen. Und ich bin stolz konsequent zu sein, nicht wieder für ihn zu kochen oder sonstiges. Ich habe es geschafft es bei Small-Talkes zu reduzieren und versuche so gut wie es irgend geht, mich auf mich zu konzentrieren. Eben mit nem kleinen bisschen Wehmut.
    Für meine kleine tut es mir auch besonders leid, denn sie liebt ihren Vater abgöttisch, ich werde wütend wenn ich daran denke, das er den Alk ihr vorzieht, im Gegenzug aber behauptet das er ALLES für sie tun würde. ALLES????
    Ich versuche, das beste für sie daraus zu machen, wenn er nüchtern ist, kann sie ihn gerne besuchen, wobei ich immer mehr am überlegen bin da noch einige Veränderungen zu beginnen. Denn momentan zieht er ja hier auch nur seine Vorteile heraus.
    Ich bin froh, das ich mich hier durchlesen kann und immer wieder denkanstösse bekomme, auch das schreiben bringt mir immer wieder Erleichterung. Somit schaffe ich es mit vielen Dingen besser zurecht zu kommen und daran wachsen zu können.
    Bin sehr gerne hier


    grüsse eure riverdance

    Hallo zusammen,
    habe hier ne Weile nicht geschrieben und möchte euch berichten wie es mir geht.
    Ich war am WE viel unterwegs, meine 2 grossen waren bei ihrem Vater, und ich habe den " Gipsfuss" zum Babysitten benutzt. Bei uns in der stadt war ja Strassenfest, und ich dachte ich zeigs ihm mal wie das ist, wenn der andere sich amüsieren geht und man selber zuhause hocken muss.
    Es waren 2 schöne Abende und ich hatte einige aufschlussreiche gespräche mit unseren gemeinsamen Freunden.
    Sie stehen voll und ganz hinter mir, aber sie sind auch sehr besorgt, denn sie glauben nicht das mein LG sein Problem erkannt hat.
    Ich konnte mich auch garnicht richtig gehen lassen, da ich mit diesem Fest auch sehr viele negative Erinnerungen habe.
    Tja und am Sonntag war ja dann das Fussballspiel, zum Glück für ihn, er wurde eingeladen zur Gartenparty 2 Häuser weiter. So konnte er aus seiner "isolation" raus, und 4 Alkoholfreie Tage ausgiebig nachholen. Habs nicht anders erwartet.
    Heute sein Termin, der nicht wie ich dachte beim Artzt war, sondern bei der Caritas ( darf ich das schreiben?). Als ich ihn abgeholt und nach dem Verlauf gefragt habe, meinte er das er diesesmal ( er war dort vor 2-3 Jahren schonmal) mehr Sympatie für seine Beraterin hatte, denn die andere damals sprach immer nur von Entgiftung. Ich sagte ihm, das daß ja auch nicht ganz falsch wäre- er wurde nur wütend und meinte, wenn man 3-4 Tage nichts trinkt, sei der Körper ja entgiftet.
    Ich habe das Gespräch beendet, denn ich denke wenn man mal ein paar Tage aussetzt und dann aber soviel Trinkt das es locker für eine Woche reichen würde, kann sich nichts entgiften. Zumal er ja sonst jeden Tag trinkt, jetzt kommt er zwangsläufig ja nicht ran.
    Naja, nun hat er in 14 Tagen wieder einen termin, und dann sieht man weiter, denn diese beraterin muss ihn ja schliesslich erstmal kennen lernen, meint er.
    PENG, und nun sind alle Seifenblasen der Hoffnung wieder einmal zerplatzt, ich hatte es eigentlich auch geahnt, und ich denke es wird sich vorerst nichts tun.
    Ich bin froh, das ich weiterhin meinen Weg behalten habe, aber es tut unheimlich weh nichts bewirken zu können. Selbst unser Kumpel ist total verzweifelt, er kennt meinen LG seit dem 5. Lebensjahr und ist unsagbar traurig nichts tun zu können.
    Wie weit muss man sinken um endlich aufzuwachen?
    Ich habe hier im Forum mal eine Lste über den Werdegang eines Alkoholikers gelesen, es trafen fast alle Sachen auf ihn zu, ich hätte sogar noch 4-5 Dinge dazu schreiben können. Und das reicht nicht?
    Ich verstehs nicht, ich verstehs nicht und es schmerzt über alle maßen, nicht mal für das eigene Kind.
    Trotz meinem klaren Weg den ich habe, und hoffe beizubehalten, bin ich immer wieder den Tränen nahe und kämpfe nicht zusammen zu brechen.
    Ich kann verstehen das ein Mittel soviel Macht über einen haben kann.


    eure riverdance

    liebe crevette, ich muss mir wie du, die Genüsse ganz bewusst erst in den kopf rufen.
    Ich geniese meinen Kaffe nach dem aufstehen, für den ich bewusst etwas früher aufstehe, damit ich ihn in Ruhe geniesen kann bevor ich die Kids wecke.
    Ich geniese den Sommer, weil ich mich da am wohlsten fühle.
    Meine kleine ist eine gaaaaanz grosse Schmusekatze und ich geniese jede noch so kleine Liebkosung von ihr. Ich geniese es, wenn mir mein Sohn 100000000 mal am Tag sagt, das er mich leib hat.


    Es gibt soviele Dinge zum geniesen, wir müssen sie uns nur bewusst werden lassen.


    Ich geniese es euch liebe grüse zu schicken
    riverdance

    Ja liebe crevette, die Energie die man sich aus diesem Forum holen kann ist wirklich Gold wert.

    Ich bin soviel mit lesen beschäftigt, das ich selber kaum zum schreiben komme.

    Hab mich gestern nach dem Spiel total mies gefühlt. Alle waren am feiern, und ich konnte alleine zuhause den vorbeifahrenden Autokorsos zuschauen. Für einen Moment dachte ich, das ich die Kids kurz wecke um daran teilzunehemen, aber ich lies es zum Wohle der kids dann doch lieber.

    Meinen (Ex) Partner muss ich durch meine konseqenz wohl doch zum nachdenken angerget haben. Er teilte mir heute mit, das er viel Zeit zum nachdenken hatte und viel im Internet gestöbert habe. Nun will er eine Therapie machen, und damit ich nicht denke es sei alles nur blah blah, hat er für Montag einen Termin beim Artzt vereinbart.
    Schön, einerseits freue ich mich riesig und bin irgendwie total Happy. Andererseits habe ich ja nun schon sehr viel gelesen, und es breitet sich in mir auch ein gewisses Maß an Skepsis aus.
    Trotz aller Freude, habe ich meinen Abstand zu ihm beibehalten, möchte jedoch morgen mit ihm reden was und wie er alles genau vor hat. Und ich werde im klar machen, das er sich mein Vertrauen zu ihm erst ganz langsam wieder aufbauen muss.
    Jetzt gibt es wieder 1000 Fragen in meinem Kopf, und mein Gefühlschaos ist noch größer geworden.
    Vor allem weiss ich absolut nicht mehr, wie ich ihn einschätzen kann.
    Nachdem er ja gestern ausgiebig gefeiert hatte, dachte ich, das er heute gleich weiter macht ( so war es das letzte Jahr immer, 2-3 Tage Vollrausch), doch zu meinem erstaunen passierte das Gegenteil.
    Am Freitag findet für 4 Tage das Strassenfest unserer Stadt statt, ich fragte ihn heute ob er hingeht. Aber er verneinte und will stattdessen nach der kleinen schauen das ich hingehen kann ( die 2 grossen sind übers WE bei ihrem vater).
    Natürlich freue ich mich, und egal ob ich mich darauf verlassen kann oder nicht, ich habe schon Vorsorge getroffen, um auf jedenfall gehen zu können, denn es ist oft genug auch in die Hose gegangen.
    Ich weiss, ich muss jetzt verdammt vorsichtig sein, damit er mich nicht gleich wieder am Wickel hat und alles wieder ins alte muster verfällt. Ich mache jetzt erstmal weiter wie bisher, und warte ab was am Montag ( und natürlich am WE) passiert.
    Trotz dieser Klarheit in meinem Kopf, geht es mir nicht wirklich gut, ich glaube jetzt leide ich nochmehr, weil ich keine Ahnung habe wie ich das alles einschätzen und verarbeiten soll.

    Ich lese jetzt mal kräftig weiter um nicht auf " dumme Gedanken" zu kommen.


    grüssle riverdance

    Hallo dagmar und tihaso,
    danke für eure Antworten.
    Das er jetzt hilflos und alleine dasteht, hatte ich natürlich nicht erwartet, aber es macht mich wütend zu erkennen wie schnell ich ersetzbar geworden bin.
    Auch bin ich es gewohnt "meinen Müll selbst zu entsorgen", da wir ja in unserer ganzen Beziehung getrennte Wohnungen hatten. Im Prinzip enstehen für mich keine Nachteile durch die endgültige Trennung, ich hatte immer mein eigenes Geld, meinen eigenen Haushalt usw. nur das ich ihn eben mitversorgt habe und er viele Annehmlichkeiten genoss.
    Nun ist er mehr oder weniger auf sich alleine, momentan sitzt er den ganzen Tag vor der glotze, erfreut sich das ihn die kleine immer wieder besucht und lässt sich womöglich noch feste bemitleiden.
    Und ich? Ich bin wütend, würde ihm am liebsten das Gehirn durchschütteln und sagen das er endlich aufwachen und etwas tun soll.
    Mir gehts gut, ich habe jeden Tag Ablenkung und komme auch ganz gut zurecht. Leider ist das aber nur meine äusserliche Fassade, tief in mir drin herrscht das totale chaos. Ich denke trotz jeder Ablenkung nur an ihn und das Thema Alk.
    Heute ist er bei gemeinsamen Freunden zum Fussball schauen, ich wurde garnicht erst gefragt ( von den Freunden) und natürlich wird er dort wieder was trinken.
    Es ist ein blödes Gefühl " nicht mehr dazu" zu gehören, ich kann es auch nicht genau einordnen ob es mich nur ärgert diese Euferie für das Spiel in gewohnter weise mit Freunden zu teilen und alleine zuhause zu sitzen, oder ob es die Wut auf ihn und sein weitermachen ist.
    Ich weiss, es ist genau richtig wie ich gerade alles mache, es ist aber unheimlich schwer und schmerzhaft. Und ich kämpfe jeden Tag um stark zu sein, andererseits möchte ich mich auch einfach fallen lassen und schwach sein.
    Dieses alleine sein macht mich total wahnsinnig. Natürlich habe ich meine Kids und bin nicht wirklich allein, aber sie kosten mich auch sehr viel Kraft und Anstrengung ( ich hab sehr lebhafte Kinder, der mittlere mit ADHS).
    Da wird schon einiges von einem abverlangt im Leben.
    Jetzt schau ich eben nebenher alleine Fussball ( mein Sohn ist nämlich schon eingeschlafen), und schöpfe neue Energien für morgen hier im Forum.
    eure riverdance

    Hallo fish,
    es sollte wirklich nicht dein Problem sein, ich kenne das, man fühlt sich verpflichtet anderen eine Erklärung abzugeben und sich ins " rechte Licht " zu rücken.
    Ich habe meine ganze Nachbarschaft abgeklappert, und ihnen geagt das ich mich vom Verhalten meines Partners ( sorry, EX, fällt mir noch schwer ) distanzieren möchte und nicht mit seinen Auffälligkeiten in Verbindung gebracht werden möchte. Ich bekam zum Glück nur positives Feedback und viel Verständnis.
    Ich denke auch oft, lass die Leute reden und denken was sie wollen, aber mir ist es eben doch nicht egal.
    Meine " Schwiegereltern" haben garnicht reagiert, sie tun so als sei alles beim alten und wollen die Wahrheit nicht sehen. Tja einfach, wenn man nur mitbekommt was beiläufig erzählt wird. Ja, sie haben auch mit ihm geredet, und er sollte schon was tun, so gehts ja nicht auf dauer, und auch wegen der kleinen. Aber darauf kann ich verzichten, denn es bringt ja eh nichts.
    Konzentriere dich auf dich und deinen bevorstehenden Umzug, geniese deine eigenen vier Wände und vor allem lass es dir gutgehen.
    Mit dem nötigen Abstand wird sich alles andere auch einpegeln.


    Ich wünsche dir viel Kraft und alles gute, lg. riverdance

    Hallo Emma,
    habe gerade deinen ganzen Thread gelesen.
    Toll wie du das alles gemeistert hast. Ich glaube wenn man keine Kinder hat, ist es ein bisschen leichter sich zu lösen. Ich meine nicht auf der Gefühlsebene- ich meine das man da mehr Möglichkeiten zum ausgehen, ablenken usw. hat.
    Viele Verhaltensformen die du beschrieben hast, kenne ich nur zu genüge. Ich habe auch lange gehört ich sei zickig und spiesig. Komischer weise hörte ich das nur von meinem Partner, Freunde und Bekannte bewunderten mich eher wegen meiner toleranz und meiner Geduld.
    Ich stehe noch ziemlich am Anfang meines Weges, und ich hoffe, das ich auch so konsequent wie du bleiben werde.
    Ich wünsche dir das du deine Balance findest, das du wieder vertrauen fassen kannst und frei für eine neue liebe wirst.


    liebe grüsse riverdance

    Hallo Ette,,
    deine Idee mit diesem Thread finde ich klasse.
    Ich geniese es , das ich ruhiger meinen Kids gegnüber geworden bin, bin nervlich nicht mehr so angespannt. ( Mein mittlerer hat ADHS und ist zuweilen sehr anstrengend).

    Ich geniesse die schönen Sommertage, treffe Verabredungen mit Freundinnen, ohne mir Gedanken zu machen ob es für IHN paasend ist.

    Und am meisten geniesse ich es, das ich gute Laune habe und ER MICH NICHT mit seiner depressiven und schlechten Laune herunter zieht.


    liebe grüsse riverdance

    Hallo crevette,
    wenn ich in deinem Thread lese, lese ich wie in einem Spiegelbild von mir.
    Auch ich beschränke meinen (EX)-Partner auf die negativen seiten, nicht weil er keine positiven hat, nein, weil es sonst zu sehr weh tut.
    Erst bei unserem letzten gespräch sagte ich zu ihm, das ich einen anderen als den kranken kennen gelernt und geliebt habe.

    Und genauso fehlt es mir wie dir, das erlebte mit ihm auszutauschen, mit ihm gemeinsam etwas zu unternehemen und und und.

    Eben vor ein paar minuten habe ich sinngemäß das gleiche geschrieben, eben mit meinen Worten, die bei weitem noch nicht so klar rüberkommen, wie bei dir.

    Ich habe ihm sogar einiges aus dem Netz ausgedruckt und ihn direkt auf das Thema Therapie, Alkoholsucht usw. gestossen- viel Interesse habe ich nicht gesehen, und ich habe mich gefragt, warum ich DAS nun wieder gemacht habe.


    So, jetzt muss ich mal in die Heija, ist schon wieder so spät und ich steh morgens immer um sechs uhr auf.


    Halt die Ohren steiff und machs gut,
    liebe grüsse riverdance

    Ich werde sehr wachsam sein, danke dir liebe crevette für deine bestärkenden Worte.

    Möchte heute gerne berichten, wie es mir erging.
    Noch habe ich meine Stärke behalten, ich wurde von ihm 2 mal um kleine Hilfen gebeten ( Artzfahrt und Krankmeldung abgeben ).
    Und ich habe es geschafft ihn nicht zu fragen, ob ich ihm irgendwie helfen kann.


    Trotzdem bin ich unzufrieden, wütend und traurig zugleich.
    Zum ersten findet er noch genug Hilfe von freunden und vor allem seinen Eltern- och das arme Söhnchen.
    Zum zweiten gab er mir auf meine Frage, ob er denn jetzt was tun würde und erkannt hat das er krank ist, nur die ungenügende Antwort, das er das jetzt auch noch nicht wisse, da er sich ja jetzt erstmal um die anderen Dinge kümmern müsse.
    ÄHHH HALLO, er hat doch nun den ganzen Tag Zeit, da kann man sich doch mal Gedanken machen, oder so wie ich, wenigstens mal im Internet stöbern.
    Und zum dritten, er wird jetzt von unserer kleinen voll bemitleidet, seine Eltern reagieren als seien sie die co's.
    Ich habe mit ihnen geredet, und sie über den Stand der Dinge aufgeklärt, aber ich glaube, sie wollen die Wahrheit nicht sehen. Und ich bin natürlich der buhmann, denn ich kann ihn ja JETZT nicht hängen lassen.

    Aber keine Sorge, ICH habe mir TROTZDEM ein paar schöne Tage gemacht, Freundinnen eingeladen ( upps, gestern bis nachts um eins), und ich habe meine restliche Woche schon total mit Spielplatz gehen, Kaffe trinken und Bummeln gehen verplant.
    Ich muss das aber auch, denn ich merke, sobald ich Zeit habe, werde ich schwach und grüble.
    Mir geht es ohne ihn besser, trotzdem ist mein größter Wunsch, das er seine Krankheit erkennt und wir eine neue, bessere Zukunft finden.
    Ich sehne mich nach Partnerschaft, Geborgenheit, Liebe und Wärme. Und ich sehne mich nach einer stützenden Schulter. Denn wie soll ich diese Stärke und Kraft ohne Unterstützung beibehalten?
    Natürlich habe ich meine Kiddis, aber ich bin eben auch eine Frau und nicht nur Mutter.
    Naja, ich hoffe mal, das diese Phasen ganz normal sind, auf jedenfall strenge ich mich an, und hoffe das ich es weiterhin so gut hinbekomme.

    Liebe grüße bis bald riverdance

    Hallo Dagmar, und alle die hier lesen
    für sich selber sorgen!?!Lach.
    Nachdem ich heute mittag einen ziemliche Tiefpunkt hatte, geht es mir heute abend wieder relativ gut. Ich war Kaffetrinken, war abgelenkt und bin nicht zusammen gebrochen.
    ABER ER- Als cih wieder zuhause war, dauerte es nicht lang bis er an meine Tür klopfte und um einlass bat, mir fielen fast die Augen aus, er hat auf einmal einen Gipsfuss, und er wollte dringend mit mir reden.
    Ich gab ihm bestimmt und ruhig gesagt, das ich zuerst die Kids versorge und auf ein Gespräch zu ihm kommen würde, und das ich nicht in meiner Wohnung und vor den Kindern mit ihm reden würde.
    Erst wurde er wütend und meinte wenn ich Krieg wolle, könne ich das haben, aber als er merkte das ich mich nicht beeindrucken lies, gab er sich zufrieden.
    Nun, ich ging zu ihm und? Er war brav wie ein Lämmchen, voller Scham und Selbstmitleid.
    Keine Ahnung was in mir plötzlich diese Ruhe und Gelassenheit ihm gegenüber auslöste, bin ich schadenfroh, fühle ich mich bestätigt das er ohne mich nicht kann? Ist mir grad egal, denn mir gehts komischerweise wieder besser.
    Ich habe ihm keine Predigt gehalten, noch ihn bemitleidet.
    ER wollte vom Fahrrad stürzen und sich das Bein brechen, ER wollte das die Polizei dazu kommt und ihm noch dazu den Führerschein nimmt.
    Es kam nur ein stammeln " blöde Bullen", ich fragte warum die blöd sind. Haben die ihn vom Rad gezogen und ihm das Bier eingeflöst?- Keine Antwort.
    Zu was für einem Preis, was gerade alles passiert?- Keine Antwort.

    Hey Leute, ich habe mich nicht einlullen lassen, ich bin NICHT auf sein Mitleidsgefassel eingegangen. Super, aber wie lange?

    Kaum sitze ich bei mir, da frag ich mich schon, wie weit gehe ich darauf ein, wenn er hilfe benötigt bei alltäglichen Dingen ( er läuft mit 2 Krücken), ich bin von Natur aus hilfsbereit.
    Ich habe beschlossen nur dann zu helfen, wenn er konkret danach fragt, von mir aus werde ich nichts anbieten. Das ist ja nur fair- oder?

    Versprechungen kamen natürlich auch wieder, ich habe sie schön überhört, ich denke es ist noch nicht geug passiert das er es einsieht. Sollte ich mich täuschen,wäre ich natürlich froh, wir werden sehen.

    Jedenfalls bin ich froh, das es mich nicht geschmissen hat heute, im Gegenteil, ich fühle mich ihm gegenüber sogar etwas überlegen.

    Boah, jetzt hab ich wieder so viel geschrieben, musste es halt loswerden.
    Es tut so gut heir zu sein. Danke.


    gruß eure riverdance