Beiträge von Alpenrose

    Hallo Zerfreila,

    denke, es gibt schon Menschen, die starke Gefühle, welche sie als Liebe bezeichnen, für einen Anderen empfinden und dabei nicht in der Lage sind, sich selbst zu lieben.
    Das ist jedoch meiner Meinung nach keine wirkliche Liebe, sondern Abhängigkeit/Hörigkeit und somit krankhaft.
    Diesen Menschen fehlt womöglich jegliches Selbstbewußtsein bis hin zum eventuellen Selbsthass.

    Daraus resultieren unter Umständen möglichicherweise auch andere psychische Erkrankungen.

    Ist nur mal meine Meinung dazu.

    LG
    Alpenrose

    Hallo Hollisto,

    bin auch der Meinung, das positive Denken könntest Du ruhig an die 2. Stelle setzen, da es sich aus Punkt 1 (ein Leben ohne Alkohol)
    ergeben sollte.

    Alles Weitere könnte dann eine Folge der ersten beiden Punkte sein.

    Außerdem denke ich auch, eine LZT wird Dir den nötigen Abstand bringen, um Dich ganz auf Dich zu konzentrieren.

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Amai,

    seit ich dich im Chat kennengelernt habe, lese ich ab und zu bei Dir.

    Im allgemeinen ist mir der Co-Bereich zu umfangreich und ich habe ja meine "Baustelle" woanders. :roll:

    Doch nun komme ich nicht umhin, Dir zu sagen, dass ich selten einen Menschen kennen gelernt habe, der mit so einem außergewöhnlichen Optimismus gesegnet ist. :o
    War das bei Dir immer schon so oder hast Du jetzt gerade so eine "Hochphase"?

    Ich wünsche Dir, dass Du auch in Zukunft mit Enttäuschungen umgehen kannst und Du dann nicht genauso "zu Tode betrübt", wie jetzt "himmelhochjauchzend" bist.

    Weiterhin viel Lebensfreude wünscht Dir
    Alpenrose

    Hallo Hollisto,

    den Weg in ein trockenes Leben solltest Du in erster Linie für Dich gehen.

    Ich denke, wenn Du Deine Abstinenz von der Reflektion Deiner Frau abhängig machst, wird es sehr schwer werden, falls von ihr nicht die gewünschte Resonanz kommt.

    Es ist am Anfang schwer, doch ich habe vor gut einem halben Jahr den Schritt nur für mich gemacht, ohne Druck von außen, weil ich mir selbst wichtig bin.

    Sollte dann zusätzlich die Beziehung wieder funktionieren, so kannst Du das als weiteren Erfolg Deiner neuen Lebensführung sehen.

    Dass dieses durchaus passieren kann, hat sich hier im Forum gerade wieder gezeigt.
    Da ist ein Mann in wirklich bemerkenswerter Weise sehr konsequent seinen Weg in die Trockenheit gegangen. Er war auch seinen Kindern in der Zeit ein sehr liebevoller Vater und nun nach einem Jahr der Trennung hat die Familie wieder zusammengefunden.

    Du kannst es in seinem Thread (Autor: Lütze) nachlesen.

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Hollisto,

    Du machst auf mich einen sehr entschlossenen Eindruck.

    Mit der Zeit stellt sich dann Zufriedenheit ein.
    Zufrieden sein damit, nichts mehr trinken zu brauchen.

    Dabei kann Dir auch der Austausch hier eine Hilfe sein.

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Hollisto,

    herzlich willkommen hier!

    Finde es sehr schön, dass es so Väter wie Dich gibt, die trotz ihrer Alkoholkrankheit das gute Verhältnis zu ihren Kindern aufrechterhalten konnten.
    Hier habe ich gerade im Co-Bereich oft gelesen, dass vielen Alkoholikern auch die Beziehung zu den Kindern nicht mehr wichtig ist.
    Dass Deine Frau darunter gelitten hat und nun die Konsequenzen gezogen hat, kann ich sehr gut verstehen.

    Aber letztendlich hast Du dadurch nun erkannt, dass Du Dein Leben ändern willst.

    Du hast ja schon die richtigen Ansatzpunkte für den Weg in ein trockenes Leben gefunden und wenn Du diesen ernsthaft weiter gehst, dann ist vielleicht auch das letzte Wort in der Beziehung mit Deiner Frau noch nicht gesprochen.

    Gruß
    Alpenrose

    Hallo Weitsicht,

    als Mensch sehe ich mich schon auch als individuell und einzigartig, in manchen Dingen sogar recht ausgeprägt.

    Nur was die Alkoholsucht betrifft, denke ich, gibt es keine Unterschiede.

    Ich denke, es gibt verschiedene Stadien auf dem Weg in den totalen Abgrund, doch irgendwann endet wahrscheinlich jeder dort, man muss nur lange genug trinken,
    oder eben den Absprung rechtzeitig schaffen.

    Manche sehen sich zwar als “Edel-Alkoholiker“ :roll:, so wie auch ich eine gewisse Zeit von mir gedacht habe wenn ich gehört/gelesen habe, von welchen Alkoholmengen teilweise die Rede war, doch irgendwann wäre ich bestimmt auch auf diesem Level gewesen.

    Was das sog. “nasse“ Denken/Verhalten betrifft, glaube ich, man kann davon sprechen, wenn ich zwar nicht mehr trinke, aber meine Verhaltensweise der in meiner Saufzeit ähnlich ist.
    Ich kenne den Ausdruck aber nur im Zusammenhang mit Alkoholikern.

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Weitsicht,

    ich, als Alkoholikerin, habe da eine etwas andere Meinung zur Individualität der Suchterkrankung.

    Du schreibst:

    Zitat

    wenn es so einfach wäre, Verhaltenänderungen umzusetzen, sähe unsere Welt anders aus.

    Wenn Ich aber mein Verhalten nicht grundlegend ändere, schaffe ich nie den Weg in ein trockenes Leben.
    Dass es nicht einfach ist, dem kann ich allerdings zustimmen.

    Zitat

    Im EKA-Bereich waren wir soweit zur Einsicht gekommen, dass ein Mensch etwa 1000 mal gleiche Verhaltenweisen einüben müsste, um alte Muster verändern zu können.

    Aber, nur mit Üben allein ist es meiner Meinung nach nicht zu schaffen. Wenn ich die neuen Verhaltensmuster nicht sofort und bedingungslos umsetzen wollte, würde ich wahrscheinlich immer wieder rückfällig werden und das wäre für mich irgendwann tödlich.

    Also auf 1000-mal üben können zumindest wir Alkoholiker uns nicht einlassen.

    Ob bei Co-Abhängigen oder EKA’s die Sucht individueller betrachtet werden kann und ob es da verschiedene Wege aus der Abhängigkeit gibt, will ich nicht beurteilen.

    Gruß
    Alpenrose

    Hallo Rowi,

    da versuche ich, auch mal eine Abkürzung für ein langes Wort zu nehmen und schon ergibt sich daraus ein Missverständnis. :lol:

    Ich meinte mit LZT die Langzeittrockenen hier im Forum! :oops:

    Du hast es schon richtig in Erinnerung, ich habe keine Langzeittherapie gemacht.
    Ich habe den Ausstieg durch dieses Forum hier und durch den Austausch mit meinem Bekannten, der vor 3 ½ Jahren unter anderem eine Langzeittherapie gemacht hat, geschafft.
    Er kümmert sich auch heute noch sehr um seine Trockenheit und das ist auch für mich Ansporn, es zu schaffen, da ich sehe, wie positiv sich sein Leben dadurch verändert hat.

    Deine Frage empfinde ich überhaupt nicht als neugierig.
    Dafür ist der Austausch hier doch gedacht! :)

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo zusammen,

    habe mir heute nach dem Lesen der aktuellen Threads einige Gedanken gemacht zum Thema:
    welche Menschen informiere ich über meine Krankheit?

    Ich weiß, es wurde hier im Forum schon viel darüber geschrieben, doch in den letzten Tagen war dieses Thema wieder mal auf dem Tisch.

    Dazu kann ich von mir nur sagen: Ich habe mit Beginn meiner Abstinenz allen meinen Bekannten Bescheid gesagt.

    Natürlich habe ich kein Rundschreiben rausgeschickt, doch bei den jeweiligen Zusammentreffen mit den Leuten habe klar und deutlich erklärt, warum ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Das hat für mich auch den Vorteil: ich muss mir nicht mehr ständig irgendwelche Ausreden einfallen lassen, warum ich gerade diesmal nichts trinken will.

    Klar kamen da auch Einwände wie, aber Du hast doch nie viel getrunken.

    Dann musste ich halt deutlicher werden und sagen, dass ich zwar in der Öffentlichkeit wenig bis gar nichts getrunken habe, aber dafür zuhause pro Abend eine Flasche Rotwein.

    Da haben es die meisten dann verstanden und ich bekam (und bekomme immer noch) nur positive Rückmeldungen.

    Ich hab vielleicht am Anfang auch nicht gleich alle Meinungen und Ratschläge der LZT nachvollziehen können, doch zwei Dinge habe ich sofort angenommen und zwar:

    Alkoholfreies Zuhause
    und offener Umgang mit der Krankheit.

    Das hat mir bisher in vielen Situationen sehr geholfen.

    Gruß
    Alpenrose

    Hallo Rowi,

    wollte heute mal bei Dir nachsehen, wie es Dir geht und habe überrascht festgestellt, dass da heiße Diskussionen im Gange waren.

    Doch vorab, ich hoffe, Deinem Vater geht es wieder besser.

    Zu Deinem Problem mit der Veranstaltung in der Firma kann ich Dir nur sagen, wie ich mich heute in so einer Situation verhalten würde.

    Bis vor ein paar Jahren war ich ja auch mit solchen Geschichten konfrontiert und weiß, wenn man praktisch zu den “tragenden Säulen“ solcher Events gehört, kann man sich nicht mit einer fadenscheinigen Begründung aus der Verantwortung ziehen.
    Ich habe damals ja noch getrunken, wenngleich ich die Menge in der Öffentlichkeit immer sehr gut kontrollieren konnte.

    Nun, nachdem ich abstinent bin, würde ich mich auch in der Firma nicht dem Risiko eines Rückfalls aussetzten.

    Ein Vorgesetzter, zu dem ich Vertrauen habe, wäre für mich der richtige Ansprechpartner.
    Bei den Mitarbeitern würde ich nur den engsten Kreis einweihen.

    Gerade in größeren Firmen sollten die Führungskräfte eigentlich schon über den Umgang mit der Alkoholkrankheit Bescheid wissen.
    Alle Leute mit Personalverantwortung wurden in unserer Firma auch dahingehend geschult.
    (Daher habe ich damals auch meine Entwicklung vom Missbrauch zur Sucht erkannt.)

    Trocken bist Du für die Firma ganz sicher ein größerer Gewinn als manch andere, die über kurz oder lang vom sog. Gesellschaftstrinken in die Sucht abgleiten.

    Ich hoffe, Du findest für Dich die richtige Entscheidung.

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Zitat

    Wenn man manches so liest hier. Wow. So mancher hätte doch seine Idee um Patent anmelden sollen und hätte dann zumindest finaziell ausgesorgt.
    Wie heißt das Sprichwort so schön:
    Not macht erfinderisch.
    Also kraetive menschen sind es allemal muß ich mal sagen. Hut ab. Und das in einem Zustand, wo sie teilweise nicht mal ihren Weg nachhause finden. Haha, die Flasche ist magisch, die wird immer gefunden. Oder eghört das Spiel zur 'Sucht' dazu, dass man etwas 'sucht' udn dann als Belohung oder Finderlohn sich den Shcluck verdient hat?
    Das überlass ich jetzt mal den Experten zu beantworten.

    Wenn jemand mit derartigem Zynismus versucht, alle Alkoholiker lächerlich zu machen, dann frage ich mich, wie viel Verbitterung und nicht verarbeitete Eigenproblematik mag da wohl die Ursache sein?

    Alpenrose

    Liebe Yvonne,

    als ich soeben bei Dir gelesen habe, bekam ich gleich ein schlechtes Gewissen bzgl. meines eigenen Threads, :oops:war noch einen Tag länger nicht da!

    Der Rückfall Deines SHG-Mitglieds nach 22 Jahren hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Ob da wohl was außergewöhnliches vorgefallen ist, oder kann es passieren, dass man nach so langer Zeit leichtsinnig wird?
    Jedenfall können wir auch daraus lernen, für den Rest unseres Lebens vorsichtig zu sein.

    Die Musik Eures neuen Konzerts "The armed man"Von Karl Jenkins kannte ich nicht (bin in der Hinsicht ein Kulturbanause). Habe mich aber gleich im Netz schlau gemacht. Der Inhalt, der sich mit dem Kriegsgeschehen befasst, scheint in der Musik sehr emotional zum Ausdruck zu kommen. Ich hoffe, Du kommst damit klar.

    Bei mir ist das neue Jahr ganz unproblematisch angelaufen und ich hoffe, dass ich nach der Hälfte dieses Kalenderjahres auf mein erstes Trockenjahr zurückblicken kann.
    Bei Dir wird es ja schon viel eher so weit sein.
    Aber, wie Du immer sagst, wir gehen Schritt für Schritt voran!

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Antonia,

    erstmal herzlich willkommen hier!

    Gratuliere, dass Du auch den Absprung geschafft hast.

    Du fragst, was Du in der nächsten Zeit für Deine weitere Abstinenz tun kannst.

    Da finde ich den Austausch mit anderen Betroffenen sehr wichtig und den kannst Du hier im Forum sicher finden.
    Hier kannst Du lesen, was gerade die schon länger Trockenen getan haben, um zu einem zufriedenen Leben zu finden.
    Du kannst Fragen stellen und viele werden Dir ihre Erfahrungen mit auf den Weg geben.

    Ich möchte Dir fürs erste den Hinweis auf unsere so genannten Trockenbausteine geben.

    https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…echternheit.php

    Deren Umsetzung ist der erste wichtige Schritt in eine trockenen Zukunft.

    Alles Gute für Dich!

    Gruß
    Alpenrose

    Hallo Lena,

    freut mich, dass es Dir gut geht.

    Du fragst, was ich außer Wanderungen und Freundinnen treffen sonst so mache.
    Ja, bin immer irgendwie beschäftigt. Hast Du schon mal Rentner gesehen, die keinen vollen Terminkalender haben? 8)
    Ich kenne unter meinen Bekannten keinen.
    Von meinen Freundinnen sehe ich nur zwei regelmäßig, die anderen müssen nämlich noch arbeiten und/oder wohnen eine Autostunde von mir entfernt.
    Aber ich habe einen guten Bekannten, der inzwischen auch nicht mehr berufstätig ist und mit dem unternehme ich sehr viel.
    Er ist außerdem seit 3 ½ Jahren trocken und wir können uns auch in der Hinsicht sehr gut austauschen.
    Wir waren natürlich auch in schon wieder auf’m Berg und sind mit dem Schlitten runter gefahren.
    Dann haben wir Skispringen live angeschaut und nächste Woche wollen wir zum Biathlon.
    Die Atmosphäre ist halt doch ganz anders als wenn man es im Fernsehen sieht.
    Kommende Woche werde ich persönlich auch die Skisaison eröffnen und wenn ich mal nicht unterwegs bin, dann lese ich sehr gerne und stricke gerade eine Jacke für mich.
    Kochen tu ich auch gerne, wenn ich zuhause bin.

    Außerdem lese ich jeden Abend hier im Forum. Ich denke zwar tagsüber nur noch selten an Alkohol, doch abends gehört es für mich schon dazu, mich hier zu informieren und somit die Beschäftigung mit meiner Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren.

    Weiterhin alles Gute für dich!

    Lieben Gruß
    Alpenrose

    Hallo Harmut,

    also ich persönlich kann Angst nur empfinden vor etwas, was mich
    1. aktuell bedroht und
    2. wogegen ich mich nicht wehren kann oder
    3. wovor ich nicht ausweichen kann.

    Im Zusammenhang mit Alkohol sehe ich für mich daher Angst nicht als die richtige Beschreibung meines Gefühls.

    Ich kann bedrohlichen Situationen ausweichen und habe inzwischen gelernt (auch dank der Hilfe des Forums), mich gegen Saufdruck und andere bedrohlichen Situationen zu wehren.

    Respekt habe ich sehr wohl davor und vorsichtig bin ich auch.

    Im allgemeinen Leben gebrauche ich natürlich auch hin und wieder Worte wie: Ich habe Angst oder ich befürchte, dass dies oder jenes nicht so klappt usw.
    Das hat für mich aber mit wirklicher Angst oder gar Panik nichts zu tun.

    Das ist nur meine Meinung dazu.

    Gruß
    Alpenrose

    Hallo Linde, Yvonne, Mandy und alle hier,

    danke für Eure Wünsche.

    Auch Euch ein glückliches, zufriedenes Jahr 2009!

    Ich bin trocken durchgestartet und so soll es weitergehen.

    Ein halbes Jahr habe ich nun ohne Alkohol erlebt und es geht mir sehr gut dabei.
    Vor meinem Entschluß, aufzuhören, hat mich immer das - nie mehr auch nur ein Glas Wein - geschockt.
    Rückblickend kann ich nun sagen, bis jetzt habe ich nichts vermisst. :D

    LG
    Alpenrose