Liebes S.Käferchen,
Sätze können unmöglich mein Gefühlsleben wiedergeben ... ich müsste einen Roman schreiben und das tue ich keinem hier an...
Es war die Kurzfassung, von dem, was mir durch den Kopf und vor allem durch mein Herz ging....
Dieser Trennungsschmerz, gestern, der war für mich fast nicht auszuhalten. Ich hab` mich diesem grausamen Gefühl einfach hingegeben und die Tränen sind nur so geflossen. Gerade, weil ich mir wichtig bin, habe ich meine Mittelchen, dass ich aus diesem "Loch" wieder rausfinde, ich habe sie von August bis November 2008 erarbeitet, mit einem Ehrgeiz, über den ich jetzt noch staune.
Mir wurde gestern Nachmittag nur in Erinnerung gerufen, dass er auf seinen Notfallkoffer zurückgreifen musste, als ich am 4. 1. 2009 nach Hause gefahren bin. Und gestern hat er meinen Schmerz "live" mit ansehen und spüren dürfen.
Falls jetzt kommt "Das ist normal, das machen andere auch durch", möchte ich gleich dazu sagen: Ich und er sind nicht "andere"! Er ist trockener Alkoholiker und ich bin noch immer bearbeitende Co. Wenn ich einen "Rückfall" habe, dann äußerst sich das in Bauchschmerzen und "unrundem" Dasein, beides vergeht aber schnell wieder ... wenn er einen Rückfall hat, dann fängt er zwar nimmer bei 0 an, aber wieder mit einem Tag 1. ![]()
Meine Tochter ist zwar ein Teenager, aber immer noch Kind. Sie weiß, dass sie meine Nr. 1 ist (genauso wie mein Sohn), dass es aber außer der Mutterliebe noch die Liebe zum Partner gibt. Gerade in der Kennenlernphase möchte ich meinen Partner "so", also alleine kennenlernen. Bis jetzt war es so, dass meine Tochter jedes 2. Wochenende bei ihrem Vater war. Es war von beiden gewünscht, diese Besuchswochenenden. Ich konnte einfach besser planen ... meine Tochter, mein Sohn gehören genauso zu meinem Leben, wie Robi`s Kind zu seinem dazu gehört.
Alles zu seiner Zeit ... jetzt ist die Kennenlernzeit ... von Robi und mir. Danach kommt eh das andere und zwar von selbst. Aber wir müssen nicht das "Gesamtpaket" auf einmal leben, es sind so viele Menschen in unser Leben eingebunden und JETZT geht es um Robi und mich. Um einen Mann und eine Frau. Um das Kennenlernen, ohne unsere Kinder. Das haben wir so entschieden.
Viele liebe Grüße,
Ingrid ![]()