Beiträge von Abby

    So, die erste Euphorie ist weg. Körperlich geht es mir sehr gut.
    Was mir jetzt fehlt ist irgendwie die totale Entspannung. Letzte Tage da ist alles so bedrückend, hoffnungslos und deprimierend. Ich hoffe das geht bald vorbei. Ging es Euch auch manchmal so?

    LG
    Abby

    Ja, das glaube ich.

    Ich lese grade ein Buch über Alkoholismus, habe das Bedürfnis mich über diese Krankheit so viel zu informieren wie möglich. Ich plane jeden Tag, jeden Abend, um nicht an Alkohol zu denken. Ich habe meiner Mutter am Telefon gesagt, daß ich Alkoholkrank bin. Das war ein Wahnsinnschritt für mich. Wir haben beide geweint aber es war gut und ich bin froh es meiner Mutter gesagt zu haben. Ich habe eine wunderbares Leben und dazu brauche ich keinen Alkohol um glücklich zu sein. Die Probleme die ich vorher hatte sind immernoch da nur daß ich jetzt einen klaren Kopf hab und ohne Angst schlafen kann. Ich schreibe hier vielleicht noch nicht viel, ich kann mich nicht so gut ausdrücken wie ich fühle aber ich weiß, daß es nicht reicht nur nicht mehr zu trinken.

    LG
    Abby

    Ja ich weiß was Du meinst. Deswegen habe ich mir vorgenommen jede Woche zu einem Meeting zu gehen. Ich weiß, daß ich nicht einen Tag vergessen darf, daß ich Alkoholikerin bin. Ich werde mein Bestes tun und ich weiß daß es oft schwer wird. Ich hab doch keine andere Wahl wenn ich leben möchte.

    Ich geh morgen zu einem Meeting. Warum darf ich mich nicht freuen wenn es mir das erste Mal nach sehr langen Zeit wieder gut geht? Ich habe keinen Alkohol zu Hause und habe viele Ideen um mich abzulenken.
    Ich werde zum Arzt gehen und wenn er meint eine LZT ist dringend notwendig, dann werd ichs machen.

    Mir geht es sehr gut. Ich fühl mich fit und gesund. Wenn ich an Alkohol denke wird mir schlecht. Mir reichts für immer. Ich fange jetzt ein neues Leben an. Hab meinen "Freunden und Freundinnen" gesagt, daß ich nichts mehr trinke, keiner hats verstanden, wahrscheinlich werden sie den Kontakt zu mir abbrechen. Ist mir auch egal. Ich will lieber nichts mehr mit denen zu tun haben. Echte Freunde waren es eh nicht.
    Ach ich könnte die ganze Welt umarmen!

    LG
    Abby

    Eine stationäre Entgiftung kommt deshalb nicht für m ich in Frage, weil ich alleinerziehend bin und seit August eine neue gute Stelle bekommen hab und ich jetzt unmöglich fehlen darf und außerdem wer soll sich um meine Tochter kümmern? Meine Eltern leben in einem anderen Land und mein Vater wird demnächst an seiner Wirbelsäule operiert und meine Mutter muss bei ihm bleiben. Ich hab hier wirklich keinen. Hab zwar paar "Freunde" aber die können sich nicht um meine Tochter kümmern.
    Ich muss das so schaffen.

    Ich hab gestern nichts mehr getrunken. Es geht mir gut. ich werde am Dienstag auf jeden Fall zu einem Meeting gehen.
    Ich hab irgendwie meine Gefühle ohne Alkohol nicht unter Kontrolle... egal ob ich wüten, traurig oder glücklich bin. In meinem Kopf herrscht Chaos. Das alles ist neu für mich. Ich weiß nicht mal wie ich bin, was für ein Mensch ich bin... Der Alk hat mich immer nur dumm und willenlos gemacht... und ich dachte immer,wenn ich getrunken hab, wie stark ich bin und weiß alles besser....

    Ich bin bereit und werde nicht mehr trinken. Ich hatte Angstzustände die ich nicht ausgehalten hab und nachgegeben hab. Ich war glaub ich nicht wirklich vorbereitet, hatte gedacht mit den Pillen vom Arzt wirds einfach und das war wahrscheinlich mein Fehler. Jetzt geh ich es anders an...


    Mein größter Wunsch ist es nie mehr zu trinken.

    Danke. Ja das stimmt schon. Am wichtigsten ist es jetzt die ersten Tage gut zu überstehen, an erster Stelle kommt nüchtern zu sein und dann der Rest. Ich werde es mir gemütlich machen, mit Hund rausgehen, mit meiner Tochter was schönes spielen und DVD anschauen, heißes Bad und früh ins Bett. Ich freu mich wenn ich richtig tief schlaffen kann. Letzte Wochen bin ich jede Nacht vollgeschwitzt und voller Ängste aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen.
    Nächste Woche Dienstag werde ich das erste Mal zu einem Meeting gehen. Hab heute schon per EMail-Kontakt aufgenommen. Bin schon sehr gespannt.

    Heute ist mein zweiter trockener Tag. Hab letzte Nacht gut geschlafen, bin aber trotzdem noch müde und erschöpft. Ich denke viel über mein Leben nach und was der Alkohol schon alles kaputt gemacht hat. In einer Woche muss ich wieder zum Arzt. Dann wird er mich genauer untersuchen, großes Blutbild usw.
    Hatte mir für heute viel vorgenommen, ich schaff das aber nicht. bin irgendwie fertig. ich werde die nächsten Tage mich erholen. Was ich nicht unbedingt diese Woche erledigen muss, kann ich noch nächste Woche nachholen....