Beiträge von Linde66

    Hallo Borussia,

    toll, daß du es durchgezogen hast und durch deinen Freund hast vorsorgen lassen.

    Deine Wohnung sollte deine sichere Burg sein, also alles raus, was auch nur im entferntesten mit Alk zu tun hat und an die früheren Trinkgewohnheiten erinnert: Alkohol, Leergut, Flaschenöffner, Gläser und was dir sonst noch einfällt. Keller, Garage, Auto + Kofferraum nicht vergessen. Man weiß ja nie.

    Hier mal ein Link, vielleicht findest du darin Anregungen für die nächste Zeit:

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Julez,

    ein Symtom von Alkoholismus ist der Kontrollverlust.

    Zitat

    daß er meinen Plan prinzipiell gut fände und er fände, dass er weniger trinken solle, aber nicht an bestimmten Tagen (ich hatte es unter der Woche vorgeschlagen gehabt), sondern wie er Lust habe, denn er wolle uns am Wochenende nicht Chance versauen ein wenig mehr Zweisamkeit zu haben.

    Wenn er Alkoholiker ist, gibt es kein "kontrolliertes Trinken" mehr. Kann sein, daß er noch selber daran glaubt und das probiert, um dir uns sich zu beweisen, daß alles noch gar nicht so schlimm ist oder er seinen Konsum noch unter Kontrolle hat. Aber es kann auch sein, daß er seine Trinkmengen und Trinkzeiten vor dir verheimlicht.

    Zitat

    Ich schrieb ihm, dass ich ihn unterstütze wie er es brauche und wolle und er war sehr dankbar.

    Das ist für ihn der Freifahrtschein: Er kann weitertrinken und machen was er will und du bist die brave Co, die trotzdem für ihn da ist...???

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Julez,

    alles in Ordnung.

    Hier in deinem Thema kannst du so lange Texte schreiben wie du magst!!

    Es ging mir nur um das Bewerbungsformular, das wir Moderatoren für deine Freischaltung brauchen. Da reicht "Ich bin Angehörige und will mich austauschen".

    Also alles richtig gemacht. :wink:

    Viele liebe Grüße und dir einen hilfreichen Erfahrungsaustausch!

    Linde

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Hallo Julez,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte den Link an und fülle kurz das Feld aus. KURZ genügt, weil du dich ja hier schon vorgestellt hast. Danach wirst du freigeschaltet, dein Thema kommt gleich in den richtigen Forenbereich und du kannst dich dann mit den anderen Angehörigen austauschen, o.k.?

    Viele liebe Grüße, Linde :)

    Hallo Brigitt,

    kennst du das vielleicht aus dem Elternhaus?

    Weil irgendwoher muß dein Verhalten ja kommen.

    Also daß du wie ferngesteuert irgendwas machst, was du eigentlich nicht machen willst.

    Manchmal "sucht" man sich als Erwachsenes Kind eines Alkoholkranken so einen Partner, weil man innendrin nach dem alten Muster funktioniert und sich gar nicht vorstellen kann, daß es ein Leben außerhalb von Sucht überhaupt gibt.

    Es ist nur eine Frage, wenn es nicht zutrifft, einfach überlesen.

    Lieber Gruß, Linde

    Ich habe als Kind meinen Großvater krepieren gesehen und gehört. Ja, genau so war das. Beschönigende Worte nehme ich absichtlich nicht.

    Mein Großvater kam, wie man das heute weiß, mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung aus dem Krieg zurück. Vielleicht hat er den Alkohol benutzt, um alles zu betäuben, das weiß man nicht. Er hat die Hölle erlebt und war Teil der Hölle. Wieder daheim ging es nur noch in eine Richtung: Abwärts. Gesoffen, geschlagen, gekotzt, gepisst, geschissen, gelogen, geschrien, gefressen, geschlafen............. Für meine Großmutter, für ihre 3 Kinder und für uns Enkelkinder war es eine jahrzehntelange, tägliche Hölle.

    Ja klar, er ist mit uns Enkelkindern in den Wald geradelt zum Brombeeren pflücken..., das war toll. Aber er hat auch jeden Tag ca. 5 Liter Wein getrunken. Wenn die Großmutter Glück hatte, wurde sie nur mit den leeren Flaschen verdroschen. Wenn sie Pech hatte, waren die Flaschen noch voll. Sie hatte so eine zarte Haut, daran erinnere ich mich noch, aber sie war immer grün und blau. Damals habe ich das nicht verstanden.

    Das alles und noch viel mehr ist über 50 Jahre her. Damals war das so. Internet, Frauenhäuser, all sowas gab es noch nicht. Und wenn, hätten sich die Angehörigen keine Hilfe geholt. "Es" muß in der Familie bleiben und darf nicht herauskommen.

    Dann ging es ans Sterben. Das war dann nicht mehr zu verheimlichen. Wir Kinder sind im Hinterhaus aufgewachsen und morgens an der Vordertür vorbei, zum Hoftor hinaus auf die Straße und dann in die Schule gerannt. Gerannt. Denn der Gestank war widerlich. Wir verstanden das nicht. Sozialstationen und häusliche Pflegedienste gab es noch nicht. Die Großmutter wusch und pflegte ihn - und hielt dem Sterbenden die Schnapsflasche an die Lippen. Weil er danach schrie. Irgendwann schrie er nur noch. Vom Hausarzt gab es ab und zu mal eine Morphiumspritze. Aber nicht viel und nicht oft, weil Morphium schließlich abhängig mache... Heute stellt man Palliativpatienten schmerzfrei, egal was die Ursache fürs Sterben ist.

    Mein Großvater ist schreiend verreckt. Ich werde das nie in meinem Leben vergessen, wenn wir mittags von der Schule heimgeschlichen kamen. Wir mussten am Vorderhaus vorbei. Seine Schreie waren schon auf der Straße zu hören, etliche Häuser entfernt. Er ist an Leberkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs verreckt, so genau weiß das niemand, das ist 50 Jahre her und hat Wochen gedauert.

    Uns Kinder wollte niemand besuchen. Die Klassenkameraden mieden uns wie Aussätzige. Wir waren 6 Jahre alt.

    Ich bekam nach seinem Tod und nachdem die Leiche abtransportiert war, die "gute" Daunendecke geschenkt. Die könne man doch reinigen lassen und dann wäre die wie neu. Es hat mich so geekelt, unter der Bettdecke zu schlafen, in der er gestorben ist, da habe ich energisch NEIN gesagt, so klein wie ich damals war. Die Erwachsenen haben das nicht verstanden. Die Decke war doch noch gut. Und daher kam sie in die Reinigung und dann in mein Kinderbett.

    Wo fängt man an, wo hört man auf? Die Geschichte ist endlos.

    Aber die eigene Lebenszeit eben auch. Heute hat man es in der Hand STOP und NEIN zu sagen.

    Hallo Chrissi,

    das könntest du ihr auch genauso deutlich kommunizieren. Das war das letztemal, daß du sowas gemacht hast.

    Ich habe hier schon von trockenen Alkoholikern gelesen, daß sie nach ihrer Entgiftung und KH Aufenthalt ihren Angehörigen unendlich dankbar waren, daß die die Wohnung gesäubert haben, während sie vor Scham bald im Boden versunken sind. Das macht man als Angehörige ja auch mal, weil man unterstützen will. Aber eben nicht immer und immer wieder.

    Gut, daß du deinen Lebenspartner und deine Psychiaterin als Unterstützung hast. So ein Blick von "außen" kann für dich als Angehörige wirklich hilfreich sein, damit du bei DIR bleiben kannst.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Brigitt,

    herzlich Willkommen hier bei uns!

    Ich habe diesen anklickbaren Link rausgenommen. Dein Beitrag war irgendwie doppelt.

    Aber nicht schlimm, alles o.k.

    Es ist gut, daß du dir für dich Hilfe und Unterstützung suchst, damit du bei deiner Entscheidung bleiben kannst. Denn was würde sich verbessern, wenn du zurück gehst? Er würde ja trotzdem trinken.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Pusteblume,

    ist er gefährlich, wenn er getrunken hat? Dann würde ich ihn nicht ansprechen.

    Wenn du mit ihm reden möchtest, am besten, wenn er einigermaßen nüchtern ist.

    Aber es kann sein, daß er alles verharmlost oder abstreitet oder dich als Lügnerin bezeichnet, die ihm irgendwas unterstellen will. Oder er behauptet, er müsse wegen dir trinken....

    Die Erwartung an so ein "klärendes" Gespräch sollte man nicht zu hoch schrauben.

    Viele Menschen haben erdrückende Probleme. Aber nicht alle trinken. Ohne Alk kann man seine Probleme besser lösen bzw. besser bewältigen. Das ist nur eine Ausrede.

    Was möchtest du denn langfristig, falls er nicht aufhört?


    LG, Linde

    P.S. Ich habe deinen Beitrag in dein erstes Thema verschoben, damit alles beisammen ist und es nicht unübersichtlich wird. Nicht wundern.. :)

    Zitat

    Jetzt habe ich eine Wohnung für meinen Ex Freund gefunden. Er zieht im April aus.

    Hallo Schwesterherz,

    hoffentlich. Bis April ist noch lange hin. Wer zahlt die Miete für ihn? Er oder du? Vertrag unterschrieben, er oder du?

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo Api,

    herzlich Willkommen bei uns hier. :)

    Wer mag schon Veränderungen? Als Angehörige leidet man zwar, aber verändert ja auch nichts, also bei sich selber. Von daher bist du nicht alleine damit, so lange an der Seite eines Alkoholikers zu leben. Wobei, die Diagnose kann er nur sich selber stellen. Wo ist die Grenze? Genuß, Gewöhnung, Sucht..?

    Wichtig hier im Forum bist aber DU. Du hast dich angemeldet, um für dich und deinen Sohn Hilfe zu finden. Denn du kannst ja was verändern, auch wenn es schwierig ist, aber es geht.

    Viele liebe Grüße, Linde

    Hallo,

    als EKA wächst man mit einem oder zwei Alkoholikern auf. Das macht was mit einem und stellt früh die Weichen in schwieriges Terrain...

    "Normalerweise" ist es so, daß junge Menschen irgendwann von zuhause ausziehen, ins Berufsleben oder Studium einsteigen, selber eine Familie gründen. Ab und zu kommt man gerne noch heim zu Mama, schlägt sich den Bauch voll mit Kuchen, feiert Geburtstage oder Weihnachten - lebt aber ansonsten sein eigenes Leben.

    Aber bei EKA ist das anders. Die bekommen von klein auf so bekloppte Sachen eingeredet, wie zum Beispiel, daß sie Schuld sind an der Sauferei der Erwachsenen. Die Eltern sind doch krank und einen Kranken läßt man doch nicht im Stich... Oder daß sie nicht ausziehen dürfen, weil der Papa oder die Mama dann NOCH mehr trinken würde. Oder daß sie nicht ausziehen dürfen, weil dann der Papa oder die Mama rückfällig würde. Oder daß sie nicht so egoistisch sein sollen. Oder, ganz perfide, daß sie ohne die Eltern eh nichts auf die Reihe kriegen und aus ihnen eh nichts wird............ bla bla bla.

    Unterm Strich kommt raus, daß EKA sich nichts zutrauen, sich aber andererseits für das Wohl und Wehe des Alkis verantwortlich und zuständig fühlen. Gerne mal bis sie selber 60 Jahre alt sind und die nassen Eltern im Altersheim sind. Die eigene Lebenszeit verrinnt zwischen den Fingern und die Angst um die Eltern verursacht Magengeschwüre beim inzwischen erwachsenen EKA. Die eigene Lebensplanung fällt hinten runter, weil alles, wirklich alles nur noch aus der Perspektive der suchtkranken Familie gesehen werden kann. Ein Leben außerhalb der Suchtstruktur ist unvorstellbar.

    Depression, mißglückte Partnerwahl, Einsamkeit, Zweifel, Ängste, frühe Berentung, eigenes Suchtverhalten u. v. m. sind die zweifelhaften Errungenschaften vom EKA. Nur sehr selten gibt es EKA, die fröhlich und selbstbewußt mit Urvertrauen und Selbstverständlichkeit ihren Weg machen.


    Die Überschrift hier im Thread ist:

    Kontaktabbruch vs. Kontakt einschlafen bzw. ruhen lassen.

    Ist doch dasselbe? nein.

    Viele melden sich hier an und haben durchaus noch Kontakt zu ihrem sehr gesunden Bauchgefühl, das ihnen genau sagt, was sie eigentlich tun sollten: Gehen und den Alki Alki sein lassen. Aber dann kommt die fest installierte innere Stimme, die das Gegenteil sagt. "Man" kann doch die arme Mama, den armen Papa nicht alleine in ihrem Dreck verrecken lassen. Die brauchen einem doch, sonst würde es ihnen noch viel schlechter gehen.....

    Diese innere Stimme ist kontraproduktiv, in vielfacher Hinsicht. Es sind die von klein auf gehörten gesprochenen und ungesprochenen Gesetze einer Alkoholikerfamilie, daß das EKA sich co verhalten muss, um das kranke Familiensystem aufrecht zu erhalten. Diese frühe und langjährige Gehirnwäsche ist so erfolgreich, daß es einem als erwachsenes EKA völlig unklar ist, wer man EIGENTLICH wäre, wenn die Eltern nicht gesoffen hätten. Traurig sowas.

    Um selber aus dem Suchtstrudel rauszukommen und ein einigermaßen gesundes Leben führen zu können, ist Abstand zu den Eltern Grundvorraussetzung. Doch als EKA hat man eine jahrelange Hirnwäsche hinter sich und ist vielleicht schon co-abhängig. Der innere Widerstand, die Eltern zu verlassen, ist riiiiiiiiiiesig. Das Gefühl, die Eltern retten zu müssen und auch retten zu können, zwingt EKAs in einer absolut kranken Suchtstruktur zu verharren. Das wird verharmlosend "schlechtes Gewissen" genannt, aber es ist die unsichtbare Fessel, die ein EKA jahrzehntelang festhält, ohne daß man aus der Nummer rauskommt.

    Was tun?

    Von außen rät einem jeder, die Freundinnen, die Kollegen, der Partner, die Suchtberatungsstelle, die Therapeutin dasselbe: ABSTAND.

    Aber man selber kann sich das gar nicht vorstellen.

    - Bringt doch eh nichts.

    - Dann gehts den Eltern noch viel schlechter.

    - Dann wird er rückfällig.

    - Dann bringt sie sich um.

    - Das schaffe ich nicht.

    - Das traue ich mir nicht zu.

    - Ich weiß gar nicht, was ich dann mit meinem Leben überhaupt anfangen soll.

    - Aber meine Kinder brauchen doch ihre (nassen) Großeltern...

    -

    -

    Die Liste ist unendlich.

    Und die eigene Lebenszeit rinnt einem durch die Finger, man wird immer älter, kränker, ist erfolglos, hat diverse Krankheiten, geht jahrelang zum Therapeuten, fängt selber das Saufen, Fressen oder sonstwas an - und die Eltern werden ü 80 und saufen immer noch... Oder sie sterben am Suff und man selber kommt 20 Jahre danach vor schlechtem Gewissen nicht aus der Depression raus...

    Einmal trauriges EKA, immer trauriges EKA.

    Oder?

    Abstand.

    Wie kann Abstand gelingen? Wie wird aus äußerem Abstand innerer Abstand? Wie kann ich bei mir bleiben? Darf ich überhaupt glücklich sein? frei sein? Darf es mir gut gehen, obwohl es den Eltern schlecht geht??


    Eine Hilfestellung auf dem Weg ins eigene, selbstbestimmte Leben kann sein, sich mit dem bedrohlich wirkenden Wort "Kontaktabbruch" anzufreunden.

    Wenn ich den Kontakt zu den Eltern abbreche, geht dann die Welt unter?

    Was, wenn ich den Kontakt nicht abbreche, sondern reduziere? Wäre das ein gangbarer Weg?

    Würde ich mich besser fühlen, wenn ich den Kontakt erst einmal einschlafen lasse?

    Das ist ein softer Übergang. Abbruch hört sich hart an und schwer umsetzbar. Aber wenn man den Kontakt einschlafen läßt, wenn man den Kontakt erst einmal reduziert, dann könnte das eher machbar sein, oder?

    Als EKA muß einem klar werden, daß der schlimmste Kontaktabbruch nicht der zu den Eltern ist, sondern der zu einem selbst.

    Es geht darum, zu sich selber den Kontakt wieder herzustellen und mit sich selber in Kontakt zu bleiben. Dafür braucht es ein lebendiges, angstfreies Biotop. Man DARF den Abstand zu Menschen verändern, die einem nicht gut tun. Das ist in Ordnung. Man DARF als junger Mensch daheim ausziehen, schon Vögelküken fliegen irgendwann aus dem Nest aus. Das ist normal. Nicht normal ist, wenn man zeitlebens um den nassen Alkoholiker kreist. Das nennt sich Suchtstruktur oder Familienkrankheit Alkoholismus.

    Ausstieg aus der Abwärtsspirale ist erlaubt.

    Abstand zu destruktiven Strukturen ist erlaubt.

    Dann kommt wie von Zauberhand derjenige, diejenige zum Vorschein, der/die man eigentlich ist. Klar, irgenwelche Schrammen behält man als EKA davon, aber man kommt in Kontakt mit sich selber, man entwickelt sich, man trifft Entscheidungen. Man kann wählen, womit man sich beschäftigt, mit wem man sich befasst, mit wem man zusammen ist.

    Man kann den Kontakt zu suchtkranken Menschen einschlafen lassen und gibt sich dadurch selber die Chance, sich zu entwickeln und aufzublühen. Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun. Lass alles weg, was dir nicht gut tut. Gesunder Egoismus ist gesund, laß dir bloß nix anderes einreden.

    Interessant ist, daß man als EKA und Co dabei "hilft", den nassen Alkoholiker nass zu halten. Dem gehts ja "gut" im Sumpf. Alle kreisen um ihn. Sie gehen mit ihm unter, aber das merkt man erst nach Jahrzehnten. Die Kotze und Pisse eines nassen Alkoholikers wegzuputzen, ihm den Alk zu beschaffen, ihn bei seinem Arbeitgeber zu entschuldigen usw. usw., all das hält den Säufer am Saufen.

    Man stelle sich vor, man gibt ihm seine Verantwortung zurück und hält Abstand, hält sich raus, zieht aus. Das ist die Chance für sich selber, aber auch für den Alkoholiker. Wohlmöglich kommt er schneller an seinen Tiefpunkt, der sein Wendepunkt werden kann. Aber viele saufen sich trotzdem zu Tode, egal ob die Angehörigen bleiben oder gehen.

    Von daher kann man bedenkenlos gehen.

    Kontakt abbrechen muß nicht sein. Man kann den Kontakt einfach einschlafen lassen. Oder den Kontakt ruhen lassen.

    Oder sich nur vormittags treffen, wenn das Elternteil noch einigermaßen geradeaus gehen kann.

    Man kann die Begegnungen weglassen oder selber gestalten. Oder mittendrin abbrechen. Oder vertagen.

    Man hat die Wahl. Als Kind hatte man keine Wahl. Aber als Erwachsene hat man die Wahl, wie man die Begegnungen gestaltet oder überhaupt haben möchte, wo, wie oft, wie lange...

    Fangt an, mit dem Abstand zu spielen, bis ihr herausfindet, welcher Abstand der richtige für euch ist.

    LG, Linde

    Zitat

    es hätte sich alles geändert, er hat nachgedacht die letzte Zeit, er will sich bessern, sein lebenauf die Reihe kriegen, mich nicht weiter verletzen.

    Hallo neni,

    das sind nur Lippenbekenntnisse. Es hat sich nichts geändert. Er hat nichts geändert. Er könnte jederzeit zu seinem Hausarzt gehen und eine Entgiftung einleiten, er könnte in eine SHG gehen und lernen, wie man trocken bleibt.

    Tut er alles nicht.

    Es ist wichtig abzugleichen, was jemand sagt und was er tut.

    Er kommt vom Alk nicht los und du kommst vom Alkoholiker nicht los... :?

    Nur für bissel S*x? Oder was hält dich in so einer kranken Beziehung?

    Lieber Gruß, Linde