Hallo Ulf,
das liest sich ja grauslig. Die komplette Familie kreist um diesen Mann. Ja, es ist ein Mann. Mit 27 ist man erwachsen. Der ist doch keine 12 mehr....
Unglaublich.
Nichts und niemand wird ihn vom Saufen abhalten, schon gar nicht in dem Beruf und an diesen nassen Orten.
Die alle unterstützen ihn und du sollst jetzt in der Rolle aufgehen, deine Freundin zu unterstützen, damit die weiter ihren Bruder unterstützen kann....? So haltet ihr alle gemeinsam sein bequemes nasses Leben aufrecht.
Wir haben im Forum den Spruch: Hilfe durch Nicht-Hilfe. Wenn der Alkoholiker auf sich selbst zurückgeworfen wird, kann (muß aber nicht!) das zum Tiefpunkt führen. Der dann evtl. zum Wendepunkt wird. Aber das liegt in der Verantwortung des Alkolholikers und nicht in der der Angehörigen.
Du bittest um Rat? Mein Rat: Steig aus diesem suchtkranken Familiensystem aus, so schnell wie möglich. Sei konsequent und mache keine Kompromisse. Ich weiß es ja nicht, ob in deiner Biographie Kinderplanung vorkommt. Ich bin EKA, also Kind aus einer Alkoholikerfamilie. Es war keine schöne Kindheit in einem suchtkranken Familiensystem aufzuwachsen. Ich habe viele kranke Mechanismen übernommen, automatisch, so nebenbei beim Lesen und Schreiben lernen.
Paß auf, daß du nicht zum Co einer Co wirst.
Lieber Gruß und gut, daß du dir online Hilfe suchst.
Ich habe allerdings das mit der Schule editiert. Du solltest auf deine Anonymität achte und nur so schreiben, daß die Familie nicht wiedererkannt werden kann bzw. sich selber zufällig mal wiedererkennt.
Liebe Grüße, Linde