Beiträge von Linde66

    Hallo dce77,

    herzlich Willkommen bei uns Erwachsenen Kindern.

    Ist nicht so einfach, die Eltern ihr Leben so leben zu lassen, wie sie es möchten. Er DARF trinken. Sie DARF sich das anschauen oder gehen.

    Sie müssen sich nicht so verhalten, wie du das gerne hättest. Meine Mutter trinkt, solange ich denken kann. Heimlich und täglich. Jeder weiß es, sie funktioniert irgendwie. Ich halte Abstand. Es ist ihr Leben.

    Helfen kann man nur dann, wenn Hilfe gewünscht ist.

    Wenn er nichts verändern möchte, dann ist das seine Entscheidung und als 74 jähriger erwachsener Mann ist das SEINE Sache. Auch wenn es die Angehörigen gerne anders hätten.

    Hier ist mal ein Link zur Co-Abhängigkeit, in die man als Angehörige reingeraten kann. Verstecke suchen geht schon in die Richtung.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Mond im Fisch,

    herzlich Willkommen hier bei uns EK's.

    Der eigentliche Tagebuchbereich ist im geschützten Teil des Forums. Dort kann das www nicht mitlesen und es gibt so gut wie keine Fluktuation. In den geschützten Bereich kommst du, wenn du den erweiterten Forenzugang beantragst. Er kostet einen kleinen Obulus.

    Aber auch hier im offenen Bereich kannst du dir viel von der Seele schreiben, solltest dir aber bewußt sein, daß das www mitliest.

    Ich schreibe auch schon seit früher Kindheit, es tut einfach gut und sortiert innendrin.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch!

    Linde

    Hallo Kaleu,

    sie hat hart an sich gearbeitet, aber trinken tut sie noch. An ihr hast du 4 1/2 Jahre in einer kranken Beziehung deine Co-Abhängigkeit ausgelebt und nun läuft es?

    Wie meinst du das, du siehst vieles gelassener? Auch ihren Konsum? Wie steht es mit deinem alkoholfreien Umfeld? Und was tust du als z. Zt. trockener Kummersäufer zur Vorbeugung, wenn der nächste Kummer kommt?

    In nur 5 Wochen alles normal...? Ich frag einfach mal! :wink:


    Gruß, Linde

    Hallo Kaleu,

    als du dich hier angemeldet hast vor gut 4 Wochen, da warst du mitten in einer Trennung von einer Frau, von der du annahmst, daß sie Alkoholikerin ist. Du warst mit Liebeskummer beschäftigt und hast begonnen deine Co-Anteile anzuschauen.

    Ich kenne jetzt nicht deinen ganzen Thread, ist deine aktuelle Freundin diese Ex oder eine andere Frau?

    Gruß, Linde

    Huhu Zampano,

    das schlechte Gewissen, das ist auch sowas typisches von EK's. Man selber kommt immer als allerletztes dran. Nur hat man dann meist keine Kraft oder Zeit mehr für sich... :roll:

    Ich finde den Weg, den ich jetzt gehe, auch sehr schön.

    Linde

    Hallo Zampano,

    schön daß du wieder da bist. Ich hoffe, daß deine OP gut verlaufen ist!

    Wir EK wachsen da ja früh rein, es immer allen recht machen zu wollen. Und wenn man nicht aufpaßt, kommt man selber unter die Räder dabei.

    Du hast ja geschrieben, daß du es jedem recht machten wolltest, aber dich selber hast du aus den Augen verloren.

    Gut, daß du jetzt wieder auf dich schauen kannst! Und Abstand, das ist wichtig, sonst wird einem die Kraft abgesogen.


    Viele Grüße, Linde

    Hallo Riona,

    einerseits möchtest du dich von U. abgrenzen. Dann alles mal auf den Tisch bringen. Und außerdem für ihn da sein, weil er ja so einsam ist.

    Und selber fühlst du dich völlig überfordert.

    Wenn ich nicht stabil bin und in mir bin, dann kann ich auch nicht für jemanden anderes da sein. Wie soll das gehen? Du bist auch nicht für ihn zuständig. Da gibt es Profis für. Es ist seine Sache, sich um sich selber zu kümmern, seine Verantwortung.

    Vielleicht kannst du bei dir bleiben und für dich sorgen. Du DARFST dich abgrenzen. Du darfst an dich denken. Und du machst eben nichts kaputt, sondern du machst dich ganz.

    Schreib dir alles von der Seele und rede dir alles von der Seele, das hilft es innendrin zu sortieren.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Lavandula,

    du schreibst

    Zitat

    Klar, mein innres Kind hätte sooo gern einen Freund - und die etwas Ältere natürlich auch

    Du kannst den inneren Kindern je nach Alter innere Helfer an die Seite geben. Mal ist es eine Bärin, eine alte Frau, ein T-Rex, ein Baum... was immer den inneren Kindern gut tut. Heute kannst du hören was sie brauchen und sie gut versorgen.

    Liebe Lindengrüße,

    Hallo riona,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Ich bin selber EK, meine Mutter trinkt "heimlich" seit Jahrzehnten. Jeder weiß es und sie lügt sich und den anderen die offensichtlichen Tatsachen schön. Das ist eines der Symptome bei Alkoholismus.

    In der alkoholkranken Familie spielt jeder seinen Part. Die Angehörigen kreisen in der Umlaufbahn um den Alkoholiker. Man rutscht unmerklich in eine Co-Abhängigkeit hinein, die nichts anderes macht, als den Status Quo zu erhalten. Zum Beispiel: schweigen, verheimlichen, vertuschen, decken, schönreden, verharmlosen usw.

    Es legt sich ein Schweigegelübde über die Familie, nur damit "es" nicht herauskommt.

    Ich bin da herausgekommen. Abstand hat mir geholfen. Abstand halten fiel mir sehr viel leichter als reden. Das konnte ich erst sehr viel später, so "gut" habe ich das Redeverbot verinnerlicht.

    Wir dürfen gehen, wir dürfen reden. Den Co-Abhängigen, der um den Alkoholiker kreist, den können wir auch nicht "retten". Jeder ist ja selbst für sich verantwortlich. Und genau so, wie der Alkoholiker selbst trocken werden muß aus innerer Einsicht, so muß der/die Co auch selber eine Veränderung für sich und das eigene Leben beginnen. Wir Kinder sind da nicht zuständig! Wir meinen nur, jemanden retten zu können und gehen bei dieser Kraftanstrengung schier kaputt.

    Du brauchst nicht unbedingt mit ihnen zu reden, wenn dich das überfordert. Du kannst einfach gehen. Aber du darfst das Schweigen brechen, damit es endlich mal aus dir draußen ist.

    Appelle an Alkoholiker und Co verhallen meist im Nebel des nicht Wahrhabenwollens. Leider ist das so. Wenn du redest, dann tu es für dich und nicht in der Hoffnung, daß sie sich plötzlich ändern.

    Du kannst dich im real life bei einer Suchtberatungsstelle beraten lassen, auch hinsichtlich deiner Schwester.

    Bis denn, Linde

    Hallo misskateshi,

    so ungefähr war das bei mir auch. Mir hat Abstand geholfen. Mit den Jahren kam zu dem äußeren Abstand der innere Abstand dazu. Das ging nicht von heute auf morgen.

    Die Vergangenheit kann man nicht ändern, nur erfassen. Und kann damit das heutige Leben besser gestalten. Die damalige Situation war so wie sie war. Und jetzt ist jetzt. Jetzt kannst du den Abstand zu deiner Mutter verändern und dein Leben lebendig werden lassen. Was sie macht ist ganz allein ihre Sache. Meine Mutter trinkt seit über 40 Jahren, ich kenne das gar nicht anders. Sie ist für ihr Leben verantwortlich, wie sie das macht ist ihre Sache. Ich ahne inzwischen die Abgründe ihrer Biographie, die sie in den Alkoholismus führten. Es ist ihre Entscheidung, das nicht aufzuarbeiten, sondern wegzutrinken. Ich rühre da nicht.

    Ich kümmere mich um mich, damit bin ich reichlich beschäftigt. Mir darf es gut gehen, auch wenn es ihr nicht gut geht. Ich darf mich entfernen. Ich darf aus dem Schatten der Vergangenheit heraustreten.

    Ich habe durch die alkoholbedingte Abwesenheit meiner Mutter früher sehr gelitten. Sie war "da" und war doch nicht da, denn sie war immer umnebelt. Ich fühlte mich im Stich gelassen. Da kam viel Traurigkeit und Wut hoch bei mir.

    Wenn sie es hätte anders leben können, dann hätte sie es gemacht. Ging aber nicht. Die Ursachen dafür liegen in ihrer Biographie vergraben. Nur so kann ich mir ihr Verhalten erklären. Sie konnte es nicht besser. Mehr ging einfach nicht.

    Es ist an MIR, nach der verqueren Kindheit etwas Lebendiges zu gestalten.

    Mir hat auch geholfen, über Frauen zu lesen, es gibt so viele interessante Lebensentwürfe! Und ich habe mich mit anderen Frauen ausgetauscht, älteren Frauen. Ich habe mir "das Mütterliche" von außen geholt und mich damit innendrin geheilt. Ich habe mich therapeutisch begleiten lassen. Und ich kümmere mich sehr liebevoll um mich.

    Viele Grüße, Linde

    Du hast da im Gespräch mit Lavendel etwas Interessantes angesprochen, Depression als eine Art Schutz. In meiner Aufarbeitung bin ich gerade bei sehr sensiblen Themen. Und sicher kein Zufall, kam vor 4 Wochen etwa ein starker depressiver Schub. Wie wenn dieses Nicht-Fühlen ein Schutz vor allzu starkem Fühlen ist. Wie wenn der Rückzug in die Wohnung ein Schutz ist vor Reizüberflutung, wo doch von innen gerade so vieles hoch kommt.

    Was mich sehr gelassen macht im Umgang mit der Depression ist das Wissen darum, daß jeder Schub auch wieder endet. Und daß meine Selbstheilungskräfte, so wie gestern und heute, schon dafür sorgen, daß es mir mehr und mehr gut geht. Ich lasse mich begleiten, ja klar. Aber ich gehe, das kann mir keiner abnehmen. Und inzwischen macht mir das zunehmend Spaß!

    LG, Linde

    Hallo Sonnenstrahl,

    das hört sich richtig gut an. So ähnlich ging es mir gestern abend. Ich bin zu einem Vereinstreffen gegangen, obwohl ich nicht viel Lust hatte. Trotzdem habe ich mich vorher richtig schön angezogen. Mit jeder Minute unter den netten Leuten habe ich mich wohler gefühlt. Viel gelacht, viel gefachsimpelt, einfach toll. Und heute gleich nochmal ein Treffen, auch toll. Geht alles! :D


    LG, Linde

    Hallo misskateshi,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Du wirkst sehr aufgewühlt. Im ersten Thread appelierst du an andere EK's, dieses und jenes zu tun, im zweiten Thread fragst du ob wir es auch erbärmlich finden. Da scheint viel Hass in dir zu sein.

    Ich bewerte weder meine eigene noch deine Kindheit. Es war so wie es war. Und ich mache das beste draus. Und halte Abstand von meiner Familie.

    Alle Gefühle dürfen sein, sie kommen, wollen gefühlt werden und gehen dann wieder.

    Was hast du jetzt für Pläne?


    Eine Bitte habe ich, könntest du in EINEM Thread bleiben? Sonst wird es zu unübersichtlich. Einfach unten auf ANTWORT ERSTELLEN.

    Viele Grüße, Linde