Hallo Paulchen,
auch von mir herzlich Willkommen bei den EK's.
Selbstverständlich könnt ihr euren Vater unterstützen, wenn er es möchte.
Darauf läuft es hinaus.
Gut daß ihr euer eigenes Leben lebt und innerlich bissel Abstand habt. Das ist wichtig.
Bei einem offenen Gespräch mit eurem Vater könnt ihr ja mal die Lage peilen, ob er eine Einsicht in seine Alkoholerkrankung hat oder nicht. Wenn ja, wäre der Weg von ihm zu seinem Hausarzt, der mit ihm eine begleitete Entgiftung besprechen würde, entweder stationär oder ambulant. Außerdem käme Selbsthilfegruppe, Suchtberatungsstelle usw. als Unterstützung hinzu.
Wichtig ist, ihr seid nicht seine Therapeuten. Hilfe anbieten ja, aber mehr geht leider nicht, so schwer das zu begreifen ist. Jegliche Zwangsmaßnahmen oder Druck von außen würden nichts bringen, wenn die Einsicht in die Erkrankung nicht da ist. Das würde wohl im Rückfall enden.
Es ist seine Verantwortung für sein Leben. Die trägt er so gut oder schlecht wie er kann. Fällt schwer, das so hinzunehmen, aber er ist erwachsen...
Du hast gefragt WIE ihr am besten mit ihm redet. Wertschätzend, fragend, offen, nicht bedrängend oder vorwurfsvoll. Ihr könnt eure Besorgnis äußern und Hilfe anbieten.
Hast du dir schonmal Gedanken gemacht für Plan B?
Wenn er NICHT einsichtig ist?
Könntest du dir vorstellen, seine Entscheidung für den Alkohol dann zu akzeptieren?
Lieber Gruß, Linde