Beiträge von Linde66

    Hallo sunshine,

    herzlich Willkommen hier bei uns. Das ist ja ein furchtbarer Schicksalsschlag. Mein ganz herzliches Beileid zu deinem Verlust.

    38 Jahre ist noch soooo jung. Er hätte noch so ein Leben vor sich gehabt, aber die Sucht...

    Hier schreiben viele trockene Alkoholiker, die mal am Tiefpunkt waren und noch rechtzeitig die Kurve gekriegt haben. Aber es schreiben auch Angehörige, die gerade das erleben, was du erlebt hast, nämlich daß sich der Partner zu Tode säuft. Anders kann man es fast nicht sagen. Es ist so irrational.

    Fühl dich gedrückt.

    Magst du dich mit den anderen austauschen oder einfach mal das jetzt von der Seele schreiben? Gibt einfach Bescheid wegen der Freischaltung fürs Forum.

    Liebe Grüße, Linde

    Boah, das wird echt Zeit, daß du ausziehst. Du bist nur dir und deinem Sohn Rechenschaft schuldig.

    Ich würde es den Eltern erst sagen, wenn es konkret wird und ein Unzugstermin feststeht. Sonst hast du vielleicht monatelang Terror.

    Das mit deiner Schwester kommt mir bekannt vor. Es ist nicht unüblich, daß nur ein Geschwister es aus dem nassen Umfeld heraus schafft und die anderen solidarisch drin ihre Kreise drehen.

    Lass dich nicht beirren!

    Lieber Gruß, Linde

    Wie wäre es, wenn du ihn stationär in der nächsten Tierklinik aufnehmen lässt, dann kommt er in versierte Hände.

    Kater haben gern nach Kämpfen vereiterte Stellen im Gesicht. Langzeitantibiotika spritzen, Wunde säubern und eher sogar öffnen und von innen raus heilen lassen. Wäre so meine Erfahrung.

    Das wichtige Thema "Therapie" wurde in Absprache mit Cadda abgetrennt und ihr findet es als eigenen Thread hier:

    Cadda
    15. August 2024 um 07:20

    Die Beziehungen bleiben gleich schlecht bzw. mittelprächtig, so wie seit Jahren. Es geht um Verwandtschaft, nicht um Partnerschaft.

    Abstand zu Menschen die mir nicht gut tun, geht einher mit Nähe zu mir.

    Die dürfen alle so sein wie sie sind. Ich erkläre mich da nicht, rechtfertige mich nicht, schraube auch nicht an ihnen rum. Bringt nichts.

    Wenn es mir zu doll ist, vergrößere ich den Abstand. Ja klar, ist das recht oberflächlich.

    Wirklich gute Freundschaften habe ich außerhalb der Familie.

    Bei mir passiert das so gut wie nie bei außenstehenden Personen, sondern fast ausschließlich bei bestimmten Personenen die mir nahe stehen. Denn nur die können mich so verletzen, daß es richtig weh tut.

    Inzwischen gehe ich aus solchen Situationen aber allermeistens sehr schnell raus.

    Ich habe den Kontakt über viele Jahre komplett abgebrochen. Irgendwann waren sie alt und gebrechlich. Das hat zusätzlich etwas in mir verändert.

    Anfangs hat es sich völlig verkehrt angefühlt und als ich alle Geburts- und Feiertage einmal "ohne" durch hatte, ging es etwas besser.

    Ich habe mich auf mich fokussiert, habe lange Therapie gemacht, Beruf und Hobbys und Freundeskreis entwickelt.

    Inzwischen ist unser Verhältnis wirklich anders, allerdings ist es so, daß sie im hohen Alter aufgehört hat zu trinken.

    Ich kann dich nur ermutigen deinen Weg zu gehen. Du hast nur dieses eine Leben. Ich dachte immer: Wenn ich ausgezogen bin, dann... Wenn ich mit der Therapie fertig bin, dann... Wenn ich lange genug woanders gewohnt habe, dann.... ...... dann fängt MEIN Leben an.

    Nee, das IST ja jetzt bereits, das war es auch damals schon und die ganze Zeit. Es war meine Entscheidung, meinen Fokus weg von dem Sucht-System weg und hin zu mir zu legen.

    Guck den Spruch unter meinen Texten, der bedeutet mir wirklich viel.

    Ich weiß nicht, wie ich hier weiterkommen soll.

    Hallo sohn,

    du bist doch ein ganz eigener Mensch und nicht nur der Sohn einer kranken Mutter.

    Es ist so, daß du nur für dich selber weiterkommen kannst. Du kannst nicht ihr Leben leben und ihr Krankheitseinsicht von außen aufzwingen. Das funktioniert nicht.

    Ich weiß, wie ohnmächtig man sich als EKA fühlt. Mir hat jahrelanger Abstand geholfen. Irgendwann wurde aus dem äußeren Abstand auch ein innerer Abstand. Ich bin ich und sie ist sie.

    Meistens ist es so, daß sich nacheinander alle Familienangehörigen richtigerweise zurückziehen und aus dem kranken System aussteigen. Und allermeistens trifft es den letzten Verbliebenen am härtesten. Da gibts das doofe "schlechte Gewissen", das Pflichtbewußtsein, das Verantwortungsbewußtsein usw., das ein EKA in der Falle hält.

    Du kannst dich an ihrer Situation jaaaaahrelang abarbeiten, während es dir selber immer schlechter geht. Suchtkrankheiten sind anders. Hilfe durch Nicht-Hilfe ist hier angebracht - und sich selber in Sicherheit bringen.

    Ich weiß wie schwer das ist. Es fühlt sich völlig verkehrt an. Aber das einzige was du tun kannst, ist etwas für dich zu tun. Steig aus der Familienkrankheit Alkoholismus aus.

    Lieber Gruß, Linde

    Stop, halt.

    Dein Vater ist ein Depp.

    Ich kenne mich mit so verinnerlichten Sprüchen aus. Ich bin 58 und habe noch genau im Ohr was meiner zu mir gesagt hat. Der Mist ist auf meine Festplatte gewandert und wird dort auch immer bleiben.

    Aber: Heute brauche ich auf den Quatsch nicht mehr zu hören. Ich bin erwachsen und bekomme mein Leben gebacken. Ich habe auch Hilfe von einem Dienst, ohne ging es nicht.

    Bleib dir treu. Du bist jemand ganz eigenes! :)

    Umarmung, Linde

    Er hat dir den Wein gekauft? :shock: Er spielt mit dem Feuer.

    Du kannst gern hier weiter schreiben, aber geh davon aus, daß die Rückmeldungen eben IMMER darauf hinauslaufen, daß Risikominimierung anders aussieht.

    Sowas wird auch deswegen immer wieder angesprochen, damit es eben keiner nachmacht.

    Es soll hier in deinem Thread primär nicht um ihn und sein riskantes Verhalten gehen, sondern um dich.

    Klar bist du nicht schuld, wenn er seine Trinkpause beendet. Dafür ist er selber verantwortlich.

    Machst du auch was für dich gerade?

    Lieber Gruß, Linde