Beiträge von Linde66

    Achtet bei der Bildauswahl auf das Urheberrecht. Entweder eigene Bilder nehmen oder welche von Pixabay. Bei eigenen Bildern bitte keine Personen und insgesamt bitte keine Bilder mit Flaschen o. ä., weil das triggern kann.

    Hallo liebe User und Gäste,

    am 4. November ist unser Forum 19 Jahre alt geworden! Wir sind sozusagen ein alter, weiser Elefant im schnelllebigen Internet. (Schreibt man das mit 3 l?, egal) :lol:

    In dieser Zeit haben zahllose Menschen hier in unserer online-Selbsthilfegruppe gelesen, geschrieben und ihre Suchtselbsthilfe voranbringen können. Wenn ihr oben den Reiter ARTIKEL anklickt, findet ihr u. a. die Grundbausteine, die sich in den fast 20 Jahren online-Suchtselbsthilfe bewährt haben.

    Ja, es ist machbar stabil und zufrieden trocken zu werden und zu bleiben. Man kann durch konsequente Lebensveränderungen die Alkoholkrankheit zum Stillstand bringen.

    Ja, man kann sich als Angehöriger aus co-abhängigen Familienstrukturen lösen, auch wenn die notwendigen Schritte nicht einfach sind.

    Wir haben hier ein moderiertes Forum mit einem engagierten Team und einem technischen Admin, der dafür sorgt, daß wir eine schnelle, sichere Seite haben, die im Internet leicht gefunden werden kann. Updates und Upgrades sind notwendig, und wir versuchen das so hinzubekommen, daß die User jederzeit in ihrer vertrauten Umgebung in Ruhe sich auf ihre Suchtselbsthilfe konzentrieren können.

    19 Jahre, krass. Was hier alles schon los war in den 19 Jahren.... Jede Menge Leben! Ruhig und turbulent, laut und leise, rumeiern auf der Achterbahn und konsequente klare Linie. Die ganze Bandbreite eben.

    Danke an jeden einzelnen hier, daß ihr euch öffnet und hier eure Selbsthilfe betreibt. Viele Gäste lesen hier erst einmal lange mit, bevor sie sich trauen sich anzumelden. Macht das einfach! Wir beißen nicht. Jeder hat mal mit dem ersten Schritt angefangen. Tun muß man tun.

    Danke an die Moderatorenkollegen und ein extra Danke an Admin Alex07, der hier die Technik "schmeißt".

    Und nun stapft der Internet-Elefant "Alkoholikerforum" ruhig weiter in sein 20. Lebensjahr...


    Viele Grüße von eurem Team

    Nimm es zurück.

    Wir sind eine Selbsthilfegruppe für teils schwerkranke Menschen.

    Wir haben seit 19 Jahren mit Erfolg genau dieses Aussehen. Es ist unser Markenzeichen. Es ist seriös, es ist zeitlos und der Fokus liegt auf den Textinhalten.

    Eine Selbsthilfegruppe braucht einen verlässlichen stabilen Rahmen, damit die teils schwerkranken Menschen in Ruhe an sich arbeiten können.

    Hör auf mit uns zu experimentieren. Wir sind hier kein Hobbyforum.

    Nimm die unabgesprochenen Änderungen zurück und lasse die Menschen hier in vertrauter Umgebung an sich arbeiten.


    Denn man kann doch kein CO werden, wenn es zuvor kein/e aktive Alkoholiker/in gibt.

    Meine ersten Kontakt mit Alkoholismus hatte ich, weil ich als Kind mit alkoholkranken Eltern und Großeltern aufgewachsen bin. Da habe ich süchtiges und co-abhängiges Verhalten von klein auf gelernt.

    Für mich waren der Zustand "normal", daß alles um die Alkoholiker kreiste. Sie wurden "geschützt", das Thema war tabu, alles wurde verheimlicht und mir wurden jegliche eigene Gedanken dazu unterbunden. Irgendwann in der Pubertät wurde mir sogar gesagt, daß ich mit meinem Verhalten schuld am Alkoholismus wäre... Mit dem Satz war meine Co-Rolle in der Familie zementiert. Ich habe das nach der jahrelangen Gehirnwäsche geglaubt.

    Ich habe mir zwar später keinen Alkoholiker geangelt, aber das erlernte co-abhängige Verhalten z. B. am Arbeitsplatz und im Verein ausgelebt. Arbeiten bis zur Selbstaufgabe, die Interessen der anderen sind wichtiger als meine, mich immer unterm Radar bewegen um keine Aufmerksamkeit zu bekommen, Mißstände als normal ansehen usw.

    LG, Linde

    Hallo alle,

    bitte führt die Gespräche erst einmal in euren Threads weiter.

    Hier wird abgeschlossen, bis Frau3003 wieder mitschreiben möchte. Ihr letzer Beitrag ist von Samstag und seitdem wurden hier 2 Seiten geschrieben.


    Hallo Frau2003,

    bitte einfach eine PN an mich oder einen anderen Moderator, dann schließen wir deinen Thread wieder auf.


    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Holdy, ich bin EKA, also Tochter einer Alkoholikerin.
    Absolut nichts von uns Angehörigen hat sie über die Jahrzehnte zum Aufhören gebracht. Erst eine lebensgefährliche OP Situation.
    Von daher kündige nichts an, was du nicht durchziehen würdest. Es bringt nichts.
    Es ist so frustrierend. Man ist komplett ohnmächtig, hat null Einfluss. Aber über die Veränderung des eigenen Abstandes kann man für sich selber was tun. Das ist in Ordnung. Der andere hat die Verantwortung für sich und ich hab sie für mich und mache was draus.
    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Mightymary,

    herzlich willkommen bei uns in der Gruppe. Ich bin auch EKA.
    Schlüpfst du in die freiegewordene Rolle deiner Mutter? Wirst du genauso lange brauchen, um aus der Co-Falle rauszukommen?
    Es ist erlaubt, dass es dir gut geht, während es ihm schlecht geht. Er kann jederzeit sich ärztliche Hilfe nehmen und aufhören.
    Aber einfacher und bequemer ist es, die Familienkrankheit Alkoholismus bestehend aus Süchtigen und ihren Co‘s aufrecht zu erhalten.
    Steig aus. Du kannst es und du darfst es. Ich hab den Schritt gemacht. Es war sauschwer. Aber aus der äußeren Abgrenzung wurde eine innere Haltung.
    Meine Mutter ist inzwischen sehr alt, trinkt immer wieder mal. Das ist ihre Sache. Ich halte den Abstand, der mir gut tut.
    Das mit den Waffen. Ganz im Ernst. Geh zur nächsten Polizeistelle, rede ganz offen mit denen, teile deine Sorgen und Beobachtungen mit. Dann geht das seinen Weg. Die behandeln das vertraulich.
    Kann sein, dass er sich erschiesst. Kann sein dass er aus Frust deine Mutter erschiesst. Kann sein dass er aus Wut dich erschiesst. Nein, würde er nie tun? Doch. Fast jeden Tag wird in D eine Frau im Rahmen häuslicher Gewalt umgebracht. Ich würde mit ihm darüber kein Wort reden und den Ball flach halten. Da sollen sich die Profis drum kümmern.

    Ich glaub dir, daß du Schlafstörungen hast. Es ist gut, dass du hier bist. Meistens ist auch nachts irgendjemand online. Aber lesen und schreiben geht immer.

    Lieber Gruß, Linde


    Mir hat es beim Lesen alles zusammengezogen. Für mich wäre das nichts. Den anderen beim Saufen zuschauen und die dann heimfahren, iiih. Ich hatte mal meine betrunkene Mutter im Auto. Der Geruch und die künstlich lustigen Monologe waren unerträglich. Nie wieder.

    Hallo Holdy,

    herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Bei meiner Mutter ist es wohl Betäubung oder Streßkompensation, ich weiß es nicht so genau. Sucht ist von außen nicht zu verstehen. Alkohol wird an den seltsamsten Stellen versteckt, aus Scham? Keine Ahnung.

    Deinen häusliche Situation hört sich sehr anstrengend an. Du willst helfen, sie will keine Hilfe und verhält sich aggressiv und teils irrational. Aber so ist Sucht. Man hat als Angehöriger keine Chance den Alkoholiker trocken zu bekommen.

    Liebe Grüße, Linde

    Ich weiß nicht ob ich nochmal jemanden finden werde, der mir so vertraut ist.

    Das wirst du nie herausfinden, wenn du mit einem Alkoholiker zusammenziehst, ihn heiratest, Kinder bekommst, Schulden aufnehmt usw. usw.

    Es wird nicht einfacher. Von daher lieber früher trennen.

    Aber genausowenig wie er aufhören möchte zu saufen, möchtest du ja auch nicht aufhören ihn zu retten, oder? So gehen Jahre um.