Beiträge von Linde66

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    Wir müssen aber reden wegen der Zukunft, Haus,Hunde, Finanzen und so weiter.

    Wenn du in so ein Gespräch gut vorbereitet reingehst, ist es vielleicht nicht so schwer. Also aufwühlend ist es sicherlich. Aber inhaltlich ist es gut, wenn du vorinformiert bist. Du kannst dich in aller Ruhe schlau machen. Also dich bei der Bank beraten lassen. Vielleicht mit deinem Versicherungsvertreter reden. Eventuell mal in die Runde fragen, ob jemand die Hunde nehmen könnte. Es gibt tolle Menschen, die ein Herz für Handycap-Hunde haben, man muß nur fragen. Manchmal ändern sich eben die Lebenssituationen und Wege trennen sich. Dein Mann muß von deinen Gesprächen nichts mitbekommen. Es dient nur dazu, daß du selber informiert bist, was Sache ist.

    Ich könnte mir vorstellen, daß du dich dann schon handlungsfähiger fühlen wirst, lange bevor irgendwas tatsächlich verändert wird. Das beginnt im Kopf. Ich kenne das von mir so: Wenn ich bei einem Knoten einfach an irgendeiner Ecke anfange, dann kommt Bewegung rein. Selbst wenn vorher monatelang Stillstand war.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Rabbitmaker,

    herzlich Willkommen zurück. Ich habe mal deinen alten Thread rausgekramt und die beiden Themen zusammengefügt, damit wer möchte deine Anfänge zurückverfolgen kann.

    Du hast ne Menge Biographie angesammelt, das reicht für 3 oder 4 Leute. Aber so geht es ja vielen hier. Respekt, daß du dich da nach und nach rausarbeitest. Als Frau freue ich mich besonders, daß du aus der häuslichen Gewalt ausgestiegen bist. Wenn man das als Kind vorgelebt bekommt, wird man später zum Opfer oder Täter - oder auch nicht. Jedenfalls braucht es aktives Handeln, um sich eine konstruktive Streitkultur anzueignen.


    Du schreibst, du bist 2 Wochen ohne und hattest Zittern, Schweißausbruch, Nervosität, Rückenschmerzen und Bauchschmerzen. Hast du einen kalten Entzug gemacht, also ohne ärztliche Begleitung während der Entgiftungsphase? Wäre besser, wenn du das MIT Arzt machst, auch für die Zukunft sollte dein Hausarzt Bescheid wissen.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Fernweh_SAL,

    Willkommen in unserer Gruppe.

    Du hattest dich schon für die Freischaltung beworben, bevor du ein Thema eröffnet hast. Aber jetzt ist alles komplett, danke. :)

    Du wirst zeitnah für den Erfahrungsaustausch freigeschaltet. Bis dahin bitte zunächst nur hier schreiben.

    Liebe Grüße, Linde

    Hallo Luna,

    herzlich Willkommen hier bei uns in der Gruppe.

    Ja klar findest du hier Unterstützung. Du bist nicht die einzige Mama hier im Forum.

    Freut mich, daß du schon 8 nüchterne Tage hast! Dranbleiben!

    Wie hast du entgiftet? Weiß dein Hausarzt Bescheid? Das wäre sinnvoll, ein Check up bringt dir Gewissheit über deinen Zustand. Selber kann man das meist nicht wirklich einschätzen.

    Liebe Grüße, Linde

    Es wäre schon besser, wenn du zeitnah zum Hausarzt gehst, damit der auf dem Laufenden ist und du in sicheren Händen. Du musst kein Held sein und einen kalten Entzug machen. Besprich dich mit dem Hausarzt über den aktuellen Rückfall und wann zu zum letztenmal getrunken hast. Er sollte das wissen, sicher ist sicher.

    Hallo Waldblick,

    herzlich Willkommen bei uns in der Gruppe.

    Zuerst mein aufrichtiges Beileid zum Tod deines Bruders. Trauer und andere Gefühle ungedämpft durchzuleben ist machbar. Ich wünsche dir, daß du jetzt die Hilfe annehmen kannst und dauerhaft abstinent bleibst.

    Im Forum gibts immer mal Einträge über schlimme Erlebnisse, auch Todesfälle im nahen Umfeld und die Gruppe kann das ein Stück weit auffangen. Du bist nicht allein damit.

    Es ist gut, daß du dir jetzt Hilfe online und vor Ort gesucht hast.

    Du schreibst, letzte Woche 20 Flaschen Wein und du wartest auf die Kostenzusage der Reha. Dazwischen müsste die Entgiftung liegen oder wie hast du das mit Diakonie bzw. Hausarzt geplant?

    Ich habe für dich ein eigenes Thema eröffnet, damit du in dem anderen Thema nicht untergehst. Bitte schreibe zunächst auch nur hier bei dir, denn du bist jetzt der wichtigste Mensch.

    Lieber Gruß, Linde

    Hallo Newchance,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Du bist noch nicht fürs Forum freigeschaltet, das wird vermutlich heute noch gemacht. Bitte schreibe bis dahin nur in deinem eigenen Thread und bitte nach erfolgter Freischaltung zunächst 4 Wochen nicht bei anderen Neuen im Vorstellungsbereich. Das betrifft nicht nur dich, sondern alle neu registrierten User.

    Ich kann mir vorstellen, daß es dich in den Fingern juckt, dich überall einzubringen. Aber gerade im Vorstellungsbereich bei den anderen Neuen sollten eher erfahrene User schreiben. Bitte um Verständnis.

    Liebe Grüße, Linde

    Neulich wollte er deine Familie und deine Mutter töten. Du wolltest zur Polizei. Und jetzt hockt er in deiner Wohnung, ihr sollt (?) in Urlaub fahren und du hast Angst davor.

    Ich verspreche dir eine Million, wenn du vom Hochhaus springst. Machst du das dann?

    Versprechungen eines Alkoholikers sind nichts wert.

    Stimmt, der Satz ist ganz wichtig: Hilfe durch Nicht-Hilfe. Wenn man dem Alkohliker immer hinterher räumt, wacht er aus dem Rausch auf und denkt: Ist doch alles paletti, kann ich ja weitersaufen... So verlängert man durch die gut gemeinte Hilfe das Elend.

    Mir ist aber klar, daß es eine Gratwanderung ist als EKA, ich bin selber EKA. Ich habe über viele Jahre den Kontakt komplett einschlafen lassen, sonst wäre ich kaputtgegangen.

    Es gibt ja das Damoklesschwert 'unterlassene Hilfeleistung', aber wie gesagt, man kann Hilfe auch delegieren. Dazu noch das Gerede der Leute. Und das ominöse "schlechte Gewissen", was einem in der endlosen Negativspirale gefangen hält.

    Überdenke deine Prioritäten und fang einfach an zu handeln. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, daß es sich furchtbar verkehrt anfühlt, vor allem an Geburtstagen oder Feiertagen. An diesen bedeutungsschwangeren Tagen "muss" doch Kontakt aufgenommen werden. Nein, muß nicht.

    Was machst du heute für dich?

    Liebe Grüße, Linde :)

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    Einen Pflegegrad würde meine Mutter womöglich noch nicht bekommen, dafür ist sie noch zu sehr beisammen.

    Das vermutest du. Inzwischen gibts Pflegegrad auch für psychische Erkrankungen oder Kombinationen aus körperlichen und seelischen Erkrankungen. Deine Mutter liegt in ihrem Extrementen im Bett und du sagst, sie ist noch gut beisammen. Es wäre gut, wenn sich das außer euch beiden Angehörigen jemand vom Fach anschaut.

    Was ich nicht begreife ist folgendes: Warum in aller Welt machst du den Kontaktabbruch seit Monaten nicht einfach?? Einfach mal testweise? Du hast ein Baby. Das braucht dich mehr als deine Mutter, denn für die könnte der Pflegedienst kommen. Aber solange dein Bruder sich einspannen läßt, braucht deine Mutter nicht in die Gänge zu kommen.

    Ihr könnt euch beide zusammentun und ihr mitteilen, daß ihr beide keinen einzigen Tag länger mehr ihre Scheiße weg macht und sie sich selber kümmern muß. Mal sehen, was dann passiert. Oder auch nicht. Denn sie hat das Recht sich zugrunde zu richten. Aber ihr habt das Recht Abstand zu halten.

    Wer besorgt ihr eigentlich den Alk?

    Komm mal aus deiner Ohnmachtssituation raus und nimm die Zügel in die Hand. Du kannst dich bei einer Suchtberatungsstelle informieren, z. B. über Betreuungsperson.

    Dir darf es gut gehen, auch wenn es ihr schlecht geht. Denn ihr Zustand ist allein ihre Verantwortung. Oder ist sie schon dement? Dann wäre ein Betreuer sinnvoll, aber eher nicht dein Bruder.

    Du bist 31, hast ein Baby und du kannst und solltest machen was du willst. Sie macht ja auch was sie will. Du kannst die Rahmenbedingungen setzen, was du bereit bist zu machen. Und wenn das Null ist, dann haben das sie und dein Bruder zu akzeptieren. Denn jeder aus eurer 3-Personen-Spirale darf aussteigen. Jeder!