Als es aber an der Zeit war zu gehen, fing er jedes Mal eine Diskussion an, dass es mir ja total egal wäre, wenn er stirbt. Ich würde ihn hier alleine lassen, obwohl ich wüsste wie elendig es ihm geht etc. - ich weiß mittlerweile nichts mehr auf solche Aussagen zu antworten
Ein Alkoholiker ist wie ein Schwarzes Loch. Es hockt in der Mitte, dreht sich nur um sich selbst und zieht die komplette Energie des Umfeldes in sich hinein.
Es frisst dich auf.
Ich frage mich, wie lange du diesen Zirkus noch mitmachst. Du gehtst kaputt dabei. Er hört nie auf. Du kannst ihm geben was er will, was du kannst, was dir einfällt... es ist völlig wurscht. Es ist nie genug, es ist immer das falsche, es reicht nie.
Aber das liegt nicht an dir, sondern an seiner verdrehten Denke. Leider macht Alkohol das Gehirn kaputt. Manche sterben schon mit 45, leider ist das so. Ich habe es für mich so verarbeitet, daß ich die kranken Entscheidungen meiner Mutter akzeptiere. Jeder von uns stirbt mal. Manche früher, manche später. Manche so. Leider. Es ist ihre Entscheidung. Von außen kann man nichts erreichen.
Wie wäre die Vorstellung, ihm die Verantwortung für sein Wohl und Wehe zu überreichen und zu gehen? So richtig.
Du kannst guten Gewissens dir selber und jedem anderen gegenüber sagen, daß du ALLES versucht hast und nur noch Profis helfen können - wenn er denn will. Will er aber nicht. Also bist du raus aus der Nummer.
Alles blocken, mal wirklich konsequent, so richtig konsequent.
Du kannst es als etwas ansehen, was du in all den Jahren noch nicht ausprobiert hast. Vielleicht bewirkt es etwas bei ihm, das würdest du erfahren. Einfach mal ein halbes Jahr oder Jahr wegbleiben. Du kannst dich erholen. Er kann trocken werden oder noch tiefer im Sumpf landen. Aber das würde er auch, wenn du dich ausnutzen lässt .
LG, Linde (EKA)