Beiträge von Linde66

    Du schreibst von Parentisierung. Das musste ich erst mal googeln, weiß aber jetzt um was es geht. Ich habs nicht so mit Fremdwörtern, wenn es sich vermeiden läßt. Gibt hier keinen Wettbewerb, wer kennt mehr Fremdwörter..

    Dann schreibst du von 4 x pro Woche Analyse.

    Kann es sein, daß du die Parentisierung überträgst auf das mit der Therapie/Analyse? Also plötzlich verhälst du dich hier wie der Therapeut und nicht wie der Patient? Also vertauschte Rollen, wie damals?

    Warum sonst kommen so viele Fragen und Fachbegriffe, die eigentlich ein Therapeut benutzt und kein Patient?

    Nur mal so meine Gedanken in den Raum gestellt...

    LG, Linde

    Zitat

    Soweit ich bisher weiß, war das bei mir eine Kombination aus Kindheitserfahrungen, PBTS und ein fehlendes unterstützendes Umfeld.

    Da geht der Weg lang. Das "Aufwachen" aus einer PTBS ist eine Wegstrecke, bei der man als Erwachsene an viele Menschen andockt, die ans verinnerlichte - kranke - Muster erinnern.

    Hinschauen, den Fokus dabei aber auf sich selber legen und die Zeiten sortieren. Bin ich das, die das jetzt gerade entscheidet oder funktioniere ich nach einem verinnerlichten kranken Muster...

    In dem Zitat oben wollte ich nachfragen, was genau für dich "das" ist.

    Viele Grüße, Linde

    Hallo Liesel,

    eine Suchterkrankung ist keine "normale" Schwierigkeit, wie z. B. ein kaputtes Auto und der Frage nach der Finanzierung der Reparatur. (nur mal an den Haaren herbeigezogen) Es gibt bei einem nicht suchterkrankten Paar vieles, was man gemeinsam angehen, durchstehen oder lösen kann.

    Aber wenn der Partner eine Suchterkrankung hat, dann ist man weder verantwortlich für deren Entstehung, noch deren Stoppen. Das ist einzig die Verantwortung des Suchterkrankten.

    Zusammenhalt ist in dem Fall oft kontraproduktiv, denn man verhindert den Tiefpunkt des Partners - während einem die eigene Lebenszeit zwischen den Fingern zerrinnt. Wir haben hier immer mal das Thema "Hilfe durch Nichthilfe".

    Viele liebe Grüße, Linde

    Viele User nutzen nicht nur unsere online - Selbsthilfegruppe, sondern gehen auch in reale Selbsthilfegruppen, zu Suchtberatungsstellen, zum Therapeuten und vielen anderen realen Angeboten der Suchthilfe bzw. Suchtselbsthilfe.

    Wir sehen das nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung.


    Trotzdem gibts eine Einschränkung:

    Laßt die genauen Bezeichnungen eurer realen Gruppen hier im Forum weg.

    Umschreibt es als 'reale Gruppe', wenn ihr von einem Termin schreibt, aber laßt den Namen weg. Es soll hier im Forum keine Werbung für bestimmte Gruppen rein und es sollen schon gar keine Interna aus Gruppenstunden ausgeplaudert werden. Bitte trennt das!


    Wenn sich Menschen hier in diesem Forum ihre online-Gruppe suchen, dann haben sie ihre Gründe dafür. Sicherlich weiß heutzutage jeder, daß es auch reale Gruppen gibt und wie die alle heißen. Respektiert bitte die Entscheidung der Neuankömmlinge hier, daß sie sich für diese online Gruppe hier entschieden haben und laßt sie hier ihre Selbsthilfe betreiben. Drängt sie nicht in eine oder "eure" reale Gruppe.


    Wenn Hinweise auf bestimmte Gruppen - egal welche! - überhand nehmen, kann es sein, daß editiert wird.

    Daher bitten wir um Beachtung.

    Euer Forenteam

    Hallo berta,

    wie gehts dir inzwischen, hast du dich beruhigen können? Solche Tage können sehr aufwühlend sein, genau wie Weihnachten oder Geburtstage.

    Ich hatte viele Jahre keinen Kontakt zu meiner Mutter. Es war ein Prozeß auf beiden Seiten notwendig, aber jetzt ist es gut wie es ist.

    Bleib dran.

    Liebe Grüße, Linde

    Für einen Macher, wie du wirkst, ist es vermutlich sehr schwer zu akzeptieren, daß eine Suchterkrankung von außen nicht geheilt werden kann. Ohne Mithilfe des Betroffenen ist die Sucht nicht zum Stillstand zu bringen. Ich habe einige Verwandte verloren, die sich nicht helfen lassen wollten.

    Du wirkst wütend "aufs System". Aber das System ist gut. Es gibt zahllose ambulante und stationäre Hilfeangebote für diejenigen, die die Hilfe von sich aus annehmen möchten. Voraussetzung dafür ist aber der persönliche Tiefpunkt, an dem der Alkoholiker bereit ist Hilfe anzunehmen, zunehmend auch Verantwortung zu übernehmen und sein Leben zu ändern.

    Bei ihrem letzten Aufenthalt war sie 3 Wochen nüchtern, kaum Therapiegespräche, eigentlich nichts.

    Das halte ich für üblich in den ersten 3 Wochen. Da läuft die körperliche Entgiftung. Der Körper hat reichlich zu tun.

    Liebe Grüße, Linde

    Zitat

    für was benötigt man sie dann?

    Für die Alkoholiker mit Krankheitseinsicht und dem Wunsch, ihre Krankheit zum Stillstand zu bringen. Wenn jemand an dem Punkt ankommt, von sich aus Hilfe anzunehmen, dann greifen auch die angebotenen Hilfestellungen. Sowie der Mensch eigenverantwortlich die Hilfen annimmt und im Alltag umsetzt, kann er trocken werden und bleiben.

    Von außen kann weder Liebe noch ärztliche Kunst jemanden trocken bekommen.

    Lieber Gruß, Linde

    o.k., danke für die Info.

    Dranbleiben!

    Und bis zur Freischaltung nur hier in deinem Thema schreiben. :)

    Eins fällt mir noch ein, halse deiner Partnerin keine Verantwortung auf, selbst wenn sie dich unterstützen will. Du bist verantwortlich. Was änderst du in deinem Alltag? Ist dein Zuhause konsequent schon alkfrei?

    LG, Linde

    Hallo Peter Lustig,

    herzlich Willkommen hier.

    Bitte schreibe erst mal nur hier in deinem Thema und nicht bei anderen.

    Erst wenn du freigeschaltet bist fürs Forum, gehts dann richtig los.

    Eventuell habe ich es überlesen: An welchem Tag hast du zum letztenmal Alkohol getrunken?

    Grüße, Linde

    Zitat

    Es ist, als wenn meine Kinder mit dem Thema nichts zu tun haben wollen. Ist diese Distanzierung gut?

    Wenn sie Abstand und Thema-Ausblenden als Schutzmechanismus noch brauchen, dann hat das seine Gründe.

    Wieso sie zum Psychologen schleppen?

    Zitat

    Ich würde an Eurer Stelle versuchen, das Thema mit einem Psychologen aufzuarbeiten oder zumindest in einer SHG für Angehörige von Alkoholikern zu thematisieren.

    Das halte ich für "drüber".

    Wie wäre es ihnen zu sagen, daß sie jederzeit zu dir kommen können, wenn sie mal Fragen haben. Also ein Gesprächsangebot machen, ihnen aber nichts aufdrängen.

    "Du bist ein armes EKA und gehörst zum Psychologen...", das ist genau der Weg, um zu erreichen, daß sie komplett dicht machen.

    LG, Linde (EKA)