Hallo, Dagmar,
ich glaube, es muss auf ein "immer" hinauslaufen. Wenn einer fast 40 Jahre trinkt und so viele Anläufe und Chancen hatte...
Ich will nicht mehr warten oder abwarten. Und ehrlich, ich kann mir nicht mal mehr vorstellen, wie noch vor 2 Jahren, dass ich mit ihm als trockenem Alkohliker auskommen könnte. Ein falsches Stück Schokolade mit Rum...Und ich weiß, sobald ich nicht so funktioniere, wie er möchte, hat er wieder einen Grund zu trinken, das Spiel hatte ich schon soooo oft.
Einen schönen Abend
Gartenarbeit
Beiträge von Gartenarbeit
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Liebe Dagmar, das hast du gut gesagt.
Auch ich hab ja meinem Mann gesagt, dass seine Worte mich nicht berühren, nur seine Taten. Man kann gar nicht wissen, was wahr ist und was nicht. das weiß der Kranke mit Sicherheit auch nicht. Und von Taten hatte ich gerade wirklich genug.
GLG
Gartenarbeit
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Guten Abend.
Heute ist mein Mann freiwillig zur Entgiftung gefahren, hatte sich wohl auch gekümmert, dass es schnell geht. Viell. kommt er danach gleich zur LZT. Dann muss ich ihm sagen, dass ich nicht mehr will. Hatte heute einen Termin bei einer Psychologin und wieder daran gedacht, dass es vor 12 (!!!) Jahren schon ein einschneidendes Erlebnis gab, danach hätte ich schon gehen müssen...Ich will es jetzt schaffen!!! Und schon beginnt er mir wieder Leid zu tun...Ich darf nicht wieder umfallen...es ist wirklich wie eine Abhängigkeit, nur über den Kopf zu schaffen und der sieht ja durch...Ich darf mich nicht verwirren lassen...
Hier zu lesen hilft ganz doll!!
Und trotzdem tut es weh...
Viele Grüße von der traurigen
Gartenarbeit
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Hallo, pensamentos,
mein Mann macht gerade seine 4. Entgiftung innerhalb von knapp 3 Jahren und danach wohl seine 2. LZT. Mein Kopf sagt, jetzt ist SCHLUSS! Ich werde kein Vertrauen in diesen Mann mehr haben können. Ich weiß nur nicht, wie ich ihm dass mitteilen soll, das wird ganz schwer und ich weiß, ich darf nicht umkippen, wenn ich jemals wieder ein selbstbestimmtes Leben führen will. In den letzten Wochen war er nicht ansprechbar, würde mal sagen nicht zurechnungsfähig.
Hallo, Thelma, auch ich bin und bleibe mit drei Kindern im gemeinsamen Haus. Irgendwie muss sich das ja klären, wenn ich wirklich nicht mehr will. Und ich weiß ja auch, dass meine Dulderei sehr viel zu dem jetzigen Zustand beigetragen hat. Was mir sehr, sehr weh tut, ist, dass die Kinder so in dieses Chaos reingezogen wurden. Was werden sie später über ihre Kindheit denken und fühlen? Was haben sie gelernt über Beziehungen zwischen Mann und Frau? Ich hoffe sehr, dass mein Kopf in den nächsten Monaten stark bleibt. Dann können sie viell. noch ein paar Kindheitsjahre in Frieden verbringen.
Euch allen einen schönen Tag
LG
Gartenarbeit
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Liebe babsiline,
ich kann dir nicht sagen, du musst dich sofort von dem Mann trennen, aber ich kann dir mal kurz schildern, wies bei mir war und ist:
Seit 4 Jahren hab ich wirklich die Nase voll von seiner Trinkerei. Vor 3 Jahren drohte ich mit Trennung, ganz massiv, wir wohnen seitdem im gleichen Haus in 2 Whg. Was ist seit dem passiert: 3 Entgiftungen, eine LZT, die nächste Entgiftung und LZT stehen an. Seit einigen Wochen rede ich nicht mehr mit ihm. Hab auch keine Hoffnung mehr. Und all die Zeit war ICH für ihn das Problem! Er gibt mir immer noch die Schuld an Beziehungskrise. Nach dem Motto: Erst funktionierende Frau, dann viell. auch kein Alkohol mehr. Und immer noch sieht er gar nichts ein und kann sich ein Leben ohne Alkohol nicht vorstellen, er will "kontrolliert" trinken, was wohl der größte Blödsinn ist. Und die ganze Zeit leiden die Kinder! Ich will ihnen das Gebrülle und die ganzen Szenen nicht mehr antun. Ich werde mich jetzt endlich von ihm trennen, auch wenn es jeden Tag Umfallsituationen gibt und Zweifel, aber es wird ganz langsam leichter, loszulassen.
Ich wünsch dir ganz viel Kraft und das du es schaffst, dich für dich und deine Kinder zu entscheiden.
glg
gartenarbeit
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Viele Grüße natürlich noch und einen schönen Tag wünscht Gartenarbeit
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Guten Morgen, Doro,
wie Linde sagt,es ist ein Weg. Nicht nur mal einen Hebel umlegen. Es ist echt Arbeit, auf diesem Weg zu bleiben. Man muss jeden Tag was dafür tun. Und nebenher ist so viel Traurigkeit und Sehnsucht, aber sein wir mal ehrlich, nach was? Aber da ist auch riesig viel Wut und Ärger und Hilflosigkeit. Das muss alles erst mal bearbeitet werden, bevor ich mit diesem Mann, wenn er denn nüchtern wäre, auch nur darüber reden könnte, wie es weiter gehen soll. -
Liebe Doro,
die Angst habe ich auch. Ich bin schon soooo oft wieder umgefallen, dass es schon ein eingefleischtes Verhaltensmuster zu sein scheint. Mann ist/wirkt nüchtern, und schon geht das Gedenke los: "War es denn so schlimm? Viell. wirds ja wieder...Jetzt ist er ok und ich hatte den ganzen Kampf mit den nassen Phasen und jetzt will ich ihn mal richtig..".oder so ähnlich. Allerdings ist in den letzten Wochen so viel Ekliges passiert, dass dies Angst wohl kleiner zu werden scheint. Und Kontaktsperre, so weit es geht, ist sehr wichtig.
Gehts Dir gut mit Dir allein? Denk in Umfallsituationen immer an das, was Du nicht mehr willst.
Ich will am liebsten NICHTS mehr mit Suchtgehabe zu tun haben. Es ist mir so zuwider. Ich will auch für mich gesund werden, ohne Abhängigkeiten von Menschen oder Stoffen oder Zuständen. Das istt noch ein langer Weg.
GLG
Gartenarbeit -
Hallo, Erika,
das kenne ich nur zu gut. Es ging mir immer gut, wenn er nicht da war. War wie Aufatmen. Und wozu habe ich es genutzt? Mir alles schön geredet! Über ihn und die Sucht nachgedacht und gedacht, ist ja nur ne Krankheit und es wird schon wieder und mal abwarten...und bald war alles wie vorher und für mich immer unerträglicher. Meine jetzige Situation ist auch nicht zum Wohlfühlen, aber mit dem Versuch, jeglichen Kontakt abzubrechen, kann ich mich erst wirklich auf mich besinnen. Ich hoffe, ich halte es durch, denn die Erfahrung hat bewiesen: Warten ist sinnlos! er ist nicht zu ändern. Und er sagt heute, wo er vor der 2. LZT steht, ganz ohne Alkohol wird er nie leben wollen - ok, dann aber ohne mich. Viell. ist es bei Dir anders, manche schaffen es ja wirklich. Mir ist erst mal wichtig, ohne ihn zu denken und klarzukommen. Was er macht, ist mir egal. (Nur nicht immer leicht, unter einem Dach!) Er kann sich nur selber helfen, wenn er denn will.
Ich wünsche Dir viel Kraft und bleib bei Dir.
LG Gartenarbeit -
Guten Morgen!
Danke Euch.
Die LZT ist ja beantragt und ich denke, so lange wirds nicht dauern. Dann wär es gut, die Wohnfrage anzusprechen, wenn er da ist. Wenn er viell. mal wieder was aufnehmen kann und Leute hat zum Reden.
Oh, es ist noch so ein weiter Weg! Schlecht geschlafen, Regen, Kopfweh...trotzdem: Think Pink!
Eine schöne Woche
wünscht
Gartenarbeit -
Oh, Dagmar, du hast so recht. Meiner trinkt seit ca. 40 Jahren.
Brücken und Bäume hat er auch schon genannt. Das macht so Angst. Er müsste wirklich in eine Klinik, ganz schnell.
Muss jetzt nachdenken.
Danke für deine Worte.
LG
Gartenarbeit -
...drohte, das Haus abzufackeln ...
Das ist auch meine Angst. Er droht ab und zu mal, es würde "was ganz Schlimmes" passieren...Er hat bisher (fast) nur verbal agiert. Außer die fliegenden Teller aus dem Fenster. Wie ernst muss man diese Drohungen, auch mit Selbstmord, nehmen? Bin ich wieder zu blauäugig?
Gruß
Gartenarbeit -
Liebe Kathrin,
diese Wehmuts-Momente kenne ich zur Genüge. Aber du schreibst ja selbst, dass es diese Beziehung, so wie du sie im Kopf erinnerst, in Wirklichkeit nicht gegeben hat. Auch ich hab mir so lange was vorgemacht und meine Wünsche in den Anderen reingedacht, und damit mir und auch ihm was vorgemacht. Immer , wenn jetzt so ein Moment der Sehnsucht kommt, was sehr oft passiert, denke ich: Stop. Wie war es wirklich? ZB. "Oh, die schönen Spaziergänge...": 1. Kinder(=Stress für Mann) waren nicht dabei. 2. Ich kann nicht mein Leben lang spazieren gehen. 3. Kind 1 redet immer noch nicht mit ihm. 4. Er trinkt immer noch und bietet regelmäßig unangenehme Situationen usw.
Das ändert nichts daran, dass so ein Spaziergang für sich genommen schön war, aber nur, weil ich alles drumrum ausgeblendet habe.
GLG
Gartenarbeit -
Danke, Dagmar.
Stimmt, das in-einem-haus-leben macht es ihm schon etwas einfacher. Und mir schwerer. Er macht sich zwar kein Brot mehr in meiner Küche, wie noch vor ein paar Monaten - aber da haben wir auch noch öfter zusammen mit den Kindern gegessen - aber er kommt ganz bestimmt in die Wohnung, wenn wir nicht da sind. Schaut aus dem Fenster, wenn wir rausgehen. Fühle mich schon sehr beobachtet. Verantwortung für irgendwas an Kindern oder Haus bringt er nicht auf, kann er auch gar nicht in seinem Zustand. Aber was solls, wenn er hier nicht wohnen würde, müsste ich auch alles allein machen.
Dagmar, wohnst du da noch? Wie habt ihr das geregelt?
Schönen Abend
wünscht
Gartenarbeit -
Danke, Dagmar.
Ich sehe schon "Schuld"bei mir, und das ist genau dieses ewige Warten und so tun, als ob es doch ganz gut ginge, damit festigt man die Krankheit beim Anderen nur. Und dann kommt es zu solch schwachsinnigen Äußerungen, die einen die Achtung vor dem Anderen echt rauben können, egal, ob krank. Und das ist mein Anteil Schuld, dass ich, hätte ich vor 10 Jahren schon meine ehrliche Meinung gesagt, mein und viell. auch sein Leben in andere Bahnen hätte lenken können.
Pandora, ich lese die sms immer noch, gerade kam mal wieder eine freundliche(nein, nicht umfallen, die bösen kommen auch wieder!), aber ich antworte seit ca. 2 Wochen nicht mehr. Am Tel. frage ich, was er will, dann eiert er meist rum, dann wird aufgelegt. Ich hab das Gefühl, mit jedem Tag, den ich das durchhalte, wird es einfacher für mich.
Schönen Sonntag noch
LG
Gartenarbeit -
Guten Morgen!
Nachts kamen wieder sms mit "Schuld bei mir" und "erst frau, dann kein Alk mehr" - so was Dämliches! Ich wollte es gar nicht mehr lesen und machs doch immer wieder! Wie geht Ihr damit um?
Am liebsten hätte ich auch mal eine LZT, in einer schönen Gegend, mit Schwimmbad udgl. Muss man sich mal vorstellen, da war einer für VIER Monate, alles wurde bezahlt, hat nicht geklappt, also darf er bald wieder. Nun, lassen wir mal keinen Neid aufkommen, möchte ja wirklich nicht mit ihm tauschen.
Heut siehts nieselig aus, was den Lauf am Vormittag aber nicht stören wird. Viell. lauf ich vor was weg. Hatte mal ne Zeit, da bin ich 2mal die Woche durch den Wald geritten, als Kompensation. Aber jetzt kommt nächste Woche der nächste Schritt: RATermin.
Einen schönen Sonntag
wünscht
Gartenarbeit -
Guten Morgen,
es ist ja mit "nichts mehr trinken" nicht getan. In ganz vielen Lebensmitteln ist Alkohol drin. Man muss da ganz doll aufpassen. Schon ein Schwarzwälderkirscheis kann das Suchtgedächtnis wieder loslegen lassen.
Schönen Sonntag
Gartenarbeit -
Hallo, zoe und Pandora,
das Haus gehört uns beiden. In der unteren Whg. haben wir zusammen gelebt, bis vor 3 Jahren. Da ist er dann, auch mit Hilfe von RA, nach oben gezogen. Nach der LZT war ich lange fast jeden Abend oben zum fernsehn, aber hab immer unten geschlafen. Seit Ende Dez. war ich nicht mehr oben. Da war ein Tag, an dem er völlig ausgerastet ist und seit dem is Sense mit hochgehn bei mir. Will da gar nicht hin. Also, offiziell ist das hier meine Wohnung. Kapiert er aber nicht. Sicherlich kann ich über RA wieder durchsetzen, dass er hier nicht reinkommt. Auch wenn er sich daneben benimmt, kann die RA über einstweilige Verfügung bestimmen, dass er auszieht. So wirds wohl werden müssen, aber ich GRAULE mich so vor diesem Stress! Wenn ich mit ihm reden könnte, wären da 2 Möglichkeiten: Er zahlt mich aus+Unterhalt, dann gehe ich. Kann er aber finanziell kaum machen. Oder ich zahle ihn aus und er geht. Das wäre die für mich bessere Variante. Jetzt mach ich einen Schritt nach dem anderen. Der erste wird sein, nächste Woche bei der RA einen Termin zu machen.
LG
Gartenarbeit -
Danke, kathrin.
Ja, die Wohnungen sind richtig getrennt. Wir ja auch, offiziell und amtsmäßig seit fast 3 Jahren, das hab ich auch nach der LZT nicht ändern lassen. Aber: ich könnte ja abschließen...er kommt oft nachts in die Küche und legt liebe oder blöde Zettel hin. Er hat einen Schlüssel. Würde ich abschließen, würde er Radau machen und brüllen, dass es SEIN Haus ist. Er hat nichts begriffen, auch weil ich mich und meine Grenzen nicht klar erkennen ließ in den letzten Jahren und eigentlich in den ganzen 21 Jahren in unserer Beziehung.
LG
Gartenarbeit -
Ja, Doro, viell. ist das unser bestimmte Macke, so schnell zu verzeihen! Andere Leute würden das nicht und genau die würden aber auch keine Beziehung zu solchen wie unseren Partnern eingehen, denke ich.
Mir gehts wie Dir, das mit der "Krankheit" ist für mich, wo ich jetzt sooo lange damit zu tun habe, immer schwerer zu verstehen. Er kauft das Zeug, er schüttets in sich rein, dann darf er Teller aus dem Fenster schmeißen, sich bei den Kindern entschuldigen ("Musste mal sein, war wie eine Befreiung")und Mami sagt, ja, der Papa ist krank. Das kann doch irgendwie nicht stimmen.
Gruß
Gartenarbeit