Beiträge von Miri73

    Hallo Hartmut,
    mein Anwenderproblem ist Dank Deines Tips behoben! Dankeschön.

    Du hast übrigens den Nagel auf den Kopf getroffen: ich will nicht zusehen! Mein Mann war meine erste große Liebe, wir haben erst vor 4 Jahres ganz romantisch auf einem Leuchtturm geheiratet, haben uns zwei Firmen zusammen aufgebaut, wovon eine mittlerweile ganz nah am Abgrund steht. DAS KANN DOCH ALLES NICHT SEIN! Wenn er so weitermacht, sind wir beide pleite und haben den Hals voller Schulden. Und ich kann nur zusehen!?! Dann will ich wenigstens verstehen, warum er so reagiert und möchte vielleicht auch nur wissen, dass es - obwohl er es immer anders sagt und mir gegenüber zum Ausdruck bringt- nicht persönlich gegen mich gerichtet ist.
    Kannst Du das verstehen?
    Was kann ich tun, damit er endlich aufwacht? Die Diabetes wird auch nicht gerade durch Alkohol unterstützt. Tief in ihm muß doch noch der alte Mann sein, den ich mal geliebt habe und der mich mal geliebt hat.
    Es tut einfach sehr weh, ihn zu sehen. Durch unseren Sport und die Firmen haben wir ca. 3x die Woche Kontakt, was mir nicht gut bekommt. Aber ich kann leider nicht einfach die Stadt verlassen oder den Kontakt komplett einstellen.
    Ich glaube, ich bin mit der Antwort auf die Frage nach dem "was" total überfordert. Bitte entschuldige. Und Danke.
    Miri

    Ich würde gerne noch etwas wissen...

    wie fühlt man sich, wenn man endlich wieder Alkohol getrunken hat (z.B. nach einem langen Arbeitstag kann man abends endlich wieder sein Bier o.ä. trinken)?

    mein Mann wird sehr aufbrausend und streitsüchtig, aber eigentlich ist das doch der den ganzen Tag langersehnte Zustand, da sollte doch alles toll sein! Warum ist das nicht so?

    Viele Grüße,
    Miri

    Hallo ihr Drei,
    zunächst entschuldigt bitte, aber ich bin leider nicht täglich online!

    Liebe Dorothea, vielen Dank für Deine offenen und ehrlichen Worte. Deine Antworten helfen mir weiter, langsam etwas mehr zu verstehen was und warum das alles in den letzten zwei Jahren passiert ist. Vieles muss erst noch sacken, es werden neue Fragen kommen, aber die Denkweise wird mir viel klarer und nimmt mir einen Teil meiner Selbstzweifel und Schuldgedanken.

    Dir Kaltblut, möchte mit den Worten von Paddy antworten: "Das ist auch ein Teil der Auseinandersetzung mit der Sucht." Ich muss das warum verstehen und dass nicht ich der Grund bin oder war, wie mein Mann mir immer einreden möchte, sondern dass es etwas anderes gibt, dass dafür verantwortlich ist, dass ich nicht beeinflussen kann und er scheinbar auch nicht so wirklich. Sonst kann ich mit mir selbst nicht ins Reine kommen und mich selber nicht so richtig im Spiegel ansehen. Ich kenne ja nur seine Version der Dinge. "ich bin an allem schuld, habe ihn im Stich gelassen etc." Ich versuche, soviel Abstand wie möglich zu meinem Mann zu halten, kann aber wegen der Firma nicht immer so wie ich gerne möchte. Private Gespräche oder freundschaftliche Gesten unterbinde ich sofort und beschränke mich aufs Geschäft. Leider empfinde ich immer noch irgendetwas, dass ich ehrlicherweise noch nicht einmal wirklich beschreiben kann für ihn.
    Ich möchte auch gern so einfach wie er zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen können und alles verdrängen oder abhaken oder was auch immer. Nur bin ich leider anders - der perfekte Co.! Immer grübeln, die Schuld bei sich suchen und helfen wollen. Damit ich hiermit aufhören kann, brauche ich dringend die Antworten!

    Dir Paddy, Danke für Dein Einfühlungsvermögen! Es ist glaube ich wirklich so wie Du sagst: die Fragen gehören zum Weg. Ich möchte mich auch nie mehr in so eine Abhängigkeit und Selbstaufgabe begeben, bin aber so aufgewachsen. Meine Eltern haben immer alles für unsere kleine Familie getan; es war immer selbstverständlich, Rücksicht zu nehmen, erst den anderen die Wünsche zu erfüllen statt sich selbst mal vorne an zu stellen. Ich konnte auch nicht verstehen, warum das für meinen Mann nicht auch selbstverständlich war und "Ich habe mich oft gefragt, warum mein mann ausgerechent MICH zu seinem Sündenbock ausgesucht hat. Ich, die ihm doch immer geholfen hat." das habe ich mich auch oft gefragt.
    Eure Antworten helfen mir sehr.

    Tausend Dank!

    Hoffentlich schreiben noch andere Betroffene aus ihrer Sichtweise, jeder Beitrag bringt mich ein Stück weiter auf meinem Weg und andere bestimmt auch.

    Liebe Grüße,
    Miri

    Hallo Sandy,
    leider bin ich nicht täglich online - ich versuche aber meine Frequenz jetzt zu erhöhen nachdem meine Renovierungsarbeiten und "letzte-Sachen-Abhol-Aktionen" meines Mannes hoffentlich bald ausgestanden sind.
    Ich bekam von ihm ständig den Vorwurf, nicht genug in der Firma getan zu haben. Alle Zeit, die ich ihm früher durch meinen Mehreinsatz freigeschaufelt habe, hat er an andere "verschenkt" statt sie auch mal mit mir zu nutzen. Morgens 1/2 Stunde beim Frühstück, abends eine Stunde beim Essen und anschließenden Fernsehen oder Anhören seiner alkoholvernebelten sich immer wiederholenden Storys, das war seiner Meinung nach völlig genug Zeit miteinander.

    Ich weiß nicht, ob es etwas ändert, ihm noch mehr Zeit zur Verfügung zu stellen, die er dann ja doch nicht in dir Firma investiert. Da ich auch ganztags arbeite, kann ich erst abends dort sein, also kaum etwas am Tagesgeschehen ändern. Ich traue mich auch nicht, die Mitarbeiter direkt anzusprechen. Dann müßte ich mich offen gegen meinen Mann stellen; außerdem will er nicht, dass sie von unserer Trennung wissen, damit sie sich keine unnützen Sorgen machen. Da er aber wohl in letzter Zeit sehr abfällig über mich spricht, denken die sich eh ihren Teil (auch weil seine bestebeste Freundin immer noch ständig dort aufschlägt..).

    Zitat von Sandy1234


    Mein Mann ist der Typ, der den Kopf in den Sand steckt, wenn es unangenehm wird und ich bin damals aus allen Wolken gefallen und frage mich heute oft, was wäre, wenn ich mehr hinterfragt hätte oder mich mehr mit eingebracht hätte. Und machte mir auch sehr große Vorwürfe, warum ich nicht bemerkt habe, daß da ganz gehörig was schief läuft und wie oft habe ich mich oder ihn gefragt, warum er nichts erzählt hat.


    Das ist bei uns ähnlich: er will die Probleme nicht sehen und diskutiert sie weg oder tut einfach alles ab. Liquidität ist in der Firma quasi nicht mehr vorhanden. Gott sei Dank habe ich ihn zu einer Beratung in der IHK überreden können; die schicken einen Unternehmensberater. Wenn es nur mal nicht zu spät ist!

    Zitat von Sandy1234

    Wir hatten das damals ganz klar geregelt, er die Firma, ich meinen Vollzeitjob und Haushalt etc gemeinsam. Nach außen sah alles toll aus. Florierende Firma. Reden über Probleme, das ist doch unmännlich. Da greift er lieber zum Freund Alkohol, bloß nicht eingestehen, daß was nicht so läuft wie geplant oder man über den Tisch gezogen wurde. Von alleine aber ändert sich nichts.


    Bei uns gab es auch mal diese Regelung, wohl bemerkt "gab". Die ist schleichend nach und nach von ihm gekippt worden. Seine Arbeitszeit ist zu kostbar für den Haushalt, da kann er in der Firma mehr ausrichten und würde seine tolle Gabe im Haushalt nur vergeuden und unter Wert verkaufen. Wenn er denn auch was in der Firma tun würde statt im Haushalt mal mit anzupacken!
    Mein Job ist übrigens auch total einfach - ich bin ja als Angestellte so gut dran, das Geld kommt von alleine, Probleme gibt es nicht und Druck von den Vorgesetzten schon gar nicht. In welcher Welt leben die denn?
    Ich hoffe jetzt erst mal auf den Unternehmensberater - wenn er ihn nicht rauswirft, sobald das erste Zeichen von Kritik kommt...
    Ach Sandy, ich weiß auch nicht, was jetzt richtig und falsch ist. Klar ist nur, er sieht nichts ein, macht alles richtig und will die Brisanz der Situation am liebsten nicht wahrhaben. Ich halte Dich auf dem Laufenden was passiert. Vielleicht kannst Du das eine oder andere auch für Dich / Euch verwerten!
    Ganz liebe Grüße,
    Miri

    Ich habe in den letzten Wochen sehr viele Berichte von Alkoholabhängigen und Co-Abhängigen gelesen. Ich habe mich vor gut 2 1/2 Monaten von meinem Mann, der großen und bisher einzigen Liebe meines Lebens getrennt, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Die Aggressionen, körperliches und seelische Gewalt haben mich ans Ende meiner Kraft und kurz vors Durchdrehen gebracht. Ich war nervlich am Ende, habe selber aggressiv auf Sticheleien und Verletzungen reagiert und auch in mir unerkannte Seiten entdeckt, leider auch nicht so schöne wie Beschimpfungen, lautes Schreien im Streit, etc.
    Seit unserer Trennung stelle ich mir täglich viele Fragen, die mir nur ehemalige Abhängige beantworten können:

    - während der Sucht nimmt man den Partner nicht mehr als geliebten Menschen wahr; er nörgelt nur, stört, nervt, fordert, meckert...
    man sieht scheinbar nicht, wie er / sie leidet
    => wacht man irgendwann auf und sieht / sieht ein, was man dem Partner mit seinem Verhalten angetan hat? Gibt es irgendwann ein Gefühl der Reue?

    - wenn man noch nicht "ganz unten" ist, will man nichts gegen die Sucht tun. Was genau bewegt einen dazu, endlich dagegen anzukämpfen?

    - warum kann ein anderer nicht helfen?

    - mein Mann fühlt sich von mir jetzt total im Stich gelassen und ist völlig gekränkt, dass ich die Ehe / das Zusammenleben beendet habe; bisher hat er immer nur mit Trennung gedroht, sie aber nie wahrgemacht, wenn ich mal wieder "aufmüpfig" war. Sind seine Vorwürfe ernst gemeint oder sagt er das nur, um mal wieder die Schuld abzuwälzen?

    - er will nicht, dass sich herumspricht, dass wir uns getrennt haben. Wovor fürchtet er sich? Dass die Leute ihm auch (Mit-)Schuld geben könnten oder was ist die Denkweise?

    - Was passiert, wenn ein Abhängiger nicht mit seinem Willen durchkommt? Hat man dann die Neigung sich oder anderen etwas anzutun?

    - wenn man soweit ist, dass man kaum noch Kraft hat, den Alltag zu bewältigen weil alles zu mühsam ist (trinkt "nur" abends), ist das schon der Anfang vom Umkehrpumkt?

    - Kann ein Abhängiger in dem Stadium durch ein positives Erlebnis im Beruf oder eine neue Liebe "geheilt" werden und ist das dann langanhaltend erfolgversprechend?

    - Ist ein Neuanfang nach dem Entzug mit dem vorher "gahaßten" Ex-Partner möglich und realistisch? Gibt es langfristige Erfahrungen?

    - Wird man wieder ganz der/die Alte? Oder bleibt immer ein Teil des Menschen zurück, den die Sucht aus einem gemacht hat?

    Ich weiß, das sind viele Fragen und ich habe bestimmt noch viele mehr. Ich wäre sehr dankbar über ein paar Antworten von Euch, damit ich einfach noch mehr verstehen und vielleicht auch mehr meinen inneren Frieden finden kann.

    Ich danke Euch schon mal im voraus.
    Viele Grüße,
    Miri

    Ich habe heute mit einer meiner besten Freundinnen für Sonntag einen Ausflug auf die Eisbahn festgemacht - nur wir zwei! Und morgen hilft mir ihr Mann zusammen mit meinem Vater bei der Renovierung meines Schlafzimmers!!!

    Hallo Uschi,
    ich habe noch nicht die ganzen ersten Seiten gelesen muß ich gestehen, es sind mittlerweile so viele. Aber die aktuelleren Dinge kommen mir sehr bekannt vor. Vor allem dieses ausgepowert sein und keine Energie und Kraft mehr haben. Mit jeder neuen Träne wird die Verzweiflung größer, die eigene innere Stärke nimmt ab und die Hoffnungslosigkeit oder scheinbare Ausweglosigkeit der Situation wächst.
    Ich bin im August letztes Jahr zu einem Homöopathen gegangen. Auf der Internetseite der Krankenkassen sind die an Deinem Wohnort gelistet, die von der jew. Kasse anerkannt sind und nichts kosten außer der normalen Praxisgebühr. Mir hat die Behandlung bisher sehr geholfen. Ich hatte fast gar kein Selbstbewußtsein mehr und war total von meinem Mann abhängig, jedenfalls emotional. Er hat mich manipuliert und drangsaliert wie er wollte und mir alle Lebenskraft geraubt.
    Durch die Homöopathie finde ich nach und nach diese Kraft wieder und damit auch die Kraft mich meinem (Noch-)Mann entgegenzustellen und die immer wiederkehrenden Kämpfe durchzustehen. Das heißt nicht, dass ich nicht Rückschläge oder total depressive Phasen habe, aber es wird immer besser. Mein Arzt bittet mich alles 6 Wochen zum Gespräch und nimmt sich jedes Mal eine Stunde Zeit. Ich kann dann über alles sprechen und er muntert mich auf und macht mir Mut, das die Wirkungsweise der Homöopathie mir nach und nach "zu alter Form" verhelfen wird.
    Vielleicht versuchst Du das mal!
    Ganz liebe Grüße,
    Miri

    Liebe Uschi,
    ich glaube langsam, alle Geschichten, die wir hier schreiben sind im Kern gleich - so wie die Krankheit unserer Partner und damit unsere eigenen Schicksale. Umso wichtiger ist es, mit anderen darüber zu sprechen und gegenseitig voneinander zu lernen.
    Ich versuche momentan so viel Abstand wie möglich zu halten und möglichst nur mit Menschen Umgang zu haben, die mir guttun. MIR!
    Ich bin bei meinem Hausarzt in homöopatischer Behandlung, das gibt mir viel Durchhaltevermögen und immer wieder eine Aussicht auf Wiederherstellung meines inneren Gleichgewichtes, dass ich so dringend brauche. Mir hilft es unheimlich und ich kann es nur jedem empfehlen!
    Dir auch ganz viel Kraft und Stärke liebe Uschi,

    Miri

    Hallo Yvonne,
    ich habe mir die Grundbausteine für Co`s durchgelesen, hatte sie sogar schon mal meinem Mann vorgelesen und wollte mit ihm darüber sprechen. Das war 2 Tage nachdem ich ihn gebeten hatte, sich eine Wohnung zu suchen. Er war noch nicht mal betroffen. Seine Reaktion war nur "ich habe Dir doch bereits im Juli gesagt, dass ich Dich gewarnt habe, das Thema Alkohol noch einmal anzusprechen. Ich habe Dich gewarnt, dass ich dann weg bin - Du hast es ja so gewollt!" Dabei hat er mich total hasserfüllt angesehen.
    Mich haben die Dinge sehr berührt und ich versuche seitdem, damit klar zu kommen und mit meiner Angst und Passivität. Das Forum hilft mir sehr dabei.
    Ich würde mir so wünschen, dass mein Mann auch mal zu Gefühlen wie Deinen in der Lage wäre, auch wenn es unsere Ehe nicht rettet. Nur, damit er einfach einsieht, was er alles angerichtet hat! Aber das wird bei ihm wohl nie passieren.

    Zitat von Spanijoggel

    Vergiss es!
    Schau zu Dir! Baue Dich wieder auf ,lass Dir helfen.Damit hast Du mehr als genug zu tun! :wink:
    ...Aber wie Du mache ich kleine Schritte.
    Hab Geduld mit Dir!Suche und finde immer wieder Ruhe!

    Du bist für Dich am allerwichtigsten! Was ihn betrifft,musst Du ihn wohl oder übel seiner Sucht überlassen.


    Ich werde mir Deine Worte sehr zu herzen nehmen und finde es toll, wie offen und ehrlich Du über Deine Gefühle sprechen kannst und dass Du nicht, wie meine Freunde treibst und sagst, "so, raus aus dem Jammertal, eine Trennung ist doch kein Weltuntergang. Sieh mal zu, dass Du rauskommst und Leute kennenlernst." Danke dafür, dass Dur mir Zeit läßt und Dir!
    Ich denke auch ganz fest an Dich und wünsche Dir viel Kraft!
    Liebe Grüße,
    Miri

    Liebe Elke,
    es tut mir leid zu hören, dass Du auch die Attacken abbekommen hast und gleichzeitig, bitte verzeih mir die Wortwahl, bin ich erleichtert, dass es auch andere gibt, die ähnliches erlebt haben und erleben. Dann fühlt man sich nicht so allein und beschämt. Ich hoffe, Du verstehst, wie das gemeint ist.
    [quote='elke1961']Und dann die Sucht nach S... ist typisch.

    Ich habe daraus gelernt, dass es unseren Partner immer gut sind, wenn wir unten sind. das erklärt wohl die sadistischen Züge. Nur sind wir leider keine Masochisten.

    Auch kenne ich das Suchen nach Liebschaften während unserer Beziehung, zunächst heimlich und dann sogar noch nicht mal versteckt.
    [/qoute]
    Ich verstehe immer noch nicht, wie sich soetwas entwickeln kann! und warum es so extrem entarten muss. Sind denn alle Gefühle und alles normale Denken ausgeschaltet? Das kann man doch rational gar nicht mehr erklären. Wie können die uns so wehtun und dabei überhaupt nichts empfinden?
    [quote='elke1961']UND. es hat sich nicht geändert, wo er jetzt trocken ist!!!!!!!![/qoute]
    Davor hätte ich auch Angst, wenn er trocken würde. Könnte ich ihm je wieder glauben und vertrauen? Kann ich einem anderen Mann vorbehaltlos vertrauen oder sitzt immer das ungute Gefühl im Nacken, na, wann geht es wohl wieder los?
    [quote='elke1961'] Und weißt du, was mir das alles sagt? Wir werden NICHT geliebt. Wir werden NICHT respektiert.
    Dieses ist eine schmerzhafte Erkenntnis und immer wieder suche ich Situationen, um diese zu widerlegen.[/qoute]
    Elke, ich fürchte, Du hast leider Recht! Denen sind nur SIE wichtig. Mein Mann kann glaube ich wirklich nicht lieben. Jetzt fage ich mich natürlich, war das von Anfang an so? Die ganzen 10,5 Jahre. Hat er mich nur aus Berechnung geheiratet? Ich glaube, diese Krankheit ist weit schlimmer und weit unerforschter, als wir uns vorstellen können. Heute hatten wir wieder eine Diskussion. Ging eigentich um die Firma. Dann wurde es privat. Ich will endlich wissen, warum er mich so hasst. Ich habe natürlich keine Antwort bekommen, zumindest nichts, womit ich hätte etwas anfangen können. Wie auch. Er weiß es glaube ich selber nicht.
    Ich wünsche Dir viel Standhaftigkeit. Ich glaube, Du hast sehr Recht damit, dass sie nicht gut für uns sind und ich möchte Dir mit den Ratschlägen der anderen antworten: "wir müssen an uns denken, auch wenn wir es nicht mehr gewöhnt sind!"
    Viele Grüße,
    Miri

    Hallo Sandy,

    Zitat von Sandy1234

    ihr müßt!! euch arrangieren


    ist leichter gesagt als getan. Sobald wir uns sehen, ist er entweder total aggressiv oder blockt total ab!

    Zitat von Sandy1234

    wenn ich dich richtig verstehe, arbeitest du noch vollzeit und deinem mann ist das zu wenig, was du für die firma einbringst? und der haushalt etc macht sich auch von alleine, jaja.
    mit diesen anschuldigungen ähnelt er ein bißchen meinem mann. aber ich höre so etwas nur, wenn er was getrunken hat bzw schon richtig betrunken ist. beim ersten mal dachte ich, ich gehe die decke hoch und was er sich einbildet.


    Meiner gibt so etwas auch von sich, wenn er nüchtern ist - leider. Und momentan erzählt er Freunden, Bekannten, guten Kunden, dass ich völlig überzogen eifersüchtig bin, ihn in der Firma arbeitstechnisch und finanziell im Stich gelassen habe und ihn vor die Tür gesetzt habe (er musste seine Wäsche im Waschbecken waschen und auf einer Luftmatratze schlafen, weil ich die Waschmaschine nicht herausgerückt habe und es nicht gebacken gekriegt habe, mein Schlafzimmer zu bestellen). Leider erwähnt er nicht, dass er mir ursprünglich versprochen hatte, alle Sachen bis zum 1. Advent (2009!!!) abzuholen- ich warte noch heute, dass der Rest geholt wird... Ich bin sowieso pauschal an allem schuld.
    Die Leute glauben ihm, dem tollen Hecht, dem Sonnyboy, der immer lächelt, allen eine Show vorspielt und immer tolle Reden schwingt, jedem einen Freundschaftspreis macht, allen einen Gefallen tut und oft einen ausgibt. Ich komme nicht dagegen an.

    Zitat von Sandy1234

    der alkohol hat ihn sehr verändert. ganz extrem, als es mit der firma bergab ging. das ganze wesen ist anders, wenn er alkoholisiert ist und ich meine dann, einen wildfremden mann zu hause zu haben und frage mich, wie ich da noch von liebe sprechen kann... unverständlich, ich wollte es lange zeit nicht wahrhaben.

    dein mann steht vermutlich durch die firmen ständig unter strom und anspannung. meiner hat es auch immer so deklariert, daß er streß hatte und abends nur noch seine ruhe und abschalten will..


    Die beiden könnten Brüder sein. Mein Mann ist mir auch so völlig fremd geworden, ich kann ihn auch absolut nicht mehr einschätzen! Nicht nur mit Alkohol. Frauen stecken das übrigens wirklich anders weg, ich habe auch immer versucht, alles gerade zu biegen und auszubügeln - zumindest so lange wir noch zusammen gewohnt haben.

    Zitat von Sandy1234

    und diese agressionen - wenn das man nicht neid ist. du hast einen job, dein gehalt kommt automatisch. er muß tag für tag neu kämpfen


    Ja, das wird sicherlich mit reinspielen. Zumindest hat er in den letzten 2 Jahren keine Gelegenheit ausgelassen, meinen Job oder Arbeitgeber schlecht zu machen!
    Seine Mitarbeiter rufen mich inzwischen an und klagen, dass er nicht vor Mittag in der Firma erscheint, total gleichgültig ist, sich um nichts kümmert und seine Launen an ihnen auslässt. Immer sind die anderen Schuld, er kann und weiß alles und ist perfekt.
    Es tut sehr gut, mit jemanden zu sprechen, der dieselben Probleme "nebenher" hat und ich hoffe, noch mehr von Dir zu hören!
    Einen Anwalt habe ich übrigens befragt: sieht finanziell nicht sehr gut für mich aus.
    Viele liebe Grüße,
    Miri

    Hallo Stirling, hallo Monty,

    Euch auch vielen Dank für die Tips und Aufmunterung. Es hilft wirklich, von anderen Betroffenen zu lesen und mit Euch / ihnen zu sprechen. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball, damit hoffentlich bald auch andere von meinen Erfahrungen und Entwicklungen profitieren können!
    Alles Liebe und auch viel Durchhaltevermögen für Euch,
    Miri

    Hallo underground,
    ich habe mir das auch immer versucht zu sagen, das ist die Sucht, aber es tut sehr weh, so eiskalt und abweisend behandelt zu werden. So als wäre nichts geschehen und alles was er macht ist in Ordnung

    Zitat von underground

    Das ist SUCHT. Der Mensch ist nicht mehr er selbst.
    Ein Süchtiger ist nicht mehr fähig zu lieben. Seine Gedanken und Gefühle drehen sich nur um Alkohol und die Entzugserscheinungen zu "unterdrücken"


    Die Erfahrung, dass der Süchtige nicht mehr fähig ist zu lieben, kann ich nur unterstreichen.
    Ich werde mir Deinen Rat immer wieder selber "vorbeten" und versuchen wirklich zu Herzen zu nehmen

    Zitat

    Mach dir keine Gedanken wieso weshalb warum er sich so verhält. Das zermürbt. Nimmt dir Kraft. Und auf die meisten Fragen gibt es keine Antwort.
    Wir alle müssen bei uns hinschauen. Warum lassen wir so etwas zu?
    Wer sind wir?


    Danke für Deine Hilfe!
    Viele liebe Grüße,
    Miri[/quote][/i]

    Hallo Leute,
    ich bin total gerührt, dass ihr mir so zahlreich geschrieben habt und möchte Euch allen dafür danken!
    Ihr habt Recht, dass sich die Geschichten immer wieder gleichen und auch unsere Verhaltensweisen als Co`s.
    Eure Antworten helfen mir sehr!
    Tausend Dank!

    Liebe Martha,
    ich bin noch recht neu hier und noch ganz am Anfang der Selbstfindungsphase. Besonders hilfreich ist für mich Dein folgender Satz "Seit ich die Worte SOLLEN und MÜSSEN, versuche durch Worte wie WOLLEN und DÜRFEN zu ersetzen, geht es mir wesentlich besser. Ich fühle mich freier und es gelingt mir einfacher, Fortschritte zu machen, mich weiter zu entwickeln und mich von meinen alten Mustern zu befreien."
    Ich hoffe, ich werde diese Kraft auch bald aufbringen können. Momentan geht es mir wie Laurina beschreibt, nur dass ich (vielleicht "noch") nicht wage, anderen etwas von der Sucht meines Mannes und unseren und dadurch meinen Problemen zu erzählen - das versuche ich in diesem Forum.
    Ich habe allerdings gemerkt, dass ich viel stärker und unabhängiger bin als ich dachte und dass nach und nach (unsere Trennung ist gute 2,5 Monate her) wieder ganz langsam mehr Selbstbewußtsein gewinne (bis auf die wahrscheinlich üblichen Rückschläge). Ich bin im Beruf häufiger als bisher wieder lockerer und auch erfolgreicher, privat ist alles noch im Argen.
    Hier finde ich mich auch in Elkes Beschreibungen wieder: mit der Erkenntnis die letzten gut 2 Jahre anzunehmen und Schuld und Scham zu versuchen abzulegen, habe ich eine ganz neue Sichtweise erlangt.
    Vielen Dank für Eure Beiträge!
    Viele Grüße,
    Miri

    Hallo Linde,
    vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe glaube ich nicht wirklich eine Antwort auf die Fragen über meinen Mann erwartet, ich hatte nur irgendwie gehofft, dass es so eine Art Regelmäßigkeit oder Muster gibt. Etwas, dass mir hilft zu verstehen, wie Menschen in solchen Situationen denken, warum sie andere verletzen und ob sie das bewusst steuern oder wirklich so "abgehoben" sind, dass sie wirklich nicht merken was sie tun.
    Vielleicht kann mir jemand dazu etwas sagen.
    Ganz liebe Grüße,
    Miri

    Ich bin Miri, bald 37 Jahre alt, seit etwas über 4 Jahren verheiratet. Zu Anfang war alles toll, wir waren im Herbst 2009 10,5 Jahre zusammen. Mein Mann hat 2004 Diabetes bekommen und ist seitdem aufbrausender als früher. Körperlich ist er nicht mehr so leistungsfähig und leidet darunter. Mit seiner Krankheit geht er leider nicht sehr verantwortungsvoll um. Er hatte schon immer einen starken Charakter, konnte sich schon immer gut durchsetzen. Ich bin eher der diplomatische Typ. Mein Mann hat vor gut 3 Jahren angefangen "mehr" zu trinken. Ich kannte das nicht, bei uns zu Hause ist das Bier, das für Besuch im Haus war, immer verschalt. Ich machte mir anfänglich keine Sorgen, mein Schwiegervater trinkt auch jeden Abend Bier, machmal auch 2-3 Flaschen. Mein Mann hatte damals viel Stress. Er war seit mehreren Jahren selbstständig und wir haben 2006 eine zweite Firma dazugekauft. Der Stress und der Druck wurde größer, auch die Belastung in finanzieller Hinsicht und für unsere Ehe. Ostern 2008 gestand er mir, er hätte Gefühle für eine Freundin. Es hätte nur "einen" Kuss gegeben, danach hätten sie beschlossen, dass ihnen ihre Freundschaft wichtiger sei als eine Affäre. Mein Mann war angetrunken als er mir das sagte. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte immer alles für ihn getan, ihm abgenommen was ich konnte, in den Firmen mitgearbeitet, meinen ganzen Urlaub (ich bin vollzeit berufstätig im Bankensektor) mit Arbeit in den Firmen verbracht. Da wir/ich kaum Freunde haben, hatte ich Angst, allein gelassen zu werden. Außerdem liebte ich ihn doch! Ich ließ mich zu dem Sex erpressen, den er so gerne wollte. Für meinen Mann ist Sex einfach nur Machtausüben, er will dominieren und seiner Partnerin Schmerzen zufügen, damit er richtig erregt wird. Allerdings kennt er keine Grenzen, kein "Nein" und keine Hemmungen. Diese Nacht war nicht die einzige...
    Mein Mann hat mich immer wieder im alkoholisierten Zustand beschimpft, unter Druck gesetzt, erpresst; oftmals auch zu "seinem" Sex. Ich blieb aus Angst, die Firmen zu verlieren, mein ganzes gewohntes Leben zu verlieren, allein zu sein. Nach und nach wurde seine Laune auch im nüchternen Zustand unerträglich. Ich war immer an allem schuld, zu blöd, zu doof, wiederhole mich immer, nerve, kontrolliere ihn usw. Er kümmerte sich aufopferungsvoll um seine "beste Freundin", die ihn ziemlich ausgenutzt hat (Fahrdienste fürs Kind, Möbel transportieren, sie zum Arzt fahren, Geld leihen etc.). Oft gingen sie zusammen weg und ich konnte mich gegen meinen Mann nicht durchsetzen; er drohte immer, er könne eifersüchtige Frauen nicht leiden und was ich eigentlich gegen Nadine hätte, sie wäre doch so alleine und ich wollte ja die Wahrheit nicht akzeptieren, das da nichts wäre und sie sei nur seine beste Freundin, die so gut zuhören kann.. Streits esklalierten oftmals und meine Mann sprach oft die Trennung aus, ging aber nie. Ich habe in den letzten 2 Jahren immer weniger Selbstbewußtsein gehabt, mich unterdrücken und einschüchtern lassen - und bedrohen! Bei einem Streit hat mich mein Mann festgehalten und dreimal mit der Faus in die Rippen geboxt, das war im Juli 2009. Als ich ihn wutentbrannt aufgefordert habe zu gehen, ist er mit seinem Bettzeug abgehauen. Seine "beste Freundin" rief mich später an und sagte mir, er und ich müßten uns auf jeden Fall aussprechen, auch wenn ja nun feststünde, dass es mit uns nie wieder etwas würde. Wir haben die beiden darauffolgenden Tage (Wochenende) stundenlang geredet. Sein Punkt war immer nur, dass ich in den Firmen angeblich nicht genug präsent bin und dort zu wenig arbeite. Meine Punkte waren: Alkohol, seine nächtlichen Übergriffe, seine verbalen Entgleisungen (auch in Gegenwart meiner Eltern oder sogar vor fremden), die aggressiven Attacken mir gegenüber, sein Ablehnen von körperlicher Nähe wie Umarmungen, Ankuscheln etc. Wir haben uns geeinigt, es nochmal miteinander zu versuchen. Er versprach, den Alkohol einzuschränken, wenn er auch wegen des hohen Stresses nicht komplett davon lassen wollte. Er bräuchte das zum Abschalten. Die beiden nächsten Wochen waren toll, er war wie frisch verliebt und hat sich mit dem Trinken auch zusammengerissen. Danach ging alles wieder von vorne los: die Beschimpfungen, das späte nach Hause kommen (zu Hause engte ihn ein, mein Anblick widerte ihn an, er konnte es nicht ertragen bei mir zu sein...)
    Wenn ich anrief, um zu fragen, ob ich mit dem Essen noch warten soll, war das pures Hinterherspioniren und Kontrolle. Sprach ich ihn am Frühstückstisch an, was abends geplant sei, schrie er mich an, ich sollte ihn doch verdammt morgens in Ruhe lassen, ich wisse doch, dass er das nicht abkönnte. Nach und nach hielt ich immer mehr Abstand. Da wir bei unserer Aussprache im Juli vereinbart hatten, keinen Sex nach Alkohol, gab es bald gar keinen Sex mehr! Nachdem wir im Oktober mit Freunden in der Stadt waren und ich die beiden Männer total besoffen im Gespräch über ihre Probleme reden hörte (auch unser Kumpel ist verheiratet und hat eine "Freundin" - hier muss schon einiges an Sex gelaufen sein), wurden beide immer lauter. Mein Mann erzählte schließlich, er habe noch ein Jahr lang gehofft, dass es mit ihm und seiner "besten Freundin" doch noch etwas würde und als sie ihm am Mittwoch von ihrem neuen Lover erzählt hätte, hat ihm das so einen Stich versetzt, weil er gemerkt hat, dass er noch sooo Gefühle für sie hat. Ich bin fast tot umgefallen, als ich das gehört habe. Am nächsten Morgen habe ich ihn gebeten, sich endgültig eine eigene Wohnung zu suchen, was er auch sofort am Folgetag gemacht hat. Ich unternahm einen letzten Versuch und zeigte ihm einige Seiten, die ich aus diesem Forum ausgedruckt hatte. Ich bot erneut an, das mit ihm gemeinsam durchzustehen, hatte schon mit einer Frau aus der AA-Ortsgruppe telefoniert. Er sah mich haßerfüllt an und sagte "ich habe Dich schon einmal gewarnt, das Thema Alkohol mch einmal anzusprechen. Ich habe Dir gesagt ich bin dann weg - ist Dir das nicht klar?" Als ich zur Antwort gab, das wäre mir sehr klar, aber ich hätte ihm bereits im Juli gesagt, dass ich nicht mehr könnte und er mich und unsere Ehe kaputtmacht, dass ich es nicht mehr ertragen kann, hat er nur abfällig geguckt und dann wäre ja alles geklärt. Eine gute Woche später war er afu mein Drängen ausgezogen, hat aber leider noch etliche Sachen in meiner Wohnung. Ich weiß, dass er versucht hat, bei seiner besten Freundin zu landen, aber da er kein Geld hat, ist er wohl für sie uninteressant. Inzwischen hat er entweder totalen Druck (Sex ist an Nr. 1) oder er hatte seine One-night-stands. Jedenfalls ist er mir gegenüber bei jeder Begegnung total aggressiv, geht sofort in die Luft. Alles was ich sage, seien nur Vorwürfe, man könnte mit mir nicht reden. Wenn ich ihn frage, was genau ich ihm getan habe, dass er mich so hasst, geht er nur total in die Luft.
    WAS HABE ICH IHM GETAN? WARUM HAT ER AUFGEHÖRT MICH ZU LIEBEN? Ich habe immer alles für ihn getan. WARUM IST ER SO DERMAßEN AGGRESSIV MIR GEGENÜBER? Mich verletzt das so dermaßen und ich kann kaum mit der Situation umgehen. Da ich finanziell sehr stark in der neuen Firma drinhänge (leider auch mit Krediten) müssen wir uns arrangieren. WIRD ER JE WIEDER DER ALTE? Wenn er vom Alkohol weggekommt? WAS UND WIE DENKT ER?
    Wer kann mir helfen, das alles zu verstehen?