Beiträge von Waldliebende

    Auch, wenn nicht jeden Tag "eitel Sonnenschein" ist, auch wenn die Erinnerung an vergangene Jahre weh tut. Auch, wenn die eigene Lebensplanung erst mal über den Haufen geworfen wird.

    Ja, da kommt was auf mich zu, aber ich kann mir vorstellen,
    dass ich dann irgendwann mal zur Ruhe komme.
    Ich habe hier sehr viel gelesen, wie weh es tut, es wird nicht einfach, aber was ist das im Vergleich dazu, was ich seit Jahren erdulde.
    Danke dir für deine "Kopfwäsche", Spedi und auch allen anderen.
    Sobald es was Neues gibt und das hoffentlich schnell, hört ihr von mir.

    Ja Spedi,

    ich will ausziehen und nicht nur einen Rückzug.
    Und ja, ich sehe, wie widersprüchlich meine Aussagen sind.
    Gerade habe ich Suchanzeigen über das Netz aufgegeben.
    Ich suche mir eine WG, habe mich bei zwei Anbietern registriert, kostenlos und denke, dass da Angebote kommen und werde ansonsten weiterhin Augen und Ohren offenhalten.
    Werde auch in der SHG hier am Ort nachfragen, ob sie WG`s kennen, wo ich mich bewerben kann.
    Nägel mit Köpfen.....

    das heißt aber nicht, dass ich jetzt Hals über Kopf weglaufe, es bedarf ja wohl einiges an Vorbereitung, oder nicht?

    Nun nochmal, das habe ich z.B. dazu geschrieben.
    Ich bin bereit mich zu trennen.

    Soll ich heimlich abhauen, so wie er heimlich trinkt?
    Ich habe große Achtung vor den Co`s die das schaffen.
    Da möchte ich auch hin. Damit meine ich nicht, heimlich abhauen,
    ich möchte am liebsten eine Trennung, wo er einsieht, dass es mir nicht mehr zuzumuten ist.
    Da er das aber niemals einsehen wird, fällt es mir so schwer.
    Und das ist sehr starkes CoVerhalten,da habt ihr absolut recht.
    Ich habe immer noch zuviel Mitleid mit ihm.
    Das ist so, als wenn jemand offensichtlich Krebs hat und nicht
    bereit ist, sich behandeln zu lassen.
    Ist es falsch, ihn darauf vorzubereiten?
    Ich wollte nachher ein Gespräch mit ihm führen, ihm erzählen,
    dass ich in einer SHG hier am Ort war.
    Soll ich das lassen? Ich weiß überhaupt nicht mehr, was richtig und falsch ist.
    Ich wollte, dass er das hier mal alles liest, damit er sieht, wie ich leide
    und endlich versteht, warum ich nicht mehr mit ihm leben kann.
    Vielleicht ist das auch der falsche Weg? Er wird mich belabern wollen und mir das Blaue vom Himmel versprechen.
    Also gar nicht vorwarnen, habe ich ja schon zu oft getan, ich weiß.
    Jetzt wo ich das hier alles schreibe, fällt mir selber auf, wie co ich bin und dass meine Gedanken nur um sein Wohlergehen kreisen.
    Also, wenn ich jetzt nochmal ernsthaft nachdenke:
    Keine Gespräche mehr mit ihm, keine Vorwarnungen, es bringt nichts.
    Vor allem, kein:Ich ziehe bald aus, weil er das sowieso nicht glaubt,
    bevor ich es tue.
    Wenn ihr allerdings der Meinung seid, dass ich ein hoffnungsloser Fall bin, dann sagt es mir ehrlich und ich werde hier nicht weiterhin Hilfe suchen.



    Statt einmal klare Verhältnisse zu schaffen

    ...schreibst du, spedi, da bin ich schon mit überfordert.
    Ja, ich weiß jetzt nicht, was ich aktuell tun soll...?
    Reden hat nicht geholfen und ich sehe ein, dass es das auch nicht tut.
    Ich habe schon überlegt, mir ein möbiliertes Zimmer zu nehmen.
    Das hiesse dann aber, alles heimlich zu machen, weil er mich sonst aufhalten wird und das will ich ja nicht mehr.
    Jaja, ich habe dies und das und jenes überlegt, aber ich tue es dann doch nicht, ich kann euch schon verstehen.
    Soll ich ihm also überhaupt noch irgndwas mitteilen, was ich vorhabe?
    Auch wenn ihr jetzt wieder die Augen verdreht, wäre ich doch über
    eine Antwort froh.

    momentan bist du weit weg von dir. gedanklich beim partner, beim sohn, weit weg von dir. das ist CO darum wird dir auch hier immer wieder geschrieben WO BIST DU?

    Hallo Melanie,

    Mir fällt das echt nicht auf, aber ich will dir mal glauben.
    Ich bin hier um mir helfen zu lassen, ich will ja weg von meinem
    CoVerhalten.
    Wenn ich nicht so co. wäre, dann hätte ich ihn sicher schon längst verlassen.
    Also, "sehen" wir uns zum 15.08. wieder.
    LG waldliebende

    Servus Waldliebende,

    nun, wenn ich Dich hier so lese, dann fällt mir eines auf: es geht immer nur um Deinen Mann.

    Es geht nie ausschließlich um Dich.

    Und: Du findest für alles und jedes eine Begründung, warum das so sein muss, und das andere nicht geht.

    Wärest Du Alkoholiker, dann würde ich Dir sagen, doch bitte so lange weiter zu saufen, bis Du von Dir aus bereit und willens bist, aufzuhören. Ob Du dann allerdings noch die Kraft und die Möglichkeit zum Aufhören hättst, ist fraglich und steht auf einem anderen Blatt.

    Das, was Du hier betreibst, ist Rumeiern pur. Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass.

    Hallo Spedy,

    findest du?
    Erstaunt mich doch sehr.
    Dann hast du meine Beiträge nicht richtig verstanden, behaupte ich jetzt einfach mal so.

    -Ich setze mich nach einer Auszeit mit diesem Thema nun wieder auseinander.
    -Ich war bei meiner Ärztin und das habe ich für mich getan.
    -Ich bin dabei, mich körperlichich und psychisch zu stabilisieren, um
    mich der Sache zu stellen.
    -Ich habe mich beim Reha-Sport angemeldet.
    -Ich bin hier im Forum aktiv.
    -Ich war in einer realen SHG und werde da auch noch öfter hingehen.
    -In den letzten Monaten habe ich mich von meinem Partner distanziert,
    habe Dinge nur für mich getan.
    -Ich habe gelernt, alleine zu sein, nicht einsam, ich kann mir jetzt
    vorstellen, alleine zu leben, ohne Angst, dass mir da was fehlt und ich
    habe kein Mitleid mehr mit ihm.

    Will ich etwas für mich tun, oder will ich das nicht?

    Wenn ja, dann mach - aber mir den notwendigen Kosequenzen. Alles Andere findet sich zu gegebener Zeit.

    Wenn nein, dann verschwende nicht Deine Energie auf halbherzig angefangene Nebenkriegsschauplätze.

    Mein Motto seit Jahren lautet: Wer will, findet Wege.

    Natürlich will ich was für mich tun, sonst hätte ich nicht die o.a. Dinge
    herbeigeführt.
    Vor ein paar Monaten war ich nicht mal in der Lage, in eine SHG hier am Ort zu gehen, ich habe es aber gemacht.
    Wieso halbherzig?
    Ich bin dabei, mit vollem Einsatz, das heißt aber nicht, dass ich jetzt Hals über Kopf weglaufe, es bedarf ja wohl einiges an Vorbereitung, oder nicht?
    Ich war in den letzten Jahren nur biem Arzt, wenn es nicht anders ging, aber niemals, weil es mir psychisch nicht gutging, das habe ich immer verdrängt.
    Nach dem Arztbesuch ist mir z.B. erstmal bewusst geworden, dass es nicht an meinem Beruf liegt, sondern an meinem Mann.
    Und ich werde sie nochmal aufsuchen und ihr darüber berichten.
    Das alles werde ich auch meinem Mann mitteilen, er hat mich jahrelang Glauben gemacht, dass mein Job zu anstrengend ist, er hat von sich abgelenkt und ja, ich habe es geglaubt.
    Weißt du Spedy, jeder in seinem eigenen Tempo, ich habe es jahrelang mitgemacht, kommt es jetzt noch auf Zeit an?
    Natürlich wäre ich lieber heute als morgen aus der Situation raus,
    aber wie ich schon schrieb, muss ich erstmal meine aufgewühlte Seele in den Griff bekommen. Dann kann ich mit klarem Verstand reagieren.
    Und vor allem richtig reagieren.
    LG Waldliebende


    schön, dass Du da an Dir arbeitest.
    Aber deinen Sohn bitte nicht in Watte packen, hab ich auch lange gemacht,
    gemeint sie bekommen nichts mit, aber sie merken immer, wenn was nicht stimmt, da ist es ganz wichtig : ehrlich sein, auch wenn es weh tut.
    Und so kann Er sich ein ehrliches Bild machen und ist nicht mehr hin und her gerissen.
    Lg nici Winken

    Hallo Melinak

    Gerade weil mein Sohn es teilweise mitbekommt was mit seinem Vater los ist, hat er doch ein Recht darauf, aufgeklärt zu werden, denke ich.
    Ich habe zu meinem Sohn ein enges Verhältnis, ja, das ist doch aber nicht schlimm, oder?
    Er kommt ja auch mit seinen Problemen zu mir und ich höre sie mir auch an und ausserdem ist es nicht so, dass ich ihm alle naselang die Ohren volljammer, das nun wirklich nicht, er soll sein eigenes Leben leben.
    Ich hatte selber eine Mutter, die mir ständig ihre Eheprobleme auftischte und das war mir sehr unangenehm.
    Und ich handel sehr eigenverantwortlich finde ich, es war schliesslich meine Initiative mir eine reale Selbsthilfegruppe zu suchen, ich habe ihm nur davon erzählt, mehr nicht.
    Weil ich nämlich der Meinung bin, dass es ihm auch gut tut, wenn er sieht, dass ich was für mich tue und somit muss er sich bestimmt nicht für mich verantwortlich fühlen.
    Ich finde es aber gut, dass du mich darauf hinweist, ich vergesse aber, wie gesagt nicht, wie es mich belastet hat, die Eheprobleme meine Eltern aufzufangen, ich versteh das gut, dass du deshalb so sensibel an dieses Thema herangehst.
    Allerdings glaube ich nicht, dass ich irgendwo finanzielle Unterstützung bekommen werde, da ich ein festes Gehalt beziehe.
    Wenn es soweit ist, ist es aber gut zu wissen, dass das erste Beratungsgespräch kostenlos ist.
    Alles andere dazu möchte ich lieber im geschlossenen Bersich erörtern, sofern das möglich ist. In zwei Wochen bin ich da freigeschaltet.
    Vielen Dank für deine Antworten, Melinak

    Liebe Flower,

    Ja, warum lassen wir das über Jahre mit uns machen?
    Weil wir es erstmal nicht wahrhaben wollen, weil wir es verdrängen und denken,so schlimm ist es ja gar nicht.
    Mein Sohn sagte mir auch die Tage: Ich habe nie verstanden, warum du dich nicht getrennt hast, er meinte die Zeiten vor etwa 8 Jahren.
    Ich habe meinen Mann damals teilweise sogar in Schutz genommen.
    Wenn ich dann aber von Trennung sprach, dann fiel mein Sohn aus allen Wolken und hatte Tränen in den Augen.
    Er war auch schon sehr EK, ich kannte den Ausdruck damals nicht, ich wusste zwar, dass es für mein Kind nicht gut ist, habe aber immer dafür Sorge getragen, dass ich ihn auffange. Es war mir damals noch nicht bewusst, dass er Alkoholiker ist. Ja, er trinkt manchmal ein bischen zuviel, mehr habe ich nicht erkannt.
    Wer will schon wahrhaben, dass ausgerechnet der eigene Mann Alkoholiker ist?
    Das waren für mich immer die anderen, die jeden Tag in der Kneipe waren, oder die Penner auf dem Bahnhof, denen man es ansah.
    Meiner sah lange Zeit noch sehr gesund aus, er war leistungsfähig, attraktiv und beliebt.
    Im Laufe der Jahre kann man es nicht mehr wegdenken, die Zeichen der Zeit sind plötzlich sichtbar.
    Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich nicht schon viel früher aufgewacht bin, aber besser spät, als nie.
    Hast du denn jemals eine Kur gemacht, Flower?
    Du hast ja auch schon einiges an Hilfe in Anspruch genommen.
    Hat es dich denn wenigstens ein bischen weitergebracht?

    Hallo Mohn, du bist aber wieder früh auf am Wochenende.

    Schön, dass du mir so ausführlich geantwortet hast.
    Ab dem 15. 08. bin ich im geschützten Bereich, geht vorher nicht....
    Habe mich schon angemeldet und freue mich darauf.
    Das Schlimme ist im Moment, dass ich mich so richtig mies fühle,
    weil ich mich wieder intensiv mit der Abhängigkeit auseinandersetze.
    Ich sage jetzt mal ganz salopp, bitte nicht falsch verstehen:
    Wenn jemand aufhören will zu trinken, dann bekommt er Ersatzmedikamente,wenn ich aufhören will, Co zu sein, dann muss ich es
    zwar nicht alleine schaffen, ich hole mir ja zurzeit schon Hilfe, aber es belastet so sehr, dass das ganze Denken sich nur noch darum dreht.
    Ich kann das dann so schlecht abestellen.
    Mich macht das einerseits traurig und wütend, andererseits, wenn ich nichts tue, dann werde ich es nur verdrängen und weiterhin unzufrieden und miesgrämig durchs Leben gehen.
    Ich bin ja schon soweit, dass ich beim Einkaufen nach anderen, anscheinend attraktiven Männern schiele und mir denke: Warum habe ich nicht so einen abbekommen? Reines Selbstmitleid also.
    Schade, dass dein Mann die Kurve doch nicht bekommen hat, ich hatte es so für dich gehofft, aber du hast deine Gründe.

    - edit, bitte keine Details ins öffentliche Internet stellen, danke, Linde -

    Ich habe auch keinen, mir dem ich mich mal so richtig ausquatschen kann, man will seine Freunde damit nicht belasten, das versteht sowieso keiner und wie du weißt, sehen es Aussenstehende nicht unbedingt.
    Ich versuche jetzt mal ein bischen abzuschalten.
    Wünsche dir eine schönes Wochenende.
    LG Waldliebende

    Hallo Flower,
    das was du schreibst, kenne ich zur Genüge.
    Auch meiner könnte diese Wohnung nicht alleine halten.
    Wenn ich sage, dann zieh du doch aus, ich kann sie halten, dann sagt er: NEIN

    Ich argumentiere dann auch, dass er dann später sowieso ausziehen muss, er dann: Du setzt mich nicht vor die Tür.

    Kein Besuch, alles stört, das gehört wohl zum Krankheitsbild dazu.
    Auch das kenne ich.
    Grenze dich ab, so gut es geht, gehe nicht auf sein Gejammer ein, mach dein Ding mit den Kindern.
    Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen.

    @ melinak

    aber dann fang an zu akzeptieren, das dein mann alkoholiker ist und DUN NICHTS dagegen tun kannst. dan

    Dass mein Mann Alkoholiker ist, das habe ich begriffen.
    Spätestens seit dem Tag, an dem ich gemerkt habe, dass
    er Alkohol vor mir versteckt.
    Dass ich nichts dagegen tun kann, das merke ich auch mehr
    und mehr.
    Nur das zu akzeptieren fällt mir noch etwas schwer.

    Ich habe heute einen langen Spaziergang mit meinem Sohn gemacht und mit ihm über das gestrige Treffen in der SHG gesprochen und über meinen Kontakt hier mit euch.
    Er ist der Meinung, dass mein Mann empört reagieren wird, wenn ich es ihm erzähle, er aber nicht ändern wird.
    Nur, dass mein Mann alles weiterhin verharmlosen wird und dass er
    nicht den Ernst der Lage sieht.
    Das, was ihr mir auch schon alle gesagt habt, er hat mehr Abstand und sieht es ganz real. Ich war schon etwas erstaunt. Er ging mit diesem Thema ganz realistisch um. Das kann sich aber morgen schon wieder ändern.
    Er hat mir auch Tipps gegeben, wie ich die Trennung am besten vollziehen kann.
    Mein Mann merkt schon, dass sich etwas bei mir bewegt, er ist vorsichtig, misstrauisch und aufmerksamer.
    Er trinkt augenscheinlich nichts im Moment.
    Ich lasse mich davon nicht blenden, weil ich diese Phasen kenne.

    also wiso diese zeit die du lebst verschwnden in hoffnung, bangen, schuldzuweisungen, chaos weiterleben? warum das sich antun?

    Ja, warum?

    Weil ich Angst vor den Konsequenzen habe, weil ich weiß, wieviel Kraft
    mir das abverlangen wird, weil ich weiß, dass er mich auf Knien bitten wird, zu bleiben und mir das Blaue vom Himmel versprechen wird.
    Weil ich weiß, dass er noch tiefer sinkt und ich dann aus der Entfernung leiden werde.
    Auch, weil ich weiß, das ich im Moment keine Kraft dazu habe.
    Nun werdet ihr sagen: Ja, aber das, was du im Moment durchmachst, das
    ist auch schlimm, es geht auch über deine Kräfte, ich weiß ihr habt recht, aber ich kann im Moment nicht.
    Deshalb schrieb ich auch am Anfang, dass ich erstmal was für mich tun muss.
    Ich muss mir endlich mal Geld an die Seite legen, damit ich durchstarten kann.
    Mein Mann hat mir angedroht, dass er nicht mehr arbeiten gehen wird, wenn ich ihn verlasse und das glaube ich ihm sogar. Ich werde ihn dann unterstützen müssen, er wird dann nämlich einen ganz triftigen Grund haben noch mehr zu trinken.
    Trotzdem werde ich auch dann klarkommen, das ist nicht das Problem, mir wird trotzdem genug bleiben, um normal zu leben.
    Ich brauche kein Geld für Alkohol, ich habe die letzten Monate kaum geraucht.
    Ich weiß auch, dass ich es ohne Hilfe nicht schaffe.
    Noch habe ich Urlaub, bis Donnerstag, bis dahin kann ich nochmal zu meiner Ärztin gehen und fragen, ob ich eine begleitende Therapie bekomme, die mich stärkt, meint ihr, dass das Sinn macht?
    Oder wühlt das so sehr auf, dass ich meinen Kopf gar nicht mehr frei bekomme?
    Wäre mein Mann ein Randalierer, würde er sich ständig ins Koma saufen, in der Öffentlichkeit auffällig werden. Nein, das alles tut er nicht, er schnurrt um mich rum, wie ein Kätzchen, er erfüllt mir viele Wünsche, lässt mich an der langen Leine laufen, macht sogar einen Wanderurlaub mit mir,was garnicht sein Ding ist. warum das alles? Natürlich nur, dass ich stillhalte und er als netter Kerl dasteht. Ich habe das alles durchblickt. Er macht mich dadurch eben immer mehr coabhängig, das ist mir sehr bewusst. Er kann mich schon lange nicht mehr blenden.

    Meine Schritte im Moment:

    Und ich muss dazu sagen, dieses Auseinandersetzen fällt mir unendlich schwer und es erschöpft mich enorm, ich will hier wirklich keinen auf Mitleid machen, ihr kennt das alles selber.
    Wenn ich dann wieder arbeiten gehe, weiß ich jetzt schon, dass es mir noch mehr Kraft abverlangen wird.

    Ich grenze mich schon eine ganze Weile von ihm ab, tue soviel wie möglich für mich selber.
    Die reale SHG und die SHG hier sind für mich.
    Nur dieses Abgrenzen von ihm hat mir nur am Anfang geholfen, wenn er Nachtdienst hat und den Nachmittag über ein paar Stunden mit mir zusammen ist, dann ist es mir jetzt schon zuviel.
    Ich kann ihn gar nicht mehr um mich haben, ich möchte am liebsten nur noch alleine sein oder Dinge ohne ihn tun.
    Mein Sohn fragte mich vorhin im Wald, ob ich einen Neuen hätte, ihm fällt auch auf, dass ich viel ohne meinen Mann unternehme.
    Er hat das länger nicht mitbekommen, da er aufgrund seiner Ausbildung örtlich von uns längere Zeit getrennt war.
    Nun ist er ein paar Tage wieder hier und schon fällt es ihm auf.
    Das ist aber auch ein guter Lernprozess für mich.
    Ich mache Sachen, die mir gut tun, ich distanziere mich und ich merke, ich brauche diesen Mann nicht in meinem Leben.
    Es geht mir ohne ihn viel besser.
    Ich kann gut alleine sein, das konnte ich früher überhaupt nicht.
    Das ist ein Entwicklunsschritt in die richtige Richtung.
    Nur wird mir diese vorübergehende Distanz auf Dauer nicht genügen.
    Ich kann nicht ewig nur weglaufen, damit ich meine Ruhe vor ihm habe, denn das ist Stress für mich.
    Also muss ich daran arbeiten, wie ich mich endgültig von ihm trenne und Vorbereitungen treffen muss ich auch.
    Vorhin sagte er zu mir:
    Wir ziehen nächstes Jahr wieder in ein kleines nettes Haus, dann haben wir es ruhiger, wir wohnen hier in einem 6 Familienhaus, es ist nicht immer so ruhig wie wir es uns wünschen.
    Ich sagte daraufhin: Wenn wir überahupt umziehen.
    Wieso, wie meinst du das? fragte er ganz erschreckt.
    Früher hätte ich den Fehler gemacht, zu sagen, dass ich nur mit ihm umziehe, wenn er aufhört zu trinken.
    Den Fehler mache ich schon länger nicht mehr.
    Es bringt ja doch nichts, vergebliche Liebesmüh.

    Ja Aurora, warum niene ich eigentlich ihm dabei zusehen zu müssen.
    Ich muss das nicht und ich arbeite wirklich daran, mich zu trennen.
    Auch wenn die SHg , wo ich gestern war mit ihren Co`s auftauchte, aber sie haben mir auch bestätigt, dass sie es erst gelassen ahben, als sie es wollten und so wird es auch sein.

    Hallo Nici, ich habe meinem Sohn erzählt, dass ich zur SHG gehe, ich habe ihm schon vor Monaten gesagt, dass ich hier im Forum bin und mich rauf und untergelesen habe und den Alkoholismus als Krankheit anerkenne.
    Habe ihm diese Seite genannt und ihm gesagt, dass er sich gerne mal alles durchlesen kann. Er hat es aber nicht getan.
    Er war sehr mit sich und seiner Ausbildung beschäftigt.
    Manchmal versteht er, warum ich so nervlich am Ende bin, das zeigt sich durch meine Traurigkeit, durch Leistungsminderung, durch leichte Depressionen. Dann sagt er, dass ich mich trennen soll.
    Wenn er dann wieder einen guten Tag mit seinem Vater hatte, sieht er alles nicht mehr als so schlimm an.
    Doch, er soll es mitbekommen, ich habe in letzter Zeit Gespräche mit ihm führen können, nur braucht er genau wie ich seine Zeit, das zu begreifen.
    Und ich habe auch daran gedacht, ihm vorzuschlagen, mitzukommen.
    Werde ihn fragen, mal sehen...

    Nein, das will ich nicht, desahlb nerve ich auch nicht meine Freunde damit, sondern suche mir professionelle Hilfe.
    Für mich.

    Wenn ich hier so Co rüberkomme, dann tut es mir leid.
    Ich habe gestern einen Schritt getan, man hat mir dort gesagt, einen
    Schritt nach dem anderen. Das tue ich.

    Dass ich was für mich tue, schliesst doch nicht aus, dass ich auch versuche
    ihm Wege aufzuzeigen, was er machen kann, um aus seiner Sucht rauszukommen, oder?
    Trennen kann ich mich dann, wenn ich keinen anderen Ausweg mehr sehe.
    Dann habe ich aber wenigstens nochmal alles versucht, was machbar ist.
    Denn so weiterleben will ich nicht mehr.
    Solange werde ich für mich das Bestmögliche tun, um diese Zeit zu überstehen, wenn ich dann kein Weiterkommen mehr sehe und sich nichts verändert, dann kommt die allerletzte Konseqenz, nämlich die Trennung. Kannst du das verstehen?