Beiträge von Marie04

    Hallo Loka!

    Ich will dir keinesfalls etwas Böses, ich bin nur recht direkt und offen so wie ich es sehe.

    Selbstverständlich frage ich hier in diesem Forum Dinge, die sich um meinen Mann drehen.

    Ja eben DU fragst für deinen Mann ER hat doch ein Suchtproblem und müsste hier fragen - nicht du. Wenn du aber fragst wie du deinem Mann helfen könntest müsste ich dir sagen du kannst ihm nicht helfen er muss sein Problem selber in Angriff nehmen.

    Vielleicht ist er gar kein richtiger Alkoholiker, sondern nur einer, der auf dem Weg dahin ist.

    Auch das kann er nur selber wissen und entscheiden, hat er schon mal ernsthaft versucht etwas gegen seine Sucht zu tun?

    In den Trinkpausen ist auch gar nichts los, die Trinkphasen variieren zwischen „nur einem Tag“ bis maximal eine Woche.

    Oh das kenne ich am Anfang lagen bei meinem Mann oft Monate dazwischen die Abstände wurden aber immer kürzer, das Ganze zog sich über 30 Jahre. Er hatte auch seine Hobbies und ich meine Interessen, er ging fast bis zu seinem Tod noch arbeiten.

    Viele die uns kannten wußten nichts daß er Alkoholiker war auch auf der Arbeit hat es niemand gemerkt.

    LG Marie

    Hallo Loka!

    Manchmal wünsche ich mir, dass er sich einfach totsäuft.

    Der eine Satz zeigt deine enorme Belastung durch deine Situation. Ich finde dich sehr coabhängig es dreht sich doch fast alles um deinen Mann und wie er seine Sucht stoppen könnte. Du planst euer beider Leben, die Sache hat aber einen Haken, dein Mann spielt nicht mit sondern trinkt weiter. Ich kenne das Problem sehr gut ich wurde in meinen Anstrengungen immer massiver um ihn zum Aufhören zu bewegen.

    Ob man sich trennt oder nicht bleibt jedem überlassen aber ich kenne niemanden der sich an der Seite eines Trinkenden wohlfühlt. Zu gravierend sind die Defizite in die man gerät wenn man bleibt.

    LG Marie

    Hallo Berni!

    Ich glaubte auch lange Zeit daß ich das Elend aushalten müsste, ich war 32 Jahre verheiratet. Anfangs war er nur hin und wieder betrunken aber das steigerte sich immer mehr. Mir ging es dabei immer schlechter obwohl ich wirklich versucht habe mich abzugrenzen.

    Irgendwann habe ich meine Trennung geplant und ihn vor vollendete Tatsachen gestellt, seine Reaktion war Erleichterung daß er endlich in Ruhe trinken konnte denn ich war eher ein Partner der sich lauthals aufgeregt hat, gebracht hat das auch nichts.

    Mir ging es deutlich besser als ich die Trennung beschlossen hatte und die erste Nacht im neuen Heim war wundervoll, ohne Schnarchen und Biergestank neben mir.

    Inzwischen sind über 10 Jahre vergangen und ich habe alles getan damit es mir wieder besser ging. Das Einzige was ich bedauere ist daß ich nicht schon viel früher die Trennung vollzogen habe. Ich hätte schon viel früher ein besseres Leben haben können.

    LG Marie

    Hallihallo!

    Ist es aktive Sterbehilfe oder Beihilfe zum Selbstmord? Wenn etwas schlimmes passiert, kannst du noch in den Spiegel gucken?

    Dazu kann ich dir von meiner Stimmungslage in der ich damals war berichten. Ich war in unserer Beziehung diejenige die gegangen ist. Ich bin sehr lange bei ihm geblieben aber irgendwann war ich so fertig daß ich gesundheitlich gelitten habe von den psychischen Problemen mal abgesehen.

    Ich konnte nur denken bloß raus da, ich habe meinem Mann ein Ultimatum von einem halben Jahr gesetzt in dem er seine Sucht in den Griff bekommt. In der Zeit habe ich mein weiteres Leben ohne ihn geplant weil ich auch die Hoffnung verloren hatte. Wir hatten auch ein großes Haus mit einem wunderschönen Grundstück.

    Na und - ein Haus kann man verkaufen und jeder bekommt die Hälfte hat ja jeder seinen Beitrag dazu geleistet. Mein Mann hat zu meinem Auszug gemeint das wäre vielleicht besser sich zu trennen, so könne er in Ruhe weitertrinken. Da sieht man was in einem Suchtkranken so vorgeht, die Sucht steht über allem.

    Ich habe mir ein neues Leben aufgebaut er hat weitergetrunken. Ich mußte lernen mich abzugrenzen daß jeder für sein Leben verantwortlich ist. Die ganze Geschichte ging tragisch aus er hat sich zu Tode getrunken. Ich hatte kein schlechtes Gewissen er hatte es genau wie ich in der Hand das Beste aus seinem Leben zu machen. Ich kann auch bis heute in den Spiegel gucken denn ich habe so vieles geschafft und gelernt für mich zu sorgen.

    Wenn ich an ihn denke finde ich es sehr bedauerlich daß er es nicht geschafft hat manchmal denke ich auch schade daß wir nicht zusammen alt werden konnten. Ich bin aber nicht verbittert daß es so gekommen ist denn ich führe trotz allem was passiert ist ein schönes Leben und das ist das Wichtigste überhaupt.

    Ich kann auch alle diese Wut und Trauer und die bösen Gedanken die ihr empfindet nachvollziehen aber das ist der falsche Weg.

    LG Marie

    Hallo Gewitterliebe!

    Gerade, wo ich mich gedanklich distanziert hatte. Ich habe mit der Suchtberatung telefoniert und sie meinte Rückfälle gehören dazu. Es wäre gut, wenn ich ihm sagen würde, wo meine Grenzen sind und das er nüchtern zurück kommen könnte. Ich hatte den Eindruck, dass die Beratung auch eher positiv für den Betroffenen selber gehalten wurde.

    Du brauchst ja nichts übers Knie brechen und solltest dir Zeit mit der Entscheidung lassen. Er wohnt ja vorerst bei seinen Eltern, mit seinem Zurückkommen eilt es ja nicht er soll erstmals vernünftig entgiften dann siehst du weiter. Mit den Grenzen ist es ja oft so eine Sache und die werden schnell überschritten.

    Es ist ja nicht damit getan daß er jetzt trocken wird und alles ist wieder gut es scheint ja sonst einiges im Argen zu liegen.

    Ich war mit meinem Mann einmal zu einem Paargespräch bei der Suchtberatung und hatte auch den Eindruck auf mein Befinden wurde null Rücksicht genommen, vielleicht ist das aber im Allgemeinen so. Ich habe aber irgendwann gemerkt selbst wenn er trocken werden sollte hätte ich mich trotzdem von ihm getrennt.

    Ich wünsche dir viel Ruhe und eine glückliche Hand bei deinen Entscheidungen.

    LG Marie

    Hallo Dini!

    Herzlich willkommen hier im Forum, ich bin auch eine Angehörige und die Thematik ist mir gut bekannt.

    Er hat von der Nachbarin eine Liste von Therapeuten bekommen, die sie ihm angeboten hat, diese liegt hier seit 2 Wochen und was soll ich sagen, es ist kein einziger angerufen worden.

    Sein Desinteresse zeigt sehr deutlich daß er momentan überhaupt nicht bereit ist sein Alkoholproblem anzugehen. Normalerweise müsste er von sich aus den Schritt tun und den Arzt aufsuchen oder zumindest einen Termin machen.

    Der Clou kam dann jetzt, dass ich doch bitte ausziehen solle, da es ja besser für mich wäre und er ja nicht wisse wielange er braucht um auf zu hören aber im gleichen Atemzug kam noch, dass er nicht schluss machen würde.

    Liebe Dini lasse dich nicht auf solche Spielchen ein die er mit dir spielen will. Ich kenne so etwas zur Genüge bis ich den Spieß umgedreht habe und ihm eine Frist gesetzt habe. Er hat sich an nichts gehalten und nahm mich nicht ernst aber ich bin bei meinem Entschluß geblieben und habe mich getrennt.

    Dann hat er vor ca 2 Monaten erfahren, dass er wohl, wenn es so weitergeht eine neue Lunge braucht (er ist Lungenkrank und raucht wie ein Schlot) da habe ich dann mal gedacht, hey Gesundheit geht vor er macht mal was.

    Wer so nachlässig mit seiner Gesundheit umgeht dem ist nicht zu helfen, ich würde an deiner Stelle nicht bei ihm bleiben um ihm bei seinem selbstverursachten Problemen zuzuschauen oder gar mitzuerleben daß er an seinen Krankheiten langsam aber sicher verstirbt.

    Er treibt in der Zwischenzeit seine Psycho Spielchen und lässt sein Handy laut und schreibt mit einer mir fremden Frau und das jeden Tag.

    Aber liebe, sex und Zärtlichkeit gibt es schon lange nicht mehr. Gemeinsame Unternehmungen Fehlanzeige, es sei denn es ist mittelaltermarkt und er kann sich mit Met die Kante nehmen.

    Bitte ganz schnell die Flucht ergreifen und sobald als möglich diese Beziehung? beenden so etwas braucht kein Mensch und sollte auch kein Mensch mit sich machen lassen.

    Ich weiß daß es schwer ist sich zu trennen aber wenn man sich getrennt hat geht es einem nach einer gewissen Zeit seelisch viel viel besser und es macht sich Erleichterung breit.

    Du hast dir etwas Besseres verdient als so eine kranke bizarre Beziehung.

    LG Marie

    Hallo Pueppchen!

    ..... was passiert wenn ich weg bin. Wird er sich dann Tod saufen und ich mache mir mein Leben lang Vorwürfe?

    Was er tut oder nicht tut steht nicht in deiner Macht denn er ist schliesslich erwachsen und es ist sein Leben das er ruiniert. Lasse nicht zu daß er dich noch weiter in seinen Abgrund reisst. Du bist nicht für ihn verantwortlich und brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen haben.

    Mein Mann hat sich zu Tode getrunken als ich weg war- das hätte er aber auch gemacht wenn ich bei ihm geblieben wäre. So ist das mit der Alkoholkrankheit nur derjenige der trinkt kann etwas verändern. Ich habe kein schlechtes Gewissen ich hatte ja alles Mögliche versucht um ihn vom Trinken abzuhalten. Ich finde es immer noch schade daß es so gekommen ist, ich hätte mir etwas Besseres für mein Leben gewünscht.

    Aber ich habe meinen inneren Frieden gefunden und mein Leben ist wieder schön.

    LG Marie

    Ja, er ist jetzt als trockener Alkoholiker genau so wie vorher - nur nüchtern!

    Ich konnte es anfangs nicht glauben und habe die Schuld immer den Alkohol gegeben.

    Hallo Claudia!

    Dem Irrglauben bin ich auch sehr lange erlegen, aber im Nachhinein musste ich dann feststellen daß sein Charakter nüchtern auch nicht besser war. Der einzige Unterschied war daß er betrunken weniger Hemmungen hatte wenn es darum ging mich zu beleidigen und zu demütigen.

    Anfangs hat er sich zwar immer entschuldigt aber irgendwann blieb das auch aus. Ich war Jahrzehnte seine Ehefrau und im Laufe der Jahre wurde es mit dem Trinken immer öfter irgendwann trank er jeden Tag.

    Was ich im Nachhinein anders machen würde - ich würde mich viel früher aus der Beziehung lösen denn es war verschenkte Lebenszeit an seiner Seite.

    Ich wünsche dir alles Gute und glaube mir so einen Partner braucht kein Mensch!

    LG Marie

    Hallo Thor!

    Erlichgesagt kommt es mir immer mehr in den Sinn das ich wie ein geschlagener Hund zu ihr kommen soll wenn auch nur wenn es ihr passt

    Eben so etwas solltest du nicht mehr mit dir machen lassen das hast du nicht nötig. Dieses "Heruntermachen" scheint ihre Masche zu sein und bis jetzt funktioniert es ja. Mit so einer Partnerin die so tief in ihrer Sucht steckt wird das nichts. Es liegt an dir was du mit dir machen lässt und was nicht, du mußt dir zu schade sein für so eine schräge Partnerschaft mit so vielen Kränkungen.

    Ich bin auch eine Angehörige und mein Mann wollte mir auch immer einreden daß ich dumm bin und ohne ihn nicht leben könnte. Dann wieder Entschuldigungen für sein Verhalten im Suff und ich habe diese "Spielchen" viel zu lange mit mir machen lassen.

    Ich habe mich getrennt und mein Leben ist wieder viel schöner, ich konnte mich noch einmal ganz neu orientieren.

    LG Marie

    Liebe Lana!

    Es braucht seine Zeit bis es dir wieder besser geht, du hast so viele Hoffnungen in diese Beziehung gesteckt und es ist erstmals traurig wenn es so endet. Ich bin viel zu lange bei meinem Mann geblieben und zweifelte am Anfang der Trennung immer noch an mir ob ich wohl das Richtige tue. Zu gehen ist mir nicht schwer gefallen, ich liebte meinen Mann nicht mehr, zuviel war vorgefallen.

    Sogar heute nach 10 Jahren kommt mir manchmal ein Gefühl der Traurigkeit hoch daß es so geendet ist, ich hatte ja schließlich ganz andere Wünsche und Träume in meinem Leben. Es war schwer einzusehen daß ich so machtlos war, ich hatte schliesslich so um ihn gekämpft.

    Ich bin immer noch so unglaublich traurig, dass Alkoholsucht so stark und so zerstörerisch ist.

    Ja das stimmt, du bekommst keine Chance wenn er es nicht will. Das Leiden geht immer weiter und schliesslich macht es krank, ich war depressiv und hatte alle möglichen Beschwerden. Aber so nach und nach erholte ich mich wieder und es ging mir wieder besser. Ich habe ganz langsam schöne Dinge für mich entdeckt.

    Jetzt bin ich wieder voll im Leben aber natürlich hat das auch bei mir Spuren hinterlassen aber mittlerweilen geht es mir sehr gut, die Zeit hilft dabei sehr. Du musst dir immer wieder sagen besser alleine und unabhängig als in so einer fürchterlichen Beziehung gefangen.

    Du schaffst das gib dir einfach Zeit und versuche dich abzulenken.

    Alles Liebe und Gute!

    Marie

    Hallo Nudeltante!

    Ich würde es wichtig finden daß du dich und die Kinder aus solchen Streitereien zwischen deiner Schwiegermutter und deinem Mann raushältst. Soll er saufen und sollen sie sich die Köpfe einschlagen wenn sie meinen aber das soll dich und die Kinder nichts mehr angehen. Auch wenn du nachher versuchst mit den Kindern zu reden haben sie viel zu viel mitbekommen und es wird Schäden auf der Seele verursachen.

    Warum du dann wieder alles Mögliche für deinen Mann organisieren willst verstehe ich auch nicht, wenn er aufhören will zu trinken muß er sich selber Hilfe suchen er weiß ja mittlerweilen wie es geht.

    Es sind SEINE Probleme die er hat und die muß er bewältigen nicht du. Du hast genug mit dir und den Kindern zu tun um euch zu schützen.

    LG Marie

    Hallo Lana!

    Jetzt heißt es durchhalten und konsequent bleiben. Sieh es als Blick in die Zukunft so würde dein Leben verlaufen wenn du jetzt einen Rückzieher machst.

    Ich weiß nicht ob sein Benehmen nur vom Alkohol kommt oder ob auch sein wahrer Charakter zum Vorschein kommt.

    Ich habe bei meinem Mann auch immer alles auf den Alkohol geschoben aber im Nachhinein betrachtet gab es solche Ausraster auch im nüchteren Zustand.

    Aber diese Stimmungswechsel kenne ich auch zur Genüge irgendwann wusste ich nur noch SO will ich nicht mein restliches Leben verbringen.

    Wir waren damals schon ewig verheiratet und es wurde im Laufe der Jahre immer schlimmer trotz vieler Versprechen seinerseits nicht mehr zu trinken.

    LG Marie

    Hallo Steffi!

    Um zu gehen muss ich stabil sein und das bin ich noch nicht.

    Wenn du noch länger bleibst wirst du bestimmt nicht stabiler - ganz im Gegenteil. Dein Anfangsbericht liest sich wie ein einziges Martyrium und du betonst immer wieder daß er nichts von dir und der Familie wissen will sondern sein Suff an erster Stelle steht. Worauf wartest du denn noch, auf weitere schreckliche Jahre an seiner Seite? Er denkt ja nicht daran etwas zu ändern und beschuldigt dich an seiner Trinkerei die Schuld zu haben.

    Ich bin auch eine Angehörige und habe viel zu lange an seiner Seite ausgehalten bis ich selber krank wurde. Ich kann Jedem nur raten zu gehen, auch für die Kinder ist es schlimm in so einer Atmosphäre groß zu werden. Es geht ja auch darum wie du aus diesem Schlamassel rauskommst, natürlich kannst du hier dein Herz ausschütten wie schlimm das alles ist das glaubt dir jeder Angehörige. Aber davon wird es dir nicht besser gehen, es geht dir nur dann besser wenn du für dich aktiv wirst und deine Situation versuchst zu bereinigen.

    Vielleicht liest du hier mal die eine oder andere Geschichte es stehen ja reichlich davon im Forum.

    LG Marie

    Hallo Nudeltante!

    Ich habe deinen Thread verfolgt und mir so für dich erhofft er schafft es. Aber leider schafft es nur ein kleiner Teil der nassen Alkoholiker trocken zu werden. Die Sucht hat den Trinker und die Angehörigen so fest in ihren Krallen, ich habe es so viele Jahre mitgemacht bis ich am Ende meiner Kräfte total hoffnungslos den Schlußstrich gezogen habe.

    Das war vor über 10 Jahren und mein Leben hat sich sehr verändert seitdem. Ich habe immer versucht meinen Fokus auf MEIN neues Leben zu richten mir war plötzlich so egal was aus ihm wurde. Er ist mittlerweilen an seiner Sucht verstorben aber ich habe ein gutes neues Leben mit meinen Kindern und meinem Enkelchen. Zum Glück haben meine Kinder seine schlimmste Phase nicht miterlebt da sie bereits ausgezogen waren. Gelitten haben sie trotzdem, es war ja ihr Vater der sich zugrunde gerichtet hat.

    Zeit heilt Wunden und das stimmt, es geht immer weiter nur anders und oft auch besser. Ich habe bis heute die Sucht nicht begreifen können und versuche es auch nicht mehr.

    Ich wünsche dir alles Gute, nimm dein Schicksal in die Hand und mache das Beste daraus, auch für deinen kleinen Sohn.

    LG Marie

    Hallo Christrose!

    ....blauäugig bin ich nicht.

    Das hatte ich auch nicht angekommen oder gedacht es kam nur nie so deutlich rüber, Dank für deine Antwort. Ich kann dir nur wünschen daß alles einen für dich guten Ausgang nimmt. Ich konnte mich damals zum Glück friedlich mit meinem Mann einigen was das Finanzielle betraf. Aber wenn es zum Streit gekommen wäre hätte ich sehr wahrscheinlich auch einen Anwalt zu Rate gezogen. Gemeinsam Geschaffenes und Erworbenes sollte ja auch gerecht aufgeteilt werden.

    LG Marie

    Hallo Christrose!

    "ich bleibe ganz bei mit, betrachte alles aus der Ferne und wahre weiterhin meinen nötigen Abstand.....richtig, er soll erst einmal abliefern"......Beteuerungen kamen gestern von ihm zuhauft!

    Ich habe von Anfang an bei dir mitgelesen. Unsere Geschichten ähneln sich ich habe mich nach 32 Jahren Ehe getrennt weil mein Mann getrunken hat. Auch er war in einer Therapie die er gemacht hat:"Weil meine Familie es so möchte". Es stimmt die Kinder und ich wollten es und hatte ihm ein Zeitfenster gesetzt seine Sucht zu bekämpfen sonst würde ich mich trennen.

    Ich war aber fest entschlossen das auch durchzuziehen und hatte auch einen Plan B d.h. ich habe mich schlau gemacht wie es im Falle einer Trennung FÜR MICH weitergehen könnte.

    Was mir bei dir auffällt ist daß du zwar auf dich schaust aber trotzdem sehr in sein Leben involviert bist. Ich war damals auch zu einem Paargespräch und habe einfach nur gesagt daß mein Mann selber dafür sorgen müsste trocken zu werden ich könnte ihm dabei nicht helfen. Mir ging es zu dem Zeitpunkt selber schlecht und ich brauchte meine Kraft für mich. Was seine Psychologin von mir gehalten hat war mir vollkommen egal. Das Einzige war daß ich ihr versicherte keinen Alkohol in unser Haus zu bringen aber das hatte ich vorher auch nie gemacht, ich trinke höchstens mal in Gesellschaft ein Glas.

    Du schreibst immer daß du abwarten möchtest und machst dein zukünftiges Leben davon abhängig ob er es schafft. Du hast auch erhebliche Zweifel dass er es schafft, die hätte ich an deiner Stelle auch. Aber hast du einen festen Plan was du machen wirst wenn er rückfällig wird? Kannst du dich in der gemeinsamen Wohnung so gut abgrenzen daß ihr quasi nebeneinander her leben würdet? Das klappt bestimmt nicht ein neues Leben kannst du nur erreichen mit einer klaren Trennung.

    Im Nachhinein habe ich dann festgestellt selbst wenn mein Mann trocken geworden wäre hätte ich mich getrennt, meine Liebe zu ihm war verschlissen. Ich war aber so mit ihm daß er endlich trocken wird beschäftigt daß ich das lange Zeit überhaupt nicht wahrgenommen habe. Dieser Machtkampf um seine Trockenheit hatte mir auch jegliche Energie geraubt.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück bei deinen Entscheidungen.

    LG Marie

    Hallo Erik!

    Natürlich gibt es hier Regeln wie überall wo Menschen aufeinandertreffen. Mit Fachgebieten meinte ich daß man von den Dingen schreibt die einen persönlich betreffen ich schreibe bei den Co-Abhängigen das bin/war ich selbst. Mir ist es entgangen daß du dich in beiden Gebieten auskennst da du dich ja als Co vorgestellt hast.

    Ich habe allmählich auch den Eindruck daß du (absichtlich?) einiges falsch verstehst und auf Krawall gebürstet bist.

    LG Marie

    Hallo Erik!

    Ich bin jetzt seit über 10 Jahren hier und hatte noch nie das Gefühl daß ich nicht das schreiben durfte was mir auf der Seele brennt. Allerdings halte ich mich an folgende Regeln: Ich schreibe so gut wie nie bei den Alkoholikern da dies nicht mein Fachgebiet ist und ich bemühe mich stets um einen angemessenen Ton weil ich das für selbstverständlich im Umgang mit anderen Menschen halte.

    LG Marie