Beiträge von Roseanne

    Guten Morgen Sarawen,
    wie ähnlich sich doch die Verhaltensweisen sind...Ich bin immer wieder erstaunt darüber.
    Ich hatte auch schon mehrere Anläufe,war auch schon dreimal weg und bin doch immer wieder zurückgekommen.
    Auch ich hatte und habe noch immer Angst vor dem Allein sein und vor vielen anderen Dingen auch.Bevor ich meinen Mann kennen lernte war ich ein selbstständiger Mensch, habe meine drei kleinen Kinder alleine groß gezogen und hatte meine Finanzen im Griff.Aber ich war trotzdem ohne Selbstwertgefühl, habe funktioniert.Er hat mir dann viel beigebracht, z.B. das man nicht alles mit sich machen lassen darf und auch mal die Ellbogen stellen muß.Jetzt wo ich genau dies auch ihn spüren lasse und plötzlich eine Meinung zum Thema Lebenswandel habe,wünscht er sich wieder die kleine graue Maus zurück die zu allem ja und Amen sagte.

    Ich hab mir schon so oft Fristen gesetzt und doch nichts eingehalten.Dann ist es mal wieder eine Weile ruhiger und schon denk ich es könnte alles gut werden...Ich bin so leicht um den Finger zu wickeln...wahrscheinlich nur um nicht wahrhaben zu müssen das ich zu feige bin.

    Mittrinken aus Verzweiflung kann ich gar nicht selbst wenn ich wollte.Ich hab im Laufe der Jahre eine regelrechte Phobie entwickelt.Ich vertrage nichts aber auch gar nichts mehr.So gerne wie ich mal ein Glas Wein getrunken habe,heute schmeckt mir nichts mehr und mir wird nur noch schlecht davon.Aber ich vermisse auch nichts dergleichen.

    Dieses andere Gefühl das neben der Liebe wächst kenn ich nur zu gut.
    An manchen Tagen ist es stark und mächtig und manchmal gar nicht vorhanden.Dieses Wechselbad der Gefühle schwächt noch zusätzlich.Manchmal nervt mich seine blosse Anwesenheit, sein Husten oder Würgen das man durchs ganze Haus hört... und andererseits bekomme ich Panik wenn er sich abends verspätet.Das ist doch verrückt.

    Nun ja,ob ich so gut auf mich achte,will ich bezweifeln aber mit meiner Freundin verabrede ich mich regelmässig.Ich hab sie lange vernachlässigt während meiner Ehe aber als ich sie brauchte konnt ich auf sie zählen.Da wurde mir erstmal klar wie sehr ich auf meinen Mann fixiert war und alles ringsum verdrängt habe.

    Nun liebe Sarawen wünsch ich Dir auch ein schönes Wochenende.

    Roseanne

    Hallo Sarawen,
    Deine Antwort hat mich sehr berührt.
    Was Du schreibst,stimmt mit meiner Situation fast überein.Die ewigen Diskussionen,die ins Leere laufen,seine Uneinsichtigkeit und eben das Nicht Begreifen Warum.Allerdings fällt es mir sehr schwer mich an den Gedanken der Trennung zu gewöhnen.Obwohl ich genau weiß das er sich nicht freiwillig einer Therapie unterziehen wird und sich dadurch nichts ändert.
    Ob ich ihn ganz loslassen kann? Keine Ahnung ehrlich.Manchmal wenn er so sturzbetrunken um mich rumeiert,widert er mich nur an und wenn ich genau in diesem Moment gehen könnte wäre ich vermutlich weg.Aber dann gibts ja wieder die andere Seite an ihm und ich fange an wieder Hoffnung zu schöpfen.Und doch weiß ich genau das es nicht lange anhält.
    Es gibt vieles das geregelt werden muß bevor ich ausziehe und damit fange ich jetzt an und wenn der Tag X da ist muß ich nicht den ganzen Berg auf einmal bewältigen.
    Wir haben zusammen im selben Betrieb gearbeitet,haben den selben Beruf.Da habe ich mich jetzt erstmal abgekapselt.Vor 5 Monaten habe ich den Betrieb gewechselt.Es erschien mir unvorstellbar schwer mich von ihm zu trennen und sich dann jeden Tag in der Firma über den Weg zu laufen.Jetzt habe ich die Finanzen in Angriff genommen und meine Familie informiert.Insgeheim hoffe ich noch immer das er einsichtig wird und endlich etwas unternimmt.Und doch weiß ich das er von seinem Tiefpunkt noch weit entfernt ist und deshalb auch nichts ändern wird.
    Es fällt mir schwer mich an den Gedanken zu gewöhnen aber ich habe mir fest vorgenommen diesesmal nicht nachzugeben.

    Guten Morgen Lindi,
    Danke für Deine Antwort.
    Es war gestern sein erster Gang nach der Arbeit in die Garage.Natürlich hat er den Brief schon gefunden und ich hab mich innerlich schon auf eine riesen Szene eingestellt.Aber als er wieder zurück kam sagte er erstmal garnichts.Er hatte nur zwei alkfreie Bier dabei.Aber ich hab schon gemerkt das er ziemlich zerknirscht war.Nach 10 min musste er mir dann doch sagen, das er sein Bier nicht verstecken würde aus dem Grund den ich ihm immer weis machen will sondern weil ihn meine Nörgelei und meine Kontrolle stört.
    Ich hab ihm gesagt das mir schon klar war das er wieder nichts einsehen würde und ich die Schuldige bin.Dann war das Thema durch.
    Aber getrunken hat er gestern keinen Tropfen.Wahrscheinlich ist er erstmal erschrocken das ich ihn ertappt habe.
    Ich glaube schon das ihm das mega peinlich war,auch wenn er´s nicht zugibt.Aber ausgerechnet ihm kann man ein fehlerhaftes Benehmen nachweisen,er der Korrekte,Konsequente...den er nach aussen suggeriert.

    Ja ich werde schön die Füße still halten bis ich alles unter Dach und Fach habe.Und drohen brauch ich ihm eh nicht.Es ist alles gesagt, er kennt meinen Standpunkt.Es wird wohl eher ein stiller Abgang werden wenns soweit ist.

    Hallo Aurora,
    ja die Freude draußen ist mir eben vergangen.Wollte aus der Garage den Besen holen und dachte mir ich schau mich mal ein wenig um,ja Kontrolle eben...und siehe da ich hab sen Bierlager entdeckt.Und obwohl ich´s wusste das er irgendwo diesen Mist hortet,bin ich jetzt doch enttäuscht und verletzt.Ehrlichkeit war ihm immer so wichtig und jetzt lügt er sich selbst und mich an.Ich hab mich hingesetzt und ihm einen Brief geschrieben und den dann direkt auf die vollen Flaschen gelegt.Mal sehen wie sein Donnerwetter heut abend ausfällt.
    Ich werds nie verstehen warum er das macht.Ich hätte auch tausend Gründe mir die Birne voll zu dröhnen nur damit ich nicht mehr denken muß und tu´s auch nicht.Ich bin so wütend.Aber vielleicht brauchts das jetzt um die notwendige Stärke zu bekommen.

    Hallo ihr Lieben,
    Danke der Nachfrage.Naja,gut ist was anderes, aber es könnte auch noch schlechter sein.Am schlimmsten ist der Denkstress.Wo fang ich an, was muß ich beachten usw.Ihr kennt das ja.Sind mir ja einige vorraus.Immerhin hatte ich schon mal ein Gespräch mit meinem Bankberater.

    Und als ob mein Gatte den Braten riechen würde,benimmt er sich grad vorbildlich.Das ist doch verrückt.Aber lange hält er sowieso nicht durch.Das hat er in der Vergangenheit oft genug bewiesen.

    Nun werd ich den schönen Tag nutzen um den Garten etwas auf Vordermann zu bringen.
    Sonnige Grüße
    Roseanne

    Guten Morgen,
    Danke für eure Antworten,auch wenn sie teilweise weh tun.
    Ich habe gestern den Rest meiner Familie (Eltern und meine 3 Kinder) darüber informiert das ich meinen Auszug plane.Meinem Mann habe ich das allerdings noch nicht mitgeteilt.Er würde sowieso nur müde lächeln darüber und mich nicht für voll nehmen.Ausserdem hab ich schon etwas Angst vor dieser Aussprache und davor,das er mich wieder weich kocht,wie so oft.
    Ich hoffe und wünsche mir das ich diesesmal durchhalten kann und es endlich wieder Ruhe gibt in meinem Leben.

    Guten Morgen Aurora,
    danke der Nachfrage.Es geht mir nicht gut.Ich bin aufgewühlt und doch niedergeschlagen.In meinem Kopf sind nur wirre Gedanken und die überschlagen sich.Das trübe Wetter tut sein übriges.Eigentlich wär es ein Tag zum Liegenbleiben aber ich muß ja irgendwie funktionieren.Ich werd jetzt meine Tochter holen zum Frühstücken.Vielleicht hilft mir das etwas.

    Guten Morgen ihr Lieben, danke für eure Antworten.Ja ich bin verzweifelt und ja, ihr habt alle Recht.Ich weiß das mir keiner helfen kann und das ich etwas unternehmen muß.Aber ihr wisst auch wie schwer es ist.Und wenn man sich in ein Forum traut kostet es erstmal ne riesengroße Überwindung und irgendwo erhofft man sich Hilfe.Harte Worte sind meiner Meinung fehl am Platz, denn die hab ich zuhause schon im Überfluß.Es geht mir auch nicht um einen vollen Kühlschrank oder Kohle sondern darum einen brauchbaren auf mich anwendbaren Rat zu bekommen.Ich bin keine fettgefressene Kuh die sich Sorgen ums Mittagessen macht.Ich bin einfach nur gefangen in meiner Angst und Hoffnungslosigkeit, versuche einen tragbaren Ausweg zu finden und verrenne mich zugegebener Weise manchmal in Selbstmitleid aufgrund meiner Handlungsunfähigkeit.Ich behaupte jetzt mal das dieser Gemütszustand nicht nur in meinem Hirn stattfindet sondern jeden schon mal getroffen hat.
    An manchen Tagen komme ich ganz gut klar, habe Kampfgeist und fange an etwas zu bewegen und an manchen Tagen bin ich nur einsam, verletzlich, auch zickig und empfindlich, einfach ausweglos.

    Zudem kämpfe ich gerade noch mit meiner Gesundheit.Hatte vor 3 Wochen eine OP und bin krankgeschrieben.

    Entschuldige Karsten, war nicht so gemeint.Ich bin wohl auch etwas empfindlich.Ich wache jetzt schon auf und frage mich ob das ewig so weitergehen soll.Ich weiß das ich was unternehmen muß.Und ich suche irgendwo einen Wink, einen Fingerzeig, einen Rat der mir endlich hilft die entscheidenden Schritte einzuleiten.Etwas, was es mir leichter macht und mir die Angst nimmt.Dieses Leben ist ein Sterben auf Raten und momentan wärs mir am liebsten wenn die Gesamtsumme auf einmal fällig wäre.

    Vielleicht mag es für Dich so aussehen,Karsten.Du kennst nicht meine Vergangenheit.Ich habe schon einmal alles,aber wirklich alles verloren und wieder neu angefangen und gerade weil ich schon etwas älter bin,habe ich nicht mehr die Kraft und den Kampfgeist den ich bräuchte um wieder alles hinter mir zu lassen.Irgendwo wollte ich mal ankommen, es mal ruhiger angehen lassen.Und ich sehe schon das Dir mein "Gejammer"auch auf den Senkel geht.Und hohes Niveau hab ich schon lange keines mehr.Ich will nur nicht den Rest meines Lebens Schulden abarbeiten für etwas das ich nicht mehr habe.Ist das so verkehrt?Mein ganzes Leben habe ich nur geschuftet und vieles bezahlt wofür andere den Nutzen hatten.Es muß doch auch gut geplant und ausgerechnet sein wenn man so einen Schritt wagen soll.

    Hallo Aurora,danke für Deinen guten Rat.Ich habe mir Hilfe holen wollen bei der Caritas Online Beratung.Ein einziger Satz kam als Antwort."Ihr Mann kann sich nur selber helfen." Das war frustrierend und ich hab gedacht,ok muß ich mir auch selber helfen.
    Die Finanzen sind auch so ein Thema.Mit eig. Haus ist das immer ein Problem zumal es noch nicht abbezahlt ist und auch noch ne ganze Weile dauern wird.Zu zweit kommen wir gerade so über die Runden.An Verkauf ist auch nicht zu denken.(sehr schlechte Marktlage)
    Ich weiß auch nicht ob mein Mann sich darauf einlassen würde mir das Haus samt Schulden zu überlassen,ich trau mich nicht ihm diesen Vorschlag zu machen.Aber daran gedacht hab ich schon oft,dann meine Kinder wieder heimzuholen,die er ja so erfolgreich aus dem Haus gesoffen hat.
    Ich steh mir irgendwie wohl selbst am meisten im Weg.Und Mut fehlt zurzeit in meinem Vokabular.Leider.

    Hallo Morgenrot,ja diese Wenn/dann Aussagen kenne ich gut.Oft fängt es in frühester Kindheit schon an.Meine Schwiegermutter sagte mal zu meiner 4 jährigen Tochter, wenn Du mir kein Küsschen gibst,kriegst Du nichts mehr zu Weihnachten.Damals sagte ich ihr sie soll ihre Geschenke in Zukunft behalten.Diesen Zwang auf andere auszuüben ist mir in meinem Leben schon oft begegnet,erst kürzlich.Mein Vater war/ist immer für mich da,er unterstützt mich sehr oft auch wenns mit meinem Mann mal wieder Exzesse gibt.Aber neulich sagte er mir doch auch, wenn Du jetzt nicht von ihm gehst,kann ich Dir nicht mehr helfen.Das tat weh und setzt mich unter Druck.Aber vielleicht braucht man das ja

    Ja,wie gerne würde ich mein Leben in die eigene Hand nehmen.Ich stell mir das immer und immer wieder vor.Es könnte schön sein.Und doch ist da dieses unerklärliche Gefühl es nicht zu schaffen.Diese Angst ein Sozialfall zu werden ist fast übermächtig.Angst vor dem Alleinsein,vor dem finanziellen Ruin,ach vor so vielem hab ich Angst.Ich glaub ich ticke nicht mehr richtig und fange an mich für meine Unfähigkeit zu hassen.

    Hallo Karsten, danke für Deine Antwort.
    Weißt Du,ich bin ein Mensch der über viele Jahre immer selbst für jede Lebenslage eine Lösung fand.Ich habe mich immer auf meinen Verstand verlassen können.Diese Ausweglosigkeit ist auch für mich sehr gewöhnungsbedürftig und manchmal war ich so am Boden das ich mit niemandem mehr sprechen wollte,ja manchmal konnte ich das Wort "Alkohol" nicht mehr hören oder auch lesen.Dann kam wieder eine Zeit des Rebellierens,ich dachte das schaff ich doch alleine.Jetzt und heute bin ich wieder schlauer.Ich bin so abhängig und ausserstande mir selber zu helfen wie nie zuvor.Mein Kopf ist voll und doch leer und ich weiß einfach nicht wo ich ansetzen soll.
    Seit drei,vier Tagen lese ich erst wieder hier und diese traurigen Schicksale ziehen mich momentan noch mehr runter, gerade weil ich lese das es für viele ein fast nicht zu schaffender Kampf ist sich von einem Trinker zu lösen.Ich bin sehr entmutigt und weiß nicht ob es überhaupt einen Versuch wert ist, wenn man schon im Vorfeld an sich zweifelt.

    Hallo
    ich war lange nicht mehr da.Ich dachte,ich habe für mich einen guten Weg gefunden um mit der Trinkerei meines Gatten auf irgend eine Art und Weise zurechtzukommen.Eine Weile hat es auch funktioniert.Aber nun bin ich wieder mal mit meiner Weisheit am Ende und frustriert.Tja, eigentlich hat sich nichts geändert in unserem Leben.Arbeiten, hundemüde heimkommen, essen, duschen, (er)trinken und ab ins Bett.5 Tage die Woche,immer das gleiche.Wochenende-Vollsuff. Und ich?-Allein...
    Alle meine Versuche ihn irgendwie zur Umkehr zu bewegen sind total gescheitert.Zweimal musste ich für mehrere Tage zu meiner Freundin ziehen weil ich´s nicht mehr ertragen habe.Und ich blöde Kuh bin jedesmal wieder zurück gegangen,nachdem er mir versprochen hatte endlich einen Entzug zu machen.Es klang so glaubwürdig und ich hab mich wieder einwickeln lassen.
    Mittlerweile habe ich eine richtige Flaschenphobie, entwickle mich immer mehr zum Kontrollfreak und komm eigentlich überhaupt nicht mehr klar mit der ganzen Situation.Er hortet jetzt sein Alk-Vorrat im Kofferraum und immer öfter finde ich Flaschen an Orten wo sie normalerweise nie und nimmer zu finden sind.Er lügt mich an und trinkt jetzt eben mehr heimlich.Die Lage wird immer dramatischer und aussichtsloser und ich immer hilfloser.In meinem Umfeld kann auch keiner mehr mein Gejammer hören und so werd ich täglich einsamer und verbitterter.Und dabei war ich mal so ein lebenslustiger Mensch.Alles vorbei vor lauter Abhängigkeit zu einem Menschen der sich selbst nicht im Griff hat und zu feige ist sich seiner Vergangenheit zu stellen und endlich den Finger aus dem Popo zu ziehen.
    Sorry aber ich schwebe gerade mal wieder zwischen Wut und Traurigkeit und ich muß irgendwo meinen Seelenbalast abladen.

    Hallo else,
    finde ich gut,das Du Dir das mit dem zusammen ziehen noch mal überlegst,denn ist man erst beieinander wird das immer schwieriger.Hätte ich heute noch mal die Wahl,ich würde es nicht mehr tun.Es ist schon schwer genug als Patchworkfamilie einen Rhytmus zu finden,kommt dann die Trinkerei dazu, steht man vor einem fast unüberwindlichen Problem das jeden Tag eine neue Herausforderung darstellt.Ich habe damals seinen Worten geglaubt,heute würde mir das nicht mehr passieren und ich würde wohl die eindeutigen Signale beachten.Aber es nützt alles nix,hinterher ist man immer schlauer.
    Da ich gerade krank geschrieben bin,kann ich mir jetzt aussuchen was ich mit dem Tag anfange.Ich könnte putzen oder schwimmen gehen.Ich werd mir was gutes tun und zum Schwimmen gehen und mich hinterher massieren lasen.Dieser Tag gehört mir!In diesem Sinne wünsch ich Dir ebenfalls einen schönen Tag und lass es Dir gut gehen.
    LG Roseanne

    Hallo else,
    genauso ging es mir als ich hier die ersten Male gelesen hab.In jedem Thread hätte mein Name stehen können.Dadurch wurde mir erstmal bewusst,wieviele Menschen eigentlich das gleiche Problem haben und wie weit verbreitet Alkoholismus doch ist.Ich war zutiefst erschrocken.Aber auch erleichtert, denn ich hab gemerkt das es nicht meine Schuld ist das es soweit kommen konnte und ich habe gelernt mich selbst zu fragen wie viel willst Du ertragen?So hab ich einen Mittelweg gefunden und bin egoistisch geworden.Ich nehme die schönen Seiten mit und die widerlichen lass ich bei ihm.
    Wie ist das bei Dir, wenn er in die Ecken uriniert? Machst Du das sauber oder muß er das selbst tun?
    Meiner muß sich jeden Morgen übergeben,dementsprechend sieht das WC immer aus.Ich habe mir angewöhnt das nicht mehr zu putzen,das muß er selbst machen.So wird er auch immer wieder mit den unangenehmen Begleiterscheinungen seiner Sucht konfrontiert.
    Ich wünsche Dir einen schönen ruhigen Tag und viel Kraft für alles.
    LG Roseanne

    Hallo Frühling,
    ja, wie reagiert mein Gatte? Er ist nicht der Typ Mensch der sich nimmt was er will,insofern bewahrt er Ruhe.Er weiß ja auch ganz genau das ich recht habe und er ein riesen Alk-Problem hat.Die Streitereien lassen nach umso weniger ich darüber rede.Es ist mir einfach egal ob er sich mal wieder die Kante gibt und sich blamiert bis auf die Unterhosen.Ich muß mich um mich kümmern und nur um mich.Er ist erwachsen genug um zu erkennen das es so nicht geht.Anfangs war ich ziemlich hilflos und dachte immer ich muß doch irgendwas tun können,aber das einzige was ich tun konnte war die Klappe halten und ihn auflaufen zu lassen.
    Sollen andere ruhig bemerken das er sich nicht im Griff hat, das fällt auf ihn zurück.
    Ich habe mir Puffer geschaffen in denen ich mich erholen kann,so z.B.die Geburtstage meiner Kinder.War immer ein Horror so ein Familienfest.Jetzt gibts das so nicht mehr,denn ich fahre mit meinem Geburtstagskind in den Europapark,nur ich und mein Kind.So lass ich alles hinter mir und habe einen schönen Tag mit meinem Kind.
    Dieses Beispiel lässt sich auf viele Gelegenheiten anwenden und man kann mal wieder durchatmen und auftanken.
    Ich wünsch Dir Kraft.
    LG Roseanne

    Hallo Arwen,
    am besten ist wenn Du gleich noch zwei,drei Pferde kaufst.Denn mit einem Mann der nur das Trinken im Sinn hat würde ich keine Kinder haben wollen,vor allem musst Du damit rechnen das Du kranke oder gar behinderte Kinder bekommst.Tu Dir das nicht an.Und wie man hier überall lesen kann,findet einer immer einen Grund zu trinken und sei er noch so fadenscheinig und immer sind es andere die schuld sind.Ich lass mich auch nicht mehr auf Streit ein.Ich habe akzeptiert das er eine eigenständige Persönlichkeit ist und das Recht auf eigene Entscheidungen hat und dieses Recht beanspruche ich für mich jetzt auch.Wenn er trinkt gehe ich alleine aus, wenn er trinkt gibt es keine Zärtlichkeiten, wenn er mich küssen will sag ich ihm wie unangenehm er riecht, aber alles in einem ganz normalen Ton wie wenn ich ihn zum Essen bitte.Das schont meine Nerven und hat mehr Wirkung als ein riesen Gezeter.
    Ich wünsch Dir das Du eine für Dich gute Lösung findest.
    LG Roseanne

    Hallo Frühling,
    ich wünsche Dir viele gute Antworten auf Deine Fragen und vor allem das Du einen Weg für Dich findest.
    Ich habe so viele kleine und große Demütigungen erfahren müssen,habe soviele Situationen vertuschen müssen, erlebe Krankheitserscheinungen die aus der Sucht meines Mannes resultieren...und und und...die Liste lässt sich ewig so weiterführen, aber irgendwann kam dann der Punkt wo ich gemerkt habe,wenn Du jetzt nicht dagegen steuerst,gehst Du unter.
    Ich habe mir für dieses Jahr ein kleines Programm zusammengestellt mit Unternehmungen die sich auch alleine durchführen lassen und das werde ich machen ob mit oder ohne ihn.
    Es wird auch keine gemeinsame Unternehmung geben,wenn er schon trinkt bevor wir weggehen.Ich habe keine Lust mehr mich zu blamieren oder bemitleiden zu lassen.
    Ich wünsch Dir die Kraft des Frühlings...
    LG Roseanne