Hallo c2h5oh,
ich hab schon wieder eine Verständnisfrage... ich hoffe das ist für dich in Ordnung, aber bevor ich irgendwelche Dinge schreibe die an deiner Realität vollkommen vorbeigehen möchte ich versuchen mich in deine Erlebniswelt ein bißchen einzudenken, ja?
Ich bin (aus beruflichen Gründen) möglicherweise mit Theorien bezüglich Autismus so sehr überfrachtet worden, die die Erlebnisweise der Betroffenen - also auch deine - gar nicht wirklich treffen, daß ich vielleicht Vorstellungen habe die nix sind als dumme Vorurteile... bitte entschuldige daher möglicherweise blöde Fragen ok?
Ich glaubte immer, Menschen mit deiner Art soziale Dinge zu erleben (oder auch eben nicht zu erleben) würden nicht darunter leiden daß sie bestimmten zwischenmenschlichen Konventionen nicht folgen, sie nicht "miterleben" können. Es wär halt fremd für sie aber ginge sie gefühlsmäßig nichts an.
Du hast aber doch anscheinend so sehr darunter gelitten daß du angefangen hast zu trinken... was wolltest du da betäuben? Dein eigenes Nicht-Miterleben können? Oder das Unverstãndnis der Außenwelt? Bist du einsam, wenn ja leidest du darunter? Du hast Kinder... die entstehen aus Beziehungen... was bedeuten Beziehungen für dich?
Alles sehr indiskret ich weiß. Antworte nur auf das worauf du magst. Ich würd dir gern Dinge schreiben die dir was bringen, bin aber recht unsicher - normalerweise geh ich von mir selbst aus (kann sich ja jeder raussuchen was paßt und den Rest selbst entsorgen), aber hier wüßt ich gern mehr über den Adressaten...
Egal wies in dir aussieht, mit Alkohol wird gar nichts je besser. Aufzuhören wegen der Enkelin find ich gut. Aber aufzuhören wegen DIR find ich noch besser: kannst du damit etwas anfangen?
Ich wünsche dir einen gelungenen und schönen Tag und freu mich daß du hier schreibst. LG Frank