Moin Lena gehts dir besser?
LG Frank
Mein Weg zu mir
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Lieber Frank, Hallo zusammen,
ich habe vorgestern schon mal geantwortet....bin dann kurz auf'm Sofa eingeschlummert, und als ich wieder wach war, und ich es abschicken wollte, war ich ausgeloggt und der Text war futsch
....deshalb heute 2. Versuch...Mir geht es etwas besser und ich bin froh nicht getrunken zu haben- fühle mich, was Alkohol angeht wieder stabiler, auch wenn es mir psychisch nicht so gut geht. Aber gerade Alk würde es noch viel schlimmer machen und das ist mir stärker bewusst, als je zuvor- zum Glück! Ich denke, das ich in den ganzen letzten Monaten sehr viel verinnerlicht habe und insbesondere auch mein Grundsatz der Risikominimierung mir eine große Hilfe in solchen (schlechten/ schwierigen) Situationen sind. Trotzdem möchte ich die Gefährdung nicht "klein reden" und ich weiß, das ich weiterhin sehr vorsichtig und achtsam sein muss. Das wichtigste in dieser Situation war, das ich geredet, mich mitgeteilt und mir Hilfe gesucht habe- am Mo. habe ich jetzt ein Einzelgespräch bei meiner Suchttherapeutin.
Als meine Mutter bei mir war und ich sofort gesehen habe, das es ihr nicht gut geht, sind ganz viele Gefühle von früher wieder hochgekommen...irgendwie fühlte ich wieder wie als Kind. Das kam völlig aus dem Nichts, so unvorbereitet mit einer großen Intensität- es hat mich schlichtweg umgehauen. Ich denke auch, da ich jetzt schon 11 Monate (gestern) nüchtern bin, habe ich das seit langer Zeit einfach ungefiltert zu spüren bekommen. Vorher habe ich gerade auch wegen solcher Gefühle getrunken- eben um sie zu betäuben/ weg zu trinken. Tief in mir drin ist da immer noch eine große Verzweiflung, wovor ich auch Angst habe, diese Gefühle zuzulassen.
Aber gerade darum wird es auch in meiner Gesprächstherapie (die wie bei dir Marion auch tiefenpsychologisch sein wird) gehen. Habe noch nicht bei ihr angerufen....werde das hoffentlich am Mo. tun.
Leicht ist das alles nicht, aber ich habe mir das fest vorgenommen und ich bleibe dran. Doch ich bin kein "Übermensch", habe Schwächen und Ängste und mache es halt so gut es mir zur Zeit möglich ist.
Frank, ich werde dir bald noch etwas zu deinem Beitrag über dich und deine Liebste schreiben- habe da so meine eigenen Gedanken zu - kann aber bissel dauern....hab Geduld mit mir....
Wünsche euch ein schönes Rest WE

Lena
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Hallo Lena,
ich bin zwar jenseits von Gut und Böse schlaftechnisch aber soviel Zeit muss sein:
Gratuliere Dir zu deinem gestrigen Jubiläum !!!
Auf der Tatsache, dass dies und die 10 zuvor stattfinden konnten, basiert alles was nun kommen wird
!!Melde mich ganz bald wieder.
Marion sagt Gute Nacht-

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Hallo zusammen,
ich habe vorhin bei meiner Psychologin angerufen, und was sagt die zu mir....es wird erst März/April was mit der Therapie. Abgesprochen war spätestens Anfang Januar- das ist echt der Hammer!!! Weiß nicht mehr was ich glauben soll, wem ich noch vertrauen kann und bin total sauer und weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen...
Um 15:30 habe ich gleich das Einzelgespräch mit meiner Suchttherapeutin, danach treffe ich mich mit meiner Freundin und heute Abend ist SHG. Ich versuche ja mir Hilfe zu holen- doch nach dem gerade verliere ich langsam den Glauben an meine ganze Mühe.
Bin wirklich kurz vor' m Durchdrehen.
Aber es muss ja irgendwie weiter gehen- höre grad ganz laut Musik und würde gerne laut schreien- meinen ganzen Frust raus lassen.
Meine Gefühle fahren Achterbahn- im Moment leider mehr runter als rauf.bis bald, Lena

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Hallo Lena,
das ist ja blöd und tut mir wirklich leid daß sich die Therapie verschiebt - gerad jetzt wo es dir eh nicht so gut geht und vieles aus deiner Vergangenheit hochkommt. Ich hoffe daß du das mit Hilfe der Suchttherapeutin einigermaßen auffangen kannst!
Immerhin hast du ja doch mit Nachsorge, SHG, Forum und einer wirklich guten Freundin ein gutes Netz um dich herum aufgebaut das dich doch sicher stützen kann... Hat die Psychologin denn den neuen Termin nachvollziehbar begründet?
Therapie ist ja eh eine Langzeitangelegenheit die nicht auf die Schnelle hilft - so gesehen ist es vielleicht das Allerwichtigste daß du wenigstens die Perspektive hast....
Ich wünsch dir eine gute Zeit und ganz viel Kraft. LG Frank
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Hallo Lena,
herzlichen Glückwunsch zu Deinen 11 Monaten. Das ist wirklich stark!!! Du machst doch alles richtig und vielleicht wird es ja auch schon früher was mit der Therapie, wenn vorher ein Platz frei wird.
Die Gefühle können einen ganz schön zu schaffen machen. Mir geht es da auch nicht anders, aber wie Du schon sagtest: der Alkohol würde alles bloß wieder schlimmer machen und damit würdest Du Deiner Mutter erst gar nicht helfen.
Ich wünsch mir auch dahin zu kommen wo Du jetzt bist, mach weiter und schrei es raus!
Liebe Grüße Maik
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Liebe Lena,
ich weiss gerade gar nicht was ich schreiben soll.
Ich finde sehr gut, dass du dich mitteilst wenn es dir schlecht geht, da ich ja weiss, dass du "eigentlich" nicht so die große "sich Öffnerin" bist.
Kann es sein, dass sich da ein klein wenig etwas bewegt ?
Ich hoffe dein Tag war noch "nach oben" führend und vielleicht magst du ja erzählen wie es dir jetzt geht.
Liebe Grüße von Marion
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Hallo nochmal,
das Gespräch mit meiner Suchttherapeutin war sehr gut, sie konnte es vollstens nachvollziehen, das ich total sauer, aggressiv und enttäuscht war. Es hat ungemein gut getan auf Verständnis zu stossen. Überhaupt ist sie sehr aufmerksam und hat viele Details von mir und meiner Geschichte im Kopf. Ich fühle mich von Anfang an bei ihr "gut aufgehoben und gesehen".
Sie hat mir vorgeschlagen meiner Psychologin einen Brief zu schreiben, damit ich mir Gehör verschaffe und es nicht einfach so stehen lasse bzw. es einfach so hinnehme. Vor allem ist die Therapie von meiner Psychologin schonmal verschoben worden....eigentlich sollte es nach meinem Klinikaufenthalt maximal 4-6 Wochen Wartezeit dauern, bis sie anfängt. Ich hatte mich Ende Mai bei ihr gemeldet und im Juli einen Gesprächstermin, da sagte sie mir dann, das es leider erst Anfang Januar etwas wird. Das habe ich noch halbwegs akzeptiert, vor allem weil ich ja noch die Nachsorge in Aussicht hatte. Doch auf diese Aussage habe ich mich bis heute Mittag verlassen. Und jetzt das- ich finde das unmöglich, vor allem aufgrund der Tatsache, das ich Suchtkrank bin und möglichst eine zeitnahe Therapie nach der LZT dringend brauche. Ich war das 1. Mal letztes Jahr im Sept. bei ihr, und wenn jetzt die Therapie erst im März/April nächstes Jahr beginnt, sind das 1,5 Jahre Wartezeit....Ausserdem finde ich, ist auch sie ein wenig in der Verantwortung- und sie hat mir auch einfach ganz andere Zusagen gemacht. Ich fühle mich nicht wirklich ernst genommen und das ärgert mich.Das mit dem Brief finde ich eine gute Möglichkeit, meinen Gefühlen Platz und Raum zu geben- ich denke darüber nach.
Achja, Marion: ich glaube du nimmst mich ein bissel falsch wahr....ich bin ein sehr offener Mensch, wenn auch manchmal zurückhaltend und vorsichtig. Doch ich habe mich immer anderen und meiner Umwelt mitgeteilt, auch die chaotischen Zustände zu Hause als Kind habe ich nicht verheimlicht, sondern auch da habe ich immer versucht Hilfe zu bekommen- doch leider musste ich die Erfahrung machen, und vor allem immer wieder, das ich keine Hilfe bekam, das viele nicht helfen konnten/wollten und auch viele es nicht sehen wollten- so das ich auf mich allein gestellt war.
Ich schreibe hier nicht so oft, wie manch andere/r, aber das ist auch kein Maßstab für mich. Doch ich denke, das ich regelmäßig was von mir hören lasse, und das auch unabhängig davon tue, ob es mir gut oder schlecht geht.
Wir Menschen sind alle individuell und verschieden und das macht uns aus, und ich nehme jeden so an wie er ist.So schnell gebe ich nicht auf...ich kämpfe weiter- schließlich geht es um den mir wichtigsten Menschen- um mich!
Schönen Abend euch allen
Lena -
Hallo Lena,
das steht doch ausser Frage dass wir alle ok sind so wie wir sind.
Das sollte keine Kritik sein, ich dachte mich nur daran zu erinnern, dass du einmal geschrieben hast, dass es dir nicht so leicht fällt über dich zu schreiben.
Aber ich kann mich auch täuschen oder du hast etwas anderes damit gemeint, bzw. ich habe es falsch verstanden.
Ich habe wohl eher gemeint, du bist nicht so die große "Schreiberin", das war aber völlig wertfrei.
Dir auch eine gute Nacht.
Jetzt kann ich aber doch noch besser verstehen........ nachdem du das gerade geschrieben hast, dass dir früher nicht geholfen wurde obwohl du offen warst.
Ich war nicht offen als Kind, ich wurde immer verurteilt für so vieles was mich ausmachte.
Hab´s mich dann nicht getraut.
Das habe ich erst sehr spät gelernt.
Aber jetzt kann ich es.
Gute Nacht auch ( nochmal )für dich.
Schöne Träume
Marion
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Hallo Lena, zwei Sachen wollte ich gern noch loswerden:
1) ich finde klasse daß du kämpfst. Anderthalb Jahre Wartezeit finde ich für einen Therapieanfang nach Erstkontakt echt nicht hinnehmbar. Das erinnert mich ein bissel an Deinen Kampf um die LZT damals, das war ja auch nicht einfach aber Du hast es durchgezogen... Ich hoffe dein "Netz" trägt dich gut durch diese schwierige und nervige Wartezeit. Aber du bist stark und du wirst das durchstehen.
2) Etwas was ich - schon lange - an Dir sehr sehr schätze ist Deine große Offenheit, Rückhaltlosigkeit und auch Ausführlichkeit und Genauigkeit mit der Du über Dich schreibst. Von Anfang an. Das hat überhaupt garnix damit zu tun wie OFT du schreibst. Sondern damit was da dann drinsteckt. Und für das was da drinsteckt wollt ich mich mal bedankt haben denn mir hat das immer sehr viel gebracht.
GLG Frank
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Hallo Matthias und Frank,
nur ganz kurz: danke für den Apfel und die aufbauenden Worte!!
Sowas tut immer gut aber im Moment tut es ganz besonders gut....und ich freue mich wirklich doll drüber...
Melde mich in den nächsten Tagen, achja apropos "kämpfen"...ich kämpfe nicht um meine Abstinenz, ich habe vor dem Alkohol kapituliert und das hilft mir sehr. Ich kämpfe dafür, ernst genommen zu werden, gesehen zu werden und gehört zu werden....das wollte ich gerne nochmal klar stellen, könnte sonst evtl. missverstanden werden.
ganz liebe herzliche Grüße an alle

Lena -
Genauso habe ich dein "Kämpfen" auch aufgefaßt und gemeint. LG
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Hallihallo,
ich war heute morgen bei der Nachsorge und habe noch einige Tips für den Brief bekommen....und siehe da, ich habe mich gleich heute Mittag als ich zu Hause war dran gesetzt und es relativ zügig in einem Rutsch zu Papier gebracht
Dann habe ich nochmal bei der Diakonie angerufen und meine Suchttherapeutin hatte auch spontan Zeit, und ich bin hingefahren um sie nochmal drüber gucken zu lassen. Wir haben darüber gesprochen, ich habe mir Notizen für winzige Änderungen gemacht und bin wieder nach Hause gefahren. Dann habe ich mir ne Kanne leckeren Tee gemacht und den Brief ins Reine geschrieben- und werde ihn morgen abschicken.
Ich bin endlich ins Handeln gekommen und das gibt mir ein gutes, zufriedenes Gefühl.....also, es geht doch...
Ich habe für mich eingestanden und mehr kann ich nicht tun.
Bin natürlich gespannt, ob eine Reaktion kommt, und falls ja, was für eine...?Naja, das werde ich ja dann sehen.
Liebe Grüße aus dem kalten Norden
Lena

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Klasse Super und - wie Silberkralle immer schreibt - "Umärmelung" aber ganz doll. LG Frank
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Hallo Lena,
ich hab gerade hier im Forum an anderer Stelle was sehr Nettes gelesen und darauf hab ich geantwortet mit einem Hinweis auf unseren Austausch hier - guck selbst: https://beispiel.rocks/beispiel.rocks…topic29495.html
Ich hoff das war erlaubt

Wünsch dir alles Liebe. Frank
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Lieber Frank,
hab's grade erst gelesen und finde das auch sehr schön geschrieben- da kommt eine besondere Art des Umgangs/ des Verstehens und vor allem eine unausgeprochene Wärme und ganz viel Vertrauen rüber- einfach schön zu lesen....
Und das du in diesem Zusammenhang auf unseren Austausch hinweist ist natürlich erlaubt....ich fasse es als ein sehr charmantes Kompliment auf- Danke! Bin fast ein bissel verlegen....und freu mich drüber.

Habe eine gute Nachricht: meine Psychologin hat heute den Brief bekommen und gleich heute morgen eine Nachricht auf meinem AB hinterlassen. Sie hat nochmal über alles nachgedacht und sie merkt, das mich das alles sehr beschäftigt. Ich soll sie am Mo. in ihrer Sprechzeit nochmal anrufen, um einen Termin für ein Gespräch zu machen, in dem wir mal über alles reden können. Ein Vorschlag war der 29.11. oder sonst auf jeden Fall im Dez. Und sie hätte auch den Vorschlag, zumindest 1x im Monat einen Gesprächstermin bis die Therapie dann anfängt. Was soll ich sagen? Ich habe mich total darüber gefreut und fühle mich ernst genommen von ihr. Und mit ihrem Vorschlag kann ich durchaus etwas anfangen und gut leben. Zumindest bin ich dann in regelmäßigem Kontakt mit ihr, und das gibt mir einfach Sicherheit.
Somit geht es mir sehr gut, vor allem weil ich es nicht einfach hingenommen habe und auch, weil so schnell eine positive Reaktion kam.
Jetzt mache ich es mir gemütlich und wünsche dir und allen anderen ein schönes WE. Ich drück dich,
herzliche Grüße Lena

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Das freut mich aber sehr daß da nun doch Bewegung hineinkommt. Ist wie damals bei der LZT --- kämpfen lohnt und gibt sogar noch ein gutes Gefühl obendrauf

Brauchst nicht verlegen sein. Für einen guten Austausch sind wir ja alle hier hm?
Drück dich zurück
LG Frank
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Hallo Ihr Lieben,
ich habe gerade mit meiner Psychologin telefoniert, und ich habe jetzt am 29.11.2012 einen Termin bei ihr. Sie hat mir angeboten, die Zeit bis die Therapie im wöchentlichen Turnus stattfinden kann, mit einem Gespräch pro Monat zu überbrücken- bei unserem Termin am 29.11. wird aber auch schon der Therapieantrag bei der Krankenkasse gestellt- somit bin ich dann auch endlich offiziell bei ihr in Therapie. Damit bin ich sehr zufrieden!
Ausserdem ist auch mein Antrag auf der Verlängerung der Nachsorge um weitere 20 Std. genehmigt worden. Ich denke so kann ich die Zeit bis zur regelmäßigen/wöchentlichen Therapie gut überbrücken und bin gut versorgt. Jetzt bin ich beruhigt und kann dem ganzem ein wenig gelassener entgegen sehen. Meine Abstinenz ist mir nachwievor das Wichtigste und ich tue alles mir mögliche, um Unterstützung und Hilfe auf meinem Weg zu bekommen. Für mich ist es halt sehr wichtig, einen gewissen Rahmen bzw. Struktur zu haben- das gibt mir Sicherheit und Übersicht.
Wünsche euch eine schöne Zeit,
bis bald
Lena -
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