Beiträge von Dante

    Das zeigt nur, dass die Therapie bei ihm etwas bewegt. (Was nicht heißen muss, dass sich auch etwas dauerhaft verändert!)

    Ich kann mich an meine Therapie erinnern, wo ein Mitklient über die Stimmung bei ihm zu Hause klagte ("Du immer mit deinem Tannenhof!").

    Dass ging dann so weit dass er die Therapie im Tannenhof vorzeitig beendete, um des lieben Friedens Willen.

    Es kommt auch durchaus vor, dass der Co-Teil der Beziehung lieber die Sauferei erträgt als die Veränderungen durch den wieder nüchternen Partner.

    & auch der trockene Alkoholiker ist nicht der selbe Mensch wie vor der Sucht.

    Ich kann mir vorstellen, dass seine beste Freundin eh schon im Bilde ist, liebe Helena.

    Du musst auch keine Hilfe für ihn organisieren! Das ist zuallererst seine eigene Angelegenheit.

    Meistens wird der Bedarf an Hilfe vom Trinker gar nicht erkannt, & wenn doch, folgt daraus bei fast allen daraus nichts.

    & selbst, wenn die Sache erst seit einigen Tagen so krass daher kommt - die Situation kommt wieder.

    & was ist mit dir? Es geht ja wohl zuallererst um dich, denke ich mal.

    Die Idee, deine Therapeutin einzuweihen, finde ich gut.

    Was Seeblick schreibt, ist ganz wichtig!

    Die Sache sollte dein xy in der Therapie erwähnen.

    Eines der größten Schwierigkeiten, die Abstinenz zu wahren, besteht für die frisch Trockenen darin, "trockene" von "nassen" Gewohnheiten zu trennen & letztere aus dem Alltag zu kegeln.

    Das ist ungemein schwer. Nicht selten war der Kumpelkreis samt dazugehörendem Trinkmuster der einzige Freizeitinhalt.

    Es macht natürlich keinen Sinn, jetzt den Freundeskreis "umpolen" zu wollen. Wo Alkohol die Basis des Zusammentreffens ist, hat ein trockener Alkoholiker keinen Spaß mehr.

    Der Rat von Seeblick ist Gold wert. Ich würde deinem xy keinen anderen Rat geben als den, sich erst 1x von der feuchtfröhlichen Fraktion im Freundeskreis fernzuhalten.

    Ich muss dir widersprechen. Malzbier ist wirklich ein Bier & keine Brause

    Wenn die Fa. Vita keinen Alk in ihrem Bier hat, ist das löblich, aber in Bezug auf andere Marken eben nicht übertragbar.

    Die Berliner Brauereien hatten in ihrem Malzbier immer 1 VOL % oder mehr.

    Rattenschwanz beschrieb die Gefahr ganz gut:

    "Ach, der Rotwein im Rotkraut hat in mir nichts ausgelöst; vielleicht kann ich doch mal ein Glas Wein zum Essen trinken."

    & die Gefahr ist groß, dass auch das gut geht , & beim nächsten Male auch &sw., bis sich das alte Trinkverhalten wieder eingeschlichen hat, & man das, wenn man es bemerkt, auch zuerst nicht weiter schlimm findet.

    Linde hat ja auch recht, wenn sie fragt, ob du deine Grenzen austesten willst.

    Malzbier enthält meistens Alkohol, wenn auch in geringen Mengen.

    Unter 0,5 VOL% Alkohol im Produkt brauchen nach den geltenden Bestimmungen nicht auf dem Etikett angegeben werden & gehen demzufolge als alkoholfreie Produkte durch.

    Balsamico, Alkohol in Weißbrotprodukten, der berühmte Schuss Rotwein im Rotkohl - das alles sind nicht gerade die Mengen, an denen man sich berauschen kann.

    Abe r darum geht es gar nicht, sondern um den allzu sorglosen Umgang mit Alkohol in Lebensmitteln, gerade mit dem Bewusstsein, solch geringe Mengen machen keinen breit.

    Ich nenne das: An den Suchtstoff heran robben. Wie dicht kann ich ans alte Verhalten gehen?

    Das muss jeder für sich entscheiden. Bei alkoholischen Aromen ist Schluss für mich, ich will ja eben keinen Alkohol mehr "genießen." Manche verzichten sogar auf Bierschinken, obwohl der außer dem Wort Bier im Namen nichts mit Alkohol zu tun hat. Balsamico? Auch dass hängt von der Rest Menge an Alkohol ab, & der kann beträchtlich sein.

    Schon die Nuckelei an einer Flasche kann problematisch sein, aber auch das ist sehr individuell. Mir ist ein Fall bekannt, wo ein Alkoholiker von schwarzem Tee Craving bekommt - wegen der Farbe des Tees; er hatte vor allem dunkles Bier & wahrscheinlich auch braune Schnäpse konsumiert.

    So bunt die Trinkmuster & die Lieblingsdröhnung, so unterschiedlich die Rückfallgefahr.

    Aber bei Malzbier ist mensch klar über die Toleranzmarke, wenn bei diesem auf dem Etikett eine Alk. VOL Menge steht.

    Das ist dann wie mit dem Kefir, dem Trinkjoghurt (mit über 3 Umdrehungen)

    Liebe La,

    wenn ich so schroff rüber gekommen bin, möchte ich mich hiermit entschuldigen.

    Aber ganz ehrlich: Irgend etwas stimmt an der Geschichte nicht.

    Mit Schwindelgefühl & Herzrasen wird keiner aus der Entgiftung entlassen.

    In dem beschriebenen Zustand ist niemand therapiefähig.

    Erst recht die Sache mit der ambulanten Therapie. Die gibt es in zwei Versionen, nämlich ambulant im wörtlichen Sinne, soll heißen dein xy geht 2x die Woche zum Therapeuten wie zu einer Arztsprechstunde & führt ansonsten ein normales Leben,

    oder als "ganztägig ambulante Therapie". Früher nannte man das teilstationäre Therapie. Da geht man morgens hin & abends wieder nach Hause, so wie zur Arbeit, ist aber Mo -Sa in intensiver Behandlung.

    In solchem Zustand wie beschrieben ist eigentlich nur denkbar, dass dein xy von der Entgiftung in die reguläre, aber stationäre Entwöhnung verlegt wurde. Dann wäre auch ein ständig ein Arzt verfügbar.

    Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, deinen xy mit diesen Widersprüchen zu konfrontieren.

    Sei aber bitte nicht allzu enttäuscht, wenn sich die ganze Geschichte als Seifenblase erweisen sollte.

    Ich muss schmunzeln: Fiebriges Gefühl, starkes Schwitzen, Schwindel, Herzrasen - aber körperlich ist alles okay.

    Noch besser: Schuld sollen die Medikamente sein, die er am Anfang erhielt.

    Mal ne böse Frage: War er denn wirklich in der Entgiftung? & wenn ja, wohin führte ihn sein erster Weg nach der Entlassung?

    Diese Mengenangaben sind immer willkürlich & damit problematisch.

    Erschwerend kommt bei Alkohol die Unsitte hinzu, gerne die Mengen in Gramm anzugeben.

    Darum benutzte ich "Einheit". Irgendwo las mal was von Trinkeinheit & ich finde, dass passt ganz gut.

    Demnach wäre eine Einheit = 2 cl Schnaps = 1 Achtele Wein = 1/4 Liter Bier

    Auch das ist sehr grob, weil Schnaps eben nicht gleich Schnaps & Wein eben nicht gleich Wein ist.

    Zudem reagiert ja nicht jeder Körper gleich.

    Als ganz grobe Orientierung aber finde ich das tauglich.

    & wann das Grenzgebiet zur Sucht durchschritten ist (eine klare Grenze gibt es ja nicht) , ist damit auch noch unklar.

    Ich finde es interessant, dass sich deine Mutter ihrer Rolle so bewusst ist.

    Willkommen im Forum! :)

    Das zeigt auf, wie lange sie das Trinkverhalten deines Vaters schon belastet. Ich kann mir auch vorstellen, dass viele Menschen des näheren Umfelds auch im Bilde sind oder zumindest etwas ahnen.

    Ich kann das ja mal zusammenfassen:

    Alkoholmissbrauch betreibt, wer

    - mehrmals wöchentlich über die von der WHO benannte Grenzmenge trinkt (2 Einheiten bei Männern, 1 Einheit bei Frauen)

    - täglich oder fast täglich trinkt

    - öfter als nur gelegentlich einen Vollrausch hat

    - unzeitig trinkt

    - alleine trinkt (Restaurantbesuch ausgenommen)

    Wer fortgesetzt mehrere dieser Punkte erfüllt & dabei sich oder andere damit schädigt bzw. einer Schädigung aussetzt, bei dem ist von einer Suchtkrankheit auszugehen.

    Deine Firma, Petter?

    Hat sie auch so etwas wie betriebliche Suchtkrankenhelfer?

    Aus meiner Tätigkeit in diesem Feld kann ich dir schreiben:

    Sag ihm, dass du sehr wohl riechst, dass er Alkohol getrunken hat. Sag ihm, was das mit dir macht. Deine eigene Sucht ist ja nicht das Thema.

    Du brauchst ihm auch nicht unterstellen, Alkoholiker zu sein. Sehr wohl kannst du aber seinen Missbrauch erwähnen.

    Weise ihn auf die Hilfsangebote des AG hin. (In seinem/unseren Falle gibt es z.B. auch das Bahn-Sozialwerk. Das ist nicht nur für die "große Bahn" zuständig.)

    Ganz wichtig: Wenn er dich ablösen soll & du merkst, dass er noch einen im Tee hat, übergib ihm den Dienst nicht.

    Scheiß was auf den pünktlichen Feierabend.

    Dann ist er im Zugzwang. & auch der AG muss handeln. I.d.R. wird die Bundespolizei zur Alkoholkontrolle geschickt, & ab da rollt dann er Stein.

    Bedenke, dass es in seinem/eurem/unseren Beruf unerlässlich ist, 0,00 ‰ einzuhalten. Bei der großen Bahn gibt dazu auch eine KBV.

    Hallo Tom & Willkommen im Forum! :)

    Da hast du ja schon einen langen Weg hinter & einen noch längeren vor dir.

    4 Monate Therapie, 3 Monate Adaption - das will schon was heißen.

    Das beste ist, du guckst dich hier im Forum ein wenig um.

    Wenn du Fragen hast oder etwas mehr über dich erzählen willst, schreib's hier in deinen Thread.

    Unsere Artikel möchte ich dir auch nahe legen, obwohl wahrscheinlich so viel neues für dich nicht drin stehen wird.

    Hallo Sporty,

    irgendwie liest sich das alles andere als gut.

    Das Kaufangebot deiner Eltern würde ich so nicht annehmen.

    Nachher seid ihr finanziell ans Haus gebunden & habt die trinkende Mutter trotzdem am Hals, weil das mit dem Wegzug nach Norden nicht klappt.

    (Dorfleben doch zu ruhig; was, wenn nur am Abend getrunken wird...)

    Eigene Wohnung - klare Konturen

    Das heißt ja nun nicht, dass man die Verkaufspläne deiner Eltern komplett streichen muss.

    Aber die Basis einer eigenen Wohnung halte ich da für unverzichtbar, die auch der Mühe des Umzugs allemal wert sind.