Ich beantworte deine Fragen mal nach deinen Punkten.
1:
4 oder 5 Bier über den Abend ist das, was du mit bekommst. Ich wurde auch nach einigen Bier kommunikativer. Das werden aber die meisten. Aus diesem Grund gibt es auch den Sekt vor dem Date & ähnliches. Die Stimmung heben. Das hat etwas mit dem Hormonhaushalt zu tun, der durch Drogen (also auch Alkohol) gezielt in eine vom Konsumenten gewünschte Richtung verändert wird.
Die Redseligkeit ist also kein Zeichen für Alkoholismus, dass man ihm den Konsum nicht anmerkt allerdings viel eher.
So etwas nennt man Steigerungstrinken - Um den gewünschten Effekt zu erhalten muss bei dichten, regelmäßigen Konsum mehr vom Suchtstoff konsumiert werden. Darum auch mein erster Satz in dieser Antwort.
2:
Ja, aber das bekommt man erst beim Entzug mit. Der kann allerdings auch schon beim aufstehen vorhanden sein: zittrige Hände, "Trockenkotzen", der allbekannte "Kater" ist genau genommen ein Zeichen körperlichen Entzugs.
Richtig heftige Entzugssymptome sind allerdings ein eindeutiges Zeichen für eine körperliche Abhängigkeit. Alkoholentzug kann sogar tödlich enden, weshalb man nie ohne ärztliche Aufsicht entziehen sollte.
Bei mir waren die Entzugssymptome recht harmlos: Am Anfang konnte ich schlecht schlafen & ich hatte in den ersten Wochen ständig kalt-schwitzige Hände, was mir am Anfang nicht so auffiel, weil gerade eine recht heiße Wetterlage ablief.
3:
Ganz eindeutig ja! Dauerhafter Alkoholabusus verändert das psychische Gesamtbefinden nachhaltig. & es dauert auch sehr lange, bis sich das wieder reguliert. & auch darüber hinaus gilt: Der trockene Alkoholiker ist niemals mehr der Mensch, der er vor seinem Alkoholismus war. Dazwischen liegt eine vieljährige Krankheitsgeschichte.
4:
Auch hier eindeutig ja! Gerade Abends, zu Bierchentrinkzeit gereizt & genervt sein - da liegt etwas sehr nahe. Stimmungsschwankungen überhaupt sind ein Zeichen für eine psychische Abhängigkeit, genauer, können das sein. Es gibt ja auch natürlich stimmungslabile Personen.
Das hat etwas mit den von mir anfänglich erwähnten Hormonhaushalt zu tun, der gewissermaßen krumm gesoffen, jedenfalls aus dem natürlichen Rhythmus heraus ist.
Die versteckte Bierflasche jedenfalls ist ein alkoholikertypisches Verhalten. Ein normal konsumierender Mensch hält es nicht für nötig, seine Flaschen vor dem Partner zu verstecken.