Beiträge von lütte69

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Liebe Anekan,


    bei mir war es ja ähnlich nach meinem Auszug. Mein Mann hörte auf zu trinken. Das war auf der einen Seite schön, aber auf der anderen Seite auch sehr verwirrend für mich. Ich hab mich dann erstmal komplett um mich gekümmert, denn wie Du richtig schreibst, sind die Baustellen bei einem/r Co auch riesig. Ich hatte ja Zeit, ich musste nix und so bin ich meine Therapie angegangen, hab angefangen, den Fokus auf mich zu richten. Erstmal hatte mein Mann meinetwegen aufgehört zu trinken und als ich nicht gleich zurück kam, war das natürlich enttäuschend für ihn, aber mit der Dauer seiner Trockenheit, hatte er auch die Chance, sich mit sich zu beschäftigen. Das war für uns beide schon ne anstrengende Zeit, aber es kann funktionieren. Meine Erfahrung ist, dass Du Dir unbedingt Zeit lassen solltest um Deine Baustellen zu bearbeiten und dann können beide immer noch entscheiden, ob es eine Chance als Paar geben kann.


    sonnige Grüße

    lütte

    Ich habe das Gefühl, dass wenn ich mir das noch weiter mit ihm angucke, dass ich meine Zeit verschwende

    ... dann hör doch auf dein Gefühl. In dem gleichen Post hast Du was von Leichtigkeit geschrieben, die Du vermisst. Das hört sich für mich nicht nach einer glücklichen Beziehung an.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Kathi,

    Und das obwohl er schon was getrunken hatte.

    Als Kind war mir das immer total unangenehm, wenn ein Erwachsener mit Fahne zu dicht kam, auch wenn es harmlos im Spiel war.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Petra,

    Würde mich sehr freuen auch einmal eine Erfolgsgeschichte von der anderen Seite zu lesen/hören. Z.B 20 Jahr Co-Abhängig, den Absprung nicht geschafft aber der Partner wurde trocken ......usw.


    Oder ist das ein Wunschdenken von mir und so etwas

    gibt es nicht ???

    Doch, so was gibt es. Aber glaub nicht, dass das ein Zuckerschlecken ist. Es müssen beide wollen und meiner Meinung nach müssen beide erstmal für sich gesund werden. Das ging für mich nur mit räumlicher Trennung. Es ist ein hartes Stück Arbeit, denn die eigenen Verhaltensweisen müssen ja verändert werden und du musst mit den neuen Verhaltensweisen deines Partners zurecht kommen. Für mich war es schwer, die Mimik und Gestik meines Mannes neu zu interpretieren. Da kam es sehr oft zu Missverständnissen. Man hat ja nun mal nur ein Gesicht mit begrenzten Möglichkeiten. :roll: Für uns hat es funktioniert, aber wir sind nicht das Maß aller Dinge. Jeder muss seinen Weg finden. Meine Erfahrung ist, sich wirklich erstmal voll auf sich selbst zu fokussieren und dem anderen seine Verantwortung lassen und dann schauen, was wird. Vielleicht hat die neue Petra keinen Bock mehr auf ihren XY.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Sandra,


    bei mir ist es jetzt fast auf den Tag 10 Jahre her, dass ich gegangen bin. Ich habe alle angefangenen Flaschen auf den Tisch gestellt, sein Lieblingsfoto von mir dahinter und meinen Abschiedsbrief davor. Anders wäre es für mich nicht gegangen. Ich bin nur dem Verstand gefolgt, mein Herz war lange nicht so weit zu gehen. Mach es so, wie es sich für dich richtig anfühlt - auf ihn musst du keine Rücksicht nehmen.


    Viel Kraft und Geduld

    Lütte

    Sei mir nicht böse Thor, aber das ist doch ne klare Reaktion. Sie will nichts mit dir zu tun haben, entweder, damit du bald wieder handzahm bist und nicht rumzickst oder sie will in Ruhe ohne dich weiter saufen. Tut mir leid, aber das lese ich daraus. Du kannst dich wirklich nur darum kümmern, dass es dir auch ohne sie gut geht.


    sonnige Grüße

    lütte

    Hallo Thor,


    Dein Fokus ist absolut auf sie gerichtet, aber Dir geht es besch*ssen in dieser Situation, ihr doch scheinbar nicht. Ich hab vor 10 Jahren in einer ähnlichen Situation gesteckt und was soll ich Dir sagen. In dem Moment, wo ich begann, mich um mich zu kümmern und versucht habe, seine Verantwortung bei ihm zu lassen, wurde es allmählich besser. Für mich war ein räumliche Trennung absolut notwendig und mir war piep egal, was aus unser 20-jährigen Ehe mal wird. Die Zeit möchte ich nicht noch einmal erleben und doch war sie für meine Entwicklung enorm wichtig und ich bin im nachhinein dankbar dafür.

    Ich habe daraus gelernt, dass ich meinen Partner nicht ändern kann sondern nur mich und das war anstrengend genug. Vielleicht überlegst Du Dir, wie Du deinen Tag ohne sie für dich schön gestalten kannst. Auf was hast Du ihretwegen verzichtet?


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld.

    sonnige Grüße

    lütte

    Liebe Anni,

    genau die gleiche Erfahrung habe ich gemacht. Als ich mich bewegt habe und Entscheidungen für mich getroffen habe, fing auch mein Mann an, sich zu bewegen. Es ist doch alles offen. Soll er für sich gesund werden und den Alk hinter sich lassen und du hast die Verantwortung für dich und die Kinder übernommen. Alles andere wird sich finden. Ich habe große Hochachtung vor deiner Entscheidung und deinem Mut, für dich und deine Kinder einzustehen und ich wünsche dir viel Kraft, Ausdauer, Geduld und ein bisschen Glück für deinen Weg.

    Herzliche Grüße

    lütte

    Hallo Petra,

    herzlich willkommen im Forum.

    ABER ich weiß genau das es keinen Ausweg mehr gibt. Er wird sich ohne Therapie NIE ändern. Es geht mal für eine gewisse Zeit. Das kennen wir ja. Ich bin unglücklich und das kann ich nur verändern.

    .... und wenn er eine Therapie macht, er sich ändert und es trotzdem nicht klappt? Der letzte Satz zeigt Dir, wo es lang geht. Du bist unglücklich und nur Du kannst das ändern. Ich hab früher auch gedacht, wenn er aufhört zu trinken, wenn er eine Therapie macht, dann geht es mir wieder gut. Ich hab meine Zufriedenheit von seinem Verhalten abhängig gemacht - böser Fehler. Ich musste raus finden, was ich möchte, musste wieder lernen mir zu vertrauen und meine Bedürfnisse in meinen Fokus rücken - damit begann mein Weg in ein zufriedenes Leben.


    Viel Kraft und Geduld für Deinen Weg.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Das kenne ich gut liebe Mollyfisch, aber es lohnt sich da durch zu gehen. Warum musst Du ihm ein Konto eröffnen? Ich hab mir damals ein Konto eröffnet. Du kümmerst Dich um eine Wohnung für ihn obwohl er nicht raus will. Ich bin damals gegangen, hatte Glück mit meiner Unterkunft. Ich hab mich nicht mehr um seine Belange gekümmert. Er durfte mir Rechnungen für das Haus in den Briefkasten werfen und mehr nicht. Hat mich einen harten Kampf gekostet bis er das begriffen hatte. Kümmere Dich um Dich und nicht um ihn.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Mollyfisch,

    Was mache ich denn. Mehr als reden war ich bisher getan habe kann ich doch nicht machen? Vielleicht macht es Sinn ihm die Langzeittherapie nahezulegen. Verliert er dann seinen Arbeitsplatz?


    Was passiert wenn man aus der Langzeittherapie kommt und weiß das da keiner mehr da ist der einen empfängt? Ist der Abrutsch dann vorprogrammiert?

    Das ist seine Baustelle. Darum muss er sich kümmern. Es weiß keiner was werden wird, aber das wird er sehen und kann dann entsprechend reagieren. Du hast doch mit Dir genug zu tun und das sollte bei Dir den Vorrang haben. Nimm Dir die Zeit die Du brauchst und gibt ihm die Verantwortung für sein Leben zurück.


    Ich wünsche Dir viel Kraft und Geduld

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Alba,

    weil er sie mir bewiesen hat

    Mein Vater wollte Zuneigung, Respekt, Ehrfurcht und Bewunderung als Gegenleistung für alles haben.

    Ich bin kein EKA, vielleicht verstehe ich es deshalb nicht. Dein XY soll Dir seine Liebe beweisen, wenn ich das richtig raus lese. Dabei habe ich Bauchschmerzen. Es ist doch Dein Problem, dass Du kein Vertrauen hast. Wie soll er das denn ändern? Es liest sich für mich, als gibst Du deine Verantwortung in dieser Beziehung in seine Hände. Deinem Vater wirfst Du vor, dass er Dich manipuliert hat und für seine Liebe Gegenleistungen verlangte. Aber sind Liebesbeweise nicht auch eine Art Gegenleistung?


    Wie gesagt, das ging mir so spontan durch meine kleine Rübe, als ich deinen Post gelesen habe.


    sonnige Grüße

    Lütte

    Das ist der gute Teil dieser Krankheit, Du kannst sie stoppen. Nicht lange warten, sondern machen - je eher desto besser. Warum setzt du dich nicht heute ins Wartezimmer. So einen Termin kann man auch verschieben, vergessen ....


    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Deinen Weg.


    lütte

    Hallo Angik,


    die Beschreibung deines Zustandes erinnert mich total an ein Familienmitglied, dass wir im Februar diesen Jahres verloren haben. Dieses Familienmitglied hatte auch seine Gründe nicht zum Arzt zu gehen und ist elendig verreckt. Ich kann Dir nur sagen, vergiss deine Scham, geh zum Arzt und wenn der die Klinik für nötig hält, geh da hin. Die Alternative ist 1.000 mal schlimmer.


    sonnige Grüße

    lütte