Es ist passiert - er hat wieder getrunken - heimlich - hab auch nix gemerkt, war ja arbeiten oder Sa-abend schon im Bett. Hab vorhin nur angefangene Flaschen gesehen - ohne ihm hinterher zu schnüffeln. Bin jetzt etwas ratlos.
Lütte
Es ist passiert - er hat wieder getrunken - heimlich - hab auch nix gemerkt, war ja arbeiten oder Sa-abend schon im Bett. Hab vorhin nur angefangene Flaschen gesehen - ohne ihm hinterher zu schnüffeln. Bin jetzt etwas ratlos.
Lütte
Hallo AvalonPe,
hoffe, es ist alles ok für Dich.
Fühl Dich gedrückt
Lütte
Hallo Taro,
ich kann Deine Gedanken und Gefühle nachvollziehen. Ging mir zu Anfang beim Lesen hier genauso und ich hab mir die gleiche Frage gestellt wie Du. Bei uns ist es noch eine andere Situation, weil meinem xy noch nicht bewusst ist, dass er krank ist. Ich denke aber, jeder muss seinen eigenen Weg finden. Du sagst selbst, dass Dir die räumliche Trennung im Moment gut tut, aber Du Dir ja durchaus eine gemeinsame Zukunft vorstellen kannst. Dann arbeite dran - ich denke, es ist egal, welcher Weg für Dich persönlich der richtige ist - beide verlangen eine Menge Kraft und Mut. Eine Trennung möchte ich im Moment auch nicht wahr haben, aber um mit mir selbst auch wieder ins Reine zu kommen, will ich keinen Weg von vornherein ausschließen und die wöchentlichen Auszeiten (er ist auf Montage) tun mir gut, was mir natürlich wieder 'ne Menge zum Grübeln beschert.
Horch in Dich und folge Deinem Gefühl - dann ist es für Dich, und nur darauf kommt es an, richtig.
Wünsche Dir einen sonnigen Sonntag
Lütte
Huhu AvalonPe,
ist im Moment noch nicht so viel los hier. Das mit dem klärenden Gespräch hatte ich letzte Woche ja auch versucht. Lief völlig anders als geplant
. Wollte damit nur sagen - gut vorbereiten und auf alles gefasst sein. Deine Gefühle kann ich nachvollziehen. Der Knoten im Bauch wird immer fester und man tigert nur durch die Wohnung - versuch Dich abzulenken, auch wenn es schwer fällt. Gespräche und Reaktionen vorher durchspielen bringt eh nix - tausendmal selbst probiert.
Soweit geht es mir gut. Versuche, mich abzugrenzen, was ihm auf- und nicht gefällt. Schaun wir mal.
Bin in Gedanken bei Dir und wünsche Dir, dass das Gespräch für Dich positive Resultate bringt.
Sei ganz lieb geknuddelt
Lütte
Liebe AvalonPe,
das hört sich doch schon gut an. Nur Mut, wir packen das.
Mein Mann macht meinen Job auch schlecht und wenn der neue Job (hab ihn jetzt 14 Monate) nicht wäre, wär noch alles wie früher. Durch den Job wäre ich anders geworden. Damit kann ich leben - mein Job und den halt ich fest. Ich denke, dass die uns die Job's so vermiesen, liegt an ihrem mangelnden Selbstbewusstsein - nicht unsere Schuld.
Nochmals alle Daumen gedrückt und die Schoki in die Tasche gesteckt.
LG Lütte
GuMo,
aus der Ferne mit so vielen Unbekannten Tipps zu geben ist natürlich sehr gewagt. Aber ich denke Folgendes: Er ist trocken wie Du schreibst, warum machst Du Dir dann jetzt Gedanken über Alkohol? Hast Du evtl. Angst, dass er wieder anfängt? Wenn Du so denkst, ist das in meinen Augen keine gute Basis. Er trinkt nicht du trinkst nicht - warum Gedanken über Alkohol machen? Wenn Du aber selbst das Gefühl hast, dass Dich die Sache im Moment noch überfordert, dann mach sachte Fahrt. Du musst doch nichts überstürzen. Setzt Du Dich selbst unter Druck? Wie gesagt bin ich da zurzeit nicht der ideale Ansprechpartner, weil ich im Hinterkopf den Trennungsgedanken habe und wirklich gut mit mir allein zurecht komme.
Ich denke, Du solltest noch mal ein bisschen horchen, was das fr ettchen will ...... und nimm Dir dafür die Zeit, die Du brauchst.
LG Lütte
GuMo Topas,
ja, Aurora ist schon ein guter Tipp und ein tolles Beispiel, dass es funktioniert.
Ich bin schon in sehr engem Kontakt mit meiner Tochter, weil eigentlich nur sie wirklich weiß, was bei uns in der Vergangenheit los war und was jetzt abgeht. Aber ich will sie auch nicht nerven oder sie mit meinem Seelenmüll belasten. Sie soll ihr Studentenleben genießen - sie macht sich eh schon genug Gedanken um mich, und um die ganze Situation halt. Und wenn sie nicht gewesen wäre, stünde ich nicht hier, sondern würde noch zu Hause heulen, unglücklich sein und nicht wissen, was ich machen soll. Ich denke wir haben schon eine besondere Beziehung beide und sie gibt mir viel Kraft.
Dir ein schönes WE und ganz viel Sonnenschein, damit der Topas leuchten kann.
LG Lütte
GuMo AvalonPe,
keine Angst vor'm neuen Job - er hilft Dir beim Start in Dein Leben. Ich hab schon so viele neue Jobs anfangen müssen. Ich seh das immer sehr gelassen. Du hast die Chance auf neue, interessante Menschen, neue Herausforderungen - sieh das mal von dieser Seite. Ich drück Dir ganz doll die Daumen und dazu 'ne virtuelle Kinderschoki (Mama Du schaffst das schon
) - hilft bei meiner Tochter immer.
Nimm Dir die Zeit zum Weinen, die Du brauchst. Der eine mehr der andere weniger - ich in bin auch der mehr Typ. Aber es geht mir danach immer besser. Ich habe im Moment eine innere Gelassenheit und der Knoten im Bauch ist nur noch manchmal da. Ich hoffe, dass das noch ein bischen anhält und nicht gleich wieder zusammenbricht am WE. Aber jetzt gibt es ja wieder Fussball, da hat er was, dass ihn ablenkt - aber ohne Bier lohnt sich vielleicht ja nicht mal das Fussballschauen
.
Abwarten und Tee trinken.
Mach Dir ein schönes WE - ich muss Sonntag arbeiten ![]()
Ganz liebe Grüße
Lütte
Es wird alles gut, wenn wir es wollen - es liegt an uns ![]()
Huhu Aurora,
danke für Deine aufmunternden Worte. Ich hab mich mal in der "geschlossenen" "kurz" vorgestellt. Fragen und Probleme kommen noch hinterher.
Auf mein WE bin ich auch gespannt, aber ich nehme mir dieses Mal nichts vor, sondern lass es auf mich zukommen. Ich denke, ich habe schon etwas (ein ganz kleines bisschen) an innerer Stärke zurück bekommen. Ich will versuchen zu beobachten, was er macht. Durch dieses Forum weiß ich ja einigermaßen, was mich alles erwarten kann. Ich hoffe, ich halte das durch.
Liebe Grüße
Lütte
Hallo kleiner Kreisel,
halt mal an und schau Dich um
!!!!
Ich habe den Luxus eines sicheren, guten Jobs und einer Zuflucht, falls es ganz schlimm kommt, aber ich habe mir natürlich eine Menge Gedanken um eine mögliche Trennung gemacht und bis vor einem Jahr hätte ich diesen Schritt aus finanziellen Gründen nicht gewagt, weil ich auch in diesem Sicherheitsdenken gefangen bin. Aber aus vielen Berichten hier weiß ich, dass es Wege und Möglichkeiten gibt. Du kannst bei diversen Ämtern Unterstützung beantragen. Ich denke für solche Situationen sind die eher da als für eine bestimmte Art von Schnorrern. Und viele (die meisten?) Betroffene sind in einer kleinen ruhigen alkfreien Wohnung glücklicher, als im großen Haus, wo sie sich nicht wohlfühlen und schikaniert werden. Überleg es Dir. Hast Du Arbeit?
Die Schuldzuweisungen kenne ich zur Genüge. Wir können aber nichts dagegen tun - er ist krank - auch wenn ich das nicht realisieren und verstehen kann, es ist so. Ich mach mir auch mehr Gedanken darüber, wie er mit einer Trennung klarkommen würde (voll der Co), aber das akzeptier ich erst mal. Die Zweifel, ob ich nicht diejenige bin, die psycho ist, habe ich auch und die sitzen ganz tief. Aber wir machen uns doch Gedanken darum, was wir ändern müssen und suchen die Ursachen bei uns - die Herren auch? Da dreht sich der Kreisel wieder. Aber im Moment fühl ich mich "cool" und versuch gelassen daran zu gehen. In anderen Dingen bin ich ja auch so, dass mich Sachen/Menschen, die ich nicht ändern kann, nicht anheben. Nur beim eigenen Mann gelingt das halt nicht
. Ich will in Ruhe abwarten, wie er / es sich entwickelt und nichts überstürzen.
Lass Dich nicht von ihm einwicken oder unter Druck setzen. Nutz die Zeit allein für Dich. Ich lese unwahrscheinlich gern, am liebsten in der Badewanne. Mach' was für Deine Seele, sie hat genug gelitten.
Liebe Grüße und eine frische Brise
Lütte
P.S. Hast Du mal über das "geschlossene" Forum nachgedacht?
Allen einen wunderschönen Guten Morgen,
war eben mit dem Hund raus - absolute Ruhe kein Wind, nur ein Kuckuck und ein paar andere Vögel - hätte ewig laufen können.
Heute kommt mein Mann wieder von Montage. Er hat gestern schon gefragt, was ich diese Woche so vorbereitet hätte (letzte Woche hat er ja das "erste" Mal von mir gehört, dass er meiner Meinung nach ein Problem mit und ohne Alkohol hat). Bin gespannt auf dieses WE, Bauch brummelt schon ein bisschen, aber ich versuch, entspannt an die Sache ran zu gehen.
Allen, die das Glück haben, einen schönen Feiertag
Für alle anderen (mich eingeschlossen) es ist schon Donnerstag
.
LG Lütte
Hallo Zoolander,
hoffe eine kleine nachträgliche Gratulation zum B-day kannst Du noch vertragen. Drück Dir die Daumen für Deine trockene Zukunft und Dein wieder tolles Familienleben - die Co's leiden mit. Du bist auf dem richtigen Weg
Frischen Wind aus dem hohen Norden schickt Dir
Lütte
Hallo Nici,
wollte Dir mal einen Gruß da lassen. Bin erst auf Seite 67 von Deinem Weg und will das für mich auch nach und nach erschließen, aber ich finde toll was Du geschafft hast und drück Dir weiter alle Daumen, die ich habe.
Liebe Grüße
Lütte
Liebe AvalonPe,
weinen tut gut, ich denke das muss sein. Die ersten 3 Tage nachdem mir die klar war, was mit uns los ist, hätte ich auch durchheulen können und hab natürlich auch viel geweint. Aber ich hab schon immer nah am Wasser gebaut und finde das auch in Ordnung. Die Gefühle müssen raus.
Auch wenn es Dir jetzt vielleicht weh tut, aber er hat Dich voll im Griff. Er weiß, was er sagen oder tun muss und Du reagierst so, wie er sich das vorstellt. Ich bin leider schon längere Zeit nicht mehr glücklich in meiner Beziehung (auch fast 25 Jahre), schaff aber im Moment den Absprung noch nicht. Daher kann ich Deine Gefühle des Verlassenseins nicht so wirklich nachvollziehen. Ist es, weil er Dich verlassen hat? Oder ist es wirklich noch Liebe (nicht zu verwechseln mit Mitgefühl und Verantwortung).
Mein Mann war nach dem Streit letzten Donnerstag auch sehr hämisch und sarkastisch das ganze WE über, aber ich hab mich nicht provozieren lassen. Irgendwann am Sonntag meinte er dann: "Du bist ja 'ne ganz Coole" Ja
- das war's - er hat's gemerkt. Ich bin auf sein Gejammer oder seine bösen Bemerkungen nicht eingegangen - ich war cool.
Warum will er erst am Sonntag mit Dir reden? Was ist das? Ist das Liebe? Zu wissen (und er weiß es garantiert), dass Du leidest und er in der Lage ist das zu ändern und es nicht tut - das ist keine Liebe - das ist krank. Das macht mich wütend
. Mir helfen da immer Listen oder kleine Zettel oder dieses Forum - schreib auf was noch sooooo toll an diesem Mann ist, dass Du ihn nicht verlassen kannst und schreib auf, was er tut, dass Dir nicht gut tut, Deinem Kind nicht gut tut und Eurer Familie nicht gut tut.
Lass Dich nicht hängen, sei stark für Dich und Dein Kind. Tu was für Dich. Wenn ich mir mein Geschreibsel (ich mein aber alles so) hier ansehe, wunder ich mich über mich selbst. Hab selbst die Hosen voll bis an den Rand und gebe hier Tipps, aber mir hat das von den anderen sehr geholfen. Meine Probleme sind kein bisschen gelöst, aber mein Knoten im Bauch löst sich und ich fühl ein wenig mehr innere Stärke und .... ich bin cool
. Weißt Du was ich vielleicht in Erwägung ziehen würde: Nehmt Euch (Du und Dein Kind) für Sonntag was tolles vor. Macht was Schönes und wenn abends die Welt zusammenbricht (was ich wirklich nicht hoffe) hattest Du einen schönen Tag. Das kann er Dir nicht nehmen.
Wenn Du magst, ich hab mich für den erweiterten Zugang angemeldet, da könnten wir die Sache evtl. besser bequatschen.
Denk an Voltaire. Eine virtuelle Kinderschoki (Du schaffts das Mama) für Dich und Deine Kleine.
Liebe Grüße von weit weg, wir haben morgen keinen Feiertag.
Lütte
Hallo Matthias,
mal wieder ein erfrischendes Obstpaket von Dir. Die Idee mit der Flasche auf dem Tisch finde ich wunderbar - muss 'ne taffe Frau sein - grüß sie mal von mir. Ist auf alle Fälle ein Gedanke, den ich im Hinterkopf ganz vorne behalten werde.
Danke und 'ne ärmelung zurück
Lütte
Liebe Klarheit,
Dein Name ist Programm oder - ist mir persönlich aber sehr recht. Wenn ich diese Woche eins gelernt habe, dann: dass ich mit allem und nichts rechnen muss. Ich denke innerlich sehe ich diesem Termin relaxed entgegen - sein Ding - wenn alles ok ist schön für ihn, wenn er dann wieder trinkt - sein Ding. Ich muss mich erst mal um mich kümmern und wieder auf die Reihe bekommen und mir sicher sein, dass ich in Ordnung bin.
Die Sache mit meiner Tochter ist sicher auch noch nicht ausgestanden und ich weiß, dass sie auch heute noch darunter leidet (eine ganz böse Baustelle für mich und mein Gewissen). Ich rede ganz viel mit ihr und sie kennt auch dieses Forum. Sie will sich dort, wo sie jetzt studiert Hilfe suchen und die Vergangenheit unter professioneller Anleitung aufarbeiten. Ich helfe ihr so gut ich kann. Das ist mir ganz wichtig. Ich muss aber auch aufpassen, dass ich nicht zu viel auf einmal will und mich immer wieder reflektieren. Dabei ist mir dieses Forum eine riesige Hilfe.
Genießt die Sonne
Lütte
Herzlich willkommen,
schön, dass du den Weg hierher gefunden hast. Du hast das ja alles schon einmal durch. Wie du sicher gelesen hast, stehe ich erst am Anfang meines Weges - im Moment sehr steinig, aber meinen Strand mit ganz feinem, warmen Sand gibt es irgendwo.
Meine Meinung: Wenn Du Dich selbst fragst, ob Du eine Beziehung überhaupt möchtest, finde ich das schon bedenklich. So wie Du schreibst, habe ich das Gefühl, Du bist mit Dir und Deiner Vergangenheit noch nicht im Reinen. Mein Fazit aus den Wegen in diesem Forum ist, dass wir - ob getrennt oder nicht - zu uns finden müssen, wissen müssen, was uns gut tut und was nicht und auch innerlich so stark sein müssen, dies umzusetzen. Bist Du so weit?
Mein lieber Mann bekommt auch gerade mit, dass seine "kleine Ehefrau" (Zitat) nicht mehr so funktioniert, wie er es gern hätte. Ich bin gefühlskalt (weil ich mich innerlich zurückgezogen habe), coo (weil ich bei Diskussionen nicht mehr weine), aber da muss er durch - ich fühle mich damit etwas besser.
Dass Du hier bist zeigt, dass Du Hilfe brauchst und Dir holst. Wenn Dir dieser Austausch hier genügt ist das ok, wenn Du für Dich mehr Hilfe brauchst - dann hol sie Dir. Für mich war die Anmeldung hier ein gewaltiger Schritt aus meiner Verzweiflung, er hat noch nicht ausgereicht, aber es war der wichtige erste Schritt, mit dem jede Reise beginnt und wen wir auf unserer Reise mitnehmen, bestimmen wir ganz allein.
Überstürz nichts und schau erst in Dich hinein, was Dir gut tut.
Liebe Grüße
Lütte
Liebe AvalonPe,
lass Dich mal in den Arm nehmen und knuddeln ...
Wie Du ja weißt ,bin ich noch nicht so lange hier und steh auch erst am Anfang meines Weges, aber Du schreibst was von Hass auf seiner Seite. Eine Frage: Seid ihr noch sicher zu Hause? Hast Du eine Möglichkeit, woanders unter zu kommen? Ich denke, ich würde zu sehen, dass ich weg komme. Leichter gesagt als getan - ich weiß. Wovor du absolut keine Angst haben musst, ist das Alleine sein. Ich bin im Moment sehr froh, wenigstens unter der Woche allein zu sein. Kann mein Ding machen und zu mir selbst finden. Wenn ich in der letzten Woche nicht allein gewesen wäre, wär ich noch nicht so weit wie ich jetzt bin. Wovor konkret hast Du Angst, wenn Du allein wärst? Ich würde das genießen - kein Druck, keine Erwartungen nur ich - das würde schon passen.
Mir hat das Schreiben hier auch eine Menge gebracht und die Hilfe der Mitstreiter /innen.
Bin in Gedanken bei Dir
Lütte
Hallo Ihr Lieben,
da habt ihr mir ja 'ne Menge zum Nachdenken gegeben. Ich will versuchen der Reihe nach zu antworten, denn es das bringt alles viel in mir hoch und ich weiß nicht ob ich in der Lage sein werde, mich verständlich auszudrücken.
Hallo silberkralle,
danke für Deine kurzen, aber wirkungsvollen Statements. Will versuchen, sie zu beherzigen.
Huhu Aurora,
es ist schön, Deine Zeilen zu lesen, sie geben Mut. Meine Gefühle und Gedanken für mich als richtig zu akzeptieren fällt mir noch sehr schwer. Über die Jahre haben mein Selbstwertgefühl und mein Selbstbewußtsein doch sehr gelitten. Mein größtes Problem ist, dass ich denke, es nicht oft genug und deutlich genug ihm gegenüber ausgesprochen zu haben. Ich habe ja erst jetzt entdeckt, was für ein Problem ich/wir habe/n und weiß aber, dass es schon lange existiert - mir nur nicht bewusst war. Bin ich zu voreilig, lass ich ihm keine Chance? Weiterhin fällt es mir schwer, seine Sucht (die für ihn nicht vorhanden ist) als Krankheit zu akzeptieren. Es ist für mich schwierig, das Thema mit ihm zu besprechen, ohne dass ich ihm das Gefühl gebe, er sei schuldig. Gut, bei ihm bin ich schuld und mach dies und jenes und alles falsch. Aber ich kann da noch nicht wirklich drüber stehen, weil ich sicher auch Fehler mache und gemacht habe. Dann kommen wieder Phrasen von ihm wie z.B.: "ich mach ja eh alles falsch und keiner hat mich mehr lieb.... " Ich weiß nicht, wie ich angemessen darauf reagieren soll. Da liegt noch einiges bei mir im Argen. Aber wenn ich ein bisschen Geduld mit mir / uns? habe wird das schon. Im Moment denke ich von Tag zu Tag und schau, was er bringt.
liebe Grüße aus dem hohen Norden
Lütte
Hallo Zimttee,
du hast mir ganz viel aus Sicht des Kindes/der Jugendlichen geschrieben. Bei uns war es ähnlich. Meine Tochter kann ihrem Vater auch einfach nichts recht machen und Schuld ist sie auch an allem, obwohl sie nicht mehr hier wohnt. Sie wartet seit Jahren, dass er sie einfach mal in die Arme nimmt und ihr sagt, dass er stolz auf sie ist. Ob sie diese Hoffnung immer noch hat, weiß ich nicht. Ich denke, ich konnte als Mutter einiges, was durch meinen Mann schief gelaufen ist, kompensieren, ihr den Rücken stärken und ihr helfen, sich zu einer selbstbewussten jungen Frau zu entwickeln - ja, ich bin stolz auf sie. Für mich hatte ich immer folgendes Bild - der eine schwarz, der andere weiß und ich das Grau in der Mitte. Es hat mich viel Kraft gekostet, zwischen den beiden zu vermitteln und zu beschwichtigen. Und viel von mir ist bei diesem "Kampf" auf der Strecke geblieben. Aber es war immer für mich klar, dass mein Kind ein Kind ist und nichts dafür kann. So hatte er immer das Gefühl es stehen 2 gegen ihn (auch schon ein kranker Gedanke oder?)
Die Sache mit seinem Arztbesuch werde ich auf sich beruhen lassen. Ich will nicht kontrollieren und über sein Leben bestimmen. Wie schon gesagt, er war bisher immer ehrlich zu mir, hat bisher auch nicht heimlich getrunken (musste er ja auch nicht) und ich konnte ihm immer vertrauen.
Das macht die Sache bestimmt nicht leichter.
Ich werde nächste Woche wieder zur Suchtberatung gehen, aber für mich. Will sehen wie es läuft und dann weiter entscheiden. So wie ich das aber im Moment sehe, komme ich ohne Hilfe nicht mit mir und der Situation zurecht. Ist ein doofer Zeitpunkt, weil jetzt bei uns die Saison losgeht und ich echt lange arbeiten muss. Dafür mach ich dann im Winter frei. Ich lass es auf mich zukommen.
Ich bin ganz schön wütend, dass Dir das mit dem 1. Arzt passiert ist. Im nachhinein jammern hilft nicht, aber ein anderer hätte dir viel früher helfen können
.
So, ich glaub ich muss erst mal 'ne Pause machen, da kommt doch wieder 'ne ganze Menge hoch.
Ich träum schon mal vom Strand.
Liebe Grüße
Lütte
GuMo an Alle,
erst mal 'ne gute Nachricht - ich habe das Gefühl, mein Knoten im Bauch beginnt sich zu lösen und vielleicht können jetzt die Erkenntnisse langsam in den Bauch rutschen und verinnerlicht werden - langsam und mit viel Geduld. Rein körperlich hat der Druck im Magen echt nachgelassen. Ich schlaf seit 3 Tagen auch wieder durch, wenn auch nicht bis zum Weckerklingeln, aber ich seh das als kleinen Erfolg für mich. 2. gute Nachricht - er hat einen Arzttermin am Freitag nächster Woche. Und schon gehen meine Probleme wieder los. Soll ich vorher mit dem Arzt reden, dass es nicht nur um seinen Blutdruck gehen sollte? Aber ich häng mich damit dann wohl doch wieder zu weit aus dem Fenster. Es ist schon krass, ich wünsche ihm wirklich nix Schlechtes, aber auf der anderen Seite hätte ich gern auf grund von Befunden von der ärztlichen Seite eine Bestätigung, dass es zu viel Alkohol ist. Einfach für mich als Bestätigung, dass ich mir das alles nicht nur einbilde - egoistisch?
GuMo Zimttee,
ja wie Silberkralle so schön schrieb, hängen wohl noch viele Äpfel am Baum der Erkenntnis, die von uns gepflückt werden wollen. Geht mir nicht anders, dadurch dass ich hier ganz viel lese und unsere Gespräche im Geiste analysiere. Als Mitstreiter von der Alkoholiker-Seite ist mir Zoolander eine große Hilfe (Danke Zoolander und gern mehr) und ich denke, dass mir diese Baustelle erst mal so reicht. Ich glaube ich würde sonst in die Versuchung geraten, den inneren "Kümmerling"
wieder aus der Schublade zu holen, die noch nicht mal richtig zu ist.
Bei der Sache mit den Chancen geht es mir auch nicht so prickelnd. Er meint, er weiß erst seit zwei Wochen, dass ich so denke. Sicher hab ich es nie so deutlich gesagt, wie bei unserer letzten Diskussion, aber ich war mir selbst ja auch irgendwie im Weg und hatte keinen Mut das auszusprechen, weil er ja so viel arbeitet und ich ihm die letzte Freude nicht auch noch nehmen will (das hat er während des Streites so sinngemäß von sich gegeben). Da hatte der Co in mir mal wieder seine Bestätigung. Ich hab Zeit und versuch mich in Geduld zu üben und ich bin wesentlich besser vorbereitet auf Diskussionen und ohne Tränen dabei fühl ich mich schon wesentlich besser.
GuMo topas,
auch Dir danke ich für Deine Wort - möchte sie gern beherzigen, vor allem die sinnlosen Sachen lassen, aber ich denke Du weißt selbst, was das für ein Kampf ist. Ich will mich besser um mich kümmern, .... (eigentlich sollte dort ein "aber" folgen, doch ich denke ich lass es als Aussage für mich so stehen). Ich denke, ich kann andere nur glücklich machen, wenn ich es selbst bin und andere das auch wollen und zulassen. Vielleicht teile ich diesen "Erkenntnisapfel" mal mit ihm.
So, jetzt raus mit dem Hund und dann zur Arbeit.
Euch einen schönen Tag - wenigstens Sonne im Herzen
LG Lütte
Hallo liebe n i c i,
danke für Deine aufmunternden Worte. Ich hoffe es geht Dir gut. Lese seit 4 Tagen in Deinem Thread, bin aber erst auf S 50. Aber schon da hast Du 'ne Menge geschafft. Toll.
Tja, so weit ist es bei mir noch nicht. Die Erkenntnis, das erste Agieren und die Reaktionen darauf muss ich erst wirklich verarbeiten. Die Sache vom Kopf in den Bauch ist noch lange nicht ausgestanden.
Du schreibst, ich soll mich um mich kümmern. Ich versuch's - hab ich auch vorher schon unbewusst getan, aber dann fühl ich mich egoistisch (weil's mir auch so widergespiegelt wird) und die tollen Stunden sind dahin. Wenn ich ihm dann sage, er kann ja auch los ziehen oder es sich zu Haus gemütlich machen, dann schiebt er eine Sache vor, die hier erledigt werden musste oder er musste sich um mich sorgen, weil ich ja unterwegs war und an diesem Punkt fehlen mir die Argumente.
Da ist noch so eine verzwickte Situation für mich. Einfach zu unterscheiden, was gehört in die Arbeitsteilung einer funktionierenden Familie (muss einfach sein) und was nehme ich ihm ab, obwohl ich es nicht müsste. Wie gebe ich ihm die Verantwortung zurück?
Naja, mein Weg hat derzeit noch sehr spitze Steine, bis ich zum tollen Sandstrand komme, brauch ich noch ein bisschen Hornhaut unter meinen Füßen.
Bin dankbar für Euer Feedback.
Lütte
GuMo Zimttee,
danke für's zurechtrücken. Das ist echt krass. Nach dem gestrigen Gespräch bin ich wieder total am Grübeln. Stell meine Wahrnehmungen und Gefühle völlig in Zweifel. Er hat ja dieses WE nicht getrunken und ich mach immer noch Terz - wann ich denn wieder "normal" werden will. Ich kann mich aber nicht einfach umdrehen und die Welt ist wieder in Ordnung. Auch wenn das für ihn jetzt ganz neu war, aber meine Welt war / ist kaputt und braucht sicher noch eine ganze Zeit zum Neuaufbau. Wie soll ich ihm das erklären, wenn ich jedesmal Angst habe, dass es nicht bzw. falsch ankommt, aber auch Angst vor dem Gespräch an sich, weil ich selber zu unsicher bin
.
Den Arzttermin hat er noch nicht - ist heute früh wieder auf Montage gefahren. Hab ihm in Gedanken 3 Wo gegeben - wegen der Montage, aber dann, wenn nicht. Sprech ich ihn an - misch ich mich wieder in sein Leben, dass er durch mich nicht selbst bestimmen kann. Zieh ich mich raus und mach was für mich, bin ich egoistisch. ![]()
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Lütte