Beiträge von sue05

    Hallo Taschi,


    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Da hast Du einiges erlebt in dieser Beziehung. Dich zu trennen war sicher nicht leicht, aber in einer Beziehung mit einem (nassen) Alkoholiker steht immer der Alkohol an erster Stelle. Gut, dass Du für Dich und Deine Kinder diese Entscheidung getroffen hast.

    Möchtest Du Dich hier im Forum mit anderen Betroffenen austauschen?


    LG Sue

    Hallo Iphigenie,


    ja, strukturelle Veränderungen waren für mich ein elementarer Baustein auf dem Weg zu zufriedener Abstinenz. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Prozeß. Und die ersten Schritte hast Du ja schon gemacht (z.B. indem Du Dich hier angemeldet hast). Kennst Du unsere Grundbausteine schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40


    Viele Grüße Sue

    Aber vielleicht tut ja die Auseindersetzung gut, um sich selbst zu überprüfen und zu positionieren?

    Hallo Iphigenie,


    aus eigener Erfahrung ist es ratsam, keine solchen „Experimente“ in der Anfangszeit zu machen (ich mache das auch als Langzeittrockene weiterhin nur in seltenen Ausnahmefällen). Auch wenn man die Situation selbst gut „meistert“, kann dies im Nachhinein noch triggern. Und vo allem als noch sehr frisch Abstinente kann es auch in einer solchen Situation direkt zu Suchtdruck kommen. Wieso also sich solchen Risiken aussetzen?

    Ich war zu erst unsicher, ob ich mein "Leid" über diesen Arbeitsprozess hier teilen soll, weil es ja wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, aber es hat mir gut getan und ich denke auch ein Stück weit stabilisiert und ermutigt durchzuhalten. Jetzt hat es sich sehr gelohnt, da ich eben - dank klarem Kopf - erkennen konnte, wo ich es mir unnötig schwer mache und wie ich bei der nächsten Arbeit vorgehen kann um diesen Druck erst gar nicht so groß werden zu lassen.

    Ich finde, dass genau solche Dinge, die Dich ja sehr beschäftigen, hier ruhig mit rein gehören. Es beeinflusst ja Deine Stabilität bzw es kann dazu beitragen, dass Du Dich stabiler fühlst, wenn Du solche Dinge hier lässt. Das ist ja eine gute Art der Selbstreflexion und hilft Dir, bei zukünftigen ähnlichen Situationen vielleicht ein sichereres Gefühl zu bekommen. Das alles trägt ja letztendlich zu (D)einer stabilen Abstinenz bei.

    Ich kann das mit der Enttäuschung über Dein Ergebnis übrigens gut nachvollziehen, da ich, was den Perfektionismus angeht, sehr ähnlich ticke.. Ist absurd,da 1,7 ja ein super Ergebnis ist, aber für eine Perfektionistin ist das nicht logisch zu erklären 😉


    LG Sue

    Liebe Iwona,


    ich drück Dir die Daumen, dass Du bald fündig wirst bei Deiner Arzt-Suche. Es ist ja leider mittlerweile sehr schwierig geworden bei solchen Dingen - die Wartezeiten sind oft wirklich unglaublich..

    Ich finde Deine positive Einstellung auch sehr bewundernswert, Du kommst ins Handeln und das ist so wichtig, finde ich!


    LG Claudia

    Hallo Persona,


    ich bin selbst (trockene) Alkoholikerin und EKA, also meine Mutter war Alkoholikerin (ist mittlerweile seit einigen Jahren verstorben).

    Ich habe meiner Mutter nie die „Schuld“ für meine Abhängigkeit gegeben. Ich war früher oft sehr traurig und wütend auf sie, aber nicht, weil ich selbst abhängig wurde, sondern weil ich mich durch sie um meine Jugend betrogen gefühlt habe. Meine Jugend war nicht schön, aber dass ich alkoholabhängig wurde, das war nicht ihre Schuld. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn ich es anders vorgelebt bekommen hätte - aber wer weiß das schon. Getrunken hab ich von alleine,dazu hat sie mich nicht „gezwungen“. Im Gegenteil, eigentlich war sie ja das beste abschreckende Beispiel 🤷‍♀️ Trotzdem wurde ich abhängig - weil ich schlicht und einfach zu viel getrunken habe, damals keine anderen Strategien hatte um mit meinen Problemen klar zu kommen und irgendwann dann in die Sucht gerutscht bin.


    Natürlich wäre es „einfach“, meiner Mutter die Schuld zu geben. Aber das stimmt halt einfach nicht. Jeder ist selbst für sein Leben verantwortlich und ich habe gelernt, diese meine Verantwortung zu übernehmen. Denn Schuldzuweisungen lösen keine Probleme…


    LG Sue

    Holdy Du schreibst, es hätte bei Dir „Klick“ gemacht. Schreibst aber gleichzeitig den „Aufruf“, dass „die Co‘s“ ihre „Alkohol-Partner über Weihnachten mal ausgrenzen und dann schauen sollen, ob sich was verändert. Ob die-/derjenige dadurch seinen Tiefpunkt erreicht oder in Therapie geht, etc.

    Da kann ich (als Alkoholikerin) nur ganz klar sagen: da hat offensichtlich überhaupt nichts „klick“ gemacht bei Dir. Zu hoffen, dass durch so eine „Na warte, Dir zeig ich‘s“-Aktion ein Umdenken beim Alkoholiker/der Alkoholikerin stattfindet, zeigt ja, dass Du immer noch nicht verstanden hast, dass Du nur bei Dir selbst etwas verändern kannst (und solltest, schließlich bist Du ja wegen Deiner Co-Abhängigkeit hier?). Deine Frau wird das sicher nicht vom Trinken abhalten, wenn sie nicht von sich aus die Motivation hat. Überleg lieber mal, wie Du an Dir und Deiner Abhängigkeit arbeiten kannst. Solche Trotz- und „Dir würg ich es mal so richtig rein“-Aktionen sind auf jeden Fall eine Sackgasse.