Wie soll's jetzt hier weitergehen im Text?
Der Grund meiner Anmeldung war der Gedankenkreis um XY. Dieser ist jetzt beendet. Die Aufarbeitung und endgültige Verabschiedung habe ich hinter mich gebracht und empfinde das als wirklich große Erleichterung.
So kann ich jetzt nur noch berichten, was in meinem Alltag geschieht und da komme ich mir jetzt irgendwie ganz komisch bei vor. Na ja - egal mal ....- kann sein, daß es jetzt etwas langweiliger wird hier zu lesen. Dabei fällt mir grad auf, daß im offenen Co-Bereich nur wenige weiterschreiben, wenn das Thema XY durch ist. Wie seht ihr das? Spontan fallen mir nur Aurora und Lindi als regelmäßige Schreiberinnen ein. Die Teilnehmer im Alkoholiker-Bereich schreiben, weil sie ein Leben lang nicht vor Rückfällen gefeit sind. Alte Co Muster sind weit weniger auffällig, wenn man in sie zurückfällt, sie weiterlebt und dabei nicht gerade erneut XY oder einem anderen Suchtkranken in die Arme rennt. Wie aber gerade auch das Thema "Kann man zur Co erzogen werden" zeigt - gibt es Familienstrukturen in denen Co Verhalten auch ohne direkten Suchtbezug gelebt und weitergegeben wird. Im Gegensatz zur Alkoholsucht, meine ich, daß Co-Verhalten abgelegt und geheilt werden kann. Da ich mich als Suchtpersönlichkeit einstufe, kann ich eine Suchtverlagerung nicht ausschließen. Es ist also auch an mir, mein weiteres Leben regelmäßig kritisch unter die Lupe zu nehmen - ohne daß mir dabei die positive Leichtigkeit des Seins nicht abhanden kommt. Denn gerade dazu habe ich jetzt Freiraum und Luft. Endlich! (Vielleicht schaff ich es ja auch noch mit dem Rauchen wieder aufzuhören, da bin ich im Moment aber noch recht großzügig mit mir).
Also Überleitung hingekriegt..... dann fang ich mal an:
Tagesbilanz
Bis 13.30 Uhr hatte ich ständig das Gefühl, es sei bereits der gesamte Nachmittag vorbei -
so dunkel wars draußen. (Regen, Regen, Regen)
Als ich dann endlich aus dem Haus kam, hab ich mich gleich nochmal vertan und stand vor der verschlossenen Bank und der verschlossenen Post - die ebenfalls erst wieder um 14 Uhr öffnet
Meinen Lieblings-Kuli habe ich dann gleich als nächstes irgendwo liegen lassen und für die Gesamtstrecke von ca. 40 km Autofahrt habe ich dank Ampeln hin und zurück ca. 1.30 Std. Arbeitszeit auf der Straße gelassen. - Nu ja.
Bin gut gelaunt und vor allem gut mit Sauerstoff versorgt (ich liebe Regenluft) wieder zuhause aufgeschlagen. Mit Männe die mitgebrachten Mohn-Schleifen verzehrt und jetzt wieder fit, noch die nächsten Stunden
im Büro dranzuhängen. Jetzt mach ich mir nochmal ne Tasse Tee und dann gehts weiter.