Auf zu neuen Ufern! - Nys wird normal -

  • Hi Nys,

    das ist bisher Dein schönstes Gedicht...ich bin ja sonst kein allzugroßer Freund von freien Gedichten, diesbezüglich eher der traditionelle Typ, bei dem sich alles reimen muß...aber dieses Gedicht hat mich sehr berührt...man spürt förmlich, wie Dich der Inhalt des Gedichtes beschäftigt und das ist mMn. genau das, was ein Gedicht leisten soll. Jetzt hast Du mich wieder auf den Geschmack gebracht, ich dichte nämlich auch sehr gerne...

    Eine kleine Anmerkung noch:

    Es gibt da noch jemanden, der loslassen muß...der Verfasser nämlich :)

    Ich wünsch Dir ein schönes WE

    Liebe Grüße

    Andreas

  • Hi Andreas!

    danke für

    Zitat

    das ist bisher Dein schönstes Gedicht..

    und fürs mitfühlen. Bin schon gespannt, ob wir hier auch mal von Dir was lesen :?:

    XY Loslassen. Ja dazu hatte ich jetzt endlich den Mut. ...
    und es ist doch viel schrecklicher gewesen, als ich es mir vorgestellt hatte.
    Im Nachhinein eigentlich viel schlimmer als in der Situation selbst.


    Ich fühle mich meinen Gefühlen verpflichtet. Aber ich habe mich von dieser Verpflichtung losgemacht und dabei einen Angeketteten zurückgelassen, der ein Mensch ist, der bei seinen Gefühlen bleibt. Immer bleibt. Dort und bei dem, was er fühlt. Der leiden kann, und nie geht. Der aber nicht damit gerechnet hat, daß ich gehe, nicht damit, daß ich wirklich ganz loslasse. Wie es mir dabei geht, steht in dem Gedicht.


    LG Nys

    PS: (für alle Mitleser) wie und warum werde ich hier nicht schreiben. Mag es auch nicht diskutieren. Loslassen war dran, - und das habe ich getan.
    Nicht um zu verletzen, sondern um ein glückliches Leben hier zuhause überhaupt möglich zu machen.

  • Hallo Forum

    es war ein langer und kurven-reicher Weg an diesen Punkt:

    Loszulassen, hinter sich zu lassen und Verantwortung abzugeben, die ich mir (nur selber) nicht zugestehehn wollte abzugeben. Ich hab das nicht nur für mich im stillen Kämmerlein gemacht sondern eine klare Aussage. Auch wenn ich damit Erwartungen enttäuscht habe, so habe ich hier gelernt, daß ich ein Recht auf mein Glück habe und nicht verpflichtet bin unglücklich zu sein, nur weil es ein anderer ist. Das klingt so egoistisch. Ist aber dann nichts anderes als ein Lebenswille, wenn es nur noch darum geht, einen anderen glücklich zu machen, der selbst nicht für sein Glück sorgen will. Ein Schritt in eine selbsterkämpfte Freiheit, die mich diesen neuen Teil meines Lebens unbeschwert antreten läßt. Es hat seine Zeit gebraucht und wäre zu einem früheren Zeitpunkt eine glatte Lüge gewesen. Jetzt ist es stimmig. Wie Tocco54 mir mal schrieb: Herz und Verstand sind in Einklang gekommen.

    Es war dazu nicht nötig den, den ich so ganz zurücklies schlecht zu machen oder ihn "nur" als einen suchtkranken Menschen zu sehen. Ich wollte die innerliche Trennung von dem ganzen Menschen, den ich sehr geliebt habe. Mit allen Seiten. Dazu war für mich persönlich wichtig, meinen Frieden zu machen, mit allem was mich verletzt hatte. Meinen Wunsch Liebe wieder neu möglich zu machen - mußte ich gegen alle Gewissensbisse wahrnehmen und ihm Bedeutung geben. Daß es um mich geht. Denn was sind alle meine Gefühle, wenn es mich nur am Boden hält und mir den Raum zum Leben nimmt?

    Ich muß jetzt auch nix mehr wegreden. Weil ich alles was in mir noch so lebendig war, habe leben lassen. Ich lernte es zulassen ohne Selbstvorwürfe und Vernunftsappelle. Nur so lies es sich "bearbeiten" und umwandeln in etwas, das mich nicht zerstört und das auch nicht zerstört werden muß. Ich habe diesen Gefühlen einen anderen Platz zuweisen können. Die Zeit war mit Sicherheit ein wichtiger Helfer. Aber auch viele Helfer hier, die mir Vorbild waren oder mich einfach nur getröstet und verstanden haben.

    Ob ich nun co war? Vielleicht eher beziehungsabhängig? Vielleicht einfach nur mit einer sehr tiefen Liebe an einen Alkoholiker gefesselt? Wer weiß das schon. In der Beziehung habe ich mich oft co verhalten, in dem ich alles auf ihn ausgerichtet habe. Ein sich nicht Lösen können und ein ungestilltes Bedürfnis aus meiner Kindheit, eine Unsicherheit darin, gut für mich selbst zu sorgen. Das sind schon Dinge, die solch ein Verhalten ausmachten. Deshalb war es auch notwendig mich "von Vater und Mutter zu trennen" (nicht im Äußerlichen) sondern innerlich von den Verletzungen und von falsch belegten "Eltern-Kind-Beziehungen" Abstand zu nehmen. Daraus wurde das, was ich jetzt fühle: Mehr Kraft für mich selbst sorgen zu können. Mehr Mut loszulassen, wo es für mich notwendig ist und mehr Liebe zu mir selbst, um der Liebe Raum zu geben, die nicht zerfrißt und nicht zerstört, sondern die das Leben schöner macht.

    LG Nys

  • Ich mag Zahlenspiele

    Beim Eintrag in meinem Jahreskalender mußte ich jetzt schmunzeln. (Ich hab mir den 23.05. markiert) um es nächstes Jahr noch zu wissen.

    Jetzt ist mir was aufgefallen.
    (5 ist meine Lieblingszahl)

    23.05. = 5+5= 10 = Quersumme 1 (=ich, ohne Co.)
    23.05.13 = 5+5+4 = 14 = Quersumme 5

    freu !

  • Wie soll's jetzt hier weitergehen im Text?

    Der Grund meiner Anmeldung war der Gedankenkreis um XY. Dieser ist jetzt beendet. Die Aufarbeitung und endgültige Verabschiedung habe ich hinter mich gebracht und empfinde das als wirklich große Erleichterung.

    So kann ich jetzt nur noch berichten, was in meinem Alltag geschieht und da komme ich mir jetzt irgendwie ganz komisch bei vor. Na ja - egal mal ....- kann sein, daß es jetzt etwas langweiliger wird hier zu lesen. Dabei fällt mir grad auf, daß im offenen Co-Bereich nur wenige weiterschreiben, wenn das Thema XY durch ist. Wie seht ihr das? Spontan fallen mir nur Aurora und Lindi als regelmäßige Schreiberinnen ein. Die Teilnehmer im Alkoholiker-Bereich schreiben, weil sie ein Leben lang nicht vor Rückfällen gefeit sind. Alte Co Muster sind weit weniger auffällig, wenn man in sie zurückfällt, sie weiterlebt und dabei nicht gerade erneut XY oder einem anderen Suchtkranken in die Arme rennt. Wie aber gerade auch das Thema "Kann man zur Co erzogen werden" zeigt - gibt es Familienstrukturen in denen Co Verhalten auch ohne direkten Suchtbezug gelebt und weitergegeben wird. Im Gegensatz zur Alkoholsucht, meine ich, daß Co-Verhalten abgelegt und geheilt werden kann. Da ich mich als Suchtpersönlichkeit einstufe, kann ich eine Suchtverlagerung nicht ausschließen. Es ist also auch an mir, mein weiteres Leben regelmäßig kritisch unter die Lupe zu nehmen - ohne daß mir dabei die positive Leichtigkeit des Seins nicht abhanden kommt. Denn gerade dazu habe ich jetzt Freiraum und Luft. Endlich! (Vielleicht schaff ich es ja auch noch mit dem Rauchen wieder aufzuhören, da bin ich im Moment aber noch recht großzügig mit mir).

    Also Überleitung hingekriegt..... dann fang ich mal an:

    Tagesbilanz

    Bis 13.30 Uhr hatte ich ständig das Gefühl, es sei bereits der gesamte Nachmittag vorbei - :roll: so dunkel wars draußen. (Regen, Regen, Regen)
    Als ich dann endlich aus dem Haus kam, hab ich mich gleich nochmal vertan und stand vor der verschlossenen Bank und der verschlossenen Post - die ebenfalls erst wieder um 14 Uhr öffnet :P Meinen Lieblings-Kuli habe ich dann gleich als nächstes irgendwo liegen lassen und für die Gesamtstrecke von ca. 40 km Autofahrt habe ich dank Ampeln hin und zurück ca. 1.30 Std. Arbeitszeit auf der Straße gelassen. - Nu ja.
    Bin gut gelaunt und vor allem gut mit Sauerstoff versorgt (ich liebe Regenluft) wieder zuhause aufgeschlagen. Mit Männe die mitgebrachten Mohn-Schleifen verzehrt und jetzt wieder fit, noch die nächsten Stunden
    im Büro dranzuhängen. Jetzt mach ich mir nochmal ne Tasse Tee und dann gehts weiter.

  • Das Spiel um den DFB-Pokal fand ich spannend.
    So ein Spiel macht auch mich zum begeisterten Zuschauer. Dabei habe ich nicht mal einen Verein, der
    mein Favorit wäre. Bei Spielen in denen nichts voran geht, schalte ich immer gleich um. Ich mag es, wenn auf dem Platz nicht taktiert sondern angegriffen und gekämpft wird. Und dann sollen die Besseren gewinnen. Das ist für mich Freude am Sport.

    Ein bißchen geschockt hat mich danach die Interview-Runde, bei der die Jungs gleich mit der Bierflasche ankamen und fröhlich angestoßen wurde. Früher hätte ich mir da nix bei gedacht. Seit dem ich hier lese und mitbekomme, wie anstrengend Risikominimierung für den einen oder anderen Trockenen sein kann - bin ich für solche Szenen etwas mehr sensibilisiert und hab mich dann gefragt, ob das jetzt unbedingt sein mußte,: daß da in einem Augenblick, in dem niemand mit rechnet, der Alkohol als
    Symbol für's Feiern und Fröhlichsein mit auf die Mattscheibe kommt.
    Die Bierdusche für Jupp fand ich da weit weniger schlimm. Bei den Interviews empfand ich es sogar selbst animierend.

    Mein Tag heut ist leider mal wieder Arbeitstag. Würde auch lieber ne Staffelei aufstellen, wie Correns -
    und was ich auch noch nicht abgestellt habe, ist das, daß ich mir zum Trost eine Zigarette auf dem windigen Balkon anzünde.

    LG Euch allen einen schönen Sonntag! Nys

  • Hallo Nys
    nun schreibe ich erstmal auch wieder hier mit....
    Ich finde das ,,normale,,Leben garnicht langweilig.
    Ich entdecke fast täglich neues an xy,wie das Trockensein doch verändert (überwiegend positiv)
    Das hätte ich nicht für möglich gehalten.
    Ich geniesse die Ruhe ,das stressfreie miteinander.
    Heute waren wir auf einen Mittelalterfest.
    Ganz andere Dinge sind jetzt möglich (ohne Alkohol) und wir nutzen das sehr.

    Mir fiel beim Fernsehen dasselbe auf wie dir ,zuviel Alkoholwerbung,aber auch die neuen Spots die vor Alkohol warnen,ich meine die wo es erst den Unfall und dann den Zurücklauf gibt mit dem Schlußwort ,,das echte Leben geht nicht rückwärts,,
    Wie wahr!!
    Nun hoffe ich auf etwas mehr Sonnenschein und Wärme damit ich fleissig weiter im Garten wirken kann.
    LG R..

  • Hallo Renate

    ich freu mich für Dich, daß es Dir offensichtlich sehr gut geht. Und wünsche Dir und Deinem XY natürlich, daß er trocken bleibt und Ihr auch zukünftig viel schöne gemeinsame Zeit verbringt. (Wie ich aus Deinem Thread lese seid ihr ja gerade kein Paar?) Egal - hauptsache für Dich passt es, so wie es gerade ist.

    Abgesehen, davon daß es in meinem Fall außer dem Alkohol noch andere "Beziehungsprobleme" gab - wünsche ich mir XY ehrlich gesagt auch nicht trocken zurück. Der Abschied den ich neulich hinter mich gebracht habe, war ein endgültiger. Völlig unabhängig vom Alkohol. Ich hab ihm gesagt, daß es gut so ist wie es jetzt ist. Und das war keine Floskel.

    Neben dieser Aussage, die in erster Linie seine und meine Ehe betraf gibt es aber auch noch meine innere Überzeugung, daß XY auch in trockenem Zustand für mich eine großer Herausforderung wäre, was eine intakte Partnerschaft angeht. Er wäre immer noch ein Mensch, der in mir bestimmte Dinge auslöst. Dinge die er nur auslösen kann, weil er Suchtpersönlichkeit ist und ich auch.Für mich ein gefährliches Ding. Letzten Endes wäre es immernoch so, daß er nicht gelernt hat für sich selbst gut zu sorgen und ich wäre mit wehenden Fahnen dabei dies zu übernehmen, wenn er mir dafür das Häppchen Geborgenheit gibt, das ich in ihn hineininterpretiere. Er hat mich immer zutiefst berührt, selbst damals als ich noch garnicht in ihn verliebt war - und bei unserem letzten Gespräch, habe ich unterschwellig schon gespürt, daß ich doch nicht gehen darf. Daß ich ihn doch nicht im Stich lassen darf. Einfach nur weil er nach 10 Monaten total vor den Kopf gestoßen war, daß ich jetzt mein Herz wieder meinem Mann geschenkt hab. (Da hab ich kurz wirklich überlegt, ob ich das tatsächlich durfte!!! so kann XY mich manipulieren. Mir sofort das Gefühl geben, daß ich ihm zur bedingungslosen Liebe verpflichtet bin... das ist nicht gesund ... und gott sei dank konnte ich das ablegen. Ich mußte mich aber regelrecht dazu durchringen, mir das Recht einzugestehen, wirklich gehen zu dürfen. ) Weißt Du, ich glaube auch trocken würde XY immer noch erwarten, daß ihn seine Partnerin zu 100% glücklich macht - und ich würde ihm den Himmel auf Erden bereiten - und wäre unsäglich traurig, wenn er das nicht schätzt, wenn er dann immernoch nicht glücklich ist - und würde irgendwann wütend, wenn ich erleben würde, wie selbstverständlich das für ihn ist. Dann hat man gegeben und gegeben und wartet immer auf den großen Dank. Dabei gibt's vom anderen irgendwann nur noch das Gefühl, daß es schon recht so ist, und im schlimmsten Fall auch noch nen Fußtritt, weil wenn man sich so erniedrigt, immer gibt und gibt, machtmn sich dabei selbst so klein, daß man irgendwann Mißachtung erfährt. Wie soll einen der Partner da achten? Andererseits ist XY so einer, der den Anspruch ja stellt, daß er selbst zu seinem Glück nix tun muß - nur das Umfeld. Erwartungshaltung, die nicht in Glück oder Dank endet sondern in immer neuen Erwartungshaltungen. Also auch mit einem trockenen XY hätte ich gute Chancen gehabt eine gewisse Zeit im 7ten Himmel zu leben um dann nach und nach das Treppchen hinunter zur Hölle zu steigen. Trocken oder Nass wäre da kein Unterschied. Es liegt in der Konstellation unserer Persönlichkeit, die sich allein durch die Abstinenz nicht um 180 Grad ändert. Ich habe mich oft gefragt, wieso er nicht so ist, wie andere Männer um die 50. Wieso er so wenig lebenserfahren und so unreflektiert ist. Damit hat er bei mir eine Art Freifahrschein für jeden Mist gehabt, den er baut(e). Bei anderen übrigens auch. Er hat so gelernt durch's Leben zu kommen. Solche Muster legt man nicht eben mal mit der Flasche zur Seite und das was mich an ihn gefesselt hatte, war teilweise schön, teilweise aber auch genau das Falsche um mich selbst weiterzuentwickeln. Ich hätte eine Rolle übernommen, die mir wie auf den Leib geschneidert erschien: Fürsorglich, Managerin für's Alltägliche, se*y und heiß auf ihn bis zum Umfallen,, jederzeit bereit mich nach seinen Arbeitszeiten zu richten und ihn zu entlasten wo es nur geht, nur um dann unvergeßlich harmonische Stunden zu zweit zu haben. Dafür hätte ich ganz schnell wieder alles unter den Teppich gekehrt, was meine Ansprüche an ein gemeinsamens Leben betrifft. Nur damit kein Streit ist und der kostbaren kurzen gemeinsamen Zeit. Und dann hätt er es sicherlich trotzdem geschafft unzufrieden zu sein mit sich und seinem Leben. Da wette ich drauf. Weil wir beide nicht wirklich in der Lage waren gut für uns selbst zu sorgen. Und wir würden sofort wieder in dieses Muster verfallen uns vom anderen die "Versorgung" zu erhoffen, wenn wir zusammen kämen. Ne - da paßt es schon viel besser mit meinem Mann. Der kriegt keinen Freifahrtschein für's Mist-Bauen. Braucht er auch nicht - wir können ja drüber reden, ohne daß er beleidigt wäre. Und er berührt mich auch nicht in der Art, daß ich denke ich müßte ihn retten und mich von ihm retten lassen. Das ist bei uns gar kein Thema. Weil er nicht verloren ist und ich inzwischen auch nicht mehr das Gefühl habe, als ob ich noch einen Unterschlupf vor dem Leben bräuchte :roll:

    LG Nys

  • Hallo Nys,

    ich gratuliere dir zu deinen Unabhängigkeitstag. Ich nenne es einfach mal so denn loslassen macht ja bekanntlich auch frei. Im Kopf habe ich gerade das Lied aus der Google- Werbung. Das finde ich irgendwie lustig. Bin wohl recht Werbegeschädigt. :)
    Den XY würde ich trocken wohl auch nicht zurücknehmen aber eher aus dem Grund das mich auch die Vergangenheit triggern würde. Ständig würde ich denken ich muß Kontrollieren.
    So wie es nun ist ... mit diesen neuen Partner ist es gut. Die Diskussionen sind eher auf Augenhöhe ... die Standpunkte werden erläutert und nicht aufgedrückt. Verbale Verletzungen gibt es nicht und teilweise siniere ich darüber nach ob das im letzten Jahr wirklich etwas mit Liebe zu tun hatte.
    Überhaupt sind mir meine Gefühle aus dem letzten Jahr fremd... was hat mich das loslassen für eine Kraft gekostet.
    Nun kann ich sein wie ich bin ... mein Partner will kein Schauspiel. Wenn ich traurig bin darf ich es sein ohne das ich mich verbiegen muß.
    Es gibt Liebe wenn ich sie brauche ohne das ich den richtigen Zeitpunkt abpassen muß weil es bei den alten xy gerade mit der Alk- Menge nicht passt.
    Dennoch fällt es mir manchmal schwer die Vergangenheit dazulassen wo sie hingehört ... sie spielt mir Streiche und lässt Gedanken hoch kommen die negativ sind. Manchmal schwirrt mir die Frage im Kopf rum warum mein neuer Partner an meiner Seit ist!?
    Heute Abend geht es wieder in die SHG und dort suche ich nach Antworten. Mittlerweile kann ich die Informationen von dort besser annehmen. Letztes Jahr war das nicht möglich ... ich war viel zu sehr verwickelt. Erst jetzt spüre ich das alles gut werden kann und ich einen tollen Mann an der Seite habe.

    Wünsche einen schönen Tag.

    LG

    Sarawen

  • Guten Morgen Sarawen!

    Ich freu mich wieder mehr von Dir zu lesen und daß Du hier bei mir reingeschaut hast. Danke auch für Deinen letzten Beitrag zum Thema Suchtpersönlichkeit.

    Ja ich denke, so eine Beziehung wie Du sie mit Deinem XY gelebt hast, hinterläßt Spuren. Vielleicht gerade deshalb so tiefe Spuren, weil man in so einer Beziehung immer mehr sich selbst verliert und das Erlebte dann so etwas wird was "mit einem geschehen" ist. Man hat ja den eigenen Einfluß auf das was passiert mehr oder weniger unwissentlich aufgegeben und sich in dem Hin- und Her total verloren.

    Ich find es toll, daß Dein neuer Partner so viel Verständnis aufbringt und Deine Therapie wird Dir sicher helfen, daß Du das auch genießen kannst und weißt, daß Du es genießen darfst (ohne Hintergedanken). Mir geht es jetzt erst richtig gut, seit dem ich das Alte hinter mir lassen konnte und mich nicht mehr verpflichtet fühle, die große Liebe die ich XY versprochen habe, ein restliches Leben aufrecht halten zu müssen. Erst jetzt ist wirklich Raum für eine intensiv gelebte Beziehung zu meinem Mann. Wir haben da ja auch noch unsere ganz eigene "Großbaustelle" bei der ich
    jetzt hoffnungsvoller in die Zukunft sehe. Es war jetzt auch gut, daß die Ablenkung mit Hauskauf und Kinderwunsch nicht nahtlos an das Alte drangehängt wird. War wohl auch mal wieder so ein Fluchtversuch, um sich den scheinbar unlösbaren Problemen unserer Beziehung nicht stellen zu müssen. Die erste Lösung habe ich für mich bereits gefunden. Loslassen von in Stein gemeiselten Vorstellungen. Offen sein für diese individuelle Beziehung ohne Vorgaben - aber trotzdem auch den Mut "gestalterisch" mitzuwirken und die eigenen Bedürfnisse klar zu stellen und behutsam einzufordern. So daß sich der Partner nicht kritisiert sondern wahrgenommen und bereichert fühlt. Das klingt jetzt sehr patetisch ich weiß es grad nicht besser auszudrücken. Aber ich bin so froh leben und Neues erleben zu dürfen.

    Ganz liebe Grüße
    Nys

  • Hallo Forum

    grad vorher hab ich noch gejammert, daß ich auch gern mal nach 8 Std. Feierabend hätte und Gartenpflege oder andere schöne Sachen draußen machen würde.

    Jetzt freu ich mich schon wieder: Einfach darüber, daß es immer noch hell ist, die Sonne so warm scheint, daß ich nach 20 Uhr noch das Fenster im Büro offen stehen hab und den Amseln beim Abendlied zuhören kann, - während hier der Drucker unromantisch vor sich hin rasselt.

    Ich freu mich, daß ich nicht (noch nicht ) im Dunkeln arbeiten muß, was mir immer sehr schwer fällt und ich freu mich, daß ich mich wieder auf die Arbeit konzentrieren kann.

    Eine Zeit lang war alles so unglaublich schwer und jeder Anlauf erstickte im Keim. so als hätte ich Bleikugeln an mir hängen. Jetzt sieht jeder Berg nur noch aus wie ein Berg und nicht wie das Ende der Welt. Die Aufgaben kommen mir nichtmehr unlösbar vor und alles nur, weil ich keine Zweitbaustelle mehr im Kopf habe. Einfach schön. - Schön wär natürlich auch die neue Freiheit mal in entspannter Feierabendstimmung zu verbringen. Aber das kommt auch mal wieder. (Ich hoff wir haben dann noch Sommer)... man weiß ja heutzutage nie wann der Herbst kommt....

    LG an alle
    Nys

  • Huhuuu Nys,
    hab grad Deinen Eintrag bei Karstens "Rauch-Thread" gelesen, kann da aber nicht schreiben....
    Ich hatte mal ein Thema dazu im Bereich "Freizeit" eroeffnet und wollte so eine kleine Sammlung von Tipps und Tricks anlegen.....die Resonanz war nicht so gross. Eher so ein bisschen als handele es sich dabei um ein kleineres Problem, was mit ein wenig Willenskraft in Griff zu bekommen waere..... schon seltsam.
    Wann willst Du es denn angehen? Jetzt?
    Wollen wir "zusammen starten"? Ich faende ein bisschen moralische Unterstuetzung schon gut. Bin beim letzten mal klammheimlich gescheitert. Erst wars nur das "Notfall-PAeckchen", damit ich nicht peinlich auf der Strasse wildfremde Leute anschnorren muss......und naja, dann wurde es schleichend wieder mehr. Typisch halt.
    Ich denke, ich muss fuer mich den Grundsatz der Alkoholiker verinnerlichen: ich kann mit Tabak nicht mehr kontrolliert umgehen. So wie ich es lange Jahre konnte. Nach dem Essen eine, oder zum KAffee....
    Ich muss es mir eingestehen. Ich bin mittlerweile Nikotin-Abhaengig....
    Und Du?
    Gruesse, Lindi

  • Hallo Lindi!

    oh ja toll - wäre super, wenn wir es gleichzeitig starten!
    (Hab auch schon mehrfach an Deinen Thread dazu gedacht.... ) und werd den Rest..jetzt gleich....dort weiterschreiben. :arrow:

  • Hallo Forum

    ich hab ne ziemlich harte Woche vor mir und mir deshalb gestern mal etwas mehr Freizeit eingeräumt.
    War total schön mit den Pferden. Sie habens genossen, ich auch. Bis ich wieder täglich zu ihnen kann wird es wohl noch einige Monate dauern -falls es dieses Jahr überhaupt noch möglich ist. Eigentlich sind sie das gewohnt und es macht mich bissl traurig, daß die Arbeit nun so viel mehr geworden ist.

    Als meine Geschäftsprüfung letzten Freitag stattfand haben der Prüfer (er kommt jetzt schon 13 Jahre) und ich so bissl philosphiert. Ich sagte:
    Ich versuch halt grad mehr im Hier und Jetzt zu sein. Ihr hättet mal hören sollen wie der sich ausgeschüttet hat vor Lachen und dann nur meinte
    "Das bei diesem Beruf! wie soll den das gehen, bitte?"

    So was gibt mir schon zu denken. Bis jetzt glaub ich noch, daran daß ich meine (auch forums-bedingten) Rückstände wieder in Griff bekomme. Aber es hat sich halt auch rechtlich viel geändert und die Koll., die schon auf dem Laufenden waren, sind unzufrieden, weil wir keine Freizeit mehr haben.

    Ach je - jetzt war es schon wieder der Beruf, den ich hier anführe. Nein ich werd mich nicht äußern, was ich mache. Es war nur so nicht anders möglich zu schildern wie es mir gerade geht. Aber vllt. sollte ich es auf das Hier und Jetzt beschränken. :idea:

    Im Hier und Jetzt geht es mir sehr gut. Die Temperaturen sind zwar nicht mein Lieblings-Hoch - aber das nehm ich hin. XY ist absolut garnicht mehr vorhanden (in echt wahrscheinlich schon - aber nicht mehr in meinen Gedanken) Hin und wieder begegne ich auf unseren "alten Strecken" einem Transporter der gleichen Marke, wie er einen hat. Früher hat mich das immer nen Herzschlag extra gekostet. Heut beachte ich es kaum. Die beiden Welten haben sich wieder getrennt und da bin ich froh drum.

    Ich überlege auch nicht mehr, ob es ihm gut geht. Und das hätte ich vor ein paar Monaten noch nicht für möglich gehalten.

    Ja - das war so weit mal der Zwischenstand. Keine absoluten Tief - keine besonderen Hoch - Gemütszustand: Dem Wetter entsprechend mild.

    Ich wünsch Euch einen guten Tag
    LG Nys

  • So jetzt muß ich hier mal was anführen, was mit mir zu tun hat.

    Ich bin nicht besonders gut in der Lage darüber zu schreiben, was wirklich so ganz in mir drin vorgeht.

    Ist auch nicht unbedingt ratsam. Also belasse ich es meist bei einer Umschreibung.

    Habe jetzt aber schon des öfteren festgestellt, daß dann, wenn ich mal ein bißchen ehrlicher hinter die Kulissen blicken lasse, die absolute Ablehnung
    hier aufkommt.

    Es wird mir unterstellt Macht ausüben zu wollen,
    mit XY ein Spiel gespielt zu haben,
    andere in mein Chaos reinzuziehen, um das ich mich gefälligst selbst zu kümmern hätte
    Süchte zu verwechseln und
    hier nur aus Langeweile rumzukaspern

    Mag sein, daß der Blick hinter die Kulissen dann entweder nicht tief genug war bzw. ich es eben doch nicht geschafft habe, ganz offen zu sein - so daß man mich richtig versteht. Die Dinge die man im Offenen schreiben kann sind begrenzt und auch im Geschlossenen wurde mir mein "Chaos" schon vorgeworfen. Von Leuten die alles soooooo viel besser machen.

    Ich frage mich, was jemand veranlaßt, von den Problemen eines anderen so getroffen zu werden, daß man es als Gefährdung, als Provokation, als
    Kindergarten oder als Mißbrauch des Forums auffaßt. Vielleicht sollte ich jedes Mal dazu schreiben: Ich habe ein Problem, deshalb schreibe ich hier über ein Problem und nicht über eine Schauspielerin.

    Deshalb stelle ich jetzt mal die Frage.

    Soll das ein Forum für Hilfesuchende sein oder nur ein Forum für Geheilte? Was ist wenn sich jemand hier ganz offen mit seinen Gedanken äußert. Müssen die vorher mit Persil gewaschen, fleckenentfernt und gebügelt werden?

    Bin ich denn hier die einzige, mit zwiespältigen
    Empfindungen während einer Zeit in der ich versuche Dinge zu verbessern?

    Geht es den anderen auf den Geist davon zu lesen?
    Wenn ja - warum beklagen sie sich lauthals darüber?
    Soll das so ne Art "Elite-"Gruppe werden, die vor lauter Selbstzufriedenheit keine "Kindergarten-Kinder" um sich herum leiden mag?

    Da frag ich mich, ob ich in Zukunft ehrlich zu meinen Mitlesern sein soll - oder ob es mir nicht besser gut täte hier stromlinienförmig durchzuschwimmen und die wirklich kantigen Dinge -die mich wahrscheinlich hier hergeführt haben- einfach hinten unter sacken lasse. Aber vielleicht fange ich dann auch an, auf Beiträgen rumzuhacken, die unverblümt von menschlichem Versagen berichten.

    Ich bin wütend. Nicht mal verletzt, sondern denke nach, was ich in Zukunft posten werde. Und das ist schade. Weil ich mich hier mit meinen Abgründen auseinandersetzen wollte. Da darf man mich auch mal mißverstehen. Aber wer nur draufklopft und keinen Dialog anstrebt - ist nicht an einem Austausch interessiert. Wenn man sich aus einem Dialog irgendwann ausklinkt - OK! - das ist völlig in Ordnung. Aber nur mal seinen Senf ablassen und abhauen - zeugt nicht gerade von Größe.
    Solche Beiträge könnte ich auch schreiben. Halte es aber für absolut sinnfrei. Habe ich hier jemand was zu sagen, dann unterhalte ich mich mit - und nicht über ihn. Ansonsten behalte ich es für mich.

    Ich muß nicht mit Samthandschuhen behandelt werden. Für Tacheles und selber noch mal reflektieren wie das eine oder andere steht bzw. rüber kommt bin ich ja hier. Aber wer über mich urteilt, sollte auch einen Dialog vorausschalten und nicht mal kurz vorbeizischen um Dampf abzulassen.
    Da frag ich mich dann manchmal woher der Dampf kommt, - wenn nicht aus der Person selbst.

    Aber im Argen darf ja nix liegen..... so ist mir manchmal der Eindruck. :twisted:

  • Hallo Nys,

    eine Zeitlang habe ich bestimmte Themen im Forum immer ausgeschlossen. Mittlerweile habe ich es satt immer alles runterzuschlucken und bin mir gegenüber auch ehrlicher geworden. Wenn mich etwas belastet dann schreibe ich es - auch auf die Gefahr hin das das jemanden nicht gefällt.
    Im Grunde sage ich mir dann - ok, derjenige muss es nicht lesen und kommentiert werden muß das dann auch nicht.
    Einige Themen habe ich auf den Tisch gebracht und ich empfand dann auch immer Dankbarkeit wenn du oder jemand anderes etwas dazu geschrieben hat.
    Da gab es z.B. das Thema mit meiner Kinderlosigkeit die mich schon arg belastet hat (tut es hin und wieder immer noch). Dann auch Kindheitserfahrungen- falsche Verhaltensmuster und auch ganz dumme allgemeine Fragen zur Co - Abhängigkeit.
    Ich habe das Forum als etwas empfunden das einlädt Erfahrungen auszutauschen. Es sind viele hier mit ganz Unterschiedlichen Stadien der Entwicklung ... Leute die getrennt sind ... einige die wieder zusammen sind... andere die schon lange keine Beziehung mehr führen mit Suchttendenz. Als "Elite" sehe ich mich in dem Zusammenhang auch nicht.... meine Therapie startet gerade erst und ich bin von Heilung weit weg. Der Austausch ist mir wichtig denn ich mache Fehler und manchmal hilft eine andere Sicht der Dinge auch Klarheit zu bekommen.
    Ob das was ich schreibe damit anderen hilft weiß ich nicht ... ich für meinen Teil ziehe das was ich nutzen kann raus ... andere Themen lese ich wenn ich Zeit und Energie dafür habe.

    Beiträge die manchmal hart sind bringen mir meistens mehr ... denn ich bin kein Böckchen im Streichelzoo. Daher bin ich für die ehrliche Nys die auch mal Klartext schreibt.

    In diesem Sinne....dir eine gute Zeit

    LG

    Sarawen

  • Hey, Nys.....
    also..... ich weiss ja nicht, was Dir "im Geschlossenen" so gesagt wurde, aber hier in Deinem Faedchen zumindest ist mir das, was Du beschreibst nicht aufgefallen, also diese "negativen" Reaktionen auf Dich, oder auf das was Du schreibst. Echt nicht.

    Und Deine "Abgruende".......auch wenn Du sie immer recht reflektiert rueberbringst.....wenn man (naja, also ich z.B.) sich auch nur ein bisschen mit der Thematik beschaeftigt, kann ich ahnen, worum es im Grunde geht .....und einige Andere hier auch. Das sind dann die Beitraege, die Dir in die Eingeweide fahren, nicht weil sie so "hart" sind, sondern weil sie den Kern erfassen.

    Genausogut kannst Du das umgekehrt auch. Bei anderen Teilnehmern, die eine aehnlich gelagerte Problematik haben. Da hast Du wirklich sehr einfuehlsame und differenzierte Beitraege verfasst, die Demjenigen eigentlich eine grosse Stuetze haetten sein muessen.
    -----
    Die Tendenz alles, was nicht stromlinienfoermig nach Theorie X laeuft abzukanzeln, die gibt es allerdings schon, wenn ich es auf Dich bezogen allerdings nicht finden kann, dass das so gelaufen waere.

    Fulminantes Beispiel, C25OH (oder wie immer auch der Formelname lautete...) der aufgrund seiner ganz spezifischen Denk-Struktur eine ganz andere Vorgehensweise an den Tag legte.....und teils recht hart rangenommen wurde.

    Ich denk mir dann immer, dass es einfach Leute gibt, die eine klaere "Anleitung" brauchen und diese dann auch nicht hinterfragen. Und dann natuerlich drauf beharren, dass alle anderen das dann genauso sehen/machen muessen. Weil es sonst ihr eigenes Weltbild, die duerftig gewonnene Handlungs-Stuetze im Leben, in Frage stellen wuerde.

    Und, nicht vergessen, alle die hier schreiben (ich auch) haben ja irgendwie "einen an der Waffel" ..... sonst waeren wir ja nicht hier.
    Besonders unsachlich wirds immer dann, wenn sich Jemand an seinen spezifischen, wunden Punkten geruehrt fuehlt. "Getriggert" heisst das dann wohl.
    Auch gerade wieder aktuell schoen zu verfolgen ..... :roll:
    Allerdings gilt da schon das Sprichwort: "wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um".....in dem Fall, wenn ich threads lese, von denen ich weiss, das sie in mir stark negative Assoziationen ausloesen, dann hat nicht derjenige Schuld, der das schreibt, was ihm auf der Selle brennt, sondern ich, weil ich es lese, obwohl ich weiss oder vermuten muss, dass der TE in einer Phase steckt, "die mich aufregt".....
    Das Beste, was ich dann tun kann, ist nichts dazu schreiben ....was mir mittlerweile auch gut gelingt.
    Meistens kommen dann Beitraege von anderen, die in etwa das Gleiche aussagen, aber viel konstruktiver ausgedrueckt, weil nicht aus einer persoenlichen Betroffenheit heraus formuliert.

    Ich kann "Kritik" schon auch ab (nicht immer leicht, geb ich zu) aber wenn ich den Eindruck habe, Jemand agiert seinen eigenen Frust an mir ab, da krieg ich echt nen Foehn.....

    Also schreib nur schoen weiter, was Dich bewegt....wenn es DIR hilft. Ob das Anderen immer glatt runter geht, ist ja nun nicht Deine Angelegenheit...
    Gruesse, Lindi

  • *ahhhh* O.K., jetzt hab ichs auch kapiert "woher" Deine Reflexion kam .... bin halt manchmal ein kleines Dummerle.....
    ----
    *Hmpf* ...... also auch in dem Falle denk ich mir, es liegt einfach daran, dass die "scharfen" Verweise von Leuten kommen, die selbst am kaempfen sind....mit was auch immer.......die Langzeit-Dunstfreien, sehen das abgeklaerter, betrachten uns mit mildem, leicht nachsichtigem Laecheln "Jaja, Kleines, ist schon ganz nett so, fuer den Anfang"....geben ab und zu mal motivierende Hinweise ..... fuehlen sich aber in keiner Weise in ihren Grundfesten erschuettert.
    Damit kann ich ehrlich gesagt mehr anfangen, als die, die so fundamentalistisch Einen immer wieder in den Sumpf der eigenen Inkonsequenz/Unfaehigkeit zurueckstossen.

    Nach dem Motto: Versuchen was zu aendernt ist auch Gescheitert. Entweder Hopp oder Topp. Nach dieser Definition waeren wir "Hopp" und koennten es gleich lassen. "Motivation" ist anders....
    Lindi

  • Hallo Sarawen

    ich hab mich noch garnicht bei Dir bedankt, für's Reinschauen und die Motivation, mich nicht zu verbiegen.

    Ich komme grad nirgends so richtig rum. Weder im Beruf, noch im Haushalt, noch bei den Pferden. Weil der Beruf nach einem 24 STD Arbeitstag schreit und ich mich nach 12 STD meist erst mal etwas ausruhe bevor es mal mehr - mal weniger konzentriert weitergeht.

    Wie Kaltblut mir zum Thema Rauchen geschrieben hat - bin auch ich gerade dabei zufriedenstellende Leistung ohne Vernachlässigung meiner Gesundheit zu lernen. By the way: Da hab ich doch heut morgen, - bis zu diesem Satz noch nicht mal an eine Zigarette gedacht..... ! Das ist für jemand, der in den schlimmsten Zeiten mit Entzugsgefühl aufwachte und sich sofort eine anzünden mußte... ein gutes Zeichen. 15.07. ist mein Stichtag um mit dem Rauchen ganz zu brechen. Bis dahin ..... tue ich alles, damit es dann auch tatsächlich klappt.

    Ich freu mich derzeit auf jeden neuen Tag - auch wenn es vieles gibt, von dem ich noch keine Ahnung habe in welche Richtung es laufen wird.

    Im Hier und Jetzt leben - Das habe ich in meinem Thread über Co/Suchtpersönlichkeit geschrieben. Bei der Umsetzung stelle ich gerade fest, daß es trotzdem eine gleichzeitige, wenn nicht sogar noch besonderere Wachsamkeit benötigt. Denn wer im Hier und Jetzt lebt, fragt nicht nach dem Morgen. Und das war bei mir in meinem Leben jedes mal ein Fehler, wenn ich das Morgen ausgeblendet hab.

    LG und allen einen wachsamen Tag im Hier und Jetzt
    Nys

  • Hallo Nys,

    manchmal geht es mir auch nicht viel anders. Im Grunde ist man dann schon morgens müde und kommt nicht so richtig in Gang.
    Das mit dem Verbiegen ist ein Punkt der auch mir in vielerlei Hinsicht oft passiert. Mein Partner nennt das dann immer Laienschauspiel. Dann lache ich obwohl mir so garnicht danach der Sinn steht. Oft spreche ich Dinge die mich stören dann auch nicht aus.
    Die kommen dann gesammelt auf den Tisch wenn ich sowieso schon angesäuert bin. :wink:

    Wie kriegst du das mit dem Nicht- Rauchen denn hin? Willst du da mit Pflaster arbeiten?
    Diese Sucht zu beenden ist denke ich auch sehr von der Psyche abhängig.
    Ich nehme mir zur Zeit oft vor wieder abzunehmen. Die letzten Monate habe ich mir ein bischen was angefuttert. Im Grunde wollte ich Zumba machen.... dennoch finde ich viele ausreden. Immerhin habe ich jetzt endlich die gepackte Sporttasche im Auto liegen. Ja - ich bin schwach... :)

    Das mit dem Hier und Jetzt leben ist auch eine Baustelle bei mir ... ich plane am liebsten alles vorraus. Würde meinen Partner gerne auf Ehe ... Kind etc. festnageln aber dabei vergesse ich dann auch gerne dem Moment im Heute. Spontanität bleibt dabei dann auch schonmal auf der Strecke. Das will ich ändern denn wie singt Joe Cocker immer so nett....Who knows what tomorrow brings?
    In der kommenden Woche habe ich Geburtstag . Dieses Mal habe ich einfach mal nichts geplant ... auch wenn es diesmal die 40 ist. Diesmal mache ich wenn dann etwas spontan ... auf Zwänge reagiere ich derzeit etwas allergisch.

    Wünsche dir einen schönen und entspannten Tag und ebensolches Wochenende.

    LG

    Sarawen

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